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Zum Bekleistern und Ankleben von Tapetenbahnen an die Wand dienendes
Gerät Es sind Geräte zum Beleimen und Ankleben von Tapetenbahnen bekannt, durch
welche die Tapetenbahn von einer Vorratsrolle mittels von Hand angetriebener Zugwalzen
über eine in ein Kleistergefäß, eintauchende Walze hindurchgezogen wird. Hierbei
ist das Abziehen der mit Kleister versehenen Tapetenbahn nur in -einer bestimmt-en
Richtung möglich, so daß man alsto beispielsweise die Bahnen nur an der Wandflächie
von oben nach unten ankleben kann. Bei einfarbigen Tapeten oder siolchen mit symmHütrischen
Musterungen kommt es weniger darauf an, wie die Bahnen geklebt werden, d.h. ob sie
von unten nach oben oder von oben nach unten an die Wand angelegt werden; dagegen
ist es insbesondere bei Blumen- und Tiermustern Bedingting, daß die Tapetenbahnen
immer in solcher Lage an die Wand angelegt werden, daß das Muster in richtiger Ansicht
erscheint. Nun sind aber nicht' alle Tapetenrollen sio aufgewickelt, daß das Muster
in einer zum Tapezieren mit einem Apparat. günstigen Lage erscheint. Solche Rollen
lassen sich bei den bekannten Apparaten nicht unmittelbar vom Apparat auf die Wandfläche
übertragen, man muß sie entweder vorher umwickeln oder man muß die einzelnen Bahnlängen
nach dem Beleimen erst auf Länge abschneiden und dann in der richtigen Lage an die
Wand bringen. Beides ist zeitraubend und umständlich. Im letzten Falle fällt auch
der Vorteil weg, daß die Tapetenbahn durch den Apparat in zwangsläufige senkrechte
Lage an die Wand gebracht wird.
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Die Erfindung hat eine Vorrichtung zum Tapezieren zum Gegenstand,
bei welcher die Tapetenbahn in jeder gewünscht-en Richtung abgezogen werden kann.
Dies soll durch eine unterhalb des oberen Randes des Gerätes angeordnete Querstange
erreicht werden sowie durch eine zweite Querstange, deren Tragstangen an einem Ende
der Seitenwände des Geräte s schwenkbar und in verschiedenen Lagen feststellbar
befestigt sind.
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Querstange#n sind zwar bei Tapeziergeräten der beschriebenen Art bekannt,
sie sind aber bisher stets so angeordnet worden, daß der hier erstrebte Zweck nicht
möglich ist. Es ist bei Tapeziergeräten auch schon bekannt, über dem Gerät Walzen
anzuordnen, die ein Abziehen der Tapetenbahn in mehreren Richtungen zulassen. Die
Tragstangen dieser Walzen sind aber starr am Gerät befestigt, so daß ein Abziehen
der Bahn in jeder' Richtung nicht möglich ist.
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Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel.
Es zeigt Abb. i die neue Vorrichtung iin Querschnitt, Abb. 2 in Stirnansicht.
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Gemäß der Erfindung ist oberhalb der Walze 1.2, welche mit der in
das Kleistergefäß eintauchenden Walze i i zusammenarbeitet, eine Querstange 41 zwischen
den beiden Seitenwänden 3 angeordnet, welche von einem leicht darum drehbaren
Rohr 42 oder
einzelnen Rollen umgeben sein kanin. Ferner gehen von
den Seitenwänden 3 des Gerätes noch Tragstangen43 für eine zweite Querstange
44 aus, welche von einem Rohr 45 'Oder einzelnen Rollen umgeben sein kann. Dk, Bedeutung
dieser Querstangen41 und 44 er gibt sich aus folgendem: Soll die beleimte Tapetenbalin
mit ihrem vorderen Ende an der Wand oben angelegt, die Tapetenbahn also von oben
näch unten angeklebt werden, dann wird sie in Richtung des' Pfeiles a (Abb. 2) nach
oben abgezogen und in dieser Lage vom Apparat unmittelbar an die Wand gebracht.
In diesem Falle werden die Querstangen 41, 44 nicht gebraucht. Beim Tapezieren'
von Fußbodenflächen wird die Tapete in Richtung dies Pfeiles b horizontal
abgezogen, die Kleisterschictt liegt an der unteren Seite der Tapete. Auch in diesem
Falle werden die Querstangen 44 44 nicht gebraucht. Sollen jedoch Deckenflächen
tapeziert werden und muß zu dem Zweck die beleimtie Fläche der Tapete nach oben
liegen, darin wird die Tapetenbahn um den Querstab 41 geschlungen und in Richtung
des Pfeiles c abgezogen. Hat man schließlich Tapetenrollen zu verarbeiten, welche
mit Rücksicht auf. das Muster verkehrt aufgewickelt sind, dann zieht man
die beklebte Bahn über - die Querstange 44 nach unten in Richtung des Pfeiles
d (Abb.- i) , ab und-klebt die Bahn von unten nach oben an die Wand. Bei
dieser Arbeitsweise liegt die zu tapezierende Wand rechts von dem in Abb. i dargestellten
Apparat.
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Die Tragstangen für die Querstange 44 ,sind an den Enden der Seitenwände
3 des Ge-.,):ä-tes schwenkbar und in verschiedenen Lagen feststeRbar befestigt.
Man kann sie dann als Anschläge benutzen zum Ausrichten dies Tapezierapparates in
genaue Parallellage zu der zu tapezierenden Wandfläche und gegenüber der bereits
angeklebten Tapetenbahn.
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Durch die Anbringung der Wendestäbe41 und 44 ist die Bedienung des
Apparates so vereinfacht, daß in jedem Falle eine einzige Person in der Lage ist,
das Beleimen und Ankleben der Tapetenbahnen vorzunehmen.