DE650656C - Verfahren zur Nachbehandlung von Jodcatgut - Google Patents
Verfahren zur Nachbehandlung von JodcatgutInfo
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- A61L—METHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
- A61L17/00—Materials for surgical sutures or for ligaturing blood vessels ; Materials for prostheses or catheters
- A61L17/06—At least partially resorbable materials
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Description
- Verfahren zur Nachbehandlung von jodcatgut Das nach bekannten Ilethoden keimfrei hergestellte Jodcatgut enthält ummittelbar nach der Fertigung einen gewissen Prozentsatz freien Jodes. Das freie Jod ist aber in vielen Fällen die Ursache von Reizungen im Wundkanal. Diese schädliche Wirkung des Jodes wird wahrscheinlich durch die Umsetzungsprozesse, welche das freie Jod im Catgutfaden erfährt, verursacht. Das freie Jod geht unerwünschte Verbindungen ein. Zuletzt befindet sich im Catgutfaden fast kein freies Jod mehr, sondern es sind unerwünschte Jodverbindungen vorhanden, welche den glatten Verlauf der Wundheilung beeinträchtigen und außerdem die Zugfestigkeit des Fadens bedeutend mindern.
- Zur Abstellung dieser Mängel hat man schon vorgeschlagen, das Catgut einer eiweißhaltigen Lösung auszusetzen, um das freie Jod auszufällen. Dieses Verfahren birgt aber die Gefahr in sich, daß eine etwaige mangelhafte Keimfreiheit der eiweißhaltigen Lösung, die von Haus aus einen guten Nährbode? für Keime bildet, nach der Ausfällung des Jodes auch eine Gefährdung des Catguts herbeiführt, indem eine solche Lösung den Faden infiziert.
- Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, einerseits die kleinen Jodmengen im Jodcatgutfaden nach Mqglichkeit weitgehendst zu entfernen und dann andererseits den kleinsten Rest von zurückbleibendem freiem Jod im Faden so zu konservieren, daß er sich nicht schädlich mehr auswirken kann.
- Diese Aufgabe wird durch die vorliegende Erfindung in der Weise gelöst, daß man zunächst den Faden durch mehrmalige Einlage in frische, zweckmäßig bis zum Siedepunkt erhitzte Alkoholbäder weitgehendst von Jod befreit. Es löst sich dabei der größte Teil des freien Jodes auf. Dadurch diese Einlage auch noch eine Sterilisierung stattfindet, ist dieses Catgut auch während des Jodentziehungsprozesses zuverlässig steril geblieben, während bei der chemischen Ausfällung (Eiweißfällung) diese Gewähr nicht gegeben ist. Nun wird das Sterilcatgut etwa z4. Stunden in eine etwa 5%ige Lösung von Perubalsam in Alkoholeingebracht. Dadurch wird der Catgutfaden mit einem hauchartigen überzug von Perubalsam versehen. Ein solcher Jodcatgutfaden wirkt antiseptisch und besitzt eine bessere Haltbarkeit.
- Nicht unerwähnt soll bleiben, daß bereits vorgeschlagen wurde, Jodcatgut mit Alkohol nachzubehandeln, um entweder das Catgut, welches von einer wässerigen Vorbehandlung aufgeweicht ist, wieder zu erhärten oder um es äußerlich zur Beseitigung überschüssigen Jodes abzuwaschen. Auch ein anderes Alkoholbehandlungsverfahren, mit dem man versucht, das im jodcatgut befindliche freie Jod unschädlich zu machen, kann nicht befriedigen, weil die verschiedenen Vor- Bäder <die Keimfreiheit gefährden, so daß zum Schlusse eine nochmalige Sterilisation durch Erhitzen der mit Alkohol gefüllten Packungsröhre dies Catguts zwingend wird, dember, antiseptische Wirkung mangelt.
- Alle diese vorerwähnten Behandlungsart.eri' geben auch nur eine ausschließliche Alkoholnachbehandlung an, während nach der Erfindung eine Kombinationsbehandlung des Jodcatguts stattfindet, wobei zunächst im Alkoholbade ausgelaugt, also nicht nur äußerlich abgewaschen, und im Anschlusse daran zur Konservierung mit Perubalsam behandelt bzw. überzogen wird.
- Dazu ist der Vollständigkeit halber noch festzustellen, daß die Verwendung von Peru-Balsam allein zur Keimfreimachung von Catgut bekannt ist, daß aber die Kombinations-;,anwendung von Alkohol und Perubalsam zur '*Catgutbehandlung gemäß vorliegender Erfin-°"dung neu und auch hinsichtlich des erreichten Endzweckes nicht vorbekannt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Nachbehandlung von Jodcatgut mit Alkohol, dadurch gekennzeichnet, daß das nach bekannten Verfahren erzeugte jodcatgut zunächst mit Alkoholbädern von erhöhter Temperatur ein- oder mehrmalig behandelt wird und darauf vorübergehend in ein mit Perubalsam versetztes Alkoholbad eingelegt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE650656T | 1930-04-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE650656C true DE650656C (de) | 1937-09-27 |
Family
ID=6581448
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930650656D Expired DE650656C (de) | 1930-04-17 | 1930-04-17 | Verfahren zur Nachbehandlung von Jodcatgut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE650656C (de) |
-
1930
- 1930-04-17 DE DE1930650656D patent/DE650656C/de not_active Expired
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