DE650656C - Verfahren zur Nachbehandlung von Jodcatgut - Google Patents

Verfahren zur Nachbehandlung von Jodcatgut

Info

Publication number
DE650656C
DE650656C DE1930650656D DE650656DD DE650656C DE 650656 C DE650656 C DE 650656C DE 1930650656 D DE1930650656 D DE 1930650656D DE 650656D D DE650656D D DE 650656DD DE 650656 C DE650656 C DE 650656C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iodine
catgut
alcohol
aftertreatment
thread
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930650656D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Graf & Co R
Original Assignee
Graf & Co R
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Graf & Co R filed Critical Graf & Co R
Application granted granted Critical
Publication of DE650656C publication Critical patent/DE650656C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L17/00Materials for surgical sutures or for ligaturing blood vessels ; Materials for prostheses or catheters
    • A61L17/06At least partially resorbable materials
    • A61L17/08At least partially resorbable materials of animal origin, e.g. catgut, collagen

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Surgery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Nachbehandlung von jodcatgut Das nach bekannten Ilethoden keimfrei hergestellte Jodcatgut enthält ummittelbar nach der Fertigung einen gewissen Prozentsatz freien Jodes. Das freie Jod ist aber in vielen Fällen die Ursache von Reizungen im Wundkanal. Diese schädliche Wirkung des Jodes wird wahrscheinlich durch die Umsetzungsprozesse, welche das freie Jod im Catgutfaden erfährt, verursacht. Das freie Jod geht unerwünschte Verbindungen ein. Zuletzt befindet sich im Catgutfaden fast kein freies Jod mehr, sondern es sind unerwünschte Jodverbindungen vorhanden, welche den glatten Verlauf der Wundheilung beeinträchtigen und außerdem die Zugfestigkeit des Fadens bedeutend mindern.
  • Zur Abstellung dieser Mängel hat man schon vorgeschlagen, das Catgut einer eiweißhaltigen Lösung auszusetzen, um das freie Jod auszufällen. Dieses Verfahren birgt aber die Gefahr in sich, daß eine etwaige mangelhafte Keimfreiheit der eiweißhaltigen Lösung, die von Haus aus einen guten Nährbode? für Keime bildet, nach der Ausfällung des Jodes auch eine Gefährdung des Catguts herbeiführt, indem eine solche Lösung den Faden infiziert.
  • Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, einerseits die kleinen Jodmengen im Jodcatgutfaden nach Mqglichkeit weitgehendst zu entfernen und dann andererseits den kleinsten Rest von zurückbleibendem freiem Jod im Faden so zu konservieren, daß er sich nicht schädlich mehr auswirken kann.
  • Diese Aufgabe wird durch die vorliegende Erfindung in der Weise gelöst, daß man zunächst den Faden durch mehrmalige Einlage in frische, zweckmäßig bis zum Siedepunkt erhitzte Alkoholbäder weitgehendst von Jod befreit. Es löst sich dabei der größte Teil des freien Jodes auf. Dadurch diese Einlage auch noch eine Sterilisierung stattfindet, ist dieses Catgut auch während des Jodentziehungsprozesses zuverlässig steril geblieben, während bei der chemischen Ausfällung (Eiweißfällung) diese Gewähr nicht gegeben ist. Nun wird das Sterilcatgut etwa z4. Stunden in eine etwa 5%ige Lösung von Perubalsam in Alkoholeingebracht. Dadurch wird der Catgutfaden mit einem hauchartigen überzug von Perubalsam versehen. Ein solcher Jodcatgutfaden wirkt antiseptisch und besitzt eine bessere Haltbarkeit.
  • Nicht unerwähnt soll bleiben, daß bereits vorgeschlagen wurde, Jodcatgut mit Alkohol nachzubehandeln, um entweder das Catgut, welches von einer wässerigen Vorbehandlung aufgeweicht ist, wieder zu erhärten oder um es äußerlich zur Beseitigung überschüssigen Jodes abzuwaschen. Auch ein anderes Alkoholbehandlungsverfahren, mit dem man versucht, das im jodcatgut befindliche freie Jod unschädlich zu machen, kann nicht befriedigen, weil die verschiedenen Vor- Bäder <die Keimfreiheit gefährden, so daß zum Schlusse eine nochmalige Sterilisation durch Erhitzen der mit Alkohol gefüllten Packungsröhre dies Catguts zwingend wird, dember, antiseptische Wirkung mangelt.
  • Alle diese vorerwähnten Behandlungsart.eri' geben auch nur eine ausschließliche Alkoholnachbehandlung an, während nach der Erfindung eine Kombinationsbehandlung des Jodcatguts stattfindet, wobei zunächst im Alkoholbade ausgelaugt, also nicht nur äußerlich abgewaschen, und im Anschlusse daran zur Konservierung mit Perubalsam behandelt bzw. überzogen wird.
  • Dazu ist der Vollständigkeit halber noch festzustellen, daß die Verwendung von Peru-Balsam allein zur Keimfreimachung von Catgut bekannt ist, daß aber die Kombinations-;,anwendung von Alkohol und Perubalsam zur '*Catgutbehandlung gemäß vorliegender Erfin-°"dung neu und auch hinsichtlich des erreichten Endzweckes nicht vorbekannt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Nachbehandlung von Jodcatgut mit Alkohol, dadurch gekennzeichnet, daß das nach bekannten Verfahren erzeugte jodcatgut zunächst mit Alkoholbädern von erhöhter Temperatur ein- oder mehrmalig behandelt wird und darauf vorübergehend in ein mit Perubalsam versetztes Alkoholbad eingelegt wird.
DE1930650656D 1930-04-17 1930-04-17 Verfahren zur Nachbehandlung von Jodcatgut Expired DE650656C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE650656T 1930-04-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE650656C true DE650656C (de) 1937-09-27

Family

ID=6581448

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930650656D Expired DE650656C (de) 1930-04-17 1930-04-17 Verfahren zur Nachbehandlung von Jodcatgut

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE650656C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2854490C2 (de) Knochenersatzmaterial mit verbesserter biologischer Stabilität auf Basis von Kollagen
DE2917135A1 (de) Kuenstliches knochenartiges transplantat und verfahren zu dessen herstellung
DE2742588A1 (de) Verfahren zur sterilisation eines dialysators mit semipermeabler membran
DE650656C (de) Verfahren zur Nachbehandlung von Jodcatgut
DE1951486C3 (de) Verfahren und Einrichtung zur Desinfektion und/oder Sterilisation mit einem keimtötenden Mittel, insbesondere Formalin, in Verbindung mit Sattdampf
DE625025C (de) Herstellung von sterilem, chirurgischem Nahtmaterial
DE522369C (de) Verfahren zur Herstellung von sterilem Katgut
DE503053C (de) Verfahren zur Nachbehandlung von Catgut
DE885954C (de) Verfahren zur Behandlung von Milch mit Ultraviolettstrahlen
AT83364B (de) Verfahren zur Darstellung von kolloidalen Silberlösungen.
DE660060C (de) Verfahren zur Sterilisierung von Catgutfaeden
DE665732C (de) Herstellung von sterilen bzw. desinfizierend wirkenden Gegenstaenden oder Massen
AT163646B (de) Verfahren zur Herstellung weißer oder hellfarbiger Erzeugnisse mit hoher bakterizider Wirkung
DE641773C (de) Verbandstoff aus Cellulosekunstschwamm
DE730197C (de) Verfahren zum Sterilisieren
DE585197C (de) Verfahren zur Impraegnierung von Verbandmaterial
DE719024C (de) Verfahren zur Nachbehandlung von Kunstseide aus regenerierter Cellulose in Wickelform
DE518698C (de) Pflanzenschutzmittel
DE732574C (de) Verfahren zum Roesten von Flachs nach dem Warmwasserverfahren
DE2854534B2 (de) Zahnpulpenfüllmaterial
DE539467C (de) Verfahren zur Erhoehung der Webfaehigkeit kunstseidener Ketten
AT149105B (de) Verfahren zur Herstellung von biologisch und therapeutisch wirksamen Textilien und Leder.
AT140424B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung steriler Filter.
DE346200C (de) Verfahren zur Erhaltung und Steigerung der Heilwirkung von Mineralschlamm
DE637792C (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer Loesungen komplexer Bleisalze