DE650565C - Pendelapparat mit elastischer Unterstuetzung des Pendels mittels eines Federblattes - Google Patents

Pendelapparat mit elastischer Unterstuetzung des Pendels mittels eines Federblattes

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DE650565C
DE650565C DEH138205D DEH0138205D DE650565C DE 650565 C DE650565 C DE 650565C DE H138205 D DEH138205 D DE H138205D DE H0138205 D DEH0138205 D DE H0138205D DE 650565 C DE650565 C DE 650565C
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Germany
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pendulum
spring leaf
clamping
plane
foot
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Expired
Application number
DEH138205D
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English (en)
Inventor
Fernand Holweck
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Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Original Assignee
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V7/00Measuring gravitational fields or waves; Gravimetric prospecting or detecting
    • G01V7/12Measuring gravitational fields or waves; Gravimetric prospecting or detecting using pendulums

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Geophysics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

  • Pendelapparat mit elastischer Unterstützung des Pendels mittels eines Federblattes Es werden insbesondere zur Messung der Stärke des Schwerkraftfeldes vielfach sog. elastische Pendel benutzt, welche ein,in der Mittellage im wesentlichen lotrechtes, elastisches Federblatt enthalten, dessen eines Ende fest ist, während am anderen Ende mittels eines Trägers eine schwere Masse angeordnet ist, derart, daß das Ganze eine schwingende Bewegung um eine scheinbare Achse, ähnlich derjenigen eines Metronoms um seine Drehachse, erhalten kann.
  • Die Periode dieser Schwingungen ist einerseits von den elastischen Eigenschaften der Blattfeder, andererseits von der Stärke des Schwerkraftfeldes an .der Meßstelle abhängig.
  • Wenn daher eine Messung an einer Stelle vorgenommen wird, an der .die Stärke des Schwerkraftfeldes genau bekannt ist, kann man die Vorrichtung eichen, d. h. die obengenannte Abhängigkeit zahlenmäßig bestimmen, wodurch erreicht wird, daß die Schwerkraft an irgendeiner Stelle durch Messung der Schwingungsperiode an dieser Stelle bestimmt werden kann.
  • Es ist selbstverständlich unbedingt erforderlich, .daß die elastischen Eigenschaften der Blattfeder bei jeder Messung die gleichen sind; deshalb benutzt man vorzugsweise Federn, welche aus einem einzigen Stück einer als Ehnvar bekannten Eisen-Nickel-Legierung mit praktisch von der Temperatur unabhängigen, elastischen Eigenschaften-herausgearbeitet sind.
  • Insbesondere sind Pendelapparate mit elastischer Unterstützung des Pendels mittels eines Federblattes bekannt, das zusammen mit dem Einklemmfuß und dem Klemmkopf für die Pendelstange aus einem Stück, und zwar aus Elinvar, besteht.
  • Die Erfindung bezweckt, die bei dieser Ausbildung des Federblattes, des Klemmfußes. und des Klemmkopfes aus einem Stück sich ergebenden Fehlerursachen zu beseitigen, wie unten ausgeführt.
  • Demgemäß bestehen die wesentlichen Merkmale der vorliegenden Erfindung darin, daß der Einklemmungsfuß parallele Klemmflächen besitzt, deren eine sich über das Federblatt hinweg bis nahe an den Klemmkopf fortsetzt und mit der Mittelebene des Pendels zusammenfällt, wobei der bewegliche Teil dieses Stückes derart ausgebildet ist, daß sein Schwerpunkt in die mit der einen Klemmfläche zusammenfallende Mittelebene des Pendels fällt. sowie in Vorrichtungen zur Änderung der Lage des eingeklemmten Fußes des Federblattes gegenüber dem Gestell des Apparates und in Vorrichtungen zur Verlegung des Schwerpunktes der Pendelmasse nach der ge;. wünschten Seite der Mittelebene. Die Einzei-#4 heiter dieser Anordnungen gehen aus den Ansprüchen und der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels hervor, das in den Zeichnungen dargestellt ist. Von diesen zeigen: Abb. i und 2 den .das Federblatt, Klemmfuß und Klemmkopf bildenden Unterteil des Pendels in Seiten- bzw. in Voransicht, Abb. 3 das Pendel zusammen mit dem Gestell, Abb. 4. eine abgeänderte Anordnung der Pendelmasse, Abb. 5 und 6 die Klemmvorrichtung für das untere Ende des Federteiles.
  • Abb. 7 bis 9 sind schematische Zeichnungen, an Hand deren die Einstellung der Mittellage des beweglichen Teiles erläutert werden soll.
  • Abb. io ist eine Zeichnung eines Einzelteiles in größerem Maßstabe, welche die Wirkung des zur genannten Einstellung erforderlichen Keils zeigt.
  • Abb. i i zeigt eine für die Einstellung des Apparates maßgebliche Kurve der Werte der Schwingungsperioden.
  • Das federnde Blatt des Pendels, der Kopf zum Befestigen des Pendelstabes an dem Blatt und der zum Einklemmen des Blattes dienende Fuß werden aus einem einzigen Stück eines Materials herausgearbeitet, dessen Elastizitätsmodul sich möglichst wenig mit der Temperatur ändert, z. B. aus der als Elinvar bekannten Legierung.
  • Da einerseits dieses Federblatt genau bestimmte Abmessungen aufweisen soll und es andererseits erforderlich ist, daß die bei der Herstellung aus demselben Material sich ergebenden Fehler der Justierung genau beseitigt werden, wird gemäß der Erfindung folgende Anordnung getroffen (Abb. i und 2).
  • Aus dein Stabe, aus dem die genannten Teile geformt werden, bildet man zunächst den aufgeschnittenen Klemmkopf i, welcher zur Aufnahme des Pendelstabes 2 bestimmt ist, wobei ein Klemmring 3 das Zusammendrücken der beiden Teile bewirkt. Dann bildet man an dem Unterende des Kopfes und in einer die Mittelebene des Stabes .enthaltenden Ebene X-X eine Fläche, welche bei der Bearbeitung des Federblattes als Bezugsfläche dient, und weiter in einer zu X-X parallelen Ebene Y-Y eine zweite Fläche; diesen beiden Flächen schließen sich mittels Schultern i., ib an das Unterende des Klemmkopfes an, wobei sie derart um den Betrag 1i gegeneinander versetzt sind, daß infolge der dadurch entstandenen Asymmetrie der Schwerpunkt des schwingenden Teiles ungeachtet der Anwesenheit des Materials bei 4" (auf der 'Einen Seite der Mittellinie) in die Ebene X-X .zu liegen kommt. Das elastische Blatt 5 wird erhalten, indem man das zwischen den Ebenen X-X und Y-Y befindliche Material des Stückes i durch genaue Bearbeitung bis auf die gewünschte Stärke entfernt. Man kann die Nachgiebigkeit dieses Blattes noch durch Anbringen einer öffnung 5" von runder, rechteckiger oder einer anderen geeigneten Form erhöhen.
  • Die Stange :2 des Pendels kann beispielsweise, wie bekannt, aus geschmolzenem Quarz oder einem anderen geeigneten, den später angegebenen Anforderungen genügenden Material hergestellt sein. -Die Stange?, trägt (Abb. 3) eine oder mehrere Metallmassen 6, 7, 8, welche -gespalten sind und mittels der Schrauben 6" 7Q, 8,, gehalten werden. Eine dieser Massen kann gleichzeitig zur Arretierung des Pendels benutzt werden, wie weiter unten beschrieben.
  • Die erforderlichen Eigenschaftender Stange 2 und die Art der Anbringung der Masse (zi) werden an Hand des Temperaturkoeffizienten des Elastizitätsmoduls des Federblattes 5 bestimmt, welcher bei den verschiedenen Metallproben einen in geringem Maße von Null abweichenden positiven oder negativen Wert haben kann. Wenn dieser Koeffizient gleich Null oder negativ ist, wird man für die Stange a geschmolzenen Quarz benutzen. Wenn er Null ist, werden die Massen so, wie in Abb. 3 dargestellt, angebracht. Wenn er negativ ist, kann man die Anordnung gemäß Abb, q. wählen, wobei an dein Unterende eines Rohres z' eine Masse 2'b eines Materials von geeignetem Temperatursausdelinungskoeffizienten angeordnet ist; das Rohr ist auf die Stange 2 aufgeschoben und an dieser mit seinem oberen Ende in irgendeiner geeigneten Weise befestigt.
  • Wenn schließlich der T emperaturelastizitätskoeffizient positiv ist, wird man den Quarz mit Vorteil durch ein vorzugsweise urmagnetisches Material ersetzen, das einen Ausdehnungskoeffizienten besitzt, welcher wenigstens in erster Annäherung eine Kompensation des Temperaturkoeffizienten des Pendels erreichen läßt. Man kann dazu beispielsweise reines oder legiertes Platin in Form eines dünnen Rohres verwenden.
  • 2 Durch die vorstehend beschriebenen Anordnungen erreicht man die Eliminierung einer wichtigen Fehlerquelle, da es praktisch unmöglich ist, für die Anfertigung des Federblattes ein Material zu bekommen, dessen Elastizitätseigenschaften von der Temperatur völlig unabhängig sind; selbst wenn man z. B. immer Elinvar benutzt, werden diese Eigenschaften doch von Versuch zu Versuch in gewissem Grade von der Temperatur beeinflußt.
  • Das Stück, aus dem das Federblatt herausgearbeitet ist, wird weiter noch einer Wärmebehandlung unterworfen, um das Material zu homogenisieren und mit der Zeit auftretende Änderungen der elastischen Eigenschaften zu verhindern. Diese Behandlung ist im wesentlichen gleich derjenigen, welcher man die in Chronometern benutzten Spiralfedern unterwirft.
  • Der "beschriebene bewegliche Teil wird in bekannter Weise von einem festen, sehr starren Gestell getragen; dies dient dazu, das Unterende des Federblattes durch Einklemmen des Teiles q.6 zu befestigen; es soll weiter auch die Anbringung des beweglichen Teiles unter Schonung des Federblattes erleichtern und die genaue Beobachtung der Pendelabweichungen sowie die Arretierung des beweglichen Teiles während des Transports in bekannter Weise ermöglichen.
  • Das Gestell (Abb.3) umfaßt einen Ständer g, welcher zur Erzielung einer möglichst großen Starrheit mit Rippen versehen ist. An seinem unteren Ende besitzt er einen Fuß 9a und an seinem oberen Ende einen Galgen gr,. Die Enden des Fußes 9a und des Galgens 9b sind im Betrieb mittels eines Trägers io miteinander verbunden; die Befestigung mittels Schrauben i i o. dgl. gestattet nötigenfalls die Entfernung dieses Trägers; dabei entsteht zwischen Fuß und Galgen ein freier Raum, welcher eine leichtere Auswechselung des beweglichen Teiles unter Anwendung aller gewünschten Vorrichtungsmaßregeln zur Vermeidung von Beschädigungen der Feder oder der Marke zur Beobachtung der Pendelbewegungen ermöglicht.
  • In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird diese Marke durch einen an dem oberen Stangenende befestigten äußerst dünnen Quarzfaden 1z gebildet, welcher mit einer festen Marke, die von einer an dem Galgen g1, befestigten Spitze 13 gebildet wird, zusammenarbeitet. Diese beiden Marken sollen im Ruhezustand des beweglichen Teiles zusammenfallen. Die Ausbildung des Gestells und der Anzeigevorrichtung bilden nicht den Gegenstand der Erfindung.
  • Die Verbindung zwischen dein beweglichen Teil und dem Gestell erfolgt durch die Einklemmung des Teiles 41, zwischen einer vertikälen Anlagefläche g, des Ständers g und einem Block 1q., der gegen diese Fläche z. B. mittels der Schrauben 15 gedrückt wird. Dieser Block ist mit zwei Seitenflanschen 14, versehen, welche die zugehörigen Seitenflächen des Ständers g genau umgreifen, damit die einzig mögliche Bewegung des Blockes gegenüber dein Gestell ein Gleiten der Flanschen über ihre Anlageflächen ist und eine für den Teil ¢b unerwünschte Drehbeanspruchung vermieden wird.
  • Die Einstellung des Ruhezustandes des beweglichen Teiles geschieht wie folgt: Man weiß, daß die Schwingungsperiode eines derartigen elastischen Pendels sich mit der Neigung des Gestelles ändert. Die Gesetzmäßigkeit dieser Änderung kann mit Hilfe einer Kurve C,, (Abb. ;) in Polarkoordinaten dargestellt werden. Diese Kurve gibt von einem Pol 0 aus den Wert P dieser Periode für die verschiedenen Werte des Winkels i an, welcher zwischen der Ruhelage des beweglichen Teiles und einer in bezug auf das Gestell festen Ursprungsrichtung, z. B. der durch die Marke 13 angegebenen Richtung d, gebildet wird.
  • Wenn man nun ohne besondere Maßnahmen den Apparat :derart einstellt, daß die Marken 12 und 13 zusammenfallen, wenn sich z. B. der bewegliche Teil bei mittels Stellschrauben eingestellter vertikaler Lage des Gestells im Ruhezustand befindet, so hat die Kurve eine Lage Cl, wobei also die Schwingungsdauer bei einer von d abweichenden Richtung D einen Höchstwert Ad zeigt, der in bezug auf die erste Richtung eine beträchtliche Neigung besitzt.
  • Es folgt daraus, daß eine sehr geringe Schiefstellung des Apparates, bei der das Gestell von der Vertikalen und demzufolge der Ruhezustand des beweglichen Teiles von d abweicht, einen sehr großen störenden Einfluß auf den Wert der Schwingungsperiode des Pendels ausüben muß, wodurch ein Anlaß zu großen Fehlern gegeben wird. Bei der sehr großen Empfindlichkeit des Apparates sind derartige geringe Schiefstellungen jedoch unvermeidlich.
  • Gemäß der Erfindung werden nun die nachteiligen Folgen einer solchen Entregelung durch die in den Ansprüchen angegebenen Mittel vermieden, welche es ermöglichen, D und d zusammenfallen zu lassen; unter diesen Umständen werden :die Änderungen der Schwingungsperiode nach der einen und der anderen Seite dieser Richtung bedeutend herabgesetzt und praktisch bedeutungslos gemacht. Zur Erreichung dieses Zieles umfaßt die beschriebene Anordnung Mittel zur Regelung von zwei Faktoren des Apparates, und zwar einerseits solche, daß bei bestimmter Stellung des Gestelles D und d zusammenfallen, und andererseits solche, daß diese Stellung diejenige ist, bei der d vertikal ist.
  • Zum besseren Verständnis soll die Einstellung des Apparates an Hand eines praktischen Beispiels erläutert werden: Zunächst wird das Ablesemikroskop derart eingestellt, daß der Skalenteil 5o (die Mitte) der Okularmikrometerskala des Ablesemikroskops mit dem Index (der festen Marke 13 des Apparates) zusammenfällt. Dann bestimmt man der Reihe nach die Perioden (oder, was auf dasselbe hinauskommt, die Zeit, die beispielsweise für zwanzig Schwingungen benötigt wird) bei verschiedenen Stellungen (Schiefstellungen) des Apparates. Der Apparat wird also beispielsweise der Reihe nach so eingestellt, daß die Ruhelage des Pendels (der beweglichen Marke z2) auf den Skalenteil 80, 70, 6o, 5o; 40, 30, 20 fällt. Für jede dieser Stellungen wird die Schwingungsdauer (oder die Zeit für zwanzig Schwingungen) bestimmt. Hierbei ist darauf zu achten, daß stets eine gleich große Anfangsamplitude genommen und die Temperatur möglichst konstant gehaltenwird.
  • Man zeichnet jetzt die Kurve der Schwingungsdauer (oder der Zeit für zwanzig Schwingungen) in Abhängigkeit von der Ruhelage (in Skalenteilen ausgedrückt) des Pendels bei verschiedenen Stellungen des Apparates. Man erhält hierdurch die Kurve der Abb. zr. Aus dieser läßt sich der Betraga bestimmen, um den der - Höchstwert der Schwingungsdauer von der mittleren Ruhelage des Pendels (bei Skalenteil 5o) abweicht. Durch Änderung,der Lage des eingespannten Federblattes (ä. B. durch Zwischenlage eines mehr oder weniger starken Keiles in der weiter unten näher beschriebenen Weise) läßt sich experimentell erreichen, daß der Höchstwert der Schwingungen D nahezu mit der mittleren Ruhelage des Pendels d zusammenfällt. Hierbei wird der Apparat im allgemeinen nicht seine vertikale Stellung haben. Dies ist jedoch beispielsweise aus dem Grunde erwünscht, weil man oft nacheinander mit verschiedenen Apparaten, auf derselben Grundplatte zu arbeiten hat. Um auch zu erreichen, daß die mit, dem Höchstwert der Schwingungen D zusammenfallende mittlere Ruhelage d des Pendels sich bei der vertikalen Stellung des Apparates einstellt, genügt es, durch Verstellung asymmetrisch auf dem Pendel angeordneter Hilfsmassen eine Verlegung des Schwerpunktes .der Pendelmasse herbeizuführen. Diese beiden Regelungen werden im folgenden näher erläutert: Die erste Regelung ergibt sich durch Zwischenfügung eines Keiles 16 zwischen dem Tei14b des beweglichen Teiles und einer seiner Anlageflächen, wodurch, wie in Abb. zo stark vergrößert dargestellt, dem Federblatt eine Abbiegung verliehen wird, so daß seine Stellung im Ruhestandsich ändert.
  • Die Anlagefläche des Klemmblockes 14 enthält eine Aushöhlung 14b, wodurch die Notwendigkeit einer sorgfältigen Bearbeitung wegfällt und die Klemmung des beweglichen Teiles in zwei Punkten, nämlich gegen den Keil 16 und gegen denFuß derAnlageflächegc, gewährleistet ist.
  • Auf diese Weise ändert man die Lage des Höchstwertes der Kurve der Schwingungsperioden in bezug auf das Gestell, und es wird eine Stellung des Gestelles und eine Dicke des Keiles 16 gefunden, bei der D und d zusammenfallen; man hat dann die Kurve C2 (Abb. 8).
  • Wenn diese ersteRegelung ausgeführt worden ist, bringt man die gemeinsame Richtung D-4 zur Koinzidenz mit der Vertikalen. Es genügt dazu, die Schwingmassen derartig zu ändern, daß der Ruhezustand des beweglichen Teiles in bezug auf :das Gestell sich verschiebt und zum Zusammenfallen mit d gebracht wird, wenn das Gestell so gestellt wird, daß die Richtung d vertikal ist. Dann hat man die gewünschte Einstellung (in Abb.9 dargestellt) erreicht, bei welcher -die Kurve C3 symmetrisch zur Vertikalen liegt und in ihrem Schnittpunkt mit dieser Vertikalen horizontal verläuft, so daß von der Verstellung des Apparates herrührende Fehlerursachen auf ein Mindestmaß herabgesetzt werden.
  • Die Änderung der Schwerpunktlage in Bezug auf die Symmetrieebene des Pendels erreicht man, indem an einer oder mehreren Schwingmassen des Pendels entweder nur auf einer Seite der Schwingungsebene oder auf beiden Seiten kleine, mit Gewinde versehene Stangen 17 angeordnet werden, auf die Hilfsmassen. 18 aufgeschraubt sind, die gestatten, dem auf das bewegliche Teil wirkenden Drehmoment den genau gewünschten Wert zu erteilen.
  • Die Änderung kann auch durch die Verwendung von einer oder mehreren Schwingmassenherbeigeführt werden, welche aus zwei Metallen verschiedenen spezifischen Gewichtes hergestellt sind, wobei ,die Trennungsebene zwischen den beiden Metallen durch dieAchse der Stange 2 geht.
  • Mittels der bisher beschriebenen Maßnahmen gelingt es nur näherungsweise, die Richtung D des Höchstwertes der Kurve der Perioden mit der durch die Marke 13 angegebenen Richtung d zusammenfallen zu lassen.
  • Weil es aber sehr wichtig ist, daß bei den Messungen die Ruhelage des beweglichen Teiles genau mit :der Richtung D des Höchstwertes zusammenfällt, wird nach Vollendung der Einstellung des ganzen Apparates die übrigbleibende Abweichung zwischen der Marke 13 und dem Höchstwert der Kurve bestimmt.
  • Zu diesem Zweck wird das Ablesemikroskop derart eingestellt, daß die Mitte der Okularmikrometerskala mit der Marke 13 (dem Index) zusammenfällt. Es werden dann die Werte der Periode für eine Anzahl von Ruhelagen bestimmt, die bei verschiedenen Skalenteilen liegen. In dieser Weise kann die Lage der Kurve der Perioden sehr genau festgestellt und die Lage des Höchstwertes der Kurve in Bezug auf die Okularmikrometerskala genau bestimmt werden. Hieraus kann dann gleichfalls die Abweichung a (in Skalenteilen) zwischen dem Index und dem Höchstwert abgeleitet werden.
  • Der Bequemlichkeit halber empfiehlt es sich aber, immer bei den Messungen die Ruhelage des beweglichen Teiles und die Mitte der Okularmikrometerskala zusammenfallen zu lassen. Zu diesem Zweck wird das Ablesemikroskop ,soviel verschoben, daß der Index mit demjenigen Skalenteil zusammenfällt, der a Skalenteile von der Mitte der Skala entfernt ist, und zwar nach derjenigen Seite hin, die der zuerst bestimmten Lage des Höchstwertes entgegengesetzt ist. Diese Indexposition muß für jedes Instrument angegeben werden.
  • Damit die Temperatur des elastischen Blattes 5 sehr genau durch Ablesen eines (nicht dargestellten) Thermometers bestimmt werden kann, befindet sich das elastische Blatt innerhalb einer Umfassung, welche durch einen durch eine Verlängerung 1q., des Klemmblockes 1q. gebildeten Wärmeschirm begrenzt wird.
  • Das oben beschriebene Ganze ist in bekannter Weise in ein Glasrohr i9 eingeschlossen, in dem ein sehr hohes Vakuum herrscht, das dieSchwingungsdämpfungdurch die Luft verhindert. Zu diesem Zweck werden auch die verschiedenen Teile, um die Anwesenheit von Öldämpfen im Innern des Rohres i9 zu verhindern, sorgfältig entölt.
  • Das Ganze ist, wie üblich, auf einer Fußplatte 2o befestigt, welche mittels Stellschrauben 21 auf einer dreieckigen Tragplatte ruht.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Pendelapparat mit elastischer Unterstützung .des Pendels mittels eines Federblattes, das aus einem Stück mit einem Einklemmungsfuß und einem Klemmkopf für die Pendelstange besteht, dadurch ge- 5 kennzeichnet, daß der Einklemmungsfuß parallele Klemmflächen besitzt, deren eine sich über das Federblatt (5) hinweg bis nahe an den Klemmkopf (i) fortsetzt und mit der Mittelebene der Pendel- 5 Stange im wesentlichen zusammenfällt, wobei der bewegliche Teil dieses Stückes derart ausgebildet ist, daß dessen Schwerpunkt ebenfalls in der genannten Ebene (X-X) liegt. 6
  2. 2. Pendelapparat nach Anspruch i mit elastischer Unterstützung des im Gebrauchszustand in seiner Ruhelage im wesentlichen lotrechten Pendels mittels eines Federblattes, gekennzeichnet durch 6 Vorrichtungen zur Änderung derLage des eingeklemmten Fußes des Federblattes in Bezug auf das Gestell des Apparates, um die Höchstwertrichtung .der Kurve der Schwingungsperioden in Abhängigkeit von 7 der Neigung des Apparates mit der Ruhelage zusammenfallen zu lassen sowie durch Vorrichtungen zurVerlegung des Schwerpunktes der Pendelmasse nach beiden Seiten der mit der Ebene des Feder- 7 Blattes zusammenfallenden Mittelebene des Pendels.
  3. 3. Pendelapparat nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Lageänderung des Einklem- 8 mungsfußes .des Federblattes aus Keilen (i6) besteht, und daß dieVorrichtung zur Verlegung des Schwerpunktes der Pendelmasse aus auf dem Pendelstab asymmetrisch angeordneten Hilfsmassen (i8) 8 besteht.
DEH138205D 1933-10-12 1933-11-26 Pendelapparat mit elastischer Unterstuetzung des Pendels mittels eines Federblattes Expired DE650565C (de)

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