AT145605B - Pendelapparat mit elastischer Unterstützung des Pendels mittels eines Federblattes. - Google Patents

Pendelapparat mit elastischer Unterstützung des Pendels mittels eines Federblattes.

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AT145605B
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pendulum
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Fernand Holweck
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Bataafsche Petroleum
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  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description


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  Pendelapparat mit elastischer Unterstützung des Pendels mittels eines Federblattes. 



   Es werden, insbesondere zur Messung der Stärke des Schwerkraftfeldes, vielfach sogenannte elastische Pendel benutzt, welche ein in der Mittellage im wesentlichen senkrechtes, elastisches Federblatt enthalten, dessen eines Ende fest ist, während am andern Ende mittels eines Trägers eine schwere Masse derart angeordnet ist, dass das Ganze eine schwingende Bewegung um eine scheinbare Achse, ähnlich derjenigen eines Metronoms um seine Drehachse, erhalten kann. 



   Die Periode dieser Schwingungen ist einerseits von den elastischen Eigenschaften der Blattfeder, anderseits von der   Schwerkraftstärke   an der Messstelle abhängig. 



   Wenn daher eine Messung an einer Stelle vorgenommen wird, an der die   Schwerkraftstärke   genau bekannt ist, kann man die Vorrichtung eichen, d. h. die obengenannte Abhängigkeit zahlenmässig bestimmen. Die Schwerkraft an irgendeiner Stelle kann dann durch Messung der Schwingungsperiode an dieser Stelle bestimmt werden. 



   Es ist selbstverständlich unbedingt erforderlich, dass die elastischen Eigenschaften der Blattfeder bei jeder Messung die gleichen sind, und deshalb benutzt man vorzugsweise Federn, welche aus einem Block einer   als Elinvar"bekannten Eisen-Nickel-Legierung   mit praktisch von der Temperatur unabhängigen, elastischen Eigenschaftem herausgearbeitet sind. 



   Die vorliegende Erfindung bezweckt, die vorstehend erläuterten Vorrichtungen weiter auszubauen, derart, dass die von der besonderen Art des Federblattes herrührenden Fehlerursachen beseitigt werden. 



   An Hand der Zeichnungen soll die Erfindung näher erläutert werden. In den Zeichnungen stellen dar : Fig. 1 und 2 den das Federblatt bildenden Unterteil des Pendels in Seiten-und in Voransicht ; Fig. 3 das Pendel zusammen mit dem Gestell ; Fig. 4 eine abgeänderte Anordnung der Pendelmasse ; Fig. 5 und 6 den Klemmblock für das untere Ende des   Federteiles   ; Fig. 7 bis 9 sind Schemazeichnungen, an Hand deren die Einstellung der Mittelstellung des beweglichen Teiles erläutert werden soll ; Fig. 10 ist eine Zeichnung eines Einzelteiles in grösserem Massstabe, welche die Wirkung des zur obigen Einstellung erforderlichen Keils zeigt ; Fig. 11 stellt in Ansicht den Dreifuss zur Unterstützung des Apparates dar ; Fig. 12 zeigt in Draufsicht die Tragplatte dieses Dreifusses ; Fig. 13 ist eine Draufsicht des Apparates samt dem Sitz der bedienenden Person ;

   Fig. 14 ist eine Seitenansicht des ganzen Apparates. 



   Das federnde Blatt des Pendels wird aus einem Block eines Materials herausgearbeitet, dessen Elastizitätsmodul sich möglichst wenig mit der Temperatur ändert, z. B. der unter dem   Namen"Elinvar"   bekannten Legierung. 



   Da dieses Federblatt bestimmte Abmessungen aufweisen soll und es anderseits erforderlich ist, dass der Kopf zum Befestigen des Pendelstabes an dem Blatt ebenso wie der zum Einklemmen des Blattes dienende Fuss aus demselben Material wie das Blatt hergestellt ist, wird gemäss der Erfindung folgende Anordnung getroffen (Fig. 1 und 2). 



   Aus dem Stabe, aus dem die genannten Elemente geformt werden, bildet man erst den aufgeschnittenen Spannkopf   1,   welcher zur Aufnahme des Pendelstabes 2 bestimmt ist, wobei ein Klemmring 3 das Zusammenhalten der beiden Teile bewirkt. Dann bildet man an dem Unterende des Kopfes und in 

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 einer die Achse des Stabes enthaltenden Ebene   XX   eine Fläche, welche bei der Bearbeitung des Federblattes als Bezugsfläche dient, und weiter in einer mit XX parallelen Ebene YY eine zweite Fläche ;

   diese beiden Flächen sind an das Unterende des Kopfes mittels Schultern   1 a, 1b angeschlossen, welche   einen derartigen Höhenunterschied h gegeneinander aufweisen, dass die dadurch entstandene Asymmetrie bewirkt, dass der Schwerpunkt des schwingenden Teiles des Federteiles, ungeachtet des Federblattmaterials an der Stelle 4a, in der Ebene XX zu liegen kommt. Das elastische Blatt   5   wird erhalten, indem man das zwischen den Ebenen XX und YY sich befindende Material an dem Stück   l   durch eine genaue Bearbeitung bis auf die gewünschte Dicke entfernt. Man kann die Nachgiebigkeit dieses Blattes durch Anbringen einer Ausnehmung 5 steigern. 



   Die Stange 2 des Pendels kann beispielsweise aus geschmolzenem Quarz oder einem anderen, den später angegebenen Anforderungen genügenden Material hergestellt sein. Bei Verwendung von Quarz oder einem andern isolierenden Material kann man dessen Oberfläche durch Bekleiden mit Platin, Silber od. dgl. elektrisch leitend machen. Diese Bekleidung hat den Zweck, die Reibungselektrizität, welche durch die   Anschläge,   welche die Bewegung des Pendels begrenzen, auf dem Pendel erzeugt werden, zur Erde abzuleiten. Die Stange 2 trägt eine oder mehrere Metallmassen 6,7, 8 (Fig. 3) in Form   gespaltener   Ringe, die mittels Schrauben   6 a, 7 a, 8 a   festgehalten werden. Eine dieser Massen kann bei der Arretierung des Pendels benutzt werden, wie nachher beschrieben werden soll.

   Die erforderlichen Eigenschaften der Stange 2 und die Art der Anbringung der Massen 6,7, 8 werden an Hand des Temperaturkoeffizienten des Elastizitätsmoduls des Federblattes   5   bestimmt. Wenn dieser Koeffizient null oder negativ ist, wird man für die Stange 2 geschmolzenen Quarz benutzen. Wenn er null ist, werden die Massen, wie in Fig. 3 gezeigt, angebracht. Wenn er negativ ist, kann man die Anordnung gemäss Fig. 4 wählen, wobei an dem Unterende eines Rohres 2'a eine Masse 2'b eines Materials mit geeignetem Tem-   peraturdehnungskoeffizienten   vorgesehen ist. Das Rohr wird auf die Stange 2 geschoben und an dieser mit seinem oberen Ende auf irgendeine Weise befestigt.

   Wenn schliesslich der   Temperaturelastizitäts-   koeffizient positiv ist, wird man, um Störungen durch das magnetische Feld der Erde zu vermeiden, den Quarz mit Vorteil durch ein vorzugsweise unmagnetisches Material ersetzen, das einen Ausdehnungkoeffizienten besitzt, welcher wenigstens in erster Annäherung eine Kompensation des Temperaturkoeffizienten des Pendels erreichen lässt. Man kann dazu beispielsweise Platin, rein oder legiert, in Form eines dünnen Rohres anwenden. 



   Durch die vorstehend beschriebenen Anordnungen erreicht man die Eliminierung einer wichtigen Fehlerquelle, da es praktisch unmöglich ist, für die Anfertigung des Federblattes ein Material zu'bekommen, dessen Elastizitätseigenschaften von der Temperatur völlig unabhängig sind ; selbst wenn man z. B.   immer Elinvar"benutzt, werden   diese Eigenschaften von Versuch zu Versuch in gewissem Grade von der Temperatur beeinflusst. Das Stück, aus dem das Federblatt herausgearbeitet worden ist, wird weiter noch einer Wärmebehandlung unterworfen, um das Material zu homogenisieren und mit der Zeit auftretende Änderungen der elastischen Eigenschaften zu verhindern. Diese Behandlung ist im wesentlichen derjenigen gleich, welcher man die in Chronometern benutzten Spiralfedern unterwirft. 



   Der beschriebene bewegliche Teil wird von einem festen, sehr starren Gestell getragen, in dem das Unterende des Federblattes befestigt wird und das das Anbringen des beweglichen Teiles unter Schonung des Federblattes erleichtert und die genaue Beobachtung der Pendelabweichungen sowie die Arretierung des beweglichen Teiles während des Transportes   ermöglicht.   



   Das Gestell (Fig. 3) umfasst einen Ständer 9, welcher, um möglichst starr zu sein, mit Rippen versehen ist. An seinem Unterende bildet er einen Fuss 9a und an seinem oberen Ende einen Träger 9b. 



  Die Enden des Fusses 9a und des Trägers 9b sind im Betrieb mittels eines zweiten Ständers 10 miteinander verbunden. Die Befestigung des Ständers 10 mittels Schrauben 11 od. dgl. gestattet nötigenfalls die Entfernung dieses Ständers, wobei zwischen Fuss und Galgen ein freier Raum entsteht, welcher eine leichte Auswechslung des beweglichen Teiles unter Anwendung aller gewünschten Massnahmen zur Vermeidung von Beschädigungen der Feder oder der Marke für die Beobachtung der Pendelbewegungen ermöglicht.   In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird diese Marke durch einen an dem oberen Stangen-   ende befestigten äusserst dünnen Quarzfaden 12 gebildet, welcher mit einer feststehenden Marke zusammenwirkt,   die von einer am Träger 9b befestigten Spitze 13 gebildet wird.

   Die beiden Marken sollen   im Ruhezustand des beweglichen Teiles zusammenfallen. Die Verbindung zwischen dem beweglichen Teil und dem Gestell erfolgt durch Einklemmen des Teiles 4b zwischen einer vertikalen Anlagefläche   sse   des Ständers 9 und einem   Block. M (Fig.   5 und 6), der gegen diese Fläche z. B. mittels Schrauben 15 gedrückt wird. Dieser Block ist mit zwei Seitenflanschen 14a versehen, welche die zugehörigen Seitenflächen des Ständers 9 genau umfassen, so dass in bezug auf das Gestell nur ein Gleiten der Flanschen 14a über ihre   Anlagefläche unmöglich   ist und somit eine für den Teil 4b unerwünschte Drehbeanspruchung vermieden wird. 



   Bei Einstellung des Ruhezustandes des beweglichen Teiles wird wie folgt vorgegangen : Man weiss, dass sich die Schwingungsperiode eines derartigen elastischen Pendels mit der Neigung des Gestelles ändert. Die Gesetzmässigkeit dieser Änderung kann mit Hilfe einer Kurve Ci (Fig. 7) in   Polarkoordi-   naten dargestellt werden. Diese Kurve gibt von einem PolO aus den Wert P dieser Periode für die ver- 

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 schiedenen Werte des Winkels i an, welcher zwischen der Ruhelage des beweglichen Teiles und einer in bezug auf das Gestell festen Ursprungsrichtung gebildet wird, z. B. mit der durch die Marke 13 angegebenen Richtung A. 



   Stellt man nun den Apparat derart ein, dass die Marken 12 und 13 zusammenfallen, und stellt man zugleich z. B. mittels Stellschrauben das Gestell vertikal und hat die Kurve eine Lage   C*i, wobei   sie einen Höchstwert M bei einer von A abweichenden Richtung D zeigt, so folgt daraus, dass eine sehr geringe Verstellung, bei der das Gestell von der Vertikalen und demzufolge der Ruhestand des beweglichen Teiles von A abweicht, einen sehr grossen störenden Einfluss auf den Wert der Schwingungsperiode des Pendels ausübt, wodurch der Anlass zu grossen Fehlern gegeben ist, Bei der sehr grossen Empfindlichkeit des Apparates sind dergleichen Verstellungen jedoch unvermeidlich. 



   Gemäss der Erfindung werden nun die nachteiligen Folgen einer solchen Verstellung durch Mittel vermieden, welche es ermöglichen, D und A zusammenfallen zu lassen. Durch diese Mittel werden die Änderungen der Schwingungsperiode beim Neigen des Apparates nach der einen und der andern Seite bedeutend herabgesetzt und sind praktisch ohne Bedeutung. Zur Erreichung dieses Zieles umfasst die beschriebene Anordnung Mittel zur Regelung von zwei Parametern des Apparates, u. zw. einerseits solche, dass bei bestimmter Stellung des Gestelles D und A zusammenfallen (Fig. 8), anderseits solche, dass diese Stellung diejenige ist, bei der A vertikal ist (Fig. 9).

   Die erste Regelung ergibt sich durch Anordnen eines Keiles 16 zwischen dem Teil 4b des beweglichen Teiles und einer seiner   Anlageflächen,   wodurch, wie in Fig. 10 stark vergrössert dargestellt ist, dem Federblatt eine Richtungsänderung verliehen wird und seine Stellung im Ruhestand sich ändert. Die Anlagefläche des Klemmblockes 14 enthält eine Aushöhlung 14b, wodurch die Notwendigkeit einer sorgfältigen Bearbeitung wegfällt und die Klemmung   des beweglichen Teiles in zwei Punkten, nämlich gegen den Keil 16 und gegen den Fuss der Anlagefläche 9 e,   gewährleistet ist. Auf diese Weise ändert man die Lage der Kennlinie der Schwingungsperiode in bezug auf das Gestell.

   Durch Neigen des Gestelles wird eine Stellung gefunden, bei der   D und A   zusammenfallen ; die Kennlinie befindet sich dann in   O2   (Fig. 8). 



   Wenn diese erste Regelung ausgeführt worden ist, bringt man die gemeinsame Richtung D-A schliesslich wieder in die Vertikale zurück. Es genügt dazu die Schwingmassen derartig zu ändern, dass der Ruhezustand des beweglichen Teiles in bezug auf das Gestell sich verschiebt und zum Zusammenfallen mit A gebracht wird, wenn das Gestell so gestellt wird, dass die Richtung A vertikal ist. Dann hat man die gewünschte Einstellung, wie in Fig. 9 dargestellt, erreicht, bei welcher die Kennlinie   Cs   symmetrisch in bezug auf die Vertikale A-D liegt und in ihrem Schnittpunkt mit dieser Vertikalen eine waagrechte Berührungslinie aufweist, wodurch von der Verstellung des Apparates herrührende Fehlerursachen auf ein Mindestmass herabgesetzt sind. 



   Um die Änderung der Schwingmassen zu erreichen, werden auf eine oder mehrere derselben, entweder nur auf einer in der Schwingungsebene liegenden Seite oder auf beiden Seiten kleine mit Gewinde versehene Stangen 17 angeordnet (Fig. 3), auf die   Hilfsmassen 18 aufgeschraubt   sind, die gestatten, dem auf den beweglichen Teil wirkenden Drehmoment genau den gewünschten Wert zu erteilen. Die Änderung der   Schwingmassen   kann auch durch die Verwendung von einer oder mehreren Schwingmassen herbeigeführt werden, welche aus zwei Metallen verschiedenen spezifischen Gewichtes hergestellt sind, wobei die Trennungsebene zwischen den beiden Metallen durch die Achse der Stange 2 geht. 



   Damit die Temperatur des elastischen Blattes   5   durch Ablesen eines (nicht dargestellten) Thermometers sehr genau bestimmt werden kann, ist das elastische Blatt von einem durch eine Verlängerung 14e des Klemmblockes gebildeten Wärmeschirm umgeben und das Thermometer innerhalb dieses Wärmeschirmes angeordnet. 



   Der ganze Apparat ist in ein Glasrohr 19 eingeschlossen, in dem ein sehr hohes Vakuum herrscht, um die Schwingungsdämpfung durch die Luft zu vermeiden. Zu diesem Zwecke werden auch die verschiedenen Teile sorgfältig entölt, um die Anwesenheit von   Öldämpfen   im Innern des Rohres 19 zu verhindern. 



   Der Apparat mit dem Rohr 19 ist auf einer Fussplatte 20 befestigt, welche mittels Stellschrauben 21 auf einer dreieckigen Tragplatte 22 ruht (Fig. 11 und 12). 



   Der Apparat enthält ferner eine Vorrichtung, um während des Transportes den beweglichen Teil arretieren und das Federblatt   5   vor jeder Beanspruchung schützen zu können. Diese Vorrichtung besteht aus zwei V-förmigen Tragstücken 23,   24   (Fig. 3), gegen die der Klemmring 3 und die Schwingmasse 8 beim Transport mittels der Federblätter 25, 26 gepresst werden. Das Tragstück 23 ist an dem unteren Ende einer Stange 27 angeordnet, welche mit ihrem oberen Ende   27 a an   dem Ständer 9 befestigt ist. Das Metall, aus dem diese Stange hergestellt ist, ist derart gewählt, dass seine Wärmedehnung dem Dehnungsunterschied zwischen dem beweglichen Teil und dem Ständer 9 entspricht, so dass bei Temperaturveränderungen keine relative Verschiebung zwischen   Tragstück   23 und Ring 3 auftritt.

   In der Transportstellung presst das Federblatt   25   den Ring 3 kräftig auf sein Tragstück, und überdies wird ein Gleiten der beiden Teile durch eine Aufrauhung oder Riffelung des Ringes 3 verhindert. Durch diese Anordnung wird das Federblatt 5 kräftig festgehalten, während es sich doch unter dem Einfluss von Temperaturänderungen frei dehnen kann. Die   Stützflächen   der Masse 8 und ihres Tragstückes 24 können 

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 sich dagegen unter Einfluss der Temperaturänderungen frei aufeinander verschieben, um jeder Beanspruchung in der   Längsrichtung   des beweglichen Teiles vorzubeugen. Das Federblatt 26 presst die Masse 8 auf ihr Tragstück mit einer Kraft, welche eben ausreicht, um einem Abheben vorzubeugen, ohne jedoch eine relative Verschiebung zu hindern.

   Die beiden Federblätter 25 und 26 sind auf einem gemeinschaftlichen Träger 27 angeordnet, welcher sich um eine vom Ständer 10 getragene Achse   27 a   drehen kann. Dieser Träger 27 wird von dem Hebelgestänge 28 betätigt, welches durch eine von der Membran 29 gebildete Abdichtung aus dem Gehäuse 19 herausgeführt und durch eine nicht dargestellte Vorrichtung von aussen her zum Aufpressen oder Abheben der Federblätter 25,26 bedient wird. 



   Die Anordnung der Anlagefläche 9c und der Tragstücke 23 und 24 ist derart, dass der bewegliche Teil, wenn er für den Transport arretiert ist, keiner einzigen, eine Deformierung herbeiführenden Drehbeanspruchung unterliegt. Jede Verschiebung dieser Elemente in bezug aufeinander wird durch die sehr erhebliche Starrheit des Gestelles 9 verhindert, ebenso ist durch diese Starrheit einer Verschiebung der Marke 13 vorgebeugt. Durch Entfernung des Ständers   ; M   wird zu gleicher Zeit die Arretiervorrichtung hinweggenommen.

   Das von den Teilen 9 und 10 gebildete Gestell kann durch zwei metallische Platten abgeschlossen werden, wodurch eine gleichmässige Temperatur innerhalb des in dieser Weise gebildeten Kastens gewährleistet wird.   Beobaehtungslöcher   können den Marken   12, 13   und den Tragstücken 23, 24 gegenüber angeordnet sein. 



   Für den Transport wird der Apparat mit einem metallischen Schutzmantel 30 umgeben, welcher, wie aus Fig. 11 ersichtlich ist, das Glasrohr 19 bedeckt. Nach dieser Figur ist seitlich des Mantels 30 eine Hülse   31,   welche eine Beleuchtungsvorrichtung enthält, sowie eine andere Hülse 32, welche eine Beobachtungslinse trägt, angeordnet. Im Betriebszustand wird der Apparat durch einen Dreifuss, der aus drei in einem Dreieck angeordneten Elementen besteht, getragen. Jedes dieser Elemente umfasst zwei   z.   B. aus geeignetem profiliertem Metall gebildete Ständer 33, und gemäss einer besonderen Ausführung der Erfindung ist jeder Ständer aus einem Material, das praktisch keine   Wärmedehnung erfährt,   z. B. der   als"Invar"bekannten   Legierung hergestellt.

   Diese besondere Anordnung hat zur Folge, dass Verstellungen des Apparates auf Grund ungleicher Erwärmung der Elemente des Dreifusses vermieden werden. 



  Bei der äusserst grossen Empfindlichkeit des Apparates würde ein Temperaturunterschied von einem Bruchteil eines Wärmegrades zwischen zwei Elementen, wenn diese aus einem Metall mit einem grossen Wärmedehnungskoeffizienten hergestellt wären, schon genügen, um eine einen Fehler herbeiführende Verstellung zu verursachen. An dem oberen Ende sind die beiden Ständer jedes Elementes mit einer aus geeignetem Material angefertigten Zwischenstange 34 vereinigt. Das gemeinschaftliche Unterende der Ständer trägt ein Kugelgelenk 35, das mittels einer z. B. durch eine Schraube 38 befestigten Klemme 37 mit einem in die Erde gesteckten Absteckpflock 36 verbunden ist. 



   Die Tragplatte 22 des Apparates (Fig. 12) zeigt eine Dreieckform. Jede Seite des Dreieckes bildet an den Enden zwei seitliche Ansätze ; jede Zwischenstange 34 des Dreifusses enthält an dem einen Ende ein Gewinde, in das eine Schraube 34a geschraubt wird, während das andere Ende eine Gegenspitze   34b   besitzt. Die Verbindung zwischen der Tragplatte 22 und dem Dreifuss wird hergestellt, indem die Ansätze 22a zwischen die Schraube 34a und die Gegenspitze 34b des zugehörigen Elements des Dreifusses eingeklemmt werden. 



   Es ist weiter erforderlich, dass das Gewicht der bedienenden Person während der Beobachtungen nicht in der Nähe des Apparates auf den Boden   drückt   ; dieses Gewicht und die dadurch verursachte Bodendeformation genügen schon zur Verstellung des Apparates und zur Fälschung der Messergebnisse. 



  Zur Vermeidung dieses Übels sieht die Erfindung einen Sitz für den Beobachter vor, welcher ihm die bequeme Beobachtung des Apparates gestattet und sein Gewicht genügend weit von diesem Apparat auf den Boden überträgt, z. B. in einer Entfernung von mehr als 1   m'von   jedem Absteckpflock 36. Dieser Sitz (Fig.   13,   14) besteht aus einem Balken 39, welcher erforderlichenfalls aus zwei gelenkig verbundenen, symmetrischen Hälften besteht oder auf andere, den Transport erleichternde Weise ausgebildet ist. Der Balken 39 ruht an den Enden mittels der Pflöcke 40a, 40b auf dem Boden. In dem Mittelteil sind zwei Balken 41 vorgesehen, die sich mittels eines dritten Pflockes 40e auf den Boden stützen.

   Das Dreieck der Pflöcke 36 für den Apparat liegt in der Mitte des Dreieckes der Absteckpfähle   40a, 40b, 400, welches   ausreichende Abmessungen hat, um zu verhindern, dass die vom Gewicht des Beobachters herrührende Bodendeformation einen merkbaren Einfluss auf die Absteckpflöcke 36 ausübt. Der Sitz des Beobachters wird beispielsweise von einem Sattel 42 an der Vereinigungsstelle der Balken 39, 41 gebildet, während die Balken   41   eine Stange 43 zur Unterstützung der Füsse tragen. 



   Schliesslich ist auf dieser Unterstützung ein Schirm angeordnet, um den Apparat gegen Verstellung durch den Wind, ungleiche Erwärmung der verschiedenen Elemente durch die Sonne usw. zu schützen. 
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Claims (1)

1. Pendelapparat mit elastischer Unterstützung des Pendels mittels eines Federblattes, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Federblatt aus einem Stück zusammen mit einem Einklemmungsfuss und <Desc/Clms Page number 5> einem Klemmkopf für die Pendelstange besteht, wobei der Schwerpunkt des beweglichen Teiles dieses Stückes in der Ebene des Federblattes liegt.
2. Pendelapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturdehnungskoeffizient und die Anordnung der Pendelstange sowie der Schwingungsmasse derart gewählt sind, dass sie den Temperaturkoeffizienten des Elastizitätsmoduls des Federblattes ausgleichen.
3. Pendelapparat nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch Mittel, um den Höchstwert der polaren Kennlinie der Schwingungsperiode in Abhängigkeit von der Neigung des Apparates mit dem Ruhezustand des im wesentlichen senkrecht stehenden Pendels zusammenfallen zu lassen.
4. Pendelapparat nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch Vorrichtungen, um die Lage des eingeklemmten Fusses des Federblattes in bezug auf das Gestell des Apparates zu verändern, sowie durch weitere Vorrichtungen, um die Verteilung der Pendelmasse an beiden Seiten der mit der Ebene des Federblattes zusammenfallenden Mittelebene des Pendels zu ändern.
5. Pendelapparat nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Lageänderung des Einklemmungsfusses des Federblattes aus Keilen besteht und dass die Vorrichtung zur Änderung der Massenverteilung aus auf dem Pendelkörper asymmetrisch angeordneten Hilfsmassen besteht.
6. Pendelapparat nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Arretiervorrichtung für den beweglichen Teil vorgesehen ist, durch die sich dieser Teil auf zwei Stützen lagert, von denen die in der Nähe des Klemmkopfes für die Pendelstange auf einer Vorrichtung zum Ausgleich von Temperaturdehnungen angeordnet ist, während die andere ein Gleiten der Pendelstange ermöglicht. EMI5.1
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