DE650010C - Blech-Faserstoff-Schale - Google Patents
Blech-Faserstoff-SchaleInfo
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Classifications
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Thermal Insulation (AREA)
Description
In der Wärmeschutztechnik werden faserige Stoffe, wie Schlackenwolle, Glaswolle
u. dgl., sehr viel verwandt, wobei um den zu schützenden Gegenstand mit Hilfe von Abstandshaltern
und einer äußeren Hülle aus Drahtgeflecht, Pappe, Blech oder Gipsmassen ein Hohlraum gebildet wird, der mit den
Faserstoffen ausgefüllt wird. Derartige Wärmeschutzhüllen erfordern gelernte Arbeiter,
ohne daß dabei eine unbedingte Gewähr für gleichmäßige Dichte der Füllung gegeben
ist. Um die Ausführung sicherer und einfacher zu gestalten, wurde bereits vorgeschlagen,
aus Drahtgeweben Formstücke zu bilden, die fabrikmäßig mit den Faserstoffen ausgefüllt
werden und die dann auf die Rohrleitung, den Kessel usw. in bekannter Weise aufgebracht werden. Diese Formstücke werden
jedoch beim Transport und bei der Verarbeitung leicht verdrückt, und auch die Anbringung
des äußeren Schutzmantels erfordert Zeit und geschulte Arbeiter. Man hat deshalb weiterhin vorgeschlagen, derartige
Formstücke auf der äußeren Oberfläche schon fabrikmäßig mit einem Blechschutz zu versehen,
dergestalt, daß beim Zusammenfügen sich der Blechschutz zu einer vollständigen Blechummantelung ergänzt, so daß hierfür
keine besondere Arbeit, außer gegebenenfalls des Einlegens von Dichtungsstreifen, zu
leisten ist. Derartige Formstücke mit angefügter Blechhülle versprechen also viele
praktische Vorteile, insbesondere auch hinsichtlich der Abnahme und Wiederverwendung
bei Instandsetzungen.
Die Erfindung betrifft eine besonders vorteilhafte Blech-Faserstoff-Schale, da sich gezeigt
hat, daß die bisherigen Ausführungsformen die praktischen Forderungen nicht erfüllen. Man hat nämlich bisher die Befestigung
des den Faserstoff ganz oder auf der Innenseite umhüllenden Drahtgewebes am Blechschutz in der Weise ausgeführt, daß
man an letzterem in gewissen Abständen Blechzungen anlötete, die durch den Faserstoff
hindurch das Drahtgewebe festhielten. Diese Blechzungen knicken aber nicht nur sehr leicht ein und führen auch oft zu ungleichmäßigen
Isolierstärken, sondern sie führen auch viel -Wärme von der inneren an die äußere Oberfläche und gestatten ein Herausnehmen
der Füllung nur auf umständliche Weise und unter Zuhilfenahme von Werkzeugen. Die erfindungsgemäße Faserstoffschale
besitzt keinen der erwähnten Nachteile, ohne daß sie etwa zu so teueren und verwickelten Abstützungsformen greifen
müßte, wie sie bei gewöhnlichen Stopfisolierungen in mannigfacher Weise bekannt sind.
Abb. I a und b zeigt eine erfindungsgemäße Faserstoffschale im Längs- und Querschnitt.
Die Abstützung gegen die Rohrleitung wird hier durch schmale Bandeisen- oder Blechstreifen
d an den beiden Enden der Halbschalen vorgenommen, die an zwei gegenüberliegenden
Punkten der Blechhülle c befestigt sind und sich in ihrer Form dem zu schützenden
Rohr anschmiegen.
Wie Versuche gezeigt haben, bringen jedoch schon zwei schmale Bandeisen- oder
Blechstreifen von nur wenigen Zentimetern Breite an den beiden Enden der Halbschalen
nach Vereinigung mit der Gegenschale einen so festen Gesamtverband hervor, daß die
stärksten Betriebsbeanspruchungen, z. B. das Anlehnen von Leitern u. dgl., ausgehalten
werden. Diese Erkenntnis führt zu einer sehr geringen Wärmeableitung in den Abstützungsgliedern,
weil eben in Richtung des ίο Wärmestromes nur sehr geringe metallische
Querschnitte vorhanden sind. Man kann die Wärmeabfuhr dadurch noch \veiter herabsetzen,
daß man »die abstützenden Bandeisenoder Blechstreifen d nicht unmittelbar an
der äußeren Blechhülle c befestigt, sondern Streifen aus schlecht wärmeleitenden Stoffen,
z. B. aus Asbestpappe a, dazwischenlegt. Läßt
man diese Asbeststreifen über die ganze Länge der Schale gehen, so wird dadurch
auch die an sich nicht bedeutende Wärmeabfuhr des inneren Drahtgeflechtes b vermieden.
Derartige Asbeststreifen lassen sich übrigens in an sich bekannter Weise auch noch als Innenfutter an den Stützbandeisen-
oder Blechstreifen d dort anbringen, wo diese über die Oberfläche des Rohres geführt
werden.
Die große Steifigkeit der erfindungsgemäßen Blech-Faserstoff-Schalen ergibt sich
aus der gegenseitigen Verspannung zwischen den kreisförmigen Blechschalen und der
Durchmesserverbindung, welch letztere zudem eine sehr günstige Druckübertragung auf die Füllung α herbeiführt, so daß auch
diese trotz ihrer an sich geringen Druckfestigkeit zur Widerstandsfähigkeit der gesamten
Konstruktion beiträgt.
Die beschriebenen Blech-Faserstoff-Schalen können in bekannter Weise mit Drähten oder
Blechbändern zusammengehalten werden. Vorteilhaft ist es, eine der beiden Gegenschalen
mit Blech- oder Bandeisenstreifen f zu versehen, die nach Anbringen die Gegenschale
umfassen und durch eine Schraube zusammengezogen werden.
Die Bandeisen- oder Blechstreifen d, welche die Abstandshalter der Wärmeschutzhülse
bilden, können ohne Schädigung der Gesamtfestigkeit in der Weise mit dem äußeren
Blechmantel vernietet oder verschraubt werden, daß sie sich um 900 drehen lassen. Da-.
durch wird erreicht, daß gegebenenfalls das Drahtgeflecht b und die darunter befindliche
Füllung α so weit frei gemacht werden kann, daß sie sich unschwer der Länge nach herausziehen
lassen. Dieses ist in vielen Fällen sehr erwünscht, z. B. wenn irgendwelche Arbeiten an der Schale, etwa eine Kürzung,
vorgenommen werden müssen.
Eine besondere Ausführungsform des äußeren Blechmantels zeigt Abb. 2 an dem Beispiel
eines Rohrkrümmers. Hier sind die einzelnen Blechteile am Querstoß der einen Seite mit einer halbkreisförmigen Sicke g
versehen, in die der aufgebogene Rand Λ des Nachbarbleches eingreift. Dadurch wird erreicht,
daß bei dem Anbringen der einzelnen, verhältnismäßig kleinen Teile schon vor Anziehen
der Befestigungsschrauben ein gewisser Zusammenhalt gegeben ist, der das Arbeiten erleichtert. ,Dieses Ineinandergreifen
der Nachbarbleche ist übrigens auch dann von großem Vorteil, wenn die Faserstoffisolierung
nicht am Blechmantel befestigt, sondern bei Anbringung von Hand eingestopft wird. Man verwendet dann zweckmäßig
kreisförmige Blechhüllen, die nur an einer einzigen Stelle aufgeschnitten werden
und gemäß Abb. 2 mit einer durchgehenden Schraube oder bzw. und mit angenieteten
Blechwinkeln zusammengehalten werden.
Claims (3)
1. Blech-Faserstoff-Schale, bestehend aus einem äußeren Blechmantel und einer
mit Hilfe eines Drahtgewebes daran befestigten Faserstoffwärmeschutzhülle, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Befestigung des Drahtgewebes und der Faserstoffschicht dünne Bandeisen- oder Blechstreifen
verwendet werden, welche diametral, vorzugsweise mit Unterlage von Asbeststreifen
u.dgl., an der Blechhülle befestigt sind und sich der Oberfläche der Rohrleitung
anschmiegen.
2. Blech-Faserstoff-Schale nach Anr spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
gleichzeitig als Abstandshalter dienenden Bandeisen- oder Blechstreifen um ihre Befestigung an der Blechhülle drehbar
sind, so daß sie das Drahtgewebe und die Faserstoffüllung freigeben, wenn sie aus ihrer normalen Lage herausgedreht
werden.
3. Blech-Faserstoff-Schale nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß eine der beiden Begrenzungskanten der Blechhülle, die bei fertig aufgebrachten
Schalen die Querstöße bilden, mit n0
(einer halbkreisförmigen Sicke versehen
% wird, in welche die entsprechende, aufgebogene Gegenkante der Nachbar schale
greift.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV33106D DE650010C (de) | 1936-09-11 | 1936-09-11 | Blech-Faserstoff-Schale |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV33106D DE650010C (de) | 1936-09-11 | 1936-09-11 | Blech-Faserstoff-Schale |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE650010C true DE650010C (de) | 1937-09-09 |
Family
ID=7587855
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV33106D Expired DE650010C (de) | 1936-09-11 | 1936-09-11 | Blech-Faserstoff-Schale |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE650010C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748136C (de) * | 1938-03-18 | 1944-10-27 | Waermeschutzanordnung fuer lotrechte Rohrleitungen oder Behaelter | |
| EP2241435A1 (de) | 2009-04-15 | 2010-10-20 | BDD Beteiligungs GmbH | Isoliervorrichtung |
-
1936
- 1936-09-11 DE DEV33106D patent/DE650010C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748136C (de) * | 1938-03-18 | 1944-10-27 | Waermeschutzanordnung fuer lotrechte Rohrleitungen oder Behaelter | |
| EP2241435A1 (de) | 2009-04-15 | 2010-10-20 | BDD Beteiligungs GmbH | Isoliervorrichtung |
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