DE648102C - Loeschrohr fuer elektrische Gasschalter - Google Patents
Loeschrohr fuer elektrische GasschalterInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
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- H01H33/76—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid wherein arc-extinguishing gas is evolved from stationary parts; Selection of material therefor
Landscapes
- Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)
- Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
- Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
Description
- Löschrohr für elektrische Gasschalter Es ist bekannt, als Aufbaustoffe für Löschrohre von elektrischen Gasschaltern, aus deren Wandungen heim Abschaltvorgang durch den Unterbrechungslichtbogen selbst das Löschgas frei gemacht wird, anorganische, vorzugsweise wassierabspaltende Stoffe, wie Borsäure @o. dgl., zu: verwenden, die jedoch eine nur ungenügende Bearbeitbarkeit aufweisen. Es ist auch bereits bekannt, hierfür organische Stoffe, wie Fiber, zu wählen. Der Nachteil der letzteren besteht in ihrer ungenügenden Formhaltigkeit, was durch ihre hygroskopischen Eigenschaften bedingt ist. Es ist ferner bereits vorgeschlagen worden, für diesen Zweck Isolierpreßstoffe zu henutzen, welche aus Faserstoffen und einem Bindemittel zusammengesetzt sind, und als Bindemittel ein Kunstharz auf der Haxnstoffbasis anzuwenden, das in gehärtetem Zustand die Rolle des Gasbildners übernimmt, während die Faserstoffe als Gerüstsubstanz dienen. Bei der Verwendung derartiger Isolierpreßstoffe zeigt sich aber die Schwierigkeit, daß nach dein Abschalten großer Ströme die Umhüllung ,der einzelnen Fasern durch Umwandlung in Gas verlorengeht und daß die dann an der Oberfläche verbleibende Gerüstsubstanz für sich allein die Abschaltung schwächerer Ströme nur unvollkommen bewältigt.
- Um die Nachteile der bekannten Aufbaustoffe zu vermeiden, ist ferner bereits vorgeschlagen worden, als Löschrohrmaterial ein verhorntes Fibermaterial zu verwenden, das einer Nachbehandlung meinem Leinölbade ,oder einer Harnstoff-, Glyptal- ad-er ähnlichen Kunstharzlö.sung sowie einem anschließenden Trocknungsprozeß unterworfen worden. ist.
- Die Erfindung geht von diesem Vorschlag aus und besteht zunächst darin, daß Hydratcellulos-e nicht nur in Form von Fiber, sondern als beliebige Hydratcellulose, oder auch Zellstoffe anderer Art, die oxydierende Mittel enthalten, wie z. B. nitrierte Gellulose., verwendet werden, und zwar als Gerüstsubstanz. Diese Gerüstsubstanz wird in aufgelockertem Zustande mit Harnsboffharzen selbst oder nacheinander mit deren einzelnen. Komponenten getränkt und dann zu Löschrohren verformt unter Härtung des Kunstharzes.
- Diese Herstellungsweise des Löschrohres ermöglicht eine sehr innige Durchdringung und starke Umhüllung der aufgelockerten Gerüstsubstanz mit dem gasabgebenden Bindemittel, die sich, wenn man eine verhornte Hydratcellulose, -z. B.. Weißhornfiber, mit Harnstoffharzen zusammenbringt, nicht in diesein Maße erzielen läßt. Erfindungsgemäß hergestellte Löschrohre vereinigen in .sich eine hohe mechanische Festigkeit, g asabgebende Funktion, sowohl des Trägerstoffes als auch des Bindemittels, und wasserabweisende, der Farmhaltig keit dienliche Eigenschaften. Sie schließen ferner .die Gefahr einer Rußablagerung an der Oberfläche der Schaltkammerwandungen aus.
- Hydratcellulose ist dabei dadurch ausgezeichnet, .daß sie als Gerüstsubstanz mit besonders geringer Kohlebildung in der Lichtbogenhitze gasabgebend wirkt. Wenn sie
Als Beispiel sei die Verwendung von nitrüer' ten Celltilosen erwähnt. An deren Stelle können auch mit anorganischen .Nitratlösungen:, ;wie z. B. Ammoniumnitrat, vorbehandelte Cellulosen treten.durch Zellstoffe anderer Art ersetzt wird-'ife solche mitver wendet werden, so muß dä' i"jo gesorgt sein, daß die zuletzt genannten -Cf rüstsubsta.nzen oxydierende Mittel entlialteji - Die Herstellung des Löschrohres kann beispielsweise so ausgeführt werden, daß eine aufgelockerte Hydratcellulose in Bahnenform oder als wäßriger Brei mit Harnstoffharze n selbst imprägniert wird. Je nach dem gewählten Anfangszustand des Materials ierfolgt die endgültige Verformung zu Löschrohren an Wickelmaschinen oder in Preßformen.
- Man kann jedoch auch in der Weise vorgehen, daß dem urverformten Anfangsmaterial aus aufgelockerten Hydratcellulosen die Bestandteile des Harnstoffharzes als einzelne Komponenten oder aber das Kondensat im Anfangsstadium zugesetzt- werden. Bei der Verformung zu Löschrohren erfolgt dann die Kondensierung des Harnstoffharzes auf der Gerüstsubstanz.
- Vorteilhaft ist es auch als Ausgangsmaterial für das erfindungsgemäße Löschrohr eine poröse, schwammartige Hydratcellulose zu verwenden, wie sie 'beispielsweise nach dem Viscoseverfahren gewonnen werden kann. Dieses Ausgangsmaterial wird dann-in der vorbeschriebenen Weise entweder, mit dein Harnstoffliarz selbst oder aber mit dessen einzelnen Komponenten getränkt und unter Enthärtung des Harzes verformt. .
- Es hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, eine aufgelockerte Hydratcellulose bis auf etwa i o 0!'o Wassergehalt herunterzutrocknen und dann, kurz bevor der Z'erhornungs-
'-prozeß einsetzt, mit einem Harnstoffharz _tbst oder mit dessen einzelnen Komponen- ji:@ zu tränken, worauf dann die endgültige @`@.'eformung erfolgt.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Löschrohr für elektrische Gasschalter, aus dessen Wandungen beim Abschaltvorgang durch den Unterbrechungslichtbogen selbst das Löschgas frei gemacht wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hydratcellulose oder ein oxydierende Mittel enthaltender Zellstoff anderer Art als Gerüstsubstanz dient, der in aufgelockertem Zustande mit Harnstoffharzen selbst oder nacheinander mit deren Komponenten getränkt und dann unter Härtung des Harnstoffharzes zu Löschrohren verformt ist.
- 2. Löschrohr nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Harnstoffharz als Kondensat im Anfangsstadium der aufgelockerten Gerüstsubstanz zugesetzt wird.
- 3. Löschrohr nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Viseoseverfahren hergestellte schwammartige Hydratcellulose mit Harnstoffharz getränkt und verformt wird. q..
- Löschrohr nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine aufgelockerte Hydratcellulose bis auf etwa i o % Wassergehalt heruntergetrocknet, darin mit Harnstoffharz getränkt und verformt wird.
- 5. Löschrohr nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von oder neben Hydratcellulose auch nitrierte oder mit einer anorganischen Nitratlösung vorbehandelte Celltilose verwendet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA78981D DE648102C (de) | 1936-03-31 | 1936-04-01 | Loeschrohr fuer elektrische Gasschalter |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE498495X | 1936-03-31 | ||
| DEA78981D DE648102C (de) | 1936-03-31 | 1936-04-01 | Loeschrohr fuer elektrische Gasschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE648102C true DE648102C (de) | 1937-07-22 |
Family
ID=25944720
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA78981D Expired DE648102C (de) | 1936-03-31 | 1936-04-01 | Loeschrohr fuer elektrische Gasschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE648102C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1111267B (de) * | 1960-04-26 | 1961-07-20 | Liebknecht Transformat | Einrichtung zum Unterbrechen von elektrischen Leistungen |
| DE1222563B (de) * | 1964-05-15 | 1966-08-11 | Dow Chemical Co | Elektrisches Schaltelement mit einer Lichtbogenstrecke und im Bereich der Lichtbogenstrecke angeordneten Loesch- und/oder Abschirmmittel |
-
1936
- 1936-04-01 DE DEA78981D patent/DE648102C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1111267B (de) * | 1960-04-26 | 1961-07-20 | Liebknecht Transformat | Einrichtung zum Unterbrechen von elektrischen Leistungen |
| DE1222563B (de) * | 1964-05-15 | 1966-08-11 | Dow Chemical Co | Elektrisches Schaltelement mit einer Lichtbogenstrecke und im Bereich der Lichtbogenstrecke angeordneten Loesch- und/oder Abschirmmittel |
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