DE647751C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von doppelwandigen Beleuchtungsglocken aus Glas - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von doppelwandigen Beleuchtungsglocken aus Glas

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DE647751C
DE647751C DEV32527D DEV0032527D DE647751C DE 647751 C DE647751 C DE 647751C DE V32527 D DEV32527 D DE V32527D DE V0032527 D DEV0032527 D DE V0032527D DE 647751 C DE647751 C DE 647751C
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DE
Germany
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double
glass
shells
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shell
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Expired
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DEV32527D
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English (en)
Inventor
Josef Jacksch
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VER LAUSITZER GLASWERKE AKT GE
Original Assignee
VER LAUSITZER GLASWERKE AKT GE
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/02Blowing glass; Production of hollow glass articles with the mouth; Auxiliary means therefor
    • C03B9/06Making hollow glass articles with double walls, e.g. vacuum flasks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von doppelwandigen Beleuchtungsglocken aus Glas Die bisherigen Ausführungsformen von doppelwandigen Beleuchtungsglocken oder Schirmen aus Glas weisen im allgemeinen den Nachteil auf, daß der von den zwei schalen-oder tellerförmigen Teilen der Doppelwand eingeschlossene Zwischenraum an den beiden nach der Mitte zu gelegenen Wandenden offen ist und daher Feuchtigkeit und Staub in diesen Zwischenraum eindringen und die dort an den Innenflächen der Doppelwand angebrachte Verspiegelung beschädigen und zerstören können. Diese Möglichkeit besteht insbesondere beim Gebrauch derartiger doppelwandiger- Glasglocken im Freien, wo die Verspiegelung allen schädlichen Witterungseinflüssen ausgesetzt ist und infolgedessen die spiegelnde Wirkung bald verlonengeht.
  • Man hat schon versucht, diesem Übelstand dadurch abzuhelfen, daß man den ringförmigen offenen Spalt, den die beiden Teile der Glockenwand am verjüngten Ende bilden, durch einen Abschlußkörper z. B. aus einer bildsamen erhärtenden Masse abdichtet. Die Anbringung eines solchen Abdichtkörpers ist aber umständlich, und außerdem haben die hierfür geeigneten Massen meist eine von Glas verschiedene Ausdehnungszahl, so daß sich bei Temperaturänderungen unterschiedliche Ausdehnungen von Glaswand und Abdichtkörper ergeben und infolgedessen entweder die Glaswand zum Zerspringen gebracht wird oder eine die Abdichtwirkung des Einsatzkörpers aufhebende Fuge zwischen diesem und der Glaswand entsteht.
  • Man hat auch schon doppelwandige Glasglocken mit dauernd zuverlässigem Abschluß des zwischen den beiden Teilen der Doppelwand vorhandenen; die Verspiegelung enthaltenden Zwischenraumes dadurch geschaffen, daß man Glas mittels der Pfeife ohne Verwendung einer Form zu einem kugelförmigen Gebilde blies und darauf den unteren Teil der Kugel nach innen in Richtung nach der Pfeifenmündung drückte, wobei die einander genäherten und miteinander in Berührung gebrachten Schalen an ihrem Scheitel in bildsamem Zustande miteinander vereinigt wurden. Da hierbei keine Form verwendet wird, fallen' die doppelwandigen Glasglocken mit allseitig geschlossenem Hohlraum aber meist ungenau und unter sich verschieden aus.
  • Demgegenüber werden gemäß der vorliegenden Erfindung die beiden Schalen der Doppelwand durch Blasen des Reflektors in der Form erzeugt und darauf nur an ihren nach der Mitte zu gelegenen Teilen einander genähert und dadurch zum Zusammenschluß gebracht.
  • Zu diesem Zweck kann erfindungsgemäß der Mittelteil der inneren der zwei Schalen-oder tellerförrnig geblasenen Doppelwände durch einen verschiebbaren Stempel etwas angehoben und gedehnt werden, so daß @er mit dem benachbarten Teil der anderen Schale zur Berührung und zum Verschmelzen kommt. Statt dessen kann man auch auf die äußere Schale der Doppelwand einwirken, indem man ihren an der Mitte befindlichen Teil durch einen im Durchmesser verkleinerbaren Ring oder ein ähnliches 1-Iittel nach der Achse der Glasglocke hin verschiebt und dadurch zum Zusammenschluß mit dem oberen Teil der inneren Schale bringt. Das Zusammendrücken und Verschmelzen der beiden Schalen erfolgt vorteilhaft nach Eintreten einer gewissen Verfestigung der in der Form geblasenen Doppelwand.
  • Die Verspiegelung der Innenfläche der abgeschlossenen hohlen Doppelwand erfolgt in bekannter Weise dadurch, daß in der Doppelivand an dem nach der Mitte zu gelegenen Ende ein oder mehrere kleine Löcher vorgesehen werden, die nach dem Erkalten des Glases gebohrt oder gleich beim Blasen und Verschließen der Doppelwand ausgespart werden. Durch diese Löcher wird die Verspi2gilungsmasse in flüssigem Zustand in den Hohlraum der Doppelwand eingegossen und dort in üblicher Weise auf der Innenfläche der hohlen Doppelwand in gleichmäßiger Schicht ausgebreitet. Hierauf werden die Löcher durch Pfropfen aus Kork oder bildsamer Masse dicht abgeschlossen.
  • Eine erfindungsgemäß hergestellte doppelwandige Glasglocke zeichnet sich durch die Einfachheit und Billigkeit der Herstellung aus. Die ganze Glasglocke weist eine außerordentlich hohe Haltbarkeit selbst bei längerer Benutzung im Freien auf.
  • Die Zeichnung läßt eine zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung geeignete Vorrichtung beispielsweise in einer Ausführungsform sowie die näheren Einzelheiten dieses Verfahrens erkennen.
  • Die in der Zeichnung im Längsschnitt dargestellte Form, in -welcher die doppelwandige Glasglocke in der Gestalt einer Schale geblasen -wird, besteht aus einem Innenteil i und aus einem Außenteil e. Der Außenteil e setzt sich aus zwei Hälften zusammen, die in bekannter Weise um je einen Zapfen 3 schwenkbar sind. In der Mitte des Innenteils i ist eine Achse .l verschiebbar geführt, -welche an dem verjüngten Ende des Innenteils i in einen an dessen Außenfläche sich anschließenden Stempel s übergeht und mittels eines angelenkten, am Fuß 6 der Form gelagerten Hebels angehoben -werden kann. Der Außenteil e der Form -weist an dem eingeschnürten Ende eine Öffnung 3 auf.
  • Für die Herstellung der Glasglocke werden zunächst die beiden Hälften des Außenteils 2 der Form auseinandergeklappt, so daß der Innenteil i freiliegt. Hierauf setzt man reit der Pfeife 15 das Glaskülbel auf den Stempel 5 auf und bläst die innere Schale 9 der Doppelwand der Glasglocke entlang der z. B. mit Ruß bedeckten Oberfläche des Innenteils i der Form. Wenn diese Wand 9 gebildet ist, klappt man die beiden Hälften des Außenteils 2 der Form in die angegebene Stellung zusammen, so daß jetzt durch weiteres Blasen die äußere Schale io der Doppelwand der Glasglocke an der ebenfalls mit Ruß überzogenen Innenfläche des Außenteils 2 der Form entsteht. Die aus diesem Formteil e austretende Glasmasse ergibt eine Abschlußhaube i i. Während dieser Formung der inneren und der äußeren Schale der Doppelwand der Glasglocke wird die Pfeife und damit der sich bildende Glaskörper in bekannter Weise ständig gedreht.
  • Nach Herstellen des Glashohlkörpers 9, i o, i i hört man finit dem Drehen der Pfeife 15 auf, hält aber weiterhin den Glaskörper unter Druck, um ein Einsinken zu verhindern. Nunmehr hebt man den Stempel s mittels des von Hand oder durch einen Fuß zu bedienenden Hebels 7 an, so daß er sich von dem Innenteil i der Form entfernt und dabei nur den Mittelteil 12 der inneren Schale 9 der Doppelwand unter geringer Dehnung in die geslrichelt angedeutete Labe 12' überführt, in der dieser Glasteil 12 den gegenüberliegenden Teil 13 der äußeren Doppelwand i o berührt und an diese angedrückt ist. Dadurch kommen diese beiden Glaswandteile 12 und 13 zum Verschmelzen, und es entsteht .ein luftdichter Abschluß des Hohlraumes i q. der doppelwandigen Glasglocke.
  • Zur Entnahme des Glashohlkörpers aus der Form werden die beiden Hälften des Außenteils 2 der Form wieder auseinandergeklappt und nach Abkühlen des Glaskörpers im Kühlofen die Abschlußhaube i i über der Verschlußstelle 13 der beiden Doppelwände abgesprengt und der entstehende Rand abgeschliffen sowie der Mittelteil 12 z. B. durch Ausbohren entfernt. Hierauf wird seitlich der Verschlußstelle 13, wie bei doppelwandigen Glasglocken bekannt, in die äußere Doppelwand i o ein kleines Loch 16 gebohrt und durch dieses die Verspiegelungsflüssigkeit in den Hohlraum 1 4 der Doppelwand 9, 1o eingefüllt. Nach gleichmäßiger Verteilung und Aufbringung der Verspiegelungsschicht auf der Innenfläche dieses Hohlraumes 14 wird das Loch 16 durch einen Pfropfen z. B. aus bildsamer Masse luftdicht verschlossen, womit die doppelwandige spiegelnde Glasglocke fertiggestellt ist. Statt eines Loches 16 kann man im Bedarfsfall auch zwei oder mehrere Löcher geringen Durchmessers vorsehen.
  • Der Außenteil der Form kann statt aus zwei Hälften auch aus mehreren schwenkbaren Stücken zusammengesetzt sein oder auch aus einem einzigen in der Achsrichtung der Form heb- und senkbaren Stück bestehen. Ferner kann die Glasglocke nicht nur aus Klarglas, sondern, wie bei doppelwandigen verspiegelten Beleuchtungsglocken bekannt, auch aus anderem Glas, z. B. Farbglas, beispielsweise aus Gelbglas, hergestellt werden. Schließlich kann die Erfindung außer zur Bildung doppelwandiger Beleuchtungs-. glocken auch zur Erzeugung anderer doppelwandiger Glaskörper, bei denen der Hohlraum der Doppelwand luftdicht abzuschließen ist, mit Vorteil Verwendung finden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von doppehvandigen; Beleuchtungsglocken aus Glas, bei dem zwei ineinandergewölbte Glasschalen in ihrem Scheitel einander genähert und in noch bildsamem Zustande miteinander vereinigt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schalen in einer geschlossenen Form geblasen werden und darauf lediglich die nach der Mitte zu gelegenen Teile der Schalen durch einen nur auf die Mitte der Schalen einwirkenden Formteil zwecks Zusammenschlusses miteinander in Berührung gebracht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelteil der inneren der zwei geblasenen Schalen durch einen verschiebbaren Stempel etwas angehoben und gedehnt wird, so daß er mit dem benachbarten Teil der anderen Schale zur Berührung und zum Verschmelzen kommt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der nach der Mitte zu gelegene Teil der äußeren Schale der Doppelwand durch einen im Durchmesser verkleinerbaren Ring oder ein ähnlich wirkendes Mittel nach der Achse hin verschoben und dadurch zum Zusammenschluß mit dem mittleren Teil der inneren Schale gebracht wird. q..
  4. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach einem der Ansprüche i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Blasen der doppelwandigen Glasglocke dienende Form einen oder mehrere gegenüber den übrigen Formteilen verschiebbare Teile aufweist, die bei ihrer Ver. stellung eine gegenseitige Annäherung und Berührung der mittleren Teile der beiden Schalen bewirken.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die Form aus einem der Gestalt der Innenschale entsprechenden Innenteil (i), in welchem ein achsrecht verschiebbarer Stempel (q., 5) geführt ist, und einem aufklappbaren oder in der Formachse heb- und senkbaren Außenteil (2) besteht.
DEV32527D 1936-02-05 1936-02-05 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von doppelwandigen Beleuchtungsglocken aus Glas Expired DE647751C (de)

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