DE646963C - Auflaufbremse mit Zusatzbremsung, insbesondere fuer Anhaenger - Google Patents
Auflaufbremse mit Zusatzbremsung, insbesondere fuer AnhaengerInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
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- B60T7/12—Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger
- B60T7/20—Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger specially for trailers, e.g. in case of uncoupling of or overrunning by trailer
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Es ist bekannt, Auflaufbremsen für Anhänger mit einer Einrichtung zur zusätzlichen
Bedienung 'der Anhängerbremsen unabhängig vom Auflaufdruak auszurüsten. Das
Neue der Erfindung besteht demgegenüber darin, 'daß vom Führer des Zugwagens aus
der Wirkungsgrad der Auflaufbremse verstellt werden kann, so daß es möglich ist,
die Auflaufbremse den verschiedenen Be-
to dingungen beim Befahren von Straßen mit verschiedener Oberflächenbeschaffenheit anzupassen.
Ist die Fahrbahn so glatt, daß der Zugwagen bei der Verzögerung zum Rutschen neigt, dann muß die Auflaufbremskraft mit
einem größeren Wirkungsgrad angesetzt werden, als wenn das Fahrzeug auf einer Straße mit guter ReibungszifTer der Oberfläche
fährt. Wenn beim Befahren von Hindernissen Längsstöße und Schwingungen zwischen Zugwagen und Anhänger hervorgerufen
werden, 'dann sollen dieselben keine Bremsung des Anhängers bewirken, sofern
nicht der Führer des Zugwagens den letzteren bremst. Auch diese Aufgabe wird bei der
vorliegenden Erfindung in einfacher Weise gelöst. Zu 'diesem Zweck ist das Übersetzungsverhältnis
der beim Auflauf entstehenden Bremskraft im Bremsgestänge des Anhängers vom Führer des Zugwagens aus
vier stellbar eingerichtet. Besonders· vorteilhaft
ist die Anordnung nach der Erfindung dann, w>ann in das Gestänge ein Hebel so
eingeschaltet ist, daß er gleichzeitig eine Längenänderung und eine Änderung des
Übersetzungsverhältnisses im Bremsgestänge bewirkt. Der Hebel kann zu diesem Zweck
so angebracht sein, daß er sich gegen einen festen Anschlag abstützt und dann als einarmiger
Hebel die Über- oder Untersetzung der Bremskraft bewirkt. Bei einer entsprechenden
Schwenkung wird er dann von seinem Anschlag entfernt, so daß außer der Längenänderung im Bremsgestänge gleichzeitig
seine über- oder untersetzende Wirkung verändert oder aufgehoben wird. Schließlich
kann die Einrichtung nach der Erfindung noch in der Art mit der Bremseinrichtung
des Zugwagens verbunden werden, daß beim Anziehen der Zugwagenbremse selbsttätig
die oben geschilderte Wirkung der Längenänderung im Bremsgestänge und der Veränderung
der Über- oder Untersetzung der Bremskraft eintritt. Als ein weiterer Vorteil der Erfindung muß es angesehen werden,
daß die gleichzeitige Längenänderung des Bremsgestänges die Anwendung sehr großer
Übersetzungsverhältnisse der Auf lauf bremskraft am Anhänger ermöglicht, weil der
sonst üblicherweise der großen Übersetzung der Bremskraft anhaftende Nachteil des geringen
Buemsinibes vermieden wird. Die Anordnung
kann auch erfindungsgemäß so getroffen werden, 'daß bei normaler Fahrt alle
Auflaufstöße des Anhängers gar keine Bremswirkung am Anhänger hervorrufen und die
Auflaufbremswirkung erst mit dem Anziehen der Bremseinrichtung des Zugwagens eingeschaltet
wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch in drei
verschiedenen Gestängestellungen dargestellt. Die Zugstange ι ist mit der Kupplung des..
Zugwagens verbunden und im Gelenkpunkt 5' an den Übersetzungshebel 2 angeschlossen,
der durch das Gestänge 3 mit den. Bremshebeln der Anhängerbremse in Verbindung
steht. Das Zugglied 6 ist im Gelenkpunkt 7 an dem Übersetzungshebel 2 befestigt und
verbindet letzteren entweder mit dem Führersitz des Zugwagens oder mit der Bremseinrichtung
des letzteren.
Die Abb. 1 zeigt die Anordnung in normaler Stellung. In diesem Fall dreht sich
beim Auflaufen des Anhängers auf den Zugwagen der Übersetzungshebel um den festen
Anschlag 4, der auf dem Anhänger angebracht ist, wobei der Anschlag 4 als für die
Übersetzung maßgebender Drehpunkt des Hebels 2 dient.
In Abb. 2 ist durch einen Zug des Zuggliedes 6 der Hebel 2 von dem festen Anschlag
4 entfernt worden. In diesem Fall ist der für die Übersetzung maßgebende Drehpunkt
des Hebels 2 der Gelenkpunkt 7. Die Auflaufkraft in der Druckstange 1 wird jetzt
mit einer wesentlich anderen Übersetzung auf das Gestänge 3 und damit auf den Bremshebel
übertragen. Und zwar wird die auf die Bremshebel einwirkende Kraft größer sein als bei der Stellung nach Abb. 1. Gleichzeitig
ist aber durch die Drehung des Hebels 2 vom Anschlag 4 weg eine Längenänderung in dem Übertragungssystem 1, 2, 3 eingetreten,
durch welche die Bremshebel angezogen sind. Ein nunmehr erfolgendes Auflaufen des Anhängers
wird ein wesentlich stärkeres Anziehen der Bremse zur Folge haben als in der
Stellung nach Abb. 1.
In der Abb. 3 ist die größtmögliche Schwenkung des Übersetzungshebels 2 dargestellt.
In dieser Stellung ist infolge der Krümmung des Übersetzungshebels 2 eine fast oder völlig unmittelbare Übertragung der
Auflaufkraft von der Zugstange 1 auf die Stange 3 erreicht, so daß der Wirkungsgrad
der Auflaufbremsung noch größer ist.
Ist das Zugglied 6 mit der Bremseinrichtung des Zugwagens verbunden, dann wird
beim Anziehen der letzteren durch den Fahrer der Hebel 2 vom Anschlag 4 weggedreht und
damit die Änderung der Übersetzung im Auflaufgestänge herbeigeführt. Vorteilhaft wird
in diesem Fall das Übersetzungsverhältnis im Hebel 2 beispielsweise durch Annäherung des
Gelenkpunktes 5 an den Anschlag 4 so gewählt, daß in der Stellung nach Abb. 1 durch
das Auflaufen keine Bremswirkung eintreten kann. Die Auflaufbremse wird also immer
ausgeschaltet sein und erst dann zur Wirkung kommen, wenn der Bremshebel des
Zugwagens bewegt ist. Erfolgt aber bei einer Bewegung des Bremshebels am Zugwagen
kein Auflaufen des Anhängers, dann wird der Hebel 2 durch das Zugglied 6 unabhängig
vom Auflaufen so weit gedreht, daß die Anhängerbremse mit voller Kraft angezogen
ist. Dieser Fall kann eintreten, wenn der Lastzug bei einer Bergfahrt oder bei Stillstand
am Berge gebremst werden soll. In diesem Zustand war mit den Auflaufbremsen allein der Anhänger nicht abzubremsen, so
daß bei entsprechend schweren Anhängern im Verhältnis zum Gewicht der Zugmaschine
die letztere durch den Hangabtrieb der Anhänger rückwärts gezogen wurde.
Die Erfindung wird nicht verlassen, wenn an Stelle der Zugglieder Druckglieder und an
Stelle der zweiarmigen einarmige Hebel Verwendung finden, da auf der Zeichnung nur
das Schema der Bremsgestängeanordnung nach der Erfindung dargestellt ist.
Claims (4)
1. Auflaufbremse mit Zusatzbremsung, insbesondere für Anhänger, dadurch gekennzeichnet,
daß in das Bremsgestänge der Auflaufbremse ein Hebel (2) ein- go
geschaltet ist, bei dem zwei verschiedene Punkte als Drehpunkt für die Übersetzung
des Bremsgestänges (1, 3) gewählt werden können.
2. Auflaufbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Verbindung
mit dem Hebel (2) ein fester Anschlag (4) angeordnet ist, gegen welchen der Hebel (2) beim Auflaufen des Anhängers
abgestützt werden kann zum Ändern des Übersetzungsverhältnisses im Bremsgestänge.
3. Auflaufbremse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen
sind, den Übersetzungshebel (2) in der Weise mit dem Bremshebel des Zugwagens zu verbinden, daß er bei
dessen Bewegung gleichzeitig in die Lage für die geänderte Übersetzung gedreht wird.
4. Auflaufbremse nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Übersetzungsverhältnis
im Hebel (2) so gewählt ist, daß erst bei einer Schwenkung des Hebels (2) vom Anschlag (4) weg die
Auflaufkraft wirksam werden kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH106338D DE646963C (de) | 1935-02-21 | 1935-02-21 | Auflaufbremse mit Zusatzbremsung, insbesondere fuer Anhaenger |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH106338D DE646963C (de) | 1935-02-21 | 1935-02-21 | Auflaufbremse mit Zusatzbremsung, insbesondere fuer Anhaenger |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE646963C true DE646963C (de) | 1937-06-24 |
Family
ID=7448151
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH106338D Expired DE646963C (de) | 1935-02-21 | 1935-02-21 | Auflaufbremse mit Zusatzbremsung, insbesondere fuer Anhaenger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE646963C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1107097B (de) * | 1956-10-08 | 1961-05-18 | Hans O Schroeter | Auflaufbremse fuer Anhaengerfahrzeuge |
| DE1220749B (de) * | 1961-12-18 | 1966-07-07 | Josef Peitz | Fahrzeuganhaengerdeichsel mit Auflaufbremseinrichtung |
-
1935
- 1935-02-21 DE DESCH106338D patent/DE646963C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1107097B (de) * | 1956-10-08 | 1961-05-18 | Hans O Schroeter | Auflaufbremse fuer Anhaengerfahrzeuge |
| DE1220749B (de) * | 1961-12-18 | 1966-07-07 | Josef Peitz | Fahrzeuganhaengerdeichsel mit Auflaufbremseinrichtung |
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