DE646883C - Anordnung zur Leistungssteuerung von Synchronmaschinen und Synchron-Synchron-Umformern - Google Patents
Anordnung zur Leistungssteuerung von Synchronmaschinen und Synchron-Synchron-UmformernInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K19/00—Synchronous motors or generators
- H02K19/16—Synchronous generators
- H02K19/36—Structural association of synchronous generators with auxiliary electric devices influencing the characteristic of the generator or controlling the generator, e.g. with impedances or switches
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Description
Dr. Johann Ossanna,
. Hans Graner und ®ipL-3ng. Fritz Hofmann
in München
in München
Zur Leistungssteuerung bzw. Leistungsbegrenzung von Synchronmaschinen oder
Synchron-Synchron-Umformern kann man die Verteilung der Erregerströme in der mehrphasig ausgebildeten Erregerwicklung
von einem von einer beliebigen Betriebsgröße abhängigen und auf die Winkeldreheinrichtung
der Synchronmaschine arbeitenden Regler derart beeinflussen, daß das fiktive Erregerfeld
seine Winkellage zur Erregerwicklung und bei Synchron-Synchron-Umformern damit auch zu den Vektoren der beiden Netze
begrenzt oder unbegrenzt ändert, wodurch die Leistung der Synchronmaschinen und der
Synchron-Synchron-Umformer gesteuert oder begrenzt wird oder die Synchronmaschinen
und die Synchron-Synchron-Umformer vorübergehend oder dauernd asynchronen Charakter
erhalten. Gemäß der Erfindung wirkt für diese Steuerung auf die Winkeldreheinrichtung
der Synchronmaschinen eine Welle ein, die genau oder annähernd genau mit dem Schlupf oder mit einer der Schlupffrequenz
entsprechenden Drehzahl umläuft.
Beispielsweise erhält man eine Anordnung, die ohne Verwendung eines Reglers selbsttätig
die Leistung einer Synchronmaschine konstant hält, wenn man die Winkellage der
mit dem Schlupf oder einer der Schlupffrequenz entsprechenden Drehzahl umlaufenden
Welle in jedem Augenblick genau oder annähernd mit dem Winkel in Übereinstimmung
bringt, den das fiktive Erregerfeld mit der Erregerwicklung der Synchronmaschine
bildet. Man kann dies beispielsweise erreichen, indem man ein Differentialgetriebe
benutzt, dessen eine Antriebswelle von der Welle der Synchronmaschine und dessen
andere Antriebswelle von einem synchronen ■ Hilfsmotor, aus angetrieben wird, der vom
Primärnetz der Synchronmaschine gespeist wird, während die Abtriebswelle auf die
Winkeldreheinrichtung zur Verdrehung des fiktiven Erregerfeldes arbeitet. Die Leistung
der Synchronmaschine bleibt bei einer derartigen Anordnung genau oder annähernd konstant, wenn das fiktive Erregerfeld jeweils
um den gleichen Winkel in entgegengesetztem Sinne gedreht wird, um den sich das Polrad, bezogen auf das fiktive Ständerfeld
der Synchronmaschine, verschiebt. Wie groß dabei die konstant gehaltene Leistung
der Synchronmaschine ist, hängt von der Einstellung der gesamten Anordnung oder mit
anderen Worten von dem Winkel ab, den das fiktive Erregerfeld mit dem fiktiven Ständerfeld
der Synchronmaschine bildet. Diese Einstellung kann auf verschiedene Weise erfol-
gen, beispielsweise mittels verstellbarer Kupplungen in einer der Antriebs- oder Abtriebswellen des Differentialgetriebes oder durch
Verdrehung des Ständers des kleinen synchronen Hilfsmotors oder durch Verdrehung,
eines zwischen der Ständerwicklung dieses· Hilfsmotors und dem Primärnetz der Syh-.':
chronmaschine eingeschalteten Drehtransformators oder mittels anderer gleichwertiger
ίο Hilfsmittel.
In Fig. ι ist eine Anordnung dieser Art schematisch dargestellt, ι ist eine Synchronmaschine,
die zwei um 90 elektrische Grade gegeneinander versetzte Erregerwicklungen 2 und 3 besitzt. Diese beiden Erregerwicklungen
werden gesondert von den Erregermaschinen 6a und 6b gespeist. Die Erregerwicklungen
8a und 8b zu diesen Erregermaschinen
sind an einen Spannungsteiler 5 angeschlossen, der von einer Hilfserregermaschine
10 gespeist wird. Das Bürstenpaar I2„, das die Spannung für die Feldwicklung
8a abgreift, steht räumlich senkrecht auf dem Bürstenpaar I2b, das die Feldwicklung 86
speist. Durch diese Anordnung wird in bekannter Weise erreicht, daß bei Verdrehung
des Armkreuzes mit den Bürstenpaaren am Spannungsteiler die Ströme in den beiden
Feldwicklungen 8B und Sb und damit den beiden
Erregerwicklungen 2 und 3 sich so ändern, daß das fiktive Erregerfeld der Synchronmaschine
ι sich gegen die Erregerwicklung und damit das Netzfeld verdreht, ohne seine
Größe wesentlich zu ändern. Der synchrone Hilfsmotor 17 wird über einen Drehtransformator
18 von den Klemmen der Synchronmaschine ι gespeist. Die Welle 19 dieses
Hilfsmotors und eine mit der Welle der Synchronmaschine ι gekuppelte Welle 20 arbeiten
beiderseits auf die Antriebsräder eines Differentialgetriebes 21, dessen Abtriebswelle
22 mit dem Armkreuz der Winkeldreheinrichtung 5 gekuppelt ist. Solange die Wellen
19 und 20 genau synchron kufen, wird die Welle 22 und damit das Armkreuz der Winkeldreheinrichtung
5 in Ruhe bleiben und damit das fiktive Erregerfeld seine Lage zum Läufer der Synchronmaschine 1 beibehalten.
Da hierbei vorausgesetzt wurde, daß der Läufer der Synchronmaschine 1 (und damit die
Welle 20) und das fiktive Ständerfeld der Synchronmaschine 1 (und damit die Welle
19) genau synchron laufen, bleibt auch der Winkel zwischen dem fiktiven Erregerfeld
und dem fiktiven Ständerfeld der Synchronmaschine ι und damit deren Leistung konstant.
Laufen aber das fiktive Ständerfeld und der Läufer der Synchronmaschine 1 vorübergehend
oder dauernd nicht genau synchron, so dreht sich auch die Welle 22 und das Armkreuz der Winkeldreheinrichtung 5
und damit das fiktive Erregerfeld, bezogen auf den Läufer der Synchronmaschine 1, und
zwar in dem Sinne, daß das fiktive Erregerfeld dem Läufer um so viel vor- bzw. nacheilt,
als der Läufer dem fiktiven Ständerfeld "nach- bzw. voreilt. Auf diese Weise bleibt
der Winkel zwischen dem fiktiven Erregerfeld und dem fiktiven Ständerfeld der Synchronmaschine
ι und damit ihre Leistung stets konstant. Welcher Wert der Leistung
konstant gehalten wird, hängt von der Stellung des Drehtransformators 18 ab, durch
dessen Verdrehung die konstant bleibende Leistung eingestellt werden kann. Der Vollständigkeit
halber sei noch erwähnt, daß man zur Beseitigung etwaiger Ungenauigkeiten oder zur Überwachung oder um die konstant
zu haltende Leistung von irgendeiner anderen Betriebsgröße abhängig zu machen oder '
aus anderen Gründen einen selbsttätigen Regler hinzufügen kann, der auf den Drehtransformator
18 einwirkt.
Eine andere Ausführungsform erhält man dadurch, daß man das mechanische Difrerentialgetriebe
durch ein elektrisches ersetzt. Man kann beispielsweise, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist, auf die Welle 20 der Synchronmaschine
den vom Primärnetz aus über den Drehtransformator 18 mittels Schleifringen
gespeisten Läufer 23 · einer kleinen, als elektrisches Differential wirkenden synchronen
Hilfsmaschine setzen, deren mit Gleichstrom erregter oder nur mit ausgeprägten Polen versehener Ständer 24 drehbar
gelagert ist. Die Bewegungen dieses Ständers wirken über die Welle 22 auf die Winkeldreheinrichtung
5 nach Fig. 1 ein, wobei die Schaltung so getroffen ist, daß das Drehfeld
der Hilfsmaschine, bezogen auf die Welle, entgegengesetzt zu deren Drehsinn umläuft.
Der vom Drehfeld mitgenommene Ständer 24 nimmt also im Räume eine dem Schlupf oder
der Schlupffrequenz proportionale Drehzahl an. Bezüglich der Winkellage der Welle 22
und des Ständers 24 und deren Einstellung gilt das oben beim Beispiel der Fig. 1 Gesagte.
Eine weitere in Fig. 3 schematisch dargestellte Ausführungsform entsteht, wenn von
der Welle 20 der Synchronmaschine 1 ein kleiner synchroner Hilfsgenerator 25 angetrieben
wird, der auf die eine Wicklung, beispielsweise die Läuferwicklung, einer doppelt
gespeisten Drehfeldmaschine 26 arbeitet, deren zweite Wicklung, beispielsweise die Ständerwicklung,
über einen Drehtransformator 18 am Primärnetz hängt, wobei die Schaltung
so getroffen ist, daß der bewegliche Teil dieser Maschine 26 proportional mit dem Schlupf iao
umläuft. Mit dem beweglichen Teil dieser Maschine 26 ist durch die Welle 22 die Win-
keldreheinrichtung 5 der Fig. i gekuppelt. Bezüglich der Winkellage der Welle 22 und
der Winkeldreheinrichtung gilt wieder das oben beim Beispiel der Fig. 1 Gesagte.
Man wird die beschriebenen Einrichtungen zur Konstanthaltung, Begrenzung oder irgendwie sonst gearteten Steuerung der Synchronmaschine ι zweckmäßigerweise so ausbilden, daß sie wie die entsprechenden Einrichtungen bei Kraftmaschinen fernbetätigt werden können.
Man wird die beschriebenen Einrichtungen zur Konstanthaltung, Begrenzung oder irgendwie sonst gearteten Steuerung der Synchronmaschine ι zweckmäßigerweise so ausbilden, daß sie wie die entsprechenden Einrichtungen bei Kraftmaschinen fernbetätigt werden können.
In allen bisher gebrachten Beispielen sind als Winkeldreheinrichtung 5 Widerstände
oder Spannungsteiler oder ähnliche Einrichtungen angenommen worden, bei denen die
zur Verschiebung des fiktiven Erregerfeldes und damit zur Steuerung der Leistung der
Synchronmaschine 1 dienenden Spannungen Ohmsche Spannungsabfälle sind. Man kann
aber ebensogut an Stelle dieser Widerstandsspannungen solche Spannungen zur Steuerung
benutzen, die mittels magnetischer oder elektrischer Felder erzeugt werden.
In Fig. 4 ist eine Anordnung dieser Art schematisch dargestellt. Die beiden Haupterregerkreise
2 und 3 der Synchronmaschine 1 werden von zwei, die Winkel dreheinrichtung
5 bildende Erregermaschinen 6a und 6b
mit drehbaren Ständern gespeist, die ihrerseits von der gemeinsamen Hilfserregermaschine
10 erregt werden. Die drehbaren Ständer der Erregermaschinen 6a und 6b sind
durch Getriebe 29 und 30 und durch die Welle 22 miteinander so gekuppelt, daß bei
einer Verdrehung der Welle 22 sich die Erregerspannungen in den beiden Haupterregerkreisen
in entgegengesetztem Sinne ändern. Das fiktive Erregerfeld der Synchronmaschine ι wird dann bei einer Verdrehung
der Welle im wesentlichen eine Verschiebung seiner Lage zum Polrad erfahren, ohne seine
Größe nennenswert zu ändern; die Größe des fiktiven Erregerfeldes wird dagegen, wie
in den früheren Beispielen erläutert, durch die gemeinsame Hilfserregermaschine 10 beherrscht.
Wenn die Bewegungen der Ständer der Haupterregermaschine 6a und 6b so groß
sind, daß die- gegebenenfalls vorhandenen Kompensationswicklungen nicht mehr genügend
wirken, so kann die Stromzufuhr zu den Kompensationswicklungen über Kommutatoren
erfolgen.
Grundsätzlich steht nichts im Wege, nicht die Haupt-, sondern die Hilfserregermaschinen
der Synchronmaschine 1 mit solchen drehbaren und gesteuerten Ständern auszurüsten,
also mit anderen Worten einen weiteren zweiphasigen Erregerkreis einzuschal-ten.
Die beiden neuen Haupterregerrnaschinen sind dann ständererregte Kommutatormaschinen
der üblichen Bauart, die im Synchronismus Gleichstrom, bei Asynchronismus Wechselstrom der Schlupffrequenz
führen.
Außer dieser beispielsweise beschriebenen Anordnung mit Erregermaschinen mit beweglichen
Ständern lassen sich als Winkeldreheinrichtung auch andere Ausführungsformen denken, die mit magnetischen oder elektrischen
Feldern arbeiten. Diese Arten von Dreheinrichtungen bilden den Übergang zu den bei Regelsätzen für Asynchronmaschinen
häufig verwendeten Regelmaschinen, als da sind Frequenzwandler, Asynchronmaschinen,
läufer- und ständergespeiste Kommutatormaschinen. Es besteht jedoch ein charakteristischer
Unterschied zwischen den Winkeldreheinrichtungen nach der Erfindung und diesen bekannten Maschinenarten. Er liegt
darin, daß bei den Winkeldreheinrichtungen nach der Erfindung immer eine mit dem
Schlupf oder einer der Sehlupffrequenz entsprechenden Drehzahl umlaufende Welle 22
zur Steuerung der Winkeldreheinrichtung 5 notwendigerweise vorhanden ist.
Zum Schluß sei noch ein besonderes Anwendungsgebiet der Erfindung durch Beispiele
erläutert, nämlich die Leistungssteuerung der mit Kraft- oder Arbeitsmaschinen wechselnden Drehmomentes (und damit
wechselnder Drehzahl) gekuppelten Synchronmaschinen. Solche Kraft- oder Arbeitsmaschinen
sind beispielsweise Einphasenmaschinen und Dieselmotoren, bei welch letzteren bekanntlich die Ungleichförmigkeit
ihres Drehmomentes sich im Netz der von ihnen angetriebenen Synchronmaschine bemerkbar
macht.
Grundsätzlich lassen sich alle bisher beschriebenen Anordnungen auch zu diesem
Zweck verwenden, da es sich grundsätzlich hier wie dort um die gleiche Aufgabe handelt.
Unterschiede bestehen nur bezüglich der Periodizität und der Geschwindigkeit der
Schlupfänderungen. Diese können es unter Umständen zweckmäßig erscheinen lassen,
von den bisher behandelten etwas abweichende Ausführungsformen zu wählen. Wegen der bei den hohen Frequenzen in viel
stärkerem Maße auftretenden magnetischen Gegenspannungen bzw. Selbstinduktionsspannungen
der Erregerkreise der Synchronmaschine ι müssen die an der Winkel dreheinrichtung
5 erzeugten, periodisch wechselnden Steuerspannungen größer sein, als dies
bei langsamen Schlupfänderungen erforderlich ist. Man kann dies beispielsweise dadurch
erreichen, daß man zwischen Welle 22 und Winkeldreheinrichtung 5 eine vergrößernde
Übersetzung einbaut. Dabei würden allerdings bei den im Betrieb nach wie vor auftretenden langsamenLeistungsschwan-
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klingen viel zu große Steuerspannungen und damit viel zu große Winkelverdrehungen des
fiktiven Erregerfeldes auf dem Polrad der Synchronmaschine ι entstehen. Diese lassen
S sich aber beispielsweise leicht durch einen selbsttätigen Regler aufheben, der, wie oben
bereits ausführlich beschrieben, neben der Welle 22 die Steuerung der Maschine beeinflussen
kann. Beispielsweise kann der Regler ίο auf den Widerstand der Winkel dreheinrichtung
5 in der Fig. ι oder auf den Drehtransformator 18 in den F"ig. i, 2 oder 3 oder auf
den Ständer 17 in der Fig. 1 oder auf die
Ständer der Maschinen 25 und 26 in der Fig. 3 arbeiten. Man ersieht hieraus, daß
man zweckmäßigerweise die Steuerbewegungen zum Ausgleich der schnellen periodischen
einerseits und der langsameren Schlupfänderungen anderseits einander überlagert. Ferner
ist es unter Umständen auch notwendig, die schnellen periodischen Bewegungen der
Welle 22 und damit der Winkeldreheinrichtung 5 den Drehzahlschwankungen der Synchronmaschine
ι wegen der in den Erregerkreisen vorhandenen mechanischen oder elektrischen
Trägheiten zeitlich vor- oder nacheilen zu lassen. Dies kann beispielsweise dadurch
geschehen, daß der Antrieb der Welle 22 nicht unmittelbar durch die hierzu vorgesehenen
Einrichtungen erfolgt, sondern mittelbar unter Zwischenschaltung eines aus einer Massenträgheit und einer elastischen
Kraft bestehenden schwingungsfähigen mechanischen Systems. Die richtige Phase kann
durch Veränderung der Eigenschwingungszahl dieses schwingungsfähigen Systems nötigenfalls unter Nachstellung der Übersetzung
zwischen Welle 22 und Winkeldreheinrichtung 5 eingestellt werden. Ein weiteres Beispiel zeigt die in Fig. 5
schematisch dargestellte Anordnung, bei der die Überlagerung der schnellen periodischen
und der langsamen Steuerbewegungen, wie auch die richtige Einstellung der Phase bei
den periodischen Spannungen auf andere Weise erzielt wird. Die mit Ziffern zwischen
ι und 22 bezeichneten Teile sind aus dem Beispiel der Fig. 1 bekannt und haben
auch die gleichen Aufgaben wie dort zu erfüllen. Insbesondere dient die Winkeldreheinrichtung
5 wie früher dazu, die im Betrieb auftretenden langsamen Leistungsänderungen aufzuheben oder zu begrenzen Über das
Differentialgetriebe 21 werden auf die Welle 22 außer diesen langsamen auch die schnellen
periodischen Schlupfänderungen übertragen. Diese wirken sich, abgesehen von der Winkeldreheinrichtung
5, über die Fortsetzung 22U der Welle 22 auf die Winkeldreheinrichtung
5a aus, die ausschließlich zur Erzeugung der schnellen periodischen Steuerspannungen
vorgesehen ist. Dementsprechend kann diese Winkeldreheinrichtung 5a als reiner Wechselspannungserzeuger
gebaut werden. Die von ihr gelieferten Wechselspannungen werden in die Haupterregerkreise der Synchronmaschine
ι eingeführt und überlagern sich dort den von der Winkeldreheinrichtung 5
herrührenden Steuerspannungen. Die Winkeldreheinrichtung 5a besteht beispielsweise aus
einem mit der Welle 22a starr gekuppelten,
mit Gleichstrom erregten Ständer 31 und einem Läufer 32 mit mehrphasiger Wechselstromwicklung;
dieser Läufer muß gegenüber den schnellen periodischen Schwankungen der WeIe 22a in mittlerer Ruhelage bleiben,
deren langsamen Bewegungen aber folgen. Er ist zu diesem Zweck drehbar gelagert und
mit dem Ständer 31 oder der Welle 22a durch
eine nachgiebige Federkupplung 33 verbunden. Die Phasenlage der schnellen periodischen
Steuerspannungen läßt sich beispielsweise durch Verdrehung des Ständers 31 auf
der Welle 22a oder durch Zwischenschaltung eines Drehtransformators zwischen Läufer 32
und die Haupterregerkreise 2 und 3 oder ähnliche Mittel einstellen; die Größe dieser
Steuerspannungen kann beispielsweise durch Änderung der Gleichstromerregung des Ständers
31 geregelt werden. Es sei noch bemerkt, daß grundsätzlich die Winkeldreheinrichtung
5 starr mit der Welle 22 gekuppelt sein könnte; es empfiehlt sich jedoch, zum Schütze der Gleitkontakte I2a und I24 gegen
die schnellen periodischen Bewegungen der Welle 22 zwischen diese Welle und die Winkeldreheinrichtung eine weiche Federkupplung
34 einzubauen. Wenn man den Läufer 32 mit dem Armkreuz der Winkeldreheinrichtung
5 kuppelt, so kann eine der Federkupplungen 33 oder 34 entfallen.
Es sei noch besonders darauf hingewiesen, daß bei der Anordnung nach Fig. 5 die Winkeldreheinrichtung
5a in gewissen Fällen, z.B. immer dann, wenn die mit der Synchronmaschine
1 gekuppelte Kraft- oder Arbeitsmaschine die Leistung der Synchronmaschine
ι bestimmt, auch für sich allein, also ohne die Winkeldreheinrichtung 5, verwendet
werden kann. Dies liegt eben daran, daß die Steuerung der mittleren Leistung der
Synchronmaschine 1 und die Beseitigung der schnellen periodischen Leistungsschwankungen
bei der in Fig. 5 dargestellten Anordnung durch zwei getrennte Vorrichtungen, nämlieh
die Winkeldreheinrichtungen 5 und 5fl, durch Überlagerung erfolgt und eine Beeinflussung
der mittleren Leistung durch die Winkeldreheinrichtung 5a nicht möglich ist,
weil durch die Federn 33 bei einer Verände- »ao rung der mittleren Lage des Ständers 31 der
Läufer 32 mitgezogen wird. In ähnlicher
Weise können auch die Winkeldreheinrichtungen 5 der Fig. i, 3 und 5 so eingerichtet
werden, daß sie nur die schnellen periodischen Leistungsschwankungen beseitigen, die mittlere
Leistung aber nicht beeinflussen. Dies läßt sich erreichen, wenn der bisher als feststehend vorausgesetzte Teil der Winkeldreheinrichtung S drehbar gelagert und mit dem
beweglichen Teil und damit der Welle 22 durch Federn verbunden wird.
Um die zur Beseitigung der schnellen periodischen Schwankungen dienende Winkeldreheinrichtung
von dem sie (aus den Erregerkreisen) durchfließenden Gleichstrom zu entlasten,
können für die Überlagerung der periodisch wechselnden Steuerspannungen zwischengeschaltete Transformatoren benutzt
oder der Läufer der Synchronmaschine 1 mit zwei getrennten mehrphasigen Erregerwicklungen
versehen oder die Synchronmaschine 1 mit zwei Polrädern ausgerüstet werden.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Anordnung zur Leistungssteuerung von Synchronmaschinen und Synchron-Synchron-Umformern, bei der die Erregerströme in der mehrphasig ausgebildeten Erregerwicklung -von einem selbsttätigen, von einer beliebigen Betriebsgröße abhängigen, auf eine Winkeldreheinrichtung arbeitenden Regler derart verteilt werden, daß das fiktive Erregerfeld seine Winkellage zur Erregerwicklung und bei Synchron-Synchron-Umformern damit auch zu den Vektoren der beiden Netze begrenzt oder unbegrenzt ändert, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkeldreheinrichtung durch eine mit dem Schlupf oder mit einer der Schlupffrequenz entsprechenden Drehzahl umlaufende Welle gesteuert wird.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Schlupf oder mit einer der Schlupffrequenz entsprechenden Drehzahl umlaufende Welle die Abtriebswelle eines mechanischen oder elektrischen Differentials ist, dessen Antriebswellen synchron mit dem fiktiven Ständerfeld und synchron mit dem Polrad der Synchronmaschine umlaufen.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkeldreheinrichtung die Steuerspannungen zur Verdrehung des fiktiven Erregerfeldes der Synchronmaschine mittels magnetischer oder elektrischer Felder erzeugt.
- 4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung des konstant zu haltenden oder zu begrenzenden oder in Abhängigkeit von irgendeiner Betriebsgröße zu regelnden Leistungsbetrages der Synchronmaschine oder der Synchron-Synchron-Umformer von Hand oder selbsttätig durch einen Regler an einem Organ erfolgt, das die Winkellage zwischen dem fiktiven Erregerfeld und dem fiktiven Ständerfeld der Synchronmaschine beeinflußt.
- 5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkeldreheinrichtung so ausgebildet -und bemessen ist, daß sie schnelle periodische Schwankungen der' relativen Winkelgeschwindigkeit zwischen Läufer und fiktivem Ständerfeld der Synchronmaschine nach Größe und Phase ausgleicht, beispielsweise ein vorgeschaltetes, aus Massenträgheit und elastischer Kraft bestehendes schwingungsfähiges mechanisches System aufweist oder als Wechselspannungserzeuger ausgebildet ist.
- 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkel- 8g dreheinrichtung zum Ausgleich der schnellen periodischen Schwankungen der relativen Winkelgeschwindigkeit zwischen Läufer und fiktivem Ständer feld der Synchronmaschine so ausgebildet ist, daß sie keinen Einfluß auf die mittlere Winkellage des fiktiven Erregerfeldes zum fiktiven Ständerfeld der Synchronmaschine und damit ihrer mittleren Leistung ausübt, beispielsweise einen verdrehbaren, mit der Welle durch Federn verbundenen Ständer aufweist.
- 7. Anordnung nach Anspruch 5 un(i 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungen zur Steuerung der mittleren Winkellage zwischen dem fiktiven Erregerfeld und dem fiktiven Ständerfeld der Synchronmaschine und die Steuerspannungen zum Ausgleich der schnellen periodischen Schwankungen der relativen Winkelgeschwindigkeit zwischen Läufer und fiktivem Ständerfeld der Synchronmaschine einander überlagert werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE646883T | 1930-06-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE646883C true DE646883C (de) | 1937-06-23 |
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|---|---|---|---|
| DE1930646883D Expired DE646883C (de) | 1930-06-13 | 1930-06-13 | Anordnung zur Leistungssteuerung von Synchronmaschinen und Synchron-Synchron-Umformern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE646883C (de) |
-
1930
- 1930-06-13 DE DE1930646883D patent/DE646883C/de not_active Expired
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