DE645751C - Primaerelement mit fluessigem alkalischem Elektrolyten - Google Patents

Primaerelement mit fluessigem alkalischem Elektrolyten

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DE645751C
DE645751C DEN38337D DEN0038337D DE645751C DE 645751 C DE645751 C DE 645751C DE N38337 D DEN38337 D DE N38337D DE N0038337 D DEN0038337 D DE N0038337D DE 645751 C DE645751 C DE 645751C
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Description

Die Erfindung betrifft ein Primärelement mit flüssigem alkalischem Elektrolyten, welchem zur Vermeidung der Erschöpfung durch Anhäufung von während des Betriebes gebildeten schädlichen Stoffen ein regenerierender Körper zugesetzt ist. Die Erfindung bezweckt die Ermöglichung eines so großen Zusatzes, daß der Nutzeffekt des Elementes erhöht bzw. seine Abmessungen, sein Gewicht
to und die Herstellungskosten erniedrigt werden zufolge der besseren Ausnutzung des aktiven Elektrolyten im Vergleich zu den bisherigen Elementen der nämlichen Kapazität.
Diese Zwecke werden erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß man einen regenerierenden Körper verwendet, welcher im Elektrolyten unlöslich und mit einem elektrolytdurchlässigen Streckmittel durchsetzt ist. Hierdurch wird die sonst unvermeidliche Verkrustung des festen Regenerierungsmittels, welche dessen Wirkung und Ausnutzung hinderlich war, vermieden und geeignete Bahnen frei gehalten, um dem erschöpften Elektrolyten die Berührung mit dem festen Regenerierungsmittel durch dessen ganze Masse hindurch zu ermöglichen. Besonders wirksame Streckmittel bestehen erfindungsgemäß aus Asbest oder Papier oder Baumwollflocken oder Zellstoffstaub oder einer Mischung dieser. Falls das Streckmittel Asbest enthält, wird dieser erfindungsgemäß in solchem Mengenverhältnis verwendet, daß im wesentlichen keine Entmischung der Bestandteile eintritt.
Um einen 'die obenerwähnten Nachteile herbeiführenden Zerfall zu vermeiden, was besonders für Elemente mit unbeschränkter Lagerzeit, welche durch Einfüllen von Wasser in Betrieb gesetzt werden, wichtig ist, besteht der Körper zur Entfernung der schädlichen Stoffe aus dem Elektrolyten erfindungsgemäß aus einer Mischung eines Regenerators, eines Streckmittels und eines Bindemittels. Für Elemente mit unbeschränkter Lagerzeit, welche einen elektrolytbildenden Stoff enthalten, beispielsweise festes Ätzalkali, besteht erfindungsgemäß das Bindemittel ebenfalls aus jenem elektrolytbildenden Stoff. Um hierbei ein vorzeitiges Zerfließen des elektrolytbildenden Stoffes zu verhindern, besitzt erfindungsgemäß das. hydratwasserhaltige Bindemittel einen Dampfdruck, welcher jenen des elektrolytbildenden Materials nicht wesentlich übersteigt. Gemäß einer bevorzugten Ausbildungsform besteht das elektrolytbildende Material aus wasserhaltigem Ätznatron und der Regenerator aus einer ätzkalkhaltigen Mischung.
Für' die Handhabung und den Zusammenbau des Elementes ist es besonders vorteil-
haft, wenn erfindungsgemäß der elektrolytbildende Stoff in Form eines Gußblockes aus einem livdratisierten Körper bestellt und der Regenerator die Form eines Preßkörpers aufr weist, welche außer dem Streckmittel noch ein hydratisiertes Bindemittel aus jenern, elektrolytbildenden Stoff enthält, dessen Dampfdruck gleich oder kleiner als jener des Gußblockes ist.
ίο Insbesondere bei Elementen mit unbeschränkter Lagerzeit, welche durch Einfüllen von Wasser in Betrieb gesetzt werden und bei denen gewünschtenfalls die gesamte Wassermenge auf einmal zugesetzt wird, ist es wich-· tig, daß die regenerierende Masse rasch befeuchtet wird, und zwar ohne Einschließung von Luft. Eine solche freie Berührung zwischen Elektrolyt und Regenerierungsmasse sowie Streckmittel kann in verschiedenster Weise gesichert werden. Gemäß einer i\usbildungsform weist der Regeneratorpreßkörper eine aufgerauhte oder mit Einschnitten versehene Außenfläche auf und kann ferner mit Bohrungen zum Durchtritt der Flüssigkeit versehen sein. Bei einer anderen Ausbildungsform ist der Regenerator auf einem falschen Boden im Innern der Zelle derart angeordnet, daß seine Oberfläche einen Abstand von den Seitenwänden des Gehäuses aufweist. Schließlich kann der Regenerator in einem elektrolytdurchlässigen Behälter eingeschlossen sein. Als solcher eignet sich besonders ein feuchtigkeitsaufsaugender Behälter, wobei erfindungsgemäß Hilfsmittel vorgesehen sind, um die Zirkulation der Flüssigkeit um die Masse zu ermöglichen, beispielsweise indem der Behälter eine Umschnürung unter Bildung eines verengten Mittelteiles aufweist. Als Einschnürmittel eigneten sich besonders Garne aus einem im Elektrolyten löslichen Stoff, z. B. Wolle.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, daß der Regenerator vorzugsweise in Form eines Preßkörpers im Innern des Elementes auf Stützen verschiedener Höhe gelagert ist, so daß seine Unterfläche schräg verläuft, um Einschließungen von Luftblasen zu vermeiden.
. Der Zusatz regenerierender Stoffe zum Elektrolyten alkalischer Elemente ist an sich bekannt. Insbesondere hat man im alkalischen Elektrolyten gelöste Zusätze, z. B. Chlornatrium, verwendet, welche aber naturgemäß in nur vergleichsweise geringer Menge anwendbar sind und überdies } durch ihre aussalzende Wirkung nur eine Anhäufung der während des Betriebes gebildeten schädlichen Stoffe verhindern, ohne gleichzeitig diese schädlichen Stoffe durch eine chemische Umsetzung in wirksamen Elektrolyten zurückzuverwandeln. Letzteres ist zwar bei der Verwendung von beispielsweise Ätzkalk als Regenerierungsmittel der Fall. Hierbei ergaben ■ sich aber die bereits obenerwähnten nach- \ iv/jgjligen Erscheinungen des Zusammenballens itind Verkrustens, welche die Regeneration ■Schließlich unmöglich machen.
Man hat ferner dem alkalischen Elektrolyten von Primärelementen wasserlösliche Oxydationsmittel, wie Alkalipermanganate, zugesetzt, welche jedoch nicht als Regenerierungsmittel im Sinne der Erfindung, sondern als Depolarisierungsmittel wirken. Andererseits ist es bekannt, zur Erleichterung der Zirkulation in Elementen mit saurem Elektrolyten Baumwolldochte zu verwenden. Von einem zugesetzten festen Regenerator wird hierbei jedoch kein Gebrauch gemacht. In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht.
Fig. ι ist eine Seitenansicht einer Batterie gemäß der Erfindung, wobei ein Teil des Gehäuses weggebrochen ist, um den inneren Aufbau zu zeigen,
Fig. 2 ein Grundriß nach Fig. 1, wobei ein Teil des Gehäuses ebenfalls weggebrochen ist, Fig. 3 eine Teilansicht des unteren Teiles des Elementes gemäß Fig. 1, wobei der Regenerator die Form einer losen Masse aufweist, welche auf einem durchlässigen Träger ruht, der vom Boden und den Seitenwänden des Zellengehäuses einen Abstand aufweist,
Fig. 4 eine Stirnansicht der Batterie gemäß Fig. i, wobei ein Teil der Stirnwand fortgebrochen ist; der Regenerator weist die Form eines Briketts auf, das in geeigneter Weise im Abstand vom Behälter angeordnet ist,
Fig. 5 ein Grundriß eines Regeneratorbriketts mit Bohrungen, um die rasche Auflösung zu erleichtern,
Fig. 6 eine Teilansicht eines Regeneratorbriketts mit Einkerbungen, welche ebenfalls zur Erleichterung der raschen Auflösung dienen.
Die Verbesserung in den Hilfsmitteln und in dem Verfahren, um gelöste Stoffe aus dem Elektrolyten zu entfernen, stützt sich auf die Erkenntnis, daß verschiedene Streckmittel dem Regenerierungsmittel, beispielsweise Kalk, unter Bildung von Massen beigemischt werden können, welche hinreichend vom Elektrolyten durchdrungen werden können, um einen erhöhten Gebrauchswert zu sichern. Stoffe, wie Asbest und Papier, können als Streckmittel mit gutem Erfolg verwendet werden. Bevorzugte Stoffe sind die fein verteilten Cellulosematerialien, wie sie im Handel unter der Bezeichnung Baumwollflocken, CeI-lulosestaub oder Zellstoffwatte u. dgl. bekannt iao sind, deren unmittelbarer Vorteil in der größeren Menge und Verteilung des Kalkes
besteht, welcher durch gleiche Mengen an Streckmittel dem Elektrolyten dargeboten werden kann.
Eine einfache Mischung von Kalk und CeI-lulosestreekmittel kann in gewissen Fällen verwendet werden, beispielsweise wenn die Mischung unmittelbar in einem Element verwendet werden soll; muß jedoch die Mischung gehandhabt oder gar verfrachtet werden, dann
ίο tritt eine beträchtliche Entmischung auf, indem der Kalk absinkt, so daß das Streckmittel vergleichsweise entsprechend weniger wirksam wird. Es wurde gefunden, daß dieser Nachteil durch Anfeuchten des Streckmittels behoben werden kann, welches in feuchtem Zustand den Kalk in gut verteilter Form aufnimmt und festhält.
Wie bereits angedeutet, kann zum Anfeuchten des Streckmittels reines Wasser verwende det werden, wenn die Handhabung und Verfrachtung' des feuchten Materials keine Schwierigkeiten bietet, wie es bei Eisenbahnsignalelementen der Normaltype der Fall ist. Bei vollständig zusammengesetzten Einheiten,
z. B. luftdepolarisierten, unbeschränkt lagerfähigen Zellen, welche durch Wasserzusatz in Betrieb genommen werden, ist jedoch eine mit Wasser abgebundene Mischung unerwünscht, weil der Wasserdampf auf den festen Elektrolyten eine lösende und zerstörende Wirkung ausübt.
Asbest, welcher eine vergleichsweise geringe Entmischung zeigt, kann mit Vorteil verwendet werden, wenn er trocken mit Kalk in geeignetem Mengenverhältnis vermischt wird. Falls ein Bindemittel angezeigt ist, wie beispielsweise bei Verwendung von Cellulose, sollte es von solcher Art sein, daß es keine nachteilige Wirkung auf den Betrieb des Elementes ausübt, und, falls es wasserhaltig ist, einen Dampfdruck aufweisen, der vorzugsweise etwas niedriger, in keinem Falle aber wesentlich höher als jener des festen Elektrolytmaterials ist.
Ein geeignetes Bindemittel kann aus einem kristallwasserhaltigen Salz bestehen, beir spielsweise aus Natriumsulfat, Alaun o. dgl. Ein solches Salz kann in einer Mischung aus Kalk und Cellulose in entwässerter Form benutzt werden, und es wird zugesetztes Wasser in Form von Kristallwasser aufnehmen und so als Bindemittel dienen. Da es aber im allgemeinen nicht ratsam ist, fremde Zusätze zum Elektrolyten zu machen, besteht das bevorzugte Bindemittel aus dem gleichen Stoff wie der Elektrolyt, z. B. aus hydratisiertem Ätznatron von dem gleichen oder etwas geringerem Wassergehalt wie das Ätznatron des Elektrolytgußblockes.
Das Bindemittel kann als Lösung zugefügt und bei einer Temperatur vermischt werden, welche oberhalb des Schmelzpunktes liegt, der etwa 6o bis 65° beträgt. Ein bevorzugtes Verfahren besteht jedoch darin, den trockenen Ätzkalk mit Zellstoffstaub oder -watte und Wasser zu vermischen und dann fein verteiltes Ätznatron beizumischen. Für ein Element mit einer Leistung von 600 bis 750 Amperestunden hat sich die nachstehende Mischung als zufriedenstellend erwiesen:
Zellstoff 22 g,
Kalk (Ca(OH) 2) 300 g,
Ätznatron (NaOH) 155 g,
Wasser 60 ecm. ·
Das Ätznatron kann gewünschtenfalls fortgelassen werden. Die Mischung wird zu einem Brikett verformt oder in Säcke eingefüllt und in der nachstehenden Weise verwendet.
Die Erfindung erhöht wesentlich die Wirksamkeit von Elementen der beschriebenen Art, und das Maß der Verbesserung ergibt sich aus den nachstehenden Beispielen. Bei Batterien mit einer Kapazität von 750 Amperestunden konnte mit Hilfe der Erfindung das Elektrolytvolumen auf über ein Drittel verringert werden, d. h. von 3600 ecm bei Batterien mit Kalk allein auf 2250 ecm bei Batterien mit Kalk und einem Streckmittel. In anderer Weise ausgedrückt erfordern Batterien dieser Art, bei welchen kein Kalk verwendet wird, 7 bis 8 ecm eines 20°/Oigen Elektrolyten für jede Amperestunde der berechneten Kapazität. Durch einfachen Kalkzusatz ist die in einer handelsüblichen Batterie erforderliche Elektrolytmenge auf etwa 5 ecm pro Amperestunde verringert worden, während bei Batterien mit der Kalkcellulosemisehung gemäß der Erfindung nur 3 ecm oder darunter pro Amperestunde erforderlich sind. Mithin können- Batterien einer gegebenen Kapazität von kleinerer Abmessung, geringerem Gewicht und mit geringeren Kosten hergestellt werden, welche sich nicht nur zufolge der verringerten Abmessung, sondern auch wegen des Ersatzes des teuren Ätznatrons durch den billigen Kalk ergeben.
Ferner wird durch die Erfindung in hohem Maße die Unbequemlichkeit und Kosten für Erneuerungen verringert. Bei den üblichen Ätznatronelementen findet normalerweise eine starke Kristallisation von Zinkkomplexen aus dem erschöpften Elektrolyten auf den Wänden des Behälters statt. In Zellen, weiche nach Erschöpfung weggeworfen werden, ist dies ohne besondere Bedeutung. Aber bei Elementen, z. B. den Eisenbahnsignalzellen, wo der Behälter wiederholt verwendet werden muß, erhöht die Bildung festhaftender unlöslicher kristalliner Niederschläge auf den iao Wänden und dem Boden der Zellenbehälter außerordentlich die Unbequemlichkeit und die
Kosten für die Erneuerung. Werden einfache Kalkzusätze verwendet, dann ist das kristalline Reaktionsprodukt oder der Niederschlag vielleicht noch schwieriger zu entfernen; aber bei Verwendung von Kalkzellstoffmischung bleibt die Masse vergleichsweise nichthaftend und kann viel leichter nach Erschöpfung der Zelle entfernt werden, so daß der Behälter in vergleichsweise sauberem und von Inkrusten freiem Zustande bleibt.
In Fig. ι ist eine Ausbildungsform des Elementes gemäß der Erfindung in Anwendung auf eine luftdepolarisierte Batterie veranschaulicht, welche aus zwei solchen Zellen besteht, und wie sie zur Lieferung des Heizstromes in Radiogeräten dienen kann. Diese Batterie besteht aus einem Außengehäuse 10, welches durch eine Zwischenwand 11 in zwei Abteile 12 und 13 unterteilt ist, deren jedes als Zelle der Batterie dient. Innerhalb der Batterie sind Elektroden angeordnet, beispielsweise eine Kohleelektrode 14 und die -Zinkelektroden 15. Letztere sind vorzugsweise auf gegenüberliegenden Seiten der Kohleelektrode angeordnet. Die Kohleelektrode ist von einem Gußblock aus hydratisiertem Ätznatron 16 umgeben, welcher dazu dient, die Elektrode gegen die Berührung mit dem Wasser zu schützen, das zur Erregung der Batterie eingefüllt werden muß. Xach Auflösen dieses Gußblockes bildet das Ätznatron einen Teil des Elektrolyten.
Da es erwünscht ist, den Teil der Kohleelektrode oberhalb des Elektrolytniveaus zu schützen, ist der Deckel iS der Batterie mit einem nach unten erstreckenden Teil 17 versehen, welcher den oberen Teil der Kohleelektrode umgibt und sich nach abwärts bis unter das Elektrolytniveau erstreckt. Hilfsgußblöcke aus elektrolytbildendem Material j9 und 20 dienen dazu, die rasche Bildung des konzentrierten Elektrolyten sicherzustellen. Der Gußblock 19 ist auf einem Draht 21 gelagert, welcher nach dem Auflösen als Indikator für das Elektrolytniveau dient. Um die richtige Menge an zugesetztem Wasser sicherzustellen, kann eina Hilfswasserkammer 22 vorgesehen sein.
Xahe dem Boden der Zelle befindet sich der Regenerator von der oben beschriebenen Zusammensetzung. Er ist in einem geeigneten Behälter, z. B. Sack oder Hülle 23 aus durchlässigem oder absorbierendem Stoff, wie z. B. Xessel, Tüll o. dgl., eingeschlossen. Damit das Wasser mit Sicherheit rasch durch die Masse des Regenerators hindurchdringen kann, ist es erwünscht, daß geeignete Flüssigkeitskanäle zwischen der Masse und dem Batteriegehäuse vorgesehen werden. Diese gestatten auch das Entweichen der Luft und die Zirkulation während der Betriebszeit der Batterie. Derartige Kanäle können in äußerst geeigneter Weise dadurch geschaffen werden, daß man den Sack oder Behälter mittels eines Bindfadens oder einer Umwicklung 30 zusammenzieht, welche vorzugsweise aus Wolle oder einem anderen im Elektrolyt löslichen Material besteht. Dieses Material kann auf dem Boden eines Batteriegehäuses oder eines geeigneten, oberhalb desselben angeordneten Trägers ruhen oder in losem Zustande auf einem geeigneten falschen Boden oder Träger aus durchlässigem Material 25, wie in Fig. 3 angedeutet. Dieser Träger kann aus einem Drahtsieb oder durchlochten Metall oder aus einzelnen Gliedern 28 oder 29, wie in Fig. 4 angedeutet, bestehen. Es können auch Hilfsmittel vorgesehen sein, um den oberen Teil des Regenerators so zu gestalten, daß er während der Verfrachtung an seiner Stelle verbleibt. In allen Fällen sollten Hilfsmittel vorgesehen sein, damit der Elektrolyt oder das Wasser, welches nach dem Eingießen zu einem Teil des Elektrolyten wird, um die Masse des festen Regenerators herumzirkulieren kann. Statt den Regenerator in einem Behälter einzuschließen, kann er auch in Brikettform gebracht werden. Dies ist besonders vorteilhaft beispielsweise bei Eisenbahnsignalelementen, welche regeneriert werden sollen. Das Brikett kann durch Verformen einer schlammförmigen Mischung aus Kalk, Cellulose und Wasser hergestellt werden, wie sie oben beschrieben ist, mit oder ohne Zufügung von elektrolytbildendem Stoff. Diese Masse wird filtriert, gepreßt, geformt und getrocknet. Das Brikett kann mit Draht oder sonstwie verstärkt werden, um einen Zerfall zu verhüten. Falls das Brikett nicht mit hinreichend großer Geschwindigkeit benetzt wird, kann die äußere glatte Oberfläche durch Abschleifen beseitigt und die Größe der Außenfläche durch Aufrauhen erhobt werden oder indem man sie mit Löchern oder Einschneidungen versieht.
Diese Briketts 27 sind etwas kleiner in den Abmessungen als der Innenraum der Batterieabteile und können mit Kanälen 31 versehen sein, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, oder mit Einkerbungen 32 gemäß Fig. 6, um die Oberfläche zu erhöhen und eine rasche Benetzung derselben sicherzustellen. Das Brikett wird vorzugsweise durch geeignete Halter 28 und oberhalb des Bodens der Batterie gehalten. Diese Halter sollten derart angeordnet sein, daß die Unterseite des Briketts schräg verläuft, so daß keine Luftblasen unterhalb des Briketts festgehalten werden. Die Halter 28 und 29 können irgendeine geeignete Form aufweisen und vom Batteriegehäuse 10 ent- iao fernt liegen oder aus einem Stück mit diesem bestehen, indem sie von den Seitenwänden
oder vom Boden des Gehäuses hervorragen.
Eine andere geeignete Anordnung für den Regenerator befindet sich im oberen Teil der Batterie, beispielsweise um den Indikatordraht 2i, in welchem Falle es möglich sein kann, die Hilfsgußblöcke ganz oder teilweise fortzulassen. Es kann aber auch der ganze Gußblock 16 um die Elektrode aus einer Ätznatron-Kalk-Streckmittelmischung bestehen.
Obgleich im vorstehenden Kalk als bevorzugtes Mittel zur Beseitigung nachteiliger Stoffe aus der Elektrolytflüssigkeit genannt wurde, können natürlich auch andere Stoffe, beispielsweise Bariumhydroxyd oder ein basenaustauschendes Material, wie z. B. Bentonit oder ein Zeolit, verwendet werden, und obgleich ferner als einer der schädlichen Stoffe, welche aus dem Elektrolyten beseitigt werden sollen, gelöstes Zink genannt wurde,' können auch, andere Stoffe, z. B. Carbonate, entfernt werden.

Claims (15)

  1. Patentansprüche:
    i. Primärelement mit flüssigem alkalischemElektrolyten, dessen Elekrdlyt zur Vermeidung der Erschöpfung durch Anhäufung von während des Betriebes gebildeten schädlichen Stoffen ein regenerierender Körper zugesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß dieser regenerierende Körper im Elektrolyten unlöslich und mit einem elektrolytdurchlässigen Streckmittel durchsetzt ist.
  2. 2. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Streckmittel aus Asbest oder Papier oder Baumwollflocken oder Zellstoffstaub oder einer Mischung dieser besteht.
  3. 3. Element nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Streckmittel aus Asbest in solchem Mengenverhältnis zusammengesetzt ist, daß im wesentlichen keine Entmischung der Bestandteile eintritt.
  4. 4. Element nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper zur Entfernung der schädlichen Stoffe aus dem Elektrolyten aus einer Mischung eines Regenerators, eines Streckmittels und eines Bindemittels besteht.
  5. 5. Element nach Anspruch 1 bis 4 mit elektrolytbildendem Stoff, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel aus jenem elektrolytbildenden Stoff besteht.
  6. 6. Element nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel Hydratwasser enthält und einen Dampfdruck besitzt, welcher jenen des elektrolytbildenden Materials nicht wesentlich übersteigt.
  7. 7. Element nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrolytbildende Material aus wasserhaltigem Ätznatron und der Regenerator aus einer ätzkalkhaltigen Mischung besteht.
  8. 8. Element nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrolytbildende Stoff in Form eines Gußblockes aus einem hydratisierten Körper besteht und der Regenerator die Form eines Preßkörpers aufweist, welcher außer dem Streckmittel noch ein hydratisiertes Bindemittel aus jenem elektrolytbildenden Stoff enthält, dessen Dampfdruck gleich oder kleiner als jener des Gußblockes ist.
  9. 9. Element nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Regeneratorpreßkörper eine aufgerauhte oder mit Einschnitten versehene Außenfläche aufweist.
  10. 10. Element nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßkörper mit Bohrungen zum Durchtritt der Flüssigkeit versehen ist.
  11. 11. Element nach einem der Ansprüche 1 8g bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Regenerator auf einem falschen Boden im Innern der Zelle derart angeordnet ist, daß seine Oberfläche einen Abstand von den Seitenwänden des Gehäuses aufweist.
  12. 12. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Regenerator in einem elektrolytdurchlässigen Behälter eingeschlossen ist.
  13. 13. Element nach Anspruch 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß der Regenerator in einem feuchtigkeitsauf saugenden Behälter eingeschlossen ist und Hilfsmittel vorgesehen sind, um die Zirkulation der Flüssigkeit um die Masse zu ermögliehen, beispielsweise indem der Behälter eine Umschnürung unter Bildung eines verengten Mittelteiles aufweist.
  14. 14. Element nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsmittel zum Einschnüren des Behälters, z. B. Garn, aus im Elektrolyten löslichem Stoff, z. B. Wolle, bestehen.
  15. 15. Element nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Regenerator vorzugsweise in Form eines Preßkörpers im Innern des Elementes auf Stützen verschiedener Höhe gelagert ist, so daß seine Unterfläche schräg verläuft, um Einschließungen von Luftblasen zu vermeiden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
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