DE64419C - Photographie-Automat - Google Patents
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- DE64419C DE64419C DENDAT64419D DE64419DA DE64419C DE 64419 C DE64419 C DE 64419C DE NDAT64419 D DENDAT64419 D DE NDAT64419D DE 64419D A DE64419D A DE 64419DA DE 64419 C DE64419 C DE 64419C
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- G03B17/00—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
- G03B17/48—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus
- G03B17/50—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus with both developing and finishing apparatus
- G03B17/53—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus with both developing and finishing apparatus for automatically delivering a finished picture after a signal causing exposure has been given, e.g. by pushing a button, by inserting a coin
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographs.
Photographie-Automat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Januar 1891 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen selbste'inkassirenden Apparat, in welchem
nach Einwurf einer vorgeschriebenen Münze selbstthätig Photographien hergestellt werden.
Die zu belichtenden präparirten Platten sind in einem im Apparat angeordneten Behälter
untergebracht, aus welchem sie selbstthätig der Camera zugeführt werden. Hier werden sie
belichtet, indem gleichzeitig im Apparat ein Blitzlicht erzeugt wird, welches die zu photographirende
Person beleuchtet, worauf die exponirte Platte nach einander mit den zum Hervorrufen und Fixiren des Bildes bestimmten
Chemikalien behandelt, gewaschen und dann aus dem Apparat herausgeschoben wird. Die
diese verschiedenen Verrichtungen bewirkenden Vorrichtungen werden durch Gewichtswerke
bethätigt, welche nach Einwurf eines bestimmten Geldstückes in den Apparat gleichzeitig aufgezogen
werden können, worauf eines nach dem anderen in Thätigkeit tritt und die oben angeführten
Verrichtungen ausführt.
. Auf den beiliegenden Zeichnungen ist ein derartiger Apparat in Fig. 1 nach Entfernung des Deckels in hinterer Ansicht, theilweise im Schnitt, dargestellt.
. Auf den beiliegenden Zeichnungen ist ein derartiger Apparat in Fig. 1 nach Entfernung des Deckels in hinterer Ansicht, theilweise im Schnitt, dargestellt.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Apparates, theilweise im Schnitt.
Die übrigen Figuren zeigen Einzeltheile des Apparates.
In dem Gehäuse 2 des Apparates ist die Bewegungsvorrichtung angeordnet, die aus
mehreren Gewichtstriebwerken besteht, welche in der Weise angeordnet sind, dafs sie nach
einander in Thätigkeit treten, indem das eine seine Thätigkeit beginnt, sobald das vorhergehende
seine Thätigkeit beendet. Diese verschiedenen Triebwerke sind in Fig. 1 mit den
Buchstaben ABC und D bezeichnet. Das Triebwerk A bringt die zu belichtenden Platten
in die Camera, exponirt sie daselbst, indem gleichzeitig ein Blitzlicht aufflammt, und entfernt
sie aus der Camera. Darauf tritt das Triebwerk B in Thätigkeit, welches die exponirte
Platte erfafst und auf ein geeignetes Gestell bringt, auf welchem sie mit der entwickelnden
Flüssigkeit Übergossen und darauf gewaschen wird. Dann wird die Platte von
dem Triebwerk C erfafst, welches sie auf ein Gestell bringt, auf welchem das entwickelte
BiJd fixirt und gewaschen wird, worauf das Triebwerk D in Thätigkeit tritt, welches das
fertige Bild aus dem Apparat entfernt. Die Triebwerke ABC und D sind im wesentlichen
von derselben Construction, so dafs es genügt, die Construction und die Wirkungsweise eines
einzigen Triebwerkes zu erläutern. Alle Triebwerke sind mit einer gemeinsamen Aufziehwelle
3, Fig. i, 14 und 15, versehen, die sich
quer durch den ganzen Apparat erstreckt und in geeigneten Lagern des Gehäuses 2 gelagert
ist. Für jedes Triebwerk ist auf dieser Welle eine Aufwindetrommel 5 vorgesehen, auf welche
sich die Schnur des treibenden Gewichtes 12 aufwickelt. Jede Trommel ist mit einem Schaltrade
6, Fig. 20 und 21, versehen, in welches
eine Klinke 7 eingreift, die auf einer Scheibe 8 angeordnet ist. Diese Scheibe ist mittelst der
Stellschraube 9 auf der Welle 3 befestigt. An der Trommel ist die Schnur 10 befestigt,
welche über eine Leitfolie 11, Fig. 2, zu dem treibenden Gewicht 12 läuft. An jeder
Trommel ist noch ein Sperrrad 13, Fig. 22, angebracht, in welches eine an dem Zahnrade 15 drehbar angeordnete Klinke 14 eingreift.
Das Zahnrad 15 ist das Hauptantriebsrad des Triebwerkes.
Wenn die Vorrichtung in Thätigkeit gesetzt werden soll, wird der Welle 3 eine Umdrehung
ertheilt, \vorauf sie wieder in ihre Anfangslage zurückkehrt. Bei der Drehung der
Welle 3 wirkt die Schaltklinke 7 auf das Schaltrad 6 und zieht die Gewichtstrommel 5
auf, so dafs sie die in Fig. 20 in punktirten Linien dargestellte Lage einnimmt. Wenn die
Welle 3 dann in ihre Anfangslage zurückgeführt wird, hindert die in das Sperrrad 13
eingreifende Sperrklinke 14 die Trommel an der Rückwärtsdrehung, während die Scheibe 8
die Rückwärtsdrehung der Welle 3 mitmacht, wobei die Klinke 7 über die Zähne 'des
Schaltrades 6 schleift. Ist die Scheibe 8 in ihre Anfangslage zurückgekehrt, so wird die
Schaltklinke 7 von einem feststehenden Arm 71,
der über die Zähne des Schaltrades hinausragt, so hoch gehoben, dafs sie aufser Bereich der
Schaltzähne ist. Die Trommel kann sich auf diese Weise ungehindert zurückdrehen.
Mit der Welle 3 parallel ist in jedem Getriebe unabhängig von einander eine Welle 16,
Fig. 9, angeordnet, welche mit einem Zahnrad 17 versehen ist, das in ein auf der Welle 3
befestigtes Zahnrad 1 5 eingreift. Die Welle 16
ist aufserdem noch mit einem Zahnrade 18 versehen, welches in das auf der Welle 20
angebrachte Zahnrad 19 eingreift. Die Welle ist wiederum mit dem Zahnrade 21 versehen,,
welches mit dem auf der Welle 23 befestigten Zahnrade 22 in Eingriff steht. Auf der
Welle 23 ist ein Schneckenrad 24 angebracht, in welches die Schnecke 25 eingreift, welche
auf der mit einem Windfang 28 versehenen verticalen Welle 27 befestigt ist. In den bisher
beschriebenen Theilen sind die Triebwerke einander gleich.
Das gleichzeitige Aufwinden sämmtlicher Triebwerke geschieht auf folgende Weise. In
geeigneten Lagern im Gehäuse ist eine Welle 30, Fig. 14 und 15, gelagert, die aus dem Gehäuse
nach aufsen tritt und dort mit einem Hebel 3 1 versehen ist. Auf der Welle 30 ist ein Gewichtshebel
32 angebracht, der bestrebt ist, die Welle in ihre normale Stellung zurückzuführen.
Mit einem Hebel 33 dieser Welle 30 ist eine auf der oberen Seite mit Sperrzähnen
36 versehene Zahnstange 35 drehbar verbunden, welche in das auf der Aufwindewelle
3 angebrachte Zahnrad 37 eingreift. Wird nun der Hebel 31 nach rechts gedreht,
so versetzt die Zahnstange 35 das Zahnrad 37 und damit alle Aufwindetrommeln in Umdrehung,
so dafs alle Gewichte 12 gleichzeitig aufgewunden . werden. Die Welle wird in
ihrer normalen Stellung durch eine geeignete Sperrvorrichtung gehalten, welche nur durch
Einwurf eines bestimmten Geldstückes in den Apparat ausgelöst wird. Dabei ist die Vorrichtung
so eingerichtet, dafs die Triebwerke ihre Thätigkeit nicht eher beginnen können,
als bis die Welle 30 ihre Anfangslage wieder eingenommen hat und von der Sperrvorrichtung
wieder festgestellt ist. Das Zahnrad 37 ist auf der Welle 3 befestigt und dreht sich
mit derselben. Auf der Welle 30 ist ein Arm 38 befestigt, der für gewöhnlich von
einem Sperrhaken 39 festgestellt ist. Mit dem Sperrhaken drehbar verbunden ist der Münzenträger 40, Fig. 14 und 16, der mit einer centralen
Oeffnung und einem aus der Oeffnung nach aufsen führenden Schlitz versehen ist. Dieser Münzenträger ist unter dem Rohr 41
angeordnet, in welches das die Vorrichtung auslösende Geldstück von aufsen eingeworfen
wird. Auf der Welle 3 ist ein Arm 42 angebracht, der mit zwei Stiften 43 und 44 versehen
ist, von denen 43 sich vor den Münzenträger legt, während 44 sich über der centralen
Oeffnung desselben befindet. Wird nun in den Apparat ein Geldstück eingeworfen, so
fällt. es durch das Rohr 41 auf den Münzenträger 40, auf welchem es durch den vorspringenden
Stift 43 festgehalten wird. Der Sperrhaken 39 ist in seiner Länge so bemessen, dafs die Welle 30 eine kleine Drehbewegung
machen kann, ohne dafs der Sperrhaken gehoben ist. Diese Bewegung genügt, um die
Welle 3 so weit zu drehen, dafs der Stift 44 des Armes 42 auf die auf dem Münzenträger
ruhende Münze trifft, wodurch der Sperrhaken 39 gehoben wird, so dafs die Welle 30
ihre Drehung vollenden kann. Wenn auf dem Münzenträger kein Geldstück liegt, oder wenn
anstatt einer Münze eine durchlochte Unterlegscheibe in den Apparat eingeworfen ist, so
wird der Sperrhaken nicht ausgelöst. Wenn nach Auslösung des Sperrhakens 39 dieWelle 30
weiter gedreht wird, so drückt der Stift 44 den Münzenträger nach unten und wirft die
Münze herab, während alle Gewichte 1 2 gleichzeitig aufgezogen werden.
Um eine Rückwärtsdrehung der Welle 3 zu verhüten, bevor, dieselbe ihre vorgeschriebene
Drehung zurückgelegt hat, ist die Zahnstange 3 5 auf ihrer oberen Seite mit einer Sperrverzahnung
36 versehen, in welche eine Sperrklinke 49 eingreift, die an einem Hebel 45 drehbar angeordnet ist. Dieser Hebel ist um
den Bolzen 46 drehbar und ist so angeordnet, dafs sein unteres Ende sich neben dem Zahnrade
37 befindet. An dem oberen Ende des
Hebels sind zwei Einschnitte 47 angebracht, in welche eine Feder 48 einspringen kann.
Unterhalb des Drehbolzens 46 ist auf dem Hebel ein Stift 50 angebracht. Befindet sich
der Hebel in der in Fig. 14 mit vollen Linien dargestellten Stellung, so kann die Sperrklinke
49 in die Zähne .36 der Zahnstange eingreifen. Nimmt der Hebel dagegen die. in
punktirten Linien dargestellte Lage ein, so wird die Sperrklinke 49 von dem Stift 50 aus
der Verzahnung 36 ausgehoben, so dafs die ■Zahnstange 35 frei zurückgeschoben werden
kann. Die Verschiebung des Hebels in die eine oder die andere Lage erfolgt durch zwei
an dem Zahnrade 3 7 angebrachte Stifte 51 und 52. Wenn die Zahnstange 35, Fig. 14,
nach links geschoben wird, also der Welle 3 eine Linksdrehung ertheilt, so wird der Stift 5 1
den Hebel 45 in die mit vollen Linien dargestellte Stellung bringen, in welcher die
Sperrklinke 49 in die Verzahnung eingreift. Wenn dagegen die Zahnstange nach rechts geschoben
wird und ihre äufserste Stellung erreicht, so schiebt der Stift 52 den Hebel 45
in die mit punktirten Linien dargestellte Stellung, in welcher die Sperrklinke nicht in die
Verzahnung 36 eingreifen kann. Infolge dieser Anordnung kann die Welle 3 nur gedreht
werden, wenn das vorgeschriebene Geldstück in den Apparat eingeworfen ist, und kann
nicht eher zurückgedreht werden, als bis sie die ganze vorgeschriebene Drehbewegung ausgeführt
hat.
Die Vorrichtungen sind ferner so eingerichtet, dafs die Triebwerke sich nicht eher in
Bewegung setzen können, als bis die Zahnstange ihren vorgeschriebenen Weg . nach
beiden Richtungen vollendet hat, das Geldstück von dem Münzenhebel herabgefallen ist
und der Sperrhaken 39 wieder eingeschnappt ist, indem dadurch verhindert wird, dafs der
Apparat ohne Einwurf eines neuen Geldstückes in Thätigkeit gesetzt werden kann. Zu diesem
Zwecke sind zwei Sperrhaken 53, 54, Fig. 12 und 13, angeordnet, welche den das Triebwerk
regulirenden Windfang 28 feststellen. Diese Sperrhaken sind drehbar angeordnet und
durch die Stangen 55 und 56 mit den Hebeln 57 und 58 drehbar verbunden, welche
von den auf der Welle 3 befestigten Hubscheiben 59 und 60 bethätigt werden. Wenn
die Welle 3 sich in ihrer normalen Stellung befindet, d. h. in der Stellung, welche sie einnimmt,
nachdem die Triebwerke aufgezogen sind, so wird der Daumen der Hubscheibe 6®
auf den Hebel 58 einwirken, so dafs der Sperrhaken 54 aufser Eingriff mit dem Windfang
28 gebracht wird. Die Hubscheibe 59 dagegen wirkt nicht auf den Hebel 57 ein, so dafs der Sperrhaken 53 gesenkt bleibt und
den Windfang 28 feststellt. Oberhalb der Welle 3 ist auf der Welle 16 eine Scheibe 61
angeordnet, welche auf ihrem Umfang mit einem Einschnitt 62 versehen ist. . Neben
dieser Scheibe ist auf der Welle eine Platte 63 angeordnet, welche mit einer Feder 64 versehen
ist, die bestrebt ist, die Platte in die in Fig. 12 mit punktirten Linien dargestellte Lage
zu drehen, in welcher sie den Einschnitt 62 bedeckt. Die Platte 63 ragt etwas über den
Umfang- der Scheibe 61 hervor. Mit dem Arm 57 ist ein Arm 65 verbunden, der mit
einem Vorsprung 66 versehen ist, der über der Scheibe 61 liegt und in den Einschnitt 62
einspringen kann. Wenn die Welle 3 sich in ihrer normalen Stellung befindet und wenn
das erste Triebwerk nicht in Bewegung ist, stellt der Sperrhaken 53 den Windfang fest,
so dafs jede Bewegung des Triebwerkes verhindert ist. Wird nun die Welle 3 gedreht,
um die Gewichte aufzuziehen, so wird bei Anfang der Drehung der Daumen 60 aufser
Eingriff mit dem Hebel 58 gebracht. Der Hebel 58 senkt sich infolge dessen und der
Sperrhaken 54 stellt den Windfang 28 fest. Bei der weiteren Drehung der Welle 3 hebt
die Daumenscheibe 59 den Hebel 57, wodurch der Sperrhaken 53 von dem Windfang abgehoben wird. Bevor nun der Hebel 57
Zeit hat, wieder nach unten zu fallen, nachdem die Daumenscheibe den Hebel bei der schnellen
Drehung der Welle 3 wieder freigegeben hat, tritt die Feder 64 in Wirkung und schiebt die
Platte 63 in die in Fig. 12 mit punktirten Linien dargestellte Lage, so dafs sie sich unter
den Vorsprung 66 des Armes 65 legt und dadurch ein Einfallen desselben in den Einschnitt
62.verhindert. Der Windfang ist jetzt aber durch den Sperrhaken 54 festgestellt und
bleibt arretirt, bis die Welle 3 ihre vollständige Drehung vorwärts und rückwärts gemacht hat
und am Schlufs der Rückwärtsdrehung die Daumenscheibe 60 den Sperrhaken 54 auslöst.
Nachdem auf diese Weise beide Sperrhaken ausgelöst sind, kann das Triebwerk in Thätigkeit
treten. Wenn die Welle 16 eine volle Umdrehung gemacht hat, so schiebt der Vorsprung
66 des Armes 65 die Platte 63 zurück und fällt wieder in den Ausschnitt 62 ein, wodurch
das Triebwerk in Stillstand versetzt wird. Sobald das erste Triebwerk in Thätigkeit
tritt, werden die verschiedenen Vorrichtungen, welche von demselben bethätigt werden, entweder
nach einander oder gleichzeitig in Bewegung gesetzt. Die Bethätigung der verschiedenen
Vorrichtungen erfolgt zweckmäfsiger Weise durch Daumenscheiben, welche auf den verschiedenen Wellen des Triebwerkes angebracht
. sind. Diese Daumenscheiben wirken auf Hebel, welche ihre Bewegung mittelst
Drähte und Stangen auf die zu bewegenden Vorrichtungen übertragen.
Die lichtempfindlichen Platten sind in einem im oberen Theile des Apparates angebrachten
Behälter 67, Fig. 2, 17 und 18, untergebracht. Dieser Behälter ist von rechteckiger Form, an
beiden Enden offen und mit Plattenhaltern 68, Fig. 17 und 18, versehen. Die Plattenhalter
liegen in dem Behälter einander gegenüber und werden durch eines der beiden offenen
Enden in den Behälter gebracht, nachdem sie mit den lichtempfindlichen Platten gefüllt sind.
Die Plattenhalter sind an ihrem unteren Ende mit einer Verzahnung versehen, mittelst welcher
sie durch den Behälter vorwärts geschoben werden. Neben dem Behälter ist in
geeigneten Lagern eine Welle 70 angeordnet, welche an ihrem Ende mit einer Kurbel 71,
Fig. i, versehen ist, die durch eine Stange 72 mit einer Kurbel 73 der Welle 74 verbunden
ist. Die Welle 74 ist aufserdem mit einer Kurbel 75 versehen, die durch eine Stange 76
mit einem Hebel yj verbunden ist, der^von
einer Hubscheibe des Triebwerkes bethätigt wird. Unter dem Plattenbehälter sind eine
Anzahl kurzer Wellen 78 angeordnet, die mit Schneckenrädern 79 versehen sind, welche in
die Schnecken 80 der Welle 70 eingreifen. Auf diesen Wellen sind Zahnräder 81 angebracht,
welche in die untere Verzahnung der Plattenhalter eingreifen. Bei Drehung der Welle 70 werden auf die Weise die Wellen 78
in Umdrehung versetzt, welche die Plattenhalter durch den Behälter vorwärts befördern.
Sobald die vorderste Platte ein aus dem Plattenbehälter nach unten führendes Rohr 82
erreicht, fällt sie in dasselbe hinein und wird zu der Camera befördert. Wenn die Plattenhalter das Ende des Behälters erreicht haben,
fallen sie aus demselben heraus und können von Neuem gefüllt und in den Plattenbehälter
gebracht werden.
Um die gefüllten Plattenhalter leicht in den Plattenbehälter einsetzen zu können, werden
die unter dem vorderen Ende des Plattenbehälters angeordneten Wellen 78 in drehbaren
Armen 83, Fig. 17, gelagert. Alle diese Arme sind durch eine Stange 84 mit einander
verbunden, während der letzte Arm durch ein Glied 85 mit einem Hebel 86 verbunden ist,
der in einem geeigneten Gestell drehbar gelagert ist und als Kniehebel wirkt. Wenn
dieser Hebel 86 nach unten gedrückt wird, so dafs er die in punktirten Linien dargestellte
Lage einnimmt, so werden die Wellen 78 nach unten bewegt, und die Zahnräder 81 werden
so weit gesenkt, dafs sie nicht in die Verzahnung der Plattenhalter eingreifen können.
Die mit den Platten gefüllten Plattenhalter können dann leicht in den Plattenbehälter eingebracht
und so weit vorgeschoben werden, dafs sie gegen den noch im Behälter über dem Rohr 82 befindlichenPlattenbehälterstofsen.
Der Hebel 86 wird dann wieder in die in vollen Linien dargestellte Stellung gebracht,
wodurch die Zahnräder 81 mit der unteren Verzahnung der Plattenhalter in Eingriff gebracht
werden.
Ueber dem Abführrohr 82 ist in dem Plattenbehälter eine Oeffnung angebracht, in. welcher
sich ein Schieber 90 bewegt, welcher die über dem Abführrohr befindliche Platte aus dem
Plattenhalter herausschiebt. Dieser Schieber ist durch eine Stange 92 mit einem Hebel 93
verbunden, der von einer auf der Welle 16 angebrachten Hubscheibe 94 bethätigt wird.
Wenn die Platte in das Abführrohr befördert ist, gelangt sie in die Camera 95, Fig. 2, in
welcher sie durch Stifte 96 festgehalten wird, welche in das Innere der Camera hineintreten.
Die Camera ist mit einem Schieber 98, Fig. 1 und 2, versehen, der durch eine Stange 99
mit dem Hebel 100 verbunden ist, welcher die auf der Welle 16 angebrachte Hubscheibe
101 bethätigt wird. In dem geeigneten Augenblick, in welchem die Platte in der
Camera belichtet werden soll, wird der Schieber 98 durch den Mechanismus geöffnet und
geschlossen. Die Stifte 96, welche die Platte in der Camera festhalten, werden durch einen
Winkelhebel 102 bethätigt, der seine Bewegung durch eine Stange 103 von einer auf
der Welle 20 angebrachten Hubscheibe 104 erhält.
Um die Platten stets bei gleichem Licht zu exponiren, ist in dem Apparat eine Vorrichtung
zur Erzeugung eines Blitzlichtes angebracht. Dieses Licht wird in einem Reflector
107, Fig. 19, erzeugt, welcher nach vorn
durch eine Glasplatte 106 abgeschlossen ist. Das Blitzpulver wird durch ein Rohr 109 in
den Reflector eingeführt, während die entwickelten Verbrennungsgase durch ein Rohr 108
abgeführt werden. Das Blitzpulver ist in einem über dem Reflector angebrachten Behälter 110
enthalten, der mit einer rotirenden, konisch gestalteten Fufsplatte 111 versehen ist. In dem
Boden des Gefäfses ist eine Oeffnung 112 angebracht,
welche durch einen Schieber 113 geöffnet oder geschlossen werden kann, der
durch ein Gelenk 115 mit einem Winkelhebel 114 verbunden ist. Dieser Winkelhebel
wird mittelst einer Stange 116 ,von einer auf
der Welle 16 angebrachten Hubscheibe 117 bethätigt.
Die Fufsplatte 111 ist auf der verticalen
Welle 118 befestigt, welche durch das Zahnrad
119 in Drehung versetzt wird. In das Rad 119 greift ein Zahnrad 120 ein, Fig. 1,
welches durch das auf der Welle 123 angebrachte Zahnrad 121 angetrieben wird. Diese
Welle wird mittelst der Kegelräder 125 und 126
von der Welle 20 angetrieben. Auf diese Weise wird der Fufsplatte 111 bei jeder Bethätigung
des Triebwerkes A eine kleine Dreh-
bewegung ertheilt, wodurch eine gewisse Menge des Blitzpulvers auf den Schieber gebracht
wird. Unter dem Schieber 113 ist ein Trog 1 27 angeordnet, der mittelst des Armes 128 auf der
Welle 74 befestigt ist. Wenn der. Schieber geöffnet wird, nimmt der Trog das auf dem
Schieber befindliche Blitzpulver auf. Der Trog wird dann von der in Fig. 19 mit punktirten
Linien dargestellten Stellung in die mit vollen Linien dargestellte Lage gebracht, in welcher
das Blitzpulver durch das Rohr 109 in das Innere des Reflectors geschüttet wird. Auf
dem Boden des Behälters ist eine Lampe 129 angebracht, deren Docht 1291 in ein Gefäfs
mit Alkohol taucht. Ueber der Lampe ist ein Auslöscher 130 angeordnet, der an einer
Stange \ 31 befestigt ist, welche nach aufsen
tritt und in der Wand des Reflectors drehbar gelagert ist. Durch eine Stange 133 ist diese
Stange mit einem Hebel 134 verbunden, der
durch eine'auf der Welle 16 angebrachte Hubscheibe
135 bethätigt wird. In dem Reflector ist ferner eine durch einen drehbaren Deckel 136
verschliefsbare Oeffhung angebracht, durch welche eine kleine, auf einem Hebel 1 38 angebrachte
Lampe 137 in das Innere des Reflectors gebracht wird. Die Bewegung des
Lampenhebels wird mittelst der Stange 139 durch eine auf der Welle 16 angebrachte Hubscheibe
140 hervorgerufen. Die Lampe 137 brennt fortwährend und wird in dem Augenblicke,
in welchem eine Platte in der Camera exponirt werden soll, in das Innere des Reflectors
gebracht, wie dies in Fig. 19 in punktirten Linien dargestellt ist. In derselben
Zeit wird der Auslöscher 130 gehoben, so dafs er die in punktirten Linien dargestellte Lage
einnimmt, in welcher der Docht 1291 der
Lampe 129 frei ist und von der Lampe 137
entzündet wird. Die Lampe 137 wird dann,
wieder aus dem Reflector entfernt, worauf das Blitzpulver durch das Rohr 109 auf die
Lampe 129 fällt, entzündet wird und das Blitzlicht erzeugt. Darauf fällt der Auslöscher 130
wieder auf den Docht 1291 und löscht hierdurch
die Lampe aus. Das Blitzlicht beleuchtet auf diese Weise das Gesicht der zu photographirenden
Person in dem Augenblick, in welchem die Platte exponirt wird.
Wenn die belichtete Platte aus der Camera freigegeben wird, fällt sie durch das untere
Ende der, Plattenführung in einen Trog 141,
Fig. 2, der gewöhnlich in einer geneigten Stellung steht und eine Fortsetzung der Plattenführung
bildet. Dieser Trog wird durch eine Hubscheibe des Triebwerkes bethätigt und wird in eine horizontale Lage gebracht, nachdem
er die Platte aufgenommen hat. Die Bewegung des Troges erfolgt mittelst der Stange 142 von der auf der Welle 16 angeordneten
Hubscheibe 143 aus. Sobald der Trog seine horizontale Lage eingenommen
hat, wird die Platte von dem ersten Plattenträger herausgenommen und auf eine Unterlage
gebracht, auf der sie mit dem Entwickler behandelt und darauf gewaschen wird. Darauf
wird die Platte von dem zweiten Plattenlager erfafst und wird fixirt und gewaschen, worauf
sie von dem dritten Platten träger aus dem Apparat herausgeschoben wird.
Wie schon erwähnt, sind die Triebwerke B C und D im wesentlichen von derselben Construction.
Das Triebwerk B beginnt seine Thätigkeit gerade, bevor das Triebwerk A zur
Ruhe kommt. Jedes der Triebwerke ist wie das Triebwerk A mit einem Windfang 28 versehen,
der von einem Sperrhaken 53 festgestellt wird. In dem Triebwerk A ist auf
seiner Welle 20 eine Hubscheibe 208, Fig. 9, 10 und 11, angebracht, welche auf den mit
dem Hebel 210 verbundenen Arm 209 einwirkt. Der Hebel 210 ist durch eine Stange 211
mit dem Sperrhaken 53 verbunden. Gerade bevor nun das Triebwerk A zur Ruhe kommt,
wird durch die Hubscheibe 208 der Sperrhaken 53 ausgelöst, so dafs das Triebwerk B
seine Thätigkeit beginnen kann.
Bei den Triebwerken B und C ist auf der Welle 16 eine Hubscheibe 212, Fig. 9 und 10,
angebracht, die auf einen Hebel 214 wirkt,
der den Sperrhaken 53 des nächsten Triebwerkes zur richtigen Zeit auslöst.
Die Plattenträger der verschiedenen Triebwerke sind von derselben Construction. Jeder
Plattenträger besteht im wesentlichen. aus einem Rahmen 150, Fig. 3, der auf einer festen
Stange 1 51 drehbar angeordnet ist und in der
Längsrichtung derselben auf ihr verschoben werden kann. Diese Verschiebung erfolgt
durch einen Winkelhebel 152, der an seinem oberen Ende durch eine Stange 153 mit dem
Rahmen 150 verbunden ist.. Der untere Arm dieses Winkelhebels ist durch die Stange 156
mit einem Hebel 154 verbunden, der von einer auf der Welle 16 befindlichen Daumenscheibe
ι 5 5 bethätigt wird. Der erste Platten-, träger bewegt sich von der in Fig. 3 in vollen
Linien dargestellten Stellung zu der in punktirten Linien dargestellten Lage und dann zu der in
dieser Figur von dem zweiten Plattenträger eingenommenen Stellung. Der zweite Plattentra'ger
bewegt sich zu der in Fig. 3 in der Mitte in vollen Linien dargestellten Stellung,
dann zu der in punktirten Linien dargestellten und schliefslich zu der von dem dritten Plattenträger
in der Figur eingenommenen Stellung. Der dritte Plattenträger geht in die Stellung,
welche er in Fig. 3 einnimmt, und darauf in die mit punktirten Linien dargestellte Stellung.
Um die Platten ergreifen zu können, sind auf den um ihre Achse drehbaren Stangen 157
Arme 158 mit Haken 159, Fig. 4, angebracht,
welche unter die Platte greifen und dieselbe dadurch festhalten. Auf die Stangen 157 sind
Spiralfedern 160 geschoben, welche mit ihrem einen Ende an den Stangen, mit ihrem anderen
Ende an dem Rahmen befestigt sind, und bestrebt sind, die Arme 158 gegen einander zu
drehen, in die in Fig. 4 in vollen Linien dargestellte Stellung. An den Stangen 157 sind
Arme 161 angebracht, zwischen welche sich ein Keil 163 schiebt, der auf der festen
Stange 151 drehbar angebracht ist. Durch eine Stange 164 ist dieser Keil mit einem Hebel 165
verbunden, der von einer auf der Welle 20 angebrachten Hubscheibe 169 bethätigt wird.
Wenn auf diese Weise in dem geeigneten Augenblick der Keil 163 zwischen die Arme 161
der Stangen 157 geschoben wird, drehen sich die auf diesen Stangen angebrachten Hakenarme 15 8 nach aufsen in die in Fig. 4 in
punktirten Linien dargestellte Stellung, so dafs sie, wenn sie gesenkt sind, mit ihren Haken 1 59
die Platte ergreifen. Der Plattenträger ist auch mit einer Vorrichtung versehen, um gehoben
oder gesenkt werden zu können, wenn die Platten auf die Unterlage gebracht bezw. von
derselben entfernt werden sollen, auf welcher sie entwickelt, gewaschen und fixirt werden.
Zu diesem Zwecke sind sie auf der Stange 1 5 1 drehbar angeordnet und sind mit einem
Arm 165x versehen, der mittelst einer Stange 166
mit einem Hebel 167 verbunden ist, welcher von einer auf der Welle 20 angebrachten
Hubscheibe 170 bethätigt wird.
Zur Aufnahme der Platten sind in dem Apparat eine Anzahl von Trögen 171 angeordnet,
auf welche die Platten von den Plattenträgern gelegt werden, und auf denen sie ruhen,
während sie entwickelt, fixirt oder gewaschen werden. Jeder dieser Tröge ist auf Armen 172
drehbar gelagert und ist mit einer mittleren Erhöhung 173, Fig. 6, versehen. In der Mitte
eines jeden Troges ist eine Oeffnung 174 angebracht, welche durch eine Platte 176 verschlossen
werden kann. Diese Platte ist auf einer Stange 175, Fig. 5 und 6, drehbar angeordnet
und wird durch eine Feder 177 gegen den Boden des Troges geprefst, so dafs sie
infolge der drehbaren Anordnung jeder Drehung des Troges folgen kann. Die Bewegung des
Troges erfolgt durch einen von einer auf der Welle 20 angebrachten Daumenscheibe, die
einen Hebel 179 bethätigt, welcher durch die Stange 178 mit dem Trog verbunden ist. Auf
diese Weise wird der Trog in bestimmten Zwischenräumen in eine schaukelnde Bewegung
versetzt, wie dies in Fig. 5 mit punktirten Linien dargestellt ist. Zwischen dem ersten
und dem zweiten Trog ist eine Schale 180 mit erhöhtem Mitteltheil 181 angeordnet. Auf
diese Schale wird die Platte von dem ersten Plattenträger gelegt, worauf sie von dem
zweiten erfafst wird. Wie schon oben erwähnt, nimmt der erste Plattenträger die Platte
aus dem unter der Plattenführung angeordneten Trog 141 und legt sie auf den ersten
Trog 171. Darauf nimmt er sie von diesem Trog und legte sie auf die Schale 180, worauf
er in seine erste Stellung zurückgeht, in welcher er zur Aufnahme einer neuen Platte bereit
ist. Von der Schale 180 wird die Platte durch den zweiten Plattenlager aufgehoben und auf
den zweiten Trog 171 und von diesem auf den dritten Trog gelegt, worauf der zweite
Plattenträger in seine Anfangsstellung zurückkehrt. Von dem dritten Trog wird die Platte
durch den dritten Plattenträger aufgehoben und auf eine Schale 182 gelegt, welche mit
mittleren Rippen 183 und seitlichen Führungsflantschen
184 versehen ist. In den seitlichen Flantschen sind Oeffnungen 185, Fig. 8, für
die Hakenarme des Plattenträgers vorgesehen/ Das zum Waschen dienende Wasser befindet
sich in dem Behälter 186, die zum Entwickeln dienenden Chemikalien sind in den Behältern
187 enthalten und die zum Fixiren dienende Lösung in dem Behälter 188. Von
dem Wasserbehälter gehen drei AbflufsröhreniSg
aus, von denen jede durch ein Ventil 1891 verschlossen
ist, welches im bestimmten Augenblick durch eine Stange 190 bethätigt wird.
Die Behälter 187 sind mit Ventilen 1871 versehen
, durch welche die Flüssigkeit in das Rohr 189 geleitet wird. Diese Ventile werden
durch eine Stange 191 bethätigt, auf welcher zwei Arme 192 angebracht sind, an denen mittelst
der Arme 193 die Ventilstangen 194 befestigt
sind. Auf diese Weise werden die Ventile der beiden Behälter gleichzeitig bethätigt. Das
Gefäfs 188 ist mit einem ähnlichen Ventil versehen, welches in gleicher Weise mittelst der
Stangen igi und 192 durch das Triebwerk C
bethätigt wird.
Die Arbeitsweise der erwähnten Vorrichtungen beim Entwickeln, Waschen und Fixiren
ist wie folgt. Wenn der erste Plattenträger die Platte ergriffen und auf den ersten Trog gelegt
hat, werden die Ventile der Behälter 187 gleichzeitig geöffnet, so dafs aus jedem Behälter eine
kleine Menge der betreffenden Flüssigkeit auf den oberen Theil der Platte fällt. Beim Hindurchfliefsen
durch dasselbe Rohr werden die beiden Chemikalien in der genügenden Weise mit einander vermischt. Nachdem. der Entwickler
auf die Platte gebracht ist, wird dem Trog eine schaukelnde Bewegung gegeben, so
dafs der Entwickler über die ganze Platte fliefst und das Bild entwickelt. Dann wird. Wasser
auf die Platte gegeben, welches den Entwickler fortspült. Darauf wird die Platte wieder von
dem Plattenträger ergriffen und auf die Schale 180 gelegt. Von' dieser Schale wird
die Platte durch den zweiten Plattenträger
herabgenommen und auf den zweiten Trog gelegt. Dann wird aus dem Behälter 188 die
Fixirungsflüssigkeit auf die Platte gelassen und der Trog in derselben Weise wie der erste
hochgekippt, so dafs die Fixirungsflüssigkeit über die ganze Platte gleichmäfsig verbreitet
wird. Dann wird wieder Wasser auf die Platte gebracht, worauf dieselbe . von dem zweiten
Plattenträger erfafst und auf den dritten Trog gelegt wird. ' Auf diesem wird die Platte noch
einmal gewaschen, während der Trog in eine schaukelnde Bewegung versetzt wird. Darauf
nimmt der dritte Plattenträger die Platte und bringt sie auf die Schale 182. Dieser Schale
entsprechend ist in der Wand des Gehäuses eine Oeffhung angebracht, vor der sich eine
Schale 196, Fig. 2 und 8, zur Aufnahme des fertigen Bildes befindet. Die nach aufsen
führende Oeffhung wird beständig durch einen Schieber 197 verschlossen, der nur entfernt
wird, wenn ein Bild herausgeschoben werden soll. Dieser Schlitten ist durch eine Stange 198
mit einem Hebel verbunden, der von einer auf der Welle 20 angebrachten Daumenscheibe
bethätigt wird. Wenn ein Bild herausgeschoben werden soll, wird der Schieber geöffnet und
ein Auswerfer 199 tritt in Thätigkeit, der mit einem Hebel 200 verbunden ist, auf welchen
eine Hubscheibe 202 einwirkt, entgegen der Wirkung.einer Feder 201, Fig. 2. Durch diesen
Auswerfer wird das fertige Bild in die Schale 196 geworfen.
Unter den Trögen ist ein Behälter 203 angeordnet, der die benutzten Flüssigkeiten auffängt,
welche dann durch ein Rohr 204 abgeleitet werden.
Zweckmäfsiger Weise wird auch vor der Einwurfsöffhung für das Geldstück ein Schieber
205, Fig. 7,.angeordnet, welcher diese Oeff-•
nung verschliefst, so lange das erste Triebwerk in Thätigkeit ist. Dieser Schieber ist
durch eine Stange 208 \ Fig. 1, mit einem Hebel 207 verbunden, der durch eine auf der
Welle 20 angebrachte Daumenscheibe 206 bethätigt- wird. Sobald ein Geldstück in den
Apparat geworfen und das Triebwerk A in Thätigkeit gesetzt ist, wird dieser Schieber geschlossen
und bleibt geschlossen, so lange das Triebwerk A in Bewegung ist. Sobald die
Platte dann an die Mechanismen des Triebwerkes B abgegeben ist, kommt das erste
Triebwerk zur Ruhe, worauf der Schieber 205 den Münzeneinwurf freigiebt, so dafs der
Apparat zur Aufnahme eines zweiten Geldstückes und zur Anfertigung eines zweiten
Bildes bereit ist. Auf diese Weise können in dem Apparat mehrere Bilder gleichzeitig behandelt
werden, indem jedes Triebwerk eine andere Platte hat.
Ein besonderer Vortheil des vorliegenden Apparates ist der, dafs die zum Entwickeln
nöthigen Chemikalien getrennt von einander aufbewahrt werden und erst gemischt werden,
wenn sie gebraucht werden sollen. Die Fixirungsflüssigkeit wird ebenfalls in einem geschlossenen
Behälter aufbewahrt. Von beiden Flüssigkeiten wird bei jeder Operation nur die nöthige Menge auf die Platte gebracht, welche
gerade, genügt, um die ganze Oberfläche der Platte zu bedecken. Die Chemikalien werden
auf diese Weise frisch erhalten und können lange Zeit benutzt werden.
Die einzelnen Vorrichtungen des Apparates arbeiten durchaus selbstthätig und liefern ein
vollkommen fertiges Bild, welches keiner Nachhülfe bedarf.
Einzelne Theile der verschiedenen Vorrichtungen können natürlich verändert werden,
ohne an dem Wesen der Erfindung etwas zu ändern.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein durch Einwerfen eines Geldstückes in Thätigkeit zu setzender Apparat zur selbstthätigen Herstellung von Photographien, bei welchem eine Anzahl unabhängig von einander arbeitender . Gewichtstriebwerke (AB C D) angeordnet sind, welche durch eine aufserhalb des Apparates zu handhabende und bei Einwurf des Geldstückes auslösbare Aufwindevorrichtung gleichzeitig aufgezogen werden können und nach einander in Thätigkeit treten, wobei das erste Triebwerk (A) die lichtempfindliche Platte aus einem Behälter in die Camera bringt, dieselbe hier mit Hülfe eines Blitzlichtes exponirt, und alsdann die anderen Triebwerke dieselbe mit Hülfe von Greifervorrichtungen weiter befördern und den verschiedenen Weiterbehandlungen unterwerfen.
- 2. Bei dem zu !.gekennzeichneten Apparat: a) eine Aufwindevorrichtung zur Inbetriebsetzung der Triebwerke (A B C D, Fig. 1), bestehend aus einer mit dem Zahnrad (37) in Eingriff stehenden Zahnstange (35, Fig. 14 und 1 5), welche durch Umlegen eines aufserhalb des Apparates angeordneten und durch Welle (30) und Arm (33) mit der Zahnstange verbundenen Hebels (31) zurückgezogen werden kann, nachdem durch Einwurf eines Geldstückes ein die Welle (30) feststellender, ihr jedoch eine kleine Anfangsdrehung erlaubender Sperrhaken (39) ausgelöst ist, wobei die Auslösung während dieser Anfangsdrehung dadurch er-' folgt, dafs das eingeworfene Geldstück sich zwischen einen mitrotirenden Druckstift (44) und einen mit dem Sperrhaken (39) verbundenen Münzenträger (40) legt;b) eine Sperrvorrichtung zum Festlegen des unter 2 a) gekennzeichneten Aufwindemechanismus, bestehend aus einer in eine Verzahnung (36) der Zahnstange (35) eingreifenden Sperrklinke (49), welche an einem drehbaren Hebel (45) angeordnet ist und dadurch in und aufser Eingriff mit der Zahnstange gebracht wird, dafs zwei am Zahnrade (37) sitzende Stifte (51 und 52) den Hebel (45) bei Drehung des Zahnrades mitnehmen;c) ein Plattenbehälter (67), in welchem die mit den Platten gefüllten Plattenhalter (68), welche unten mit Verzahnung versehen sind, durch Zahnräder (81) fortbewegt werden, von denen die vorderen in umklappbaren Armen (83) gelagert sind, um das Einführen der gefüllten Plattenhalter zu erleichtern;d) eine Blitzlichtvorrichtung, bestehend aus einer in einem Reflector (107) angeordneten Lampe (12g), die von einer unterhalb des Reflectors drehbar angeordneten Lampe (137), die in das Innere des Reflectors hineingedreht wird, entzündet wird, während gleichzeitig aus einem mit Blitzpulver versehenen Behälter (111) mittelst eines drehbaren Troges (127) eine entsprechende Menge Blitzpulver auf die Lampe geschüttet wird, worauf letztere durch einen Löscher (130) gelöscht wird; .e) Plattenträger, bestehend je aus einem um die Stange (151) drehbar und auf derselben verschiebbar angeordneten Rahmen (150) und aus zwei von letzterem gehaltenen Stangen, welche unter dem Einflufs von Federn um ihre eigenen Achsen drehbar sind und Hakenarme (158, 15g) tragen, welche durch den auf den Stangen (157) lastenden Federdruck bestrebt sind, ■ sich zu.nähern, und durch Keile (163) von einander entfernt werden, zum Zweck, die Platten zu ergreifen, fortzuführen und loszulassen; '■.f) Tröge (171), welche zur Unterstützung der Platten dienen, mit einer mittleren Erhöhung versehen und oscillirend .gelagert sind, um die auf das eine Ende der Platte aufgebrachte Flüssigkeit über die ganze Platte zu vertheilen;g) ein Plattenauswerfer (199), der das fertige, auf eine Schale (182) abgelegte Bild durch eine mittelst eines Schie-' bers (197) verschliefsbare Oeffnung des Gehäuses nach aufsen schiebt;h) ein während der Thätigkeit des ersten Triebwerkes (A) den Münzeneinwurf schliefsender Schieber (205).Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64419C true DE64419C (de) |
Family
ID=338293
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64419D Expired - Lifetime DE64419C (de) | Photographie-Automat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE64419C (de) |
-
0
- DE DENDAT64419D patent/DE64419C/de not_active Expired - Lifetime
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