DE64249C - Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigem, marmorähnlichem Prefs-, Hohl- und Tafelglas - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigem, marmorähnlichem Prefs-, Hohl- und Tafelglas

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DE64249C
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DENDAT64249D
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C. witte in Leipzig, Promenadenstrafse 30
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B11/00Pressing molten glass or performed glass reheated to equivalent low viscosity without blowing
    • C03B11/14Pressing laminated glass articles or glass with metal inserts or enclosures, e.g. wires, bubbles, coloured parts

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 32: Glas.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. December i8gi ab.
Die nachstehend näher beschriebene Erfindung bezweckt im wesentlichen die Herstellung eines mehrfarbigen, marmorirten Glases, welches als Nachahmung einiger Gesteins- und Marmorarten die verschiedenen farbigen Adern und Flecken besitzt, und kann diese Imitation in hellem, durchsichtigem Glas sowohl, als auch in undurchsichtigem Opakglas, sogenanntem getrübten Glas, bewirkt werden.
Das Verfahren ist folgendes: Je nachdem man helles oder Opakglas haben will, wird ein Hafen gewöhnlichen Glases abgeschmolzen und heifs geschürt. Ist das Glas nun geläutert, so wird, wie gewöhnlich, die Ofentemperatur durch Absperren der Gaskanäle reducirt, wobei das leichtflüssige Glas etwas zäher wird. In das in diesem Zustand sich befindende Glas werden im Hafen eine gröfsere Anzahl von verschiedenfarbigen, 6 bis 10 mm starken und 40 bis 50 mm langen massiven Glasstangen eingestochen, und zwar derartig, dafs die ganze Glasmasse im Hafen netzartig damit durchsetzt erscheint.
Diese farbigen Glasstangen werden nun im Hafen weich, ohne sich jedoch mit dem anderen Glas infolge seiner Zähigkeit zu vermischen , und bilden demnach in der Glasmasse verschiedene farbige Adern, welche bei dem nachträglichen Ausarbeiten des Glases aus dem Hafen deutlich hervortreten und sehr schöne Effecte bilden.
Für geprefste Artikel eignet sich neben dem hellen Glas namentlich das undurchsichtige Opakglas, da durch das Einpressen des Glases in die Form sich wundervolle Nuancen erzielen lassen, welche dem natürlichen Gestein oder Marmor täuschend ähnlich erscheinen.
Bei Erzeugung des Opakglases können zum Grundglas im Hafen unreine und billige Materialien verwendet werden, da hierdurch schon- der Grundfarbenton an Natürlichkeit gewinnt.
Zur Herstellung von Tafelglas, bei welchem der Grundton ein heller, durchsichtiger sein mufs, wird wie sonst bei der Tafelglasfabrikation üblich, verfahren, und eignet sich dieses gemusterte, marmorirte Glas, in kleine runde oder eckige Scheiben geschnitten, als Butzenscheiben sehr vortheilhaft zur Verglasung von Fenstern, Thüren u. s. w. und ruft einen hübschen Eindruck hervor.
Ferner lassen sich aus dem undurchsichtigen Opakglas Tischplatten in jeder Gröfse und Stärke herstellen, welche, abgeschliffen und polirt, denjenigen aus Marmor täuschend ähnlich sehen, sich aber im Preise wesentlich billiger stellen und auch eine viel gröfsere Haltbarkeit versprechen. Es lassen sich aus diesem Glas sämmtliche Artikel in geblasenem Hohlglas, wie auch jede beliebige Form in Prefs- oder sogen. Gufsglas herstellen, und zwar beide Arten, helles wie auch Opakglas.

Claims (1)

  1. PaTENT-ANSPRUCH:
    Verfahren zur Erzeugung von mehrfarbigem, marmorirtem, geflecktem oder sonstwie gemustertem Glas, darin bestehend, dafs in die abtemperirte flüssige, durchsichtige oder undurchsichtige Glasmasse verschiedenfarbige Stäbe, Stangen oder Stücke massiven Glases in beliebiger Anzahl und Stärke eingebracht werden, welch letzteres Glas, ohne sich mit der Urmasse zu vermischen, dieselbe in willkürlichen Structuren durchzieht.
DENDAT64249D Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigem, marmorähnlichem Prefs-, Hohl- und Tafelglas Expired - Lifetime DE64249C (de)

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