DE641986C - Vorrichtung zum Dosieren von Zusaetzen zu stroemenden Fluessigkeiten oder Gasen - Google Patents
Vorrichtung zum Dosieren von Zusaetzen zu stroemenden Fluessigkeiten oder GasenInfo
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- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
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- C02F1/68—Treatment of water, waste water, or sewage by addition of specified substances, e.g. trace elements, for ameliorating potable water
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Description
Querschnittsverengungen von Leitungen für Flüssigkeiten oder Gase verursachen bekanntlich.
Potentialgefälle, die sich mit der Strömungsgeschwindigkeit ändern. Diese Erscheinung
wird vielseitig in der ·. Technik ausgenutzt, um in einer parallelen Umgehungsleitung
die Strömungsgeschwindigkeit eines Nebenstromes für die Dosierung erforderlicher
Zusatzstoffe im Verhältnis zum Hauptstrom nutzbar zu machen. Die bekannten Vorrichtungen, z. B. Ventaririohre, haben den
Nachteil, daß das Druckgefälle mit abnehmender Strömungsgeschwindigkeit zu rasch
abfällt. Der Druckunterschied wird bei langsamen Strömen zu gering, um Strömungswiderstände in der Nebenleitung zu über-'
winden.
In Erkenntnis dieser Tatsache wird bei anderen Vorrichtungen der Grad der Querschnittsverengung
der Hauptleitung selbsttätig mit der Strömungsgeschwindigkeit geändert, und zwar durch eine in einem konischen
Leitungsstück vorgesehene bewegliche Blende. Der hierbei erzielte Druckunterschied bzw.
Steuerimpuls für den Nebenstrom 'unterliegt jedoch solchen Schwankungen durch Eigenwiderstände,
daß eine genaue Regelung des Nebenstromes unmöglich ist. Zur Beseitigung dieser Ungena'uigkeit wurde bei einer
anderen bekannten Vorrichtung außerhalb des Hauptstromes ein Kraftorgan (Servomotor)
zur Betätigung des Differenzdruckreglers vorgesehen, dessen Tätigkeit von einem außerhalb
der Rohrleitung in einem Zweigstrom liegenden Steuerungsorgan geregelt wird. Das Steuerungsorgan selbst wird wiederum
durch einen Impulsgeber (Membrane) betätigt. Die große Anzahl der Einzelvorrichtungen
bei dieser Ausführungsform, ferner die Fehlerquellen, die jedem Einzeisteuerteil
infolge der Reibungswiderstände (Stopfbuchsen, Kolben usw.) anhaften, ergeben keinerlei praktische Brauchbarkeit für derartige
Vorrichtungen.
Bei der Erfindung wird zur Erzielung der Differenzdruckreglung und gleichzeitigen Betätigung
des Dosierungsventüs von der Steuervorrichtung
aus letztere unmittelbar in das einen Teil der Rohrleitung bildende Gehäuse
der Dosierungsvorrichtung eingebaut und mit dem Dosierungsventil gekuppelt.
Hierdurch ergeben sich wesentliche Vorteile in bezug auf, Einfachheit und Betriebssicherheit,
da sämtliche Bewegungsvorgänge sich reibungslos infolge Fortfall der Stopfbüchsen
abwickeln.
Die scbematiscbe Zeichnung erläutert eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung.
Das Gehäuses des Differenzdruckreglers
ist in die Rohrleitung b eingeschaltet. Der die Rohrleitung b in Pfeilrichtung durchströmende
Hauptstrom trifft auf eine Einschnürung, die durch den jeweiligen lichten Durchmesser
des konischen Gehäuseteils c und den Außen durchmesser der verstellbaren Blendet
bildet wird. Es sei nun mit P1 der
in der Leitung vor und mit P2 der ^
hinter der Einschnürung bezeichnet. Es wird nun in bekannter Weise ein Differenzdruck
P1 — P2 erzeugt, der im folgenden mit H
ίο bezeichnet ist und der bei Mengenschwankungen bestimmter Grenzen unveränderlich gehalten
wird. Diese Regelung erfolgt durch die Membranen, die durch das Gewichtg belastet
und durch die Spindel Ji mit der Blendet starr verbunden ist. Tritt im Hauptstrom
eine Vergrößerung loder Verkleinerung der Strömungsgeschwindigkeit ein, so vermittelt
die Membrane« der Blenden? die Stellung,
bei welcher der gebildete Querschnitt F der durch diesen Querschnitt fließenden
Menge Q und dem Differenzdruck H entspricht. Die Regeltätigkeit der Membranen
wird dadurch erreicht, daß die Membranen und die Blende d stets im Druckgleichgewicht
stehen, und zwar setzt sich die Druckbelastung der Membrane e im wesentlichen aus folgenden
Kräften zusammen: Druckbelastung der Blende d -j- Eigengewicht des" Gestänges
h -\- Gewicht g.
Die Entlastung ' der Membrane e erfolgt durch den Differenzdruck H, indem der
DrUCkP1 durch die Rohrleitung/ in die Kammer
r hinter die Membrane« geleitet wird. Somit wirkt der gleiche DrUCkZZ = P1 — P2
auf die Blendet 'und die Membranen. Jede
Veränderung der Strömiffigsgeschwindigkeit des Hauptstromes hätte eine Änderung von H
zur Folge, wenn der Querschnitt F unverändert bliebe. Eine Änderung von H verschiebt
aber das Kräfteverhältnis, so daß die Membrane e zur Wiederherstellung des Gleichgewichtes
durch die Bewegung der Blended den Querschnitt F so einstellt, daß der Differenzdruck//
seinen ursprünglichen Wert behält.
Für die Dosierung wird nun beispielsweise ein Teilstrom vor dem Differenzdruckregler
abgezweigt und durch die Rohrleitung k über den Lösungsbehälter/ und die Rohrleitungm
zur Eintrittsstelle/ der Zusatzflüssigkeit in den Hauptstrom geführt. Dieser Teilstrdm,
dessen Menge mit q bezeichnet wird, steht dann unter dem gleichen !unveränderlichen
Druckgefälle P1-P2 = //. Der Querschnitt/
des D'osierungsventils wird durch den Ventilkegel« geregelt, wobei diese Regelung in
Abhängigkeit von dem Querschnitt F erfolgt, da die Hubbewegung des Kegels κ durch einen
Übertragungshebel .ο von der Spindel h der
Blende veranlaßt wird, die gleichzeitig den Querschnitt F einstellt.
Nach der Gleichung -p- = -y bestimmt sich
das Mischungsverhältnis zwischen Teilstrom tund Hauptstrom unter Berücksichtigung eines
^usgleichsfaktors für /.
*' Es ist ohne weiteres auch möglich, mehrere Düsen mit gleichen oder verschiedenen
Mischungsverhältnissen durch den Differenzdruckregler zu steuern, also mehrere Chemikalienlösungen
gleichzeitig, aber getrennt zu dosieren.
Selbstverständlich wird der Druck zum Regeln möglichst an den Stellen des größten
und kleinsten Querschnittes entnommen. Keil-, Kegel- oder Irisblenden gestatten in einfachster
Weise eine Querschnittsverengung, ohne die Stelle des· engsten Querschnittes zu verlegen.
Grundsätzlich wird beim Erfindungsgegenstand also der durch die Querschnittsverengung
erreichte und im wesentlichen von der Strömungsgeschwindigkeit abhängende Impuls dazu verwendet, mittels einer selbsttätigen
Steuerung den Grad der Querschnitts-Verengung zu verändern. Im einfachsten Falle
wird, wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel, der Querschnitt dauernd so eingestellt,
daß trotz sich ändernder Strömungsgeschwindigkeit in den erforderlichen, dem Betrieb
angepaßten Grenzen, ein immer gleiches Druckgefälle aufrechterhalten wird. Durch
das hierzu erforderliche Steuerorgan (Membrane) wird dann seinerseits wieder ein Steuerimpuls
auf die Widerstandshöhe in der Nebenleitung derart ausgeübt, daß der Nebenstrom trotz des nun gleichbleibenden Druckgefälles
in weiten Grenzen der Geschwindigkeit des Hauptstromes angepaßt wird.
Mit dem Erfindungsgegenstand wird also unter Inkaufnahme geringfügiger Änderungen
der Strömungswiderstände in der Hauptleitung in jedem Falle ein kräftiger Steuerimpuls bei
im wesentlichen ungeschwächtem Druckgefälle in der Nebenleitung !erreicht, was bei geringen
Strömungsgeschwindigkeiten in der Hauptleitung von Bedeutung ist.
Claims (1)
- Patentanspruch :Vorrichtung zum Dosieren von Zusätzen zu strömenden Flüssigkeiten oder Gasen, die im Verhältnis des jeweils strömenden Mediums unter Ausnutzung eines Druckgefälles infolge Querschnittsverengung der Leitung dadurch geregelt werden, daß der Grad der Querschnittsverengung durch eine Drossel selbsttätig mit der Strömungsgeschwindigkeit geändert wird, besonders für Zwecke der Wasserreinigung, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des einen Teil der Rohrleitung bildenden Ge-häuses (α) der Dosierungsviorrichtung in Richtung der Wasserström'ung hinter der Drossel (d) eine Steuervorrichtung mit nachgiebigem Steuerteil (e) vorgesehen ist, deren hintere Druckkammer (r) mit der Rohrleitung (b) v(or der Drossel (d) in Verbindung steht 'und welche durch ein Gestänge (A, <o) unmittelbar sowohl mit der Drossel (d) als auch mit dem Dosierungsventil (/, n) verbunden ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH136728D DE641986C (de) | 1933-07-04 | 1933-07-04 | Vorrichtung zum Dosieren von Zusaetzen zu stroemenden Fluessigkeiten oder Gasen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH136728D DE641986C (de) | 1933-07-04 | 1933-07-04 | Vorrichtung zum Dosieren von Zusaetzen zu stroemenden Fluessigkeiten oder Gasen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE641986C true DE641986C (de) | 1937-02-19 |
Family
ID=7177584
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH136728D Expired DE641986C (de) | 1933-07-04 | 1933-07-04 | Vorrichtung zum Dosieren von Zusaetzen zu stroemenden Fluessigkeiten oder Gasen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE641986C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE964809C (de) * | 1952-05-17 | 1957-05-29 | Babcock & Wilcox Dampfkessel W | Dosieranlage |
| DE1013438B (de) * | 1954-04-09 | 1957-08-08 | Gerdts Gustav F Kg | Vorrichtung zum verhaeltnisgleichen Zufuehren eines Zusatzmittels zu einem stroemenden Medium |
| DE2918575A1 (de) * | 1979-05-09 | 1980-11-13 | Rotter Gmbh R & D | Geraet zum dosieren und zumischen von desinfektionsmittel in eine wasserzapfstelle |
-
1933
- 1933-07-04 DE DEH136728D patent/DE641986C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE964809C (de) * | 1952-05-17 | 1957-05-29 | Babcock & Wilcox Dampfkessel W | Dosieranlage |
| DE1013438B (de) * | 1954-04-09 | 1957-08-08 | Gerdts Gustav F Kg | Vorrichtung zum verhaeltnisgleichen Zufuehren eines Zusatzmittels zu einem stroemenden Medium |
| DE2918575A1 (de) * | 1979-05-09 | 1980-11-13 | Rotter Gmbh R & D | Geraet zum dosieren und zumischen von desinfektionsmittel in eine wasserzapfstelle |
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