DE64152C - Bruchband - Google Patents
BruchbandInfo
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- DE64152C DE64152C DENDAT64152D DE64152DA DE64152C DE 64152 C DE64152 C DE 64152C DE NDAT64152 D DENDAT64152 D DE NDAT64152D DE 64152D A DE64152D A DE 64152DA DE 64152 C DE64152 C DE 64152C
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
AISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Bruchband.
Alle bis jetzt bekannten Bruchbänder bestanden zumeist aus einem mit Leder überzogenen
Stahlband, an welches sich das die Bruchpforte unmittelbar belastende Druckkissen
(Pelotte) anschlofs.
Die Einrichtung dieser letzteren war bisher eine derartige, dafs sie aus einem massiven
Gegenstand mit gegen die Bruchpforte convexer Oberfläche bestand. Hierin lag der Hauptnachtheil der bis jetzt bekannten Bruchbänder.
,Es ist eine Thatsache, dafs beim Husten, Niesen, Schreien, überhaupt jedesmal, wenn
auf den Unterleib ein heftiger Druck ausgeübt wird, der Bruchinhalt einen Versuch macht,
die Bruchpforte zu durchbrechen. Weil aber die gebräuchlichen convexen Druckkissen besonders
auf den Mittelpunkt der Bruchpforte drücken, so wird der Bruchinhalt nicht zusammen-
und zurückgehalten, sondern zur Seite gedrückt, und oft drängt sich dann der Bruch
seitwärts unter der Pelotte hervor. Aufserdem haftete den bisher gebräuchhchen und mit Leder
überzogenen Bruchbändern noch der Uebelstand an, dafs das Leder sich nach kurzer Zeit mit
Schweifs und Fett vollsog und dann einer Reinigung grofse, oft unüberwindliche Schwierigkeiten
entgegensetzte. Ueberhaupt war die Reinigung schlecht zu bewerkstelligen, auch
wirkte es dann in unangenehmer Weise auf den Körper zurück, indem es im Sommer erhitzend
und im Winter kühlend wirkte. Allen diesen Uebelständen soll der vorliegende Erfindungsgegenstand
abhelfen. Derselbe ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Ansicht von hinten
mit dem Ueberzug und Fig. 2 einen Schnitt durch das Druckkissen ohne Ueberzug.
Das neue Bruchband ist nicht wie die bisherigen mit Leder überzogen, sondern besteht
aus einem mit losem oder fest anliegendem Gummi überzogenen Stahlband A.
An dasselbe schliefst sich die Pelotte B an; diese ist nicht, wie bisher, massiv und mit
convexer Oberfläche gebildet, sondern besteht aus einem Ring, dessen Oeffnung C mit einem
von hinten nachstellbaren Ueberzug von mehr oder weniger grober Gaze, Leinwand, Seide
u. s. w. überzogen ist. Der Zweck dieser Einrichtung, sowie die Vortheile derselben. sind
leicht begreiflich.
Während bei dem bis jetzt gebräuchlichen Bruchband bei jedem durch Schreien, Niesen,
Husten u. s. w. entstehenden Stofs der Bruch sich bestreben wird, seitwärts unter dem Druckkissen
hervorzutreten, ist dieser bei dem neuen Bruchband unmöglich gemacht. Der Theil, von
dem der Druck ausgeht, der Ring, hält infolge der Nachgiebigkeit des Ueberzuges den Bruchinhalt
zusammen; da der stärkste Druck am Rand und die ganze Druckfläche hier eine concave
ist, wird der Bruch nicht seitwärts hervortreten, sondern sich nahe nach dem Mittelpunkt
der Pelotte hinbewegen, woselbst er einen genügenden Halt findet. Der an die Stelle des
früheren Lederüberzuges getretene Ueberzug aus einem Gewebestoff beseitigt die unangenehme
Einwirkung des Druckkissens auf den Körper, da sich Schweifs und Fett nicht in
der unangenehmen Weise wie bei Leder auf der Oberfläche festsetzen. Ein weiterer grofser
Vortheil ist derjenige der grofsen Reinlichkeit, denn der Leinwandüberzug läfst sich jederzeit
leicht, bequem und gründlich reinigen und kann jederzeit erneuert werden.
Endlich unterstützt das neue Bruchband die Heilung der Brüche und widerstrebt der Vergröfserung
derselben, denn weil die bekannten Druckkissen gerade auf die Mitte des Bruches
einen hervorragenden Druck ausüben, erzeugen sie aufser dem Bestreben einer seitlichen Erweiterung
des Bruches durch den gleichmäfsigen Druck eine Druckatrophie mit Verödung der Gewebe, deren Ernährung sie zugleich beeinträchtigen.
Dagegen behindert das neue Bruchband die Blutbewegung in den Haargefäfsen in keiner Weise, so dafs sogar eine Heilung des
Bruches durch die natürliche Ernährung möglich ist. Der Gazeüberzug stellt gewissermäfsen eine
der äufseren Haut aufliegende elastische Schicht dar, welche die weniger widerstandsfähige Stelle
beseitigt und die Bruchdecke ebenso straff elastisch macht wie ihre übrige Umgebung.
Aufserdem braucht die Bruchbandfeder A wegen der sicheren Bewachung des Bruches bei weitem
nicht so" kräftig zu wirken, als dies bisher der Fall war, ein Umstand, der ebenfalls eine nicht
geringe Annehmlichkeit für den Leidenden mit sich führt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Bruchband, dessen Pelotte zu dem Zweck, den Druck gleichmäfsig auf die Umgebung des Bruches zu vertheilen und die Bruchpforte zu entlasten, sowie ihr beständig Luft zuzuführen, in Form eines Ringes ausgebildet ist, welcher, um ein zu \yeites Eindringen des Bruches in die Oeffnung der Pelotte zu verhindern, sowie die Haut elastisch zu unterstützen, mit einem nachstellbaren Ueberzug aus porösen Stoffen, wie Seide, Leinwand u. dergl., versehen ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64152C true DE64152C (de) |
Family
ID=338042
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64152D Expired - Lifetime DE64152C (de) | Bruchband |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE64152C (de) |
-
0
- DE DENDAT64152D patent/DE64152C/de not_active Expired - Lifetime
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