DE6408C - Neuerungen an Holzpflaster für Strafsen - Google Patents

Neuerungen an Holzpflaster für Strafsen

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DE6408C
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C. RABITZ, Maurermeister, in Berlin
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Description

1878.
C. RABITZ in BERLIN. Neuerungen an Holzpflaster für Strafsen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. August 1878 ab.
Dieses Holzpflaster unterscheidet sich von bisherigen Constructionen hauptsächlich dadurch, dafs nicht einzelne Klötze verlegt, sondern eine Anzahl -derselben zunächst zu einer Tafel vereinigt werden. Aus diesen Tafeln wird dann das Pflaster hergestellt. Aufser der Art und Weise der Anfertigung der Tafeln ist die Herstellung des Untergrundes für das Pflaster eigenthümlich, die hier zunächst beschrieben werden soll.
I. Der Untergrund des Pflasters.
Nach Aushebung der Erdmassen bis zur erforderlichen Tiefe Wird der Grund planirt und festgestampft, sodann trägt man in einzelnen Lagen bis zur Höhe von 35 bis 45 cm die schiefrigen Abfälle aus den Kalksteinbrüchen (Kalksteingrufs, Kalksteinprutz) auf, wobei jede Schicht angefeuchtet und gehörig festgerammt wird. Die Oberfläche dieser Bettung wird genau abgeebnet und mit der Wölbung versehen, welche das Pflaster erhalten soll.
In Gegenden, wo das erwähnte Material oder ein anderes schiefriges nicht zu haben ist, wird zu der Bettung der gröbste Kies (Schotter) verwendet, der ganz oder theilweise durch zerkleinerte alte Ziegel ersetzt werden kann. Man mischt denselben mit Chausseeschlick oder Letten in solchem Verhältnifs, dafs eine nach dem Feststampfen erhärtende, Wasser nicht durchlassende, feste Masse entsteht. -·
Vor der Betonbettung hat die beschriebene den Vorzug, dafs sie bedeutend billiger und auch elastischer ist.
II. Das Parquetpflaster.
Dasselbe wird aus den verschiedensten Hölzern hergestellt, jedoch sind diejenigen vorzuziehen, welche die feinste Structur besitzen und nicht zur Fäulnifs neigen. Als solche sind in erster Linie zu bezeichnen die aus Amerika unter der Benennung pitch-pine und yclloia-pine importirten Hölzer, sowie die amerikanische Cypresse. Dieselben werden in Klötze zerschnitten, wie sie beispielsweise in der beiliegenden Zeichnung dargestellt sind, und hinreichend genau bearbeitet um Tafeln, ausihnen zusammenstellen zu können.
Die Oberfläche ist stets Hirnholz, es stehen in dem Pflaster die Holzfasern also vertical; die Kanten der Klötze, welche die obere Fläche begrenzen, werden entweder sämmtlich weggeschnitten wie in Fig. 2 bei a, oder nur die Längskanten derselben wie in Fig. 2 bei b. Diese Klötze werden entweder mit fäulnifswidrigen Substanzen imprägnirt oder bleiben ohne solche Imprägnirung, wenn die Güte des verwendeten Holzes diese Behandlung unnöthig macht. Eine Anzahl derselben wird entweder roh oder nachdem sie in Asphalt gekocht sind, durch einen bituminösen Kitt, der in der Kälte noch eine gewisse Elasticität bewahrt, zu einer Parquettafel vereinigt, c, deren Seiten entweder gerade Linien bilden, d, oder Verzahnungen enthalten, e, die beim Verlegen ineinandergreifen, so dafs alsdann nur Querfugen im Pflaster entstehen, nie Längsfugen.
Hält man es für nothwendig, so können die einzelnen Klötze unter einander noch mittelst durchgetriebener Holznägel, wozu sich die beim Schiffsbau verwendeten Akazienholznägel vorzüglich eignen, verbunden werden. Auch wird man in besonderen Fällen die Tafeln mit seitlichen Nuthen verschen, um durch eingeschobene Flachstäbe aus Holz oder Eisen (Federn), dem Ganzen einen guten Verband zu geben.
Nachdem die Vereinigung der einzelnen Klötze zu einer Tafel mittelst des bituminösen, heifs aufgetragenen Kitts unter grofsem Druck erfolgt ist, wobei darauf Rücksicht genommen wurde, ihr eine mit der Bettung übereinstimmende Wölbung zu geben, wird die untere Fläche der Tafel ebenfalls mit Kitt bestrichen und mit Asphaltpappe belegt, auch ist nach Umständen auf diese wieder eine Lage von gegen Fäulnifs geschützten Brettern zu nageln.
Die so zubereiteten Tafeln sind zum Verlegen fertig, das in folgender Weise bewirkt wird.
III. Das Verlegen.
Die Tafeln werden ohne jedes Bindemittel auf die unter I. beschriebene Bettung gelegt, welche sorgfältig abgeebnet sein mufs. Man kann auch die Bettung in einer dünnen Schicht Asphalt oder Lettenschlick vornehmen. Geben Bordschwellen ein hinreichendes Widerlager, so wird jede Querschicht derTafeln durch eingepafste SchlufsstUcke gegen dieselben festgekeilt; wo es indefs nöthig erscheint, bedient man sich einer Längsarmirung von Winkeleisen, welche durch
Spannstangen verbunden sind, die in den Querfugen des Parquetpfiasters eingelassen werden. Die beim Verlegen entstehenden Fugen werden mit demselben Kitte ausgegossen, womit die Klötze zu Tafeln verbunden wurden.
Um schädliche Folgen des zwar nicht zu befürchtenden, jedoch immerhin möglichen übermäfsigen Quellens der Hölzer zu vermeiden, wird die äufserste Fuge des Parquetpflasters, welche es mit den Bordschwellen oder' der Eisenarmirung bildet, entweder mit Korkplatten oder mit Filzplatten, die dann mit heifsem bituminösen Kitt getränkt sind, ausgelegt oder man kalfatert sie nach Manier der Schiffsbauer mit ebenso präparirtem Werg. Es können bei sehr breiten Strafsen .auch mehrere dergleichen Compensationsfugen angeordnet werden.
Etwaige Unebenheiten des Pflasters werden nach dem Legen der Parquettafeln abgearbeitet und schliefslich erfolgt dann die Consolidating durch AValzen der Oberfläche.
Dieses Holzpflaster besitzt bei verhältnifsmäfsiger Billigkeit eine grofse Dauer sowie leichte Reparatiirfähigkeit im Falle der Beschädigung. Beim Verlegen von Röhren lassen sich die einzelnen Tafeln rasch entfernen und ebenso rasch wieder verlegen. Der undurchlässige Untergrund verhindert das Eindringen von Jauche bei den Droschkenständen in denselben, zumal kaum der zehnte Theil durchgehender Fugen vorhanden ist, wie bei gewöhnlichem Stein- oder Holzpflaster. In sanitärer Beziehung ist also die Construction ebenfalls vorzuziehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Herstellung eines Strafsenpflasters in der beschriebenen Weise.· :
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0041226B1 (de) * 1980-05-30 1985-08-28 Martin Dietrich Vorrichtung zur Feldreinigung von Rodungsfrüchten

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