DE635080C - Verfahren zur Druckwaermespaltung von hochsiedenden Kohlenwasserstoffoelen - Google Patents

Verfahren zur Druckwaermespaltung von hochsiedenden Kohlenwasserstoffoelen

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DE635080C
DE635080C DEB141211D DEB0141211D DE635080C DE 635080 C DE635080 C DE 635080C DE B141211 D DEB141211 D DE B141211D DE B0141211 D DEB0141211 D DE B0141211D DE 635080 C DE635080 C DE 635080C
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Dipl-Ing Fritz Damm
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G9/00Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
    • C10G9/14Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils in pipes or coils with or without auxiliary means, e.g. digesters, soaking drums, expansion means
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G11/00Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
    • C10G11/02Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils characterised by the catalyst used

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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Druckwärmespaltung von hochsiedenden Kohlenwasserstoffölen Bei den bekannten Verfahren zur Druckwärmespaltung von hochsiedenden Kohlenwasserstoffölen verläuft der Spaltungsvorgang entweder in der Dampfphase oder in der Flüssigkeitsphase. Bei der technischen Durchführung dieser Verfahren hat sich ergeben, daß die Spaltung in der Dampfphase sehr leicht bis zur Bildung von gasförmigen Kohlenwasserstoffen und festen Kohlenstoffverbindungen (Koks) verläuft, während nur verhältnismäßig geringe Mengen leichtsiedende flüssige Kohlenwasserstoffe gebildet werden. Bei der Spaltung in der Flüssigkeitsphase wird dagegen die Bildung der leichtsiedenden Kohlenwasserstoffe gegenüber der Bildung von Gas und Koks bevorzugt.
  • Das Spalten in der Flüssigkeitsphase ist nur möglich unter Erhöhung des Druckes, unter welchem die Erhitzung stattfindet, weil die Spalttemperaturen im allgemeinen über dem Siedepunkt der schweren Kohlenwasserstoffe bei atmosphärischem Druck liegen. Das genannte Verhalten der Kohlenwasserstoffe beim Spalten entspricht also durchaus der le-Chatelierschen Regel, nach welcher sich bei Druckerhöhung immer derjenige Zustand einzustellen sucht, der eine Volumenverminderung im Gefolge hat, d. h. also, beim Spalten unter Druck wird die Gasbildung zurückgedrängt und die Bildung der flüssigen Erzeugnisse begünstigt. Ob beim Spalten in der Flüssigkeitsphase für den im Verhältnis zum Gas- und Koksanfall vermehrten Anfall an leichtsiedenden flüssigen Kohlenwasserstoffen allein solche Einflüsse physikalisch-chemischer Art maßgebend sind, wie sie der le-Cbatelierschen Regel zugrunde liegen, ,oder ob nicht auch die bessere technische Beherrschung der Verfahren, welche mit Erhitzung der schweren öle in der Flüssigkeitsphase und unter Druck arbeiten, dabei eine Rolle spielt, sei dahingestellt. jedenfalls ist die Anwendung von Druck bei der ölerhitzung gewissermaßen einem negativ wirkenden Katalysator zu vergleichen, welcher die Reaktionsgeschwindigkeit des Spaltvorganges verzögert. Dadurch wird dieser in seinen einzelnen Stufen übersichtlicher und leichter zu beherrschen. Dagegen wird ein positiv wirkender Katalysator die Beherrschung des Spaltvorganges und damit den Betrieb der Anlage erschweren.
  • Solche beschleunigend wirkende Katalysatoren sind zahlreich bekannt, und es wird von ihnen bei gewissen Spaltverfahren, die jedoch mit dem hier beschriebenen Verfahren nicht verwandt sind, Gebrauch gemacht. Bei dem hier vorliegenden Verfahren werden im Gegenteil alle unkontrollierbaren katalytischen Wirkungen ausgeschaltet, weil sie ein sicheres und genau zu regelndes Arbeiten unmöglich machen. Bekanntlich wirkt Eisen stark 'katalytisch auf den Spaltvorgang ein, und zwar erhöht es nicht nur die Reaktionsgeschwindigkeit, sondern begünstigt vor allem die Entstehung von festem Kohlenstoff: Um dieses zu werhindern, wurde bei verschiedenen Spaltvp@-,' fahren die Benutzung von Gefäßen bzw. RO4`_@ ren vorgeschlagen, welche mit einem anderen' Metall, vorzugsweise Zinn, überzogen sind; ebenso wirken Metallbäder, beispielsweise geschmolzenes Blei, verzögernd und die Abscheidung von festem Kohlenstoff verhindernd.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß die katalytische Wirkung des Eisens auf dampfförmige Kohlenwasserstoffe bedeutend stärker ist als auf flüssige. Es hat sich ferner gezeigt, daß bei gegebenem Rohmaterial und gleicher Benzinausbeute die Koksbildung um so geringer wird, je niedriger die Temperaturen beim Spaltvorgang sind.
  • Da die Reaktionsgeschwindigkeit in dem für die Durchführung der Spaltung erforderlichen Temperaturbereich sehr stark von der Temperatur abhängig ist, so kann der Spaltvorgang so geleitet werden, daß es nach erfolgter Erhitzung noch einer gewissen Zeit bedarf, bis die Spaltung beendet ist. Dadurch läßt sich die Abscheidung des entstehenden Kohlenstoffes örtlich an dem Raume trennen, in welchem die Ölerhitzung stattfindet. So findet z. B. bei bekannten Spaltverfahren die Koksabscheidung in der sogenannten Reaktionskammer statt, in welcher das hocherhitzte Spaltgut noch längere Zeit verbleibt und verdampft. Die Koksbildung wird hierbei sehr begünstigt durch die kätalytische - Einwirkung der eisernen Kammerwände auf die heißen Spaltdämpfe, wodurch eine nicht kontrollierbare Beschleunigung der Spaltwirkung herbeigeführt wird. Diese Reaktionskammern setzen sich daher sehr bald völlig mit Koks zu; und zu ihrer Reinigung muß die ganze Anlage häufig stillgesetzt werden. Die hiermit verbundenen Arbeiten sind lästig, teuer upd nicht ungefährlich. Auch ist für die großen Mengen Koks meistens kein genügender Absatz vorhanden.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen worden; das über die Zersetzungstemperatur erhitzte Spaltgut unmittelbar bei seinem Eintritt in die Verdampfkammer mit kälterem Öl plötzlich abzuschrecken. Hierbei ist @es nicht möglich, im unteren Teil der Verdampfkammer eine höhere Temperatur einzuhalten als im oberen Teil derselben, wie es zur genauen und sicheren Regelung des Spaltvorganges erforderlich ist.
  • Das Verfahren nach vorliegender Erfindung ermöglicht es, den Spaltvorgang auch in der Spalt- bzw. Verdampfkammer weiterzuführen und trotzdem das Ansetzen von Koks in derselben zu vermeiden, so daß die Spaltung stetig durchgeführt werden kann.
  • Dieses Ziel wird dadurch erreicht, daß die unkontrollierbare katalytische Wir-@` kling der eisernen Wände der Verdampfkamigr;'auf die heißen Spaltdämpfe ausgeschaltwird. Dies geschieht dadurch, daß die ganze Innenwand der Kammer mit einer dünnen, sich stetig erneuernden Ölschicht überzogen wird, wodurch nicht nur die Bildung von festem Kohlenstoff erheblich eingeschränkt, sondern auch das Anwachsen von Koks an den Kammerwänden wirksam Verhindert wird; z. daß Spaltungstemperatur und Reaktionszeit genau eingestellt und aufeinander abgestimmt werden. Ermöglicht wird das dadurch, daß in der Verdampfkammer eine Temperaturabstufung von unten nach oben eingehalten wird, wodurch eine genaue Regelung durchführbar ist; 3. daß der sich aus dem Spaltgut abscheidende feste Kohlenstoff durch eine kräftige Bewegung der Flüssigkeit in feinster Verteilung schwebend erhalten und mit dem Rückstandsöl aus der Apparatur entfernt wird.
  • Das Verfahren wird gemäß beiliegender Zeichnung wie folgt durchgeführt: Das zu verarbeitende Öl, welches sich im Behälter i befindet, fließt durch den Regler zi nach dem Zwischengefäß 2o und wird durch die Druckpumpe a zunächst nach den Wärmeaustauschern 3 und 4 geleitet, in denen es vorgewärmt wird. Ein regelbarer Teil dieses Öles wird vor oder nach der Vorwärmung durch Ventil io abgeleitet und unmittelbar bei i i in die Verdampfkammer 7 eingeführt. Der übrige Teil des Öles wird durch den Röhrenerhitzer 5 gefördert und hier unter Druck auf die Spalttemperatur von etwa 48o R erhitzt. Das hocherhitzte Öl tritt dann bei 6 in den Verdampfer 7 ein, welcher unter einem geringeren Druck steht als das Heizsystem 5.
  • Die Einführung beider Ölströme bei 6 und i i in den Verdampfer 7 geschieht nun in- der Weise, daß sie durch je eine Düse mit großer Geschwindigkeit tangential in 7 eintreten. Das Öl läuft deshalb in Spiralen an der Innenwand von 7 herab -und bedeckt die ganze Wand mit einer sich stetig erneuernden Ölschicht. Dadurch werden die heißen Spaltdämpfe gehindert an der unmittelbaren Berührung mit der eisernen Kammerwand, deren katälytische Einwirkung auf die Dämpfe somit ausgeschaltet ist. Außerdem wird durch die tangentiale Einführung der ganze Ölinhalt der Kammer in eine lebhafte Drehbewegung versetzt, wodurch etwa sich bildende Koksteilchen verhindert werden, sich zusammenzuballen und sich abzusetzen. Sie werden vielmehr im flüssigen Teil des Spaltgutes schwebend erhalten und mit diesem in feiner Verteilung nach dem Auslauf 13 fortgespült.
  • Die Zeit, während welcher das Öl im Verdampfer 7 verbleiben muß, ist - abgesehen von der Art des Öles - hauptsächlich abhängig von der Temperatur im Verdampfer. Sie wird bei dem vorliegenden Verfahren genau geregelt, mit der Maßgabe, daß das Öl so lange im Verdampfer 7 verbleibt, bis ein weiteres Verbleiben in dieser Kammer keine Steigerung der Ausbeute an leichter siedenden Produkten mehr ergibt, daß aber andererseits der Spaltvorgang auch nicht über diesen Punkt hinaus fortschreitet. Die einzuhaltende Temperatur ist demnach abhängig vom Inhalt- der Verdampfkammer 7, welcher durch den Regler 12 veränderlich und einstellbar ist. Die Temperatur, auf welche das Spaltgut im Erhitzersystem 5 erhitzt wird, liegt dabei höher als die Temperatur im Verdampfer 7. Dadurch kann der Hauptteil der Spaltung verhältnismäßig schnell bei hoher Temperatur und hohem Druck und nur der letzte Teil der Spaltung bei niedrigerer Temperatur, verlängerter Zeit und geringerem Druck durchgeführt werden. Auf diese Weise wird der ganze Spaltvorgang übersichtlicher und leichter zu beherrschen.
  • Die Regelung wird ferner erleichtert durch die Einhaltung einer Temperaturabstufung innerhalb der Verdampfkammer 7 von unten nach oben. Diese Abstufung wird erreicht durch eine zunehmende Kühlung der Kammer in der Richtung der aufsteigenden Dämpfe, mit der Maßgabe, daß am oberen Austritt dieser Dämpfe die niedrigste Spalttemperatur erreicht oder etwas unterschritten ist, so daß eine weitere katalytische Beeinflussung durch die eisernen Wände der Rohrleitungen nicht mehr zu befürchten ist. Diese regelbare Kühlung erfolgt teils mittelbar durch die Schlange q., welche in die Wand der V erdampfkammer eingebaut ist, teils unmittelbar durch Einspritzung einer regelbaren Menge kälteren Öles bei i i in den Verdampfer 7.
  • Die oben aus der Verdampfkammer 7 austretenden Dämpfe werden nacheinander durch die Kolonnen 15 und 17 geleitet und hier durch stufenweise Kühlung in schwer- und leichter siedende Anteile getrennt. Das in Kolonne 15 niedergeschlagene schwerste Öl wird in den Schwimmertank 2o geleitet, um zusammen mit dem Frischöl noch einmal aufgespalten zu werden. Das in Kolonne 17 anfallende - mittlere Kondensat kann durch Schließen des Ventils 22 mit dem schweren Kondensat aus 15 vereinigt werden zur nochmaligen Aufarbeitung, .oder @es wird nach Kühlung in 23 als besondere Fraktion bei 2q. abgezogen. Die leichtsiedenden Anteile des Spaltgutes werden im Schlußkühler i g niedergeschlagen und bei 25 aufgefangen. Die nicht kondensierbaren Gase dagegen werden bei 26 abgeleitet und einer Ölwäsche unterzogen, um die Reste der leichtsiedenden Anteile zurückzugewinnen; darauf werden die gewaschenen Gase in den Ofen geleitet und zur Heizung des Ölerhitzers 5 ausgenutzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Druckwärmespaltung von hochsiedenden Kohlenwasserstoffölen, bei dem das zu spaltende Öl ständig durch ein von außen beheiztes Rohrsystem geleitet und von diesem in ein urbeheiztes Verdampfergefäß tangential eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in dieses Verdampfergefäß außerdem nahe dem oberen Austritt für die Dämpfe kühleres Öl tangential derart eingeführt wird, daß die Innenwand des Verdampfers ständig mit einer Ölschicht bedeckt ist.
DEB141211D 1929-01-01 1929-01-01 Verfahren zur Druckwaermespaltung von hochsiedenden Kohlenwasserstoffoelen Expired DE635080C (de)

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