DE2209302C3 - Verfahren zum Dampfkracken von Naphthakohlenwasserstoffen - Google Patents
Verfahren zum Dampfkracken von NaphthakohlenwasserstoffenInfo
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Description
(a) etwa 03 bis etwa 0,8 Gewichtsteilen einer aus
der Abschreck- und Fraktionierzone gewonnenen dampfgekrackten ölfraktion pro Gewichtsteil des aus dem Ofen ausströmenden Gases,
wobei die dampfgekrackte Ölfraktion bei einer Temperatur von etwa 232 bis etwa 288° C aus
dem Kühlturm abgezogen und anschließend unter Gewinnung von Dampf von etwa 8,0 bis
11,5 bar durch einen Wärmeaustauscher geleitet wird; und
(b) etwa 0,01 bis etwa 0,03 Gewichtsteilen einer aus dem Kühlturm gewonnenen Bodenfraktion pro
Gewichtsteil der Summe aus ausströmendem Gas und dampfgekrackter ölfraktion, wobei
diese Bodenfraktion einen Siedebereich von etwa 288 bis etwa 427°C aufweist,
in Berührung bringt
Die Erfindung betrifft das im Patentanspruch gekennzeichnete Verfahren zum Dampfkracken von
Naphthakohlenwasserstoffen.
Beim Dampfkracken von Rohnaphthafraktionen zwecks Erzielung hoher Ausbeuten an C2—Cs-Olefinen
und Diolefinen unter Krackbedingungen bei hohen Temperaturen und niedrigen Drücken sind rasches
Abschrecken und schnelle Trennung der Produkte erforderlich. Man muß also die Produkte aus der
Krackzone abschrecken, d. h. plötzlich und schnell auf eine niedrigere Temperatur abkühlen, um Nebenreaktionen,
die die Ausbeute an gewünschten Produkten vermindern und die Ausbeute an unerwünschten
Produkten erhöhen, zu verhindern oder auf ein Vünimum zu reduzieren.
Es sind bereits verschiedene Abschreckmittel bekannt; dazu gehören hochsiedende Kohlenwasserstoffe,
niedrigsiedende Kohlenwasserstoffe, Wasser und Dampf. In vielen Fällen treten Verschmutzungen an
oder außerhalb der Abschreckstelle auf, und das Verfahren muß für die Reinigung der Anlage abgebrochen
werden. Wenn es aufgrund der Wirtschaftlichkeit von Naphthakrackverfahren von Vorteil ist, Transportleitungswärmeaustauscher
zu verwenden, um das aus dem Dampfkrackofen strömende Gas abzuschrecken, ist es wichtig, die in dem Abschreekverfahren
gewonnene Wärmemenge auf ein Höchstmaß zu
erhöhen, um Hochdruckdampf für die Turbinenantriebe zu erzeugen.
In den bekannten Naphtnadampfkraek-Abschreckverfahren wird das ausströmende Gas mit einer
dampfgekrackten öldestillatfraktion abgeschreckt, die aus dem Kühlturm gewonnen und an dem Abschreckpunkt
zurückgeführt wurde. Bei Verwendung dieser Fraktion als Kühlöl wird die Temperatur auf einen
Bereich von etwa 274 bis etwa 316° C erniedrigt,
wodurch eine beträchtliche Wärmemenge gewonnen wird, d.h„ es werden XkJ pro Stunde in Form eines
Dampfes von 9,6 bis etwa 11,0 bar in dem Kühlturm gewonnen. Werden jedoch ein oder mehrere Transportleitungswärmeaustauscher
verwendet, um das aus dem Ofen strömende Gas abzukühlen und eine beträchtliche
Wärmemenge, d. h. etwa 0,85 A'kJ/Std. in Form eines
Hochdruckdampfes von 83,8 bis etwa 126 bar zu erzeugen, muß nach dem Abschrecken nut Öl eine
wesentlich niedrigere Temperatur angewendet werden, um die flüssige Phase an den Wänden der zum Kühlturm
führenden Transportleitung zu erhalten, damit ein Verschmutzen und Verstopfen der Transportleitung
verhindert wird. Bei dieser Verfahrensweise wird die Temperatur des Gases in der Transportleitung auf etwa
177 bis etwa 218,5° C erniedrigt, so daß nur eine geringe
Wärmegewinnung im Kühlturm wirtschaftlich ist, d. h. 0,15 A'kJ/Std. als Dampf von 2,71 bar.
Aus der DE-OS 19 44 383 ist ein Verfahren zum Dampfkracken von Kohlenwasserstoffen bekannt, bei
dem die dampfgekrackten Naphthaprodukte anschließend in mindestens zwei Kondensations- oder Fraktionierzonen
fraktioniert wurden, wobei der Produktstrom jeweils vor Eintritt in die Kondensationszone mit einem
Kühlöl versetzt wurde. Dabei bestand jedes der verwendeten Kühlöle ausschließlich aus einer oder zwei
Bodenfraktionen je einer Kondensationszone, wobei jeder Bodenfraktion zunächst in einem Wärmeaustauscher
Wärme entzogen wurde.
Aus der DE-OS 19 45139 hl ein Verfahren zum
Abschrecken eines durch thermisches Kracken von schwereren Kohlenwasserstoffen als Kerosin erhaltenen
Gases bekannt, bei dem das Krackprodukt zunächst in einem Wärmeaustauscher auf 450 bis 600° C
abgeschreckt und dann durch Einsprühen von schwererem Öl, d. h. beispielsweise einer einheitlichen Bodenfraktion
der nachfolgenden Fraktionierzone, weiter auf 150 bis 250° C gekühlt wurde. Bei diesem Verfahren
wurde besonderer Wert auf die Einstellung einer bestimmten Temperatur gelegt, auf die das Krackgas im
Wärmeaustauscher abgeschreckt werden sollte, bevor das schwerere Kühlöl eingespritzt wurde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einerseits die Wärmegewinnung bei einem solchen Dampfkrackverfahren
zu verbessern, dabei aber andererseits auch unter Aufrechterhaltung einer flüssigen Phase an den
Wänden der Transportleitungen die Bildung von Koksablagerungen in den Transportleitungen und
Wärmeaustauschern zu verhindern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß man die Produkte unter Erniedrigung ihrer
Temperatur auf etwa 274 bis etwa 316° C mit
(a) etwa 03 bis etwa 0,8 Gewichtsteilen einer aus der Abschreck- und Fraktionierzone gewonnenen
dampfgekrackten Ölfraktion pro Gewichtsteil des aus dem Ofen ausströmenden Gases, wobei die
dampfgekrackte Ölfraktion bei einer Temperatur von etwa 232 bis etwa 288°C aus dem Kühlturm
abgezogen und anschließend unter Gewinnung von Dampf von etwa 8,0 bis It,5bar durch einen
Wärmeaustauscher geleitet wird; und
(b) etwa 0,0| bis etwa 0,03 Gewichtsteilen einer aus dem Kühlturm gewonnenen Bodenfraktion pro , Gewichtsteil der Summe aus ausströmendem Gas und dampfgekrackter Ölfraktion, wobei diese Bodenfraktion einen Siedebereich von etwa 288 bis etwa 427° C aufweist,
(b) etwa 0,0| bis etwa 0,03 Gewichtsteilen einer aus dem Kühlturm gewonnenen Bodenfraktion pro , Gewichtsteil der Summe aus ausströmendem Gas und dampfgekrackter Ölfraktion, wobei diese Bodenfraktion einen Siedebereich von etwa 288 bis etwa 427° C aufweist,
Hl
in Berührung bringt
Im erfindungsgemäßen Verfahren werden also die dampfgekrackten Produkte vor dem Eintritt in die
Fraktionierzone mit einem Kühlölgemisch in Berührung gebracht, das zum überwiegenden Teil aus einem π
Seitenschnitt der Fraktionierzone und zu einem sehr
geringen Teil aus der Bodenfraktion der Fraktionierzone besteht Somit wird im erfindungsgemäßen Verfahren
in erster Linie ein leichteres Öl eines Seitenschnittes zum Kühlen verwendet Dabei zeigte sich überraschen- >u
derweise, daß die Bildung von KLoksablagerungen an
den Wänden der Transportleitungen, /vie sonst bei Verwendung dieser leichteren öle zu Kühlzwecken
auftreten, verhindert werden kann, wenn dem Kühlöl eine bestimmte, sehr geringe Menge der Bodenfraktion
der Fraktonierzone zugesetzt wird.
Erfindungsgemäß wird eine geringe Menge einer hochsiedenden Fraktion aus Filtrierten dampfgekrackten
Teerbodenprodukten, die aus dem Kühlturm gewonnen wurden, zusammen mit einer überwiegenden jn
Menge einer dampfgekrackten öldestillatfraktion, die aus dem Kühlturm gewonnen wurde, an den Abschreckpunkt
zurückgeführt, um die Temperatur des ausströmenden Gases in der Transportleitung im Bereich von
etwa 274 bis etwa 316°C zu halten, während gleichzeitig j5
eine flüssige Phase an der Wand der zum Kühlturm führenden Transportleitung erhalten bleibt, wobei
0,85 .YkJ/Std. als Dampf von etwa 126 bar und
O,15A"kJ/Std. als Dampf von 9,4 bis etwa 10,8 bar
gewonnen werden. So ermöglicht es das erfindungsgemäße Abschreckverfahren, daß das Gas bei einer
Temperatur in den Kühlturm geleitet wird, die ausreicht, um in dem Kühlturm eine beträchtliche Wärmemenge
zu gewinnen und gleichzeitig eine flüssige Phase an der Wand der vom Abschreckpunkt zum Kühlturm
führendsn Transportleitung zu erhalten, damit das
Verstopfen und Verschmutzen der Leitung vermieden wird.
Die Art und Weise, wie die bei hoher Temperatur dampfgekrackten Naphthaprodukte abgeschreckt werden
und die rasche Trennung dieser Produkte in geeigneie Fraktionen erreicht wird, während eine
verbesserte Wärmegewinnung ermöglicht wird, wird durch die Zeichnung näher erläutert.
F i g. 1 zeigt ein graphisches Fließschema des erfindungsgemäßen Naphthadampfkrack-Abschreckverfahrens.
Eine Kohlenwasserstoffbeschickung 1 wird durch eine Leitung 2 in eine Vorheiz- und Krackschlange
geleitet, die sich in dem Krackofen 3 befindet, in dem die Krackschlange einer Strahlungswärme von hoher eo
Intensität ausgesetzt wird. Die bevorzugte Kohlenwasserstoffbeschickung besteht aus einer Naphthafraktion,
die hauptsächlich gesättigte aliphatische Cä-Cio-Kohlenwasserstoffe,
d. h. Paraffine oder Naphthene, enthält, die im wesentlichen im Bereich von etwa 37,8 bis 177°C
sieden. Die Beschickung kann einen etwas engeren Siedebereich aufweis/.i, beispielsweise von etwa 37,8 bis
71°C.
Eine geeignete Menge Dampf wird der Kohlenwasserstoffbeschickung durch die Leitung 4 zugesetzt, so
daß das erhaltene Krackgemisch etwa 40 bis 65 Mo|-% Dampf enthält und der Partialdruck der Kohlenwasserstoffe
wesentlich erniedrigt wird. In der im Ofen 3 befindlichen Krackschlange werden die mit Dampf
gemischten Naphthakohlenwasserstoffe auf eine Austrittstemperatur
von etwa 788 bis etwa 899° C, vorzugsweise von etwa 816 bis 87 Γ C erhitzt. Der
Gesamtdruck des gekrackten Reaktionsgemisches beträgt etwa 14 bis 3 bar, vorzugsweise weniger als 2,1 bar
absolut Die Verweilzeit des gekrackten Reaktionsgemisches aus Dampf und Kohlenwasserstoffen in der
Krackschlange beträgt etwa 0,1 bis etwa 0,6 Sekunden, vorzugsweise etwa 03 bis etwa 0,5 Sekunden. Nach dem
Verlassen der Schlange werden die gekrackten Reaktionsprodukte durch die Leitung 5 in den Transportleitungswärmeaustauscher
6 geleitet Die Temperatur der die Schlange verlassenden Reaktionsprodukte beträgt
etwa 788 bis etwa 899° C, vorzugsweise etwa 816 bis
871°C Nach dem Durchleiten durch den Wärmeaustauscher 6 wird das ausströmende Gas auf eine Temperatur
von etwa 343 bis etwa 435° C abgekühlt Die beim Durchleiten des Gases durch den Wärmeaustauscher
gewonnene Wärme erzeugt einen Dampf von etwa 43 bis etwa 126 bar, vorzugsweise etwa 99 bis 126 bar.
Nachdem das ausströmende Gas in dem Transportleitungswärmeaustauscher
auf eine Temperatur von etwa 343 bis etwa 435° C abgekühlt worden ist, wird es durch
die Leitung 7 in den Kühlturm 8 abgeleitet Eine dampfgekrackte ölfraktion wird aus dem unteren Teil
des Kühlturms 8 bei einer Temperatur von etwa 232 bis etwa 288° C durch die Leitung 9 abgezogen und mit der
Pumpe 10 durch die Leitung 11 zum Abkühlen in den Wärmeaustauscher 12 geleitet. Die in dem Wärmeaustauscher
12 gewonnene Wärme erzeugt Dampf von etwa 8,0 bis etwa 11,5 bar. Die abgekühlte öldestillatfraktion,
die den Wärmeaustauscher 12 mit einer Temperatur von etwa 177 bis etwa 204° C durch die
Leitung 13 verläßt, wird in zwei Ströme geteilt Ein Strom der gekühlten Öldestillatfraktion wird durch die
Leitung 14 zum weiteren Abkühlen in eine zweite Wärmeaustauscherzone 15 geleitet Die im Wärmeaustauscher
15 gewonnene Wärme erzeugt einen Dampf von 1,7 bis 3,1 bar. Das in dem Wärmeaustauscher 15
gekühlte öldestillat wird durch die Leitung 16 in den
oberen Teil des Kühlturms geleitet, um die durch den Kühlturm 8 nach oben strömenden Dämpfe teilweise zu
kühlen. Eine ausreichende Menge des Oldestiilats mit einer Temperatur von etwa 177 bia etwa 204° C wird von
der Leitung 13 in die Leitung 14 geleitet und an einer oder mehreren Stellen in die Leitung 7 eingespritzt, um
die Temperatur des Gases, das aus dem Transportleitungswärmeaustauscher strömt, auf etwa 274 bis etwa
316°C zu erniedrigen. Die dampfgekraikte öldestillatfraktion,
die durch die Leitung 14 in die Leitung 7 eingespritzt wird, hat vorzugsweise einen Siedebereich
von etwa 232 bis etwa 343° C. Das Durchflußmenganverhältnis
des von der Leitung 14 in die Leitung 7 fließenden Oldestiilats zu dem aus dem Ofen strömenden
Gas beträgt etwa 0,3 bis etwa 0,8 Gewichtsteile ölfraktion pro Gewichtsteil des Gases, wobei die
Ölfraktion eine Temperatur vom etwa 177 bis etwa 204° C aufweist.
Die Bodenfraiciion wird bei einer Temperatur von
etwa 274 bis etwa 316° C durch die Leitung 17 aus dem
Kühlturm 8 abgezogen und mit der Pumpe 18 durch die Leitung 19 zu einem Filter 20 ßeleiiet. Das aus dem
Kühlturm 8 durch die Leitung 17 abgezogene Bodenprodukt enthält dampfgekrackte Teerbodenprodukte. Die in dem Produkt enthaltenen Koks- und
anderen kohlehaltigen Teilchen werden im Filter 20 entfernt und die Bodenprodukte aus dem Turm werden
durch die Leitung 21 zum Abkühlen in den Wärmeaustauscher 22 geleitet. Eine ausreichende Menge der
gekühlten hochsiedenden Fraktion wird aus dem Wärmeaustauscher 22 gewonnen und durch die Leitung
23 und 24 geleitet und an einem oder mehreren Punkten in die Leitung 7 eingespritzt, um an der Wand der
Leitung 7 eine flüssige Phase zu erhalten. Der Siedepunkt des Materials, d. h. der Jurch die Leitung 24
geführten dampfgekrackten Teerbodenprodukte, liegt im Bereich von etwa 288 bis etwa 427°C. Das
Durchflußmengenverhältnis von der Leitung 24 in die Leitung 7 liegt im Bereich von etwa 0,01 bis etwa 0,03
Gewichtsteilen der durch die Leitung 24 geführten Bodenprodukte pro Gewichtsteil des ausströmenden
Gases zusammen mit dem öldestillat, wobei die Temperatur des durch die Leitung 24 geführten
hochsiedenden Materials im Bereich von etwa 54 bis etwa 1210C liegt.
Das Gemisch aus den gekrackten Produkten, der dampfgekrackten ölfraktion und der hochsiedenden
Bodenfraktion, das durch die Leitung 7 geführt wird, wird bei einer Temperatur von etwa 274 bis 316°C in
den unteren Teil des Kühlturms eingeführt.
Die Gasdämpfe, die unter etwa 232°C siedende, dampfgekrackte Kohlenwasserstoffprodukte, Dampf
und Wasserstoff enthalten, werden durch die Leitung 25 Überkopf aus dem Turm 8 abgezogen. Dieser Gasstrom
wird durch die Leitung 25 in den Kühler 26 geleitet, der mit einer ausreichend niedrigen Temperatur betrieben
wird, um Wasser und Kohlenwasserstoffe mit mehr als etwa 7 Kohlenstoffatomen pro Molekül auszuscheiden.
Das Kondensat wird anschließend durch die Leitung 27 in einen Trennbehälter 28 geleitet, in dem sich das
flüssige Kondensat absetzt, so daß eine untere Wasserschicht in die Leitung 29 und das kondensierte öl
durch die Leitung 30 aus einer oberen flüssigen Schicht abgezogen werden kann.
Die unkondensierten gasförmigen Kohlenwasserstoffprodukte, die hauptsächlich Olefine und Diolefine
mit bis zu etwa 6 Kohlenstoffatomen pro Molekül enthalten, werden aus dem Behälter 28 in die Leitung 33
abgezogen, wo die leichten Endprodukte aufgearbeitet werden, d. h. Äthylen, Propylen, Butene, Butadiene und
dergleichen gewonnen werden. Ein Teil des aus der Absetztrommel 28 durch die Leitung 30 abgezogenen
kondensierten Öls wird durch die Leitung 31 in den oberen Teil des Kühlturms 8 geleitet, wo es ein
Rückflußmittel für den oberen Teil des Turms bildet
Das Innere des Kühlturms 8 ist mit Platten 32 ausgestattet, um einen Kontakt zwischen der Flüssigkeit
und dem Dampf herzustellen, wobei jedoch ein rasches Fließen des Materials möglich ist Das erforderliche
Kühlen erfolgt im oberen Teil des Kühlturms 8 durch Einspritzen der gekühlten öldestillatfraktion, die durch
die Leitung 16 in den Turm eingeführt wird, und durch Einleiten des kondensierten Öls durch die Leitung 31.
Jeder dieser Ströme wird in geeigneter Menge und bei geeigneten Temperaturen an mehreren im Abstand
voneinander »angeordneten Stellen eingeführt, um eine optimale Kühlung und Fraktionierung zu erzielen. Die
Temperatur der Dämpfe an der Spitze des Tiinns 8 wird
so eingestellt, daß eine Kondensation von Wasser hn oberen Teil des Turms vermieden wird.
Obgleich verschiedene Rohnaphihafraktionen als
Beschickung in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden können, enthält eine bevorzugte
Beschickung Kohlenwasserstoffe, die hauptsächlich im Bereich von 37,8 bis 149°C sieden. Die Beschickung
wurde bei Temperaturen von etwa 8160C in Gegenwart
einer solchen Menge Dampf, die ausreichte, um den
ι- Partialdruck der Kohlenwasserstoffe auf 0,96 bar
absolut einzustellen, gekrackt. Die gekrackten Produkte verließen die Schlange mit einer Temperatur von etwa
8I6"C und wurden anschließend in den Transportleitungswärmeaustauscher eingeführt. Die gekrackten
Produkte wurden aus dem Transportleitungswärmeaustauscher mit einer Temperatur von etwa 343 bis 435°C
gewonnen. Das ausströmende Gas wurde dann mit einer dampfgekrackten Gasöldestillatfraktion abgeschreckt,
die aus dem unteren Teil des Kühlturms entfernt und .■■ nach Durchleiten durch einen Wärmeaustauscher mit
einer Temperatur von etwa 190°C an dem Abschreckpunkt oder den Abschreckpunkten eingespritzt wurde,
wobei die Menge des dampfgekrackten Kühlöls etwa dem 0,5fachen Gewicht der gemischten Kohlenwasser-
.: stoffe, die abgeschreckt wurden, entsprach. Gleichzeitig wurde eine dampfgekrackte Teerbodenfraktion mit
einem Siedepunkt von etwa 399°C aus dem unteren Teil des KOhlturms entfernt, filtriert und durch einen
Wärmeaustauscher geleitet, so daß die Temperatur der Teerfraktion etwa 93°C betrug, und mit dieser
Temperatur an den Abschreckstellen der Transportleitung eingespritzt, wobei die Menge des Teerbodenkühlöls dem 0,02fachen Gewicht des durch die Transportleitung in den Kühlturm geführten Gemisches aus den
gekrackten Kohlenwasserstoffen und dem dampfgekrackten Kühlöl entsprach.
Die Menge des aus dampfgekracktem Gasöl und des aus Teerbodenprodukten bestehenden Abschreckmittels, die in die Transportleitung eingespritzt wurden,
-:o reichte aus, um die Temperatur in der Transportleitung
auf etwa 274 bis 316° C zu halten, während eine flüssige
Phase an der Wand der Transportleitung erhalten blieb, um ein Verkoken und Verstopfen der Transportleitung
zu verhindern. Das abgeschreckte Krackprodukt wurde
^i anschließend in eine kombinierte Abschreck- und
Fraktionierungszone geleitet, wobei die gasförmigen Produkte dadurch gekühlt wurden, daß sie nacheinander
mit den gekühlten Destillatfraktionen, die aus dem Kühlturm entfernt oder gewonnen wurden, in Berüh
rung gebracht wurden. Der Gasstrom, der an der Spitze
des Kühlturms gewonnen wurde, wurde übfkopf abgezogen und in eine Absetztrommel geleitet, um
Wasser, kondensiertes öl und unkondensierte gasförmige Kohlenwasserstoffprodukte, die hauptsächlich Olefin
ss und Diolefine enthielten, abzutrennen.
Um das Kreislauföl, das im Zwischenbereich zwischen
den Kopf- und den Bodenprodukten siedet, zu entfernen, kann ein Nebenstrom aus dem Kühlturm
abgezogen werden. Dies kann erforderlich sein, um den
Siedebereich des Destillatöls so zu regulieren, daß ein
Dampf von 8,0 bis 11,5 bar erzeugt wird. Der
Nebenstrom wird in der Regel dampf-abgestreift, um absorbierte leichte Kohlenwasserstoffprodukte zu gewinnen.
- von Dampf 126 bar gewonnen, indem das aus dem Ofen
strömende Gas m den ersten Transportleituneswärme-
austauscher geleitet vird. Zusätzliche Wärme, d. h. 0,15 X kJ/Std., in Form von Dampf von etwa 8,0 bis etwa
11,5 bar wird gewonnen, indem die aus der Mitte des Kühlturms entfernte dampfgekrackte Gasöldestillatfraktion
zunächst gekühlt wird, bevor sie als Kühlöl in die Transportlcitung zurückgeführt wird. Darüber
hinaus wird eine geringe Wärmemenge in Form von Dampf von etwa 1.7 bis etwa 3,1 bar aus dem
dampfgekrackten Gasölstrom gewonnen, der für Kühl- und Rückflußzwecke in den oberen Teil des Kühlturms
geleitet wird.
Claims (1)
- Patentanspruch;Verfahren zum Dampfkracken von Naphthakohlenwasserstoffen mit einem Siedebereich von etwa 37,8 bis 177° C bei erhöhter Temperatur und niedrigem Kohlenwasserstoffpartialdruck unter Bildung von ungesättigten Kohlenwasserstoffen, wobei die Krackprodukte unter Erniedrigung ihrer Temperatur auf etwa 343 bis 435° C durch eine Wärmeaustauschzone geleitet und sodann, während sie zu einer Abschreck- und Fraktionierzone geleitet werden, mit Kühlölen in Berührung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß man die Produkte unter Erniedrigung ihrer Temperatur auf etwa 274 bis etwa 316° C mit
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