DE635060C - Kupplungsschaltvorrichtung von ueber Speiseselbstschalter gespeisten Leitungsnetzen oder -strecken - Google Patents
Kupplungsschaltvorrichtung von ueber Speiseselbstschalter gespeisten Leitungsnetzen oder -streckenInfo
- Publication number
- DE635060C DE635060C DES114803D DES0114803D DE635060C DE 635060 C DE635060 C DE 635060C DE S114803 D DES114803 D DE S114803D DE S0114803 D DES0114803 D DE S0114803D DE 635060 C DE635060 C DE 635060C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- coupling
- switching device
- contactor
- clutch switching
- current
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 22
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 22
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 21
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 14
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims description 8
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 2
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 2
- 241001507636 Yersinia phage Berlin Species 0.000 description 1
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 1
- 210000003127 knee Anatomy 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/26—Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured
- H02H7/30—Staggered disconnection
Landscapes
- Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Kupplungsschaltvorrichtung von über Speiseselbstschalter
aus Kraft- oder Unterwerken ge-
■ speisten Leitungsnetzen oder -strecken.
Derartige Kupplungsschaltvorrichtungen werden bisher mit Hilfe normaler Leistungsschalter ausgeführt, welche die Kuppelstellen der Speisebezirke überbrücken. Solche Leistungsschalter, die mit Vorrichtungen für Überstromauslösung und Funkenlöschern ausgerüstet sind, sind jedoch verhältnismäßig kompliziert und deshalb kostspielig, und es liegt daher der Wunsch nahe, die Möglichkeit zu schaffen, an ihrer Stelle Kupplungsschaltvorrichtungen mit spannungsabhängiger Haltekraft zu verwenden, die erst in spannungslosem Leitungszustand auslösen. Die Anwendung der üblichen Schütze verbietet sich jedoch hier, weil in dem Fall, daß ein Kurzschluß in unmittelbarer Nähe der durch Schütze überbrückten Kuppelstelle erfolgt, die Erregerspannung,, für die Schützspulen zusammenbricht, so daß das Schütz herausfällt, noch bevor der Speiseselbstschalter ausgelöst hat. Das bedeutet eine Gefahr, da in diesem Falle die Kurzschlußleistung von dem Kupplungsschütz aufgenommen werden muß und die Schütze dafür nicht berechnet sind.
Derartige Kupplungsschaltvorrichtungen werden bisher mit Hilfe normaler Leistungsschalter ausgeführt, welche die Kuppelstellen der Speisebezirke überbrücken. Solche Leistungsschalter, die mit Vorrichtungen für Überstromauslösung und Funkenlöschern ausgerüstet sind, sind jedoch verhältnismäßig kompliziert und deshalb kostspielig, und es liegt daher der Wunsch nahe, die Möglichkeit zu schaffen, an ihrer Stelle Kupplungsschaltvorrichtungen mit spannungsabhängiger Haltekraft zu verwenden, die erst in spannungslosem Leitungszustand auslösen. Die Anwendung der üblichen Schütze verbietet sich jedoch hier, weil in dem Fall, daß ein Kurzschluß in unmittelbarer Nähe der durch Schütze überbrückten Kuppelstelle erfolgt, die Erregerspannung,, für die Schützspulen zusammenbricht, so daß das Schütz herausfällt, noch bevor der Speiseselbstschalter ausgelöst hat. Das bedeutet eine Gefahr, da in diesem Falle die Kurzschlußleistung von dem Kupplungsschütz aufgenommen werden muß und die Schütze dafür nicht berechnet sind.
Um nun unter Vermeidung dieser Gefahr Streckenkupplungen mit Kupplungsschaltvorrichtungen
mit spannungsabhängigerHaltekraft durchführen zu können, werden gemäß der Erfindung Kupplungsschaltvorrichtungen
verwendet, die außer ihrer spannungsabhängigen Haltevorrichtung noch eine Stromwicklung
aufweisen. Diese Stromwicklung ermöglicht es, die Kupplungsschaltvorrichtung angezogen zu halten, solange überhaupt noch
ein nennenswerter Strom fließt, obwohl die Spannung in der Spannungsspule der Kupplungsschaltvorrichtung
schon auf Null gesunken ist. Erst nachdem der Speiseselbstschalter ausgelöst hat und dadurch der
Stromkreis unterbrochen ist, wird auch die Kupplungsschaltvorrichtung abfallen.
Handelt es sich um Leitungsstrecken, die lediglich von einer Seite her gespeist werden,
wo also durch das Kupplungsschütz z. B. nur eine Ausläuferstrecke gekuppelt werden soll,
so genügt es, ein einziges Kupplungsschütz anzuordnen; sollen jedoch zwei Strecken, die
beide gleichzeitig gespeist werden, miteinander verbunden werden, so ergeben sich gewisse
Schwierigkeiten. Es wäre nämlich bereits im normalen Betrieb, also ohne daß ein Kurzschluß eintritt, möglich, daß die Amperewindungen
der Stromwicklung denjeni-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Ernst Schlitze in Finkenkrug b. Berlin.
gen der Spannungswicklung des Schützes bis zu einem solchen Grade entgegenwirken,
daß das Schütz unbeabsichtigt herausfallen, würde; besonders aber kann dies eintreterü.
bei einem Überstrom oder gar Kurzschlußii^
der Nähe des KLuppelschalters, wobei Spannung an der Spannungsspule des Schüt-'"■'
zes stark absinkt. Dieser Schwierigkeit könnte man dadurch begegnen, daß man der
Stromwicklung und der Spannungswicklung des Schützes sehr verschiedene Amperewindungszahlen
gibt, so daß diese gefährliche Zone vermieden wird. Eine bessere Lösung ist es jedoch, an der Kuppelstelle statt eines
»5 Schützes zwei Schütze parallel anzuordnen mit so geschalteten Stromwicklungen, daß je
nach der Stromrichtung im normalen Betriebe und auch im Kurzschlußfalle höchstens
ein Schütz herausfallen könnte, das andere aber mit um so größerer Sicherheit gehalten
wird, bis es schließlich nach Auslösen der Speiseselbstschalter auch abfällt, da dann
weder Strom- noch Spannungswicklung erregt ist.
Die gemäß der Erfindung ausgebildeten und angeordneten Schütze haben also niemals Leistung
abzuschalten, da ja die durch sie zu bewirkende endgültige Unterbrechung der" miteinander gekuppelten Strecken im spannungslosen
Zustand erfolgt, d. h. nur dann, wenn die Speisebezirke schon durch Herausfallen
der Speiseselbstschalter spannungslos geworden sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit zwei an der Kuppelstelle angeordneten
Schützen ist in der Zeichnung schematisch dargestellt, . '
Die beiden miteinander zu kuppelnden, je von einem Kraftwerk oder einer Unterstation
gespeisten Leitungsnetze 1, 2-sind miteinander durch die Schütze 3, 4 zu verbinden.
Das Schütz 3 hat zwei Kontakte 30, 31, die durch -Isolierung 5 voneinander getrennt und
erfindungsgemäß durch eine Stromwicklung +5 13 miteinander verbunden sind. Ebenso hat
das Schütz 4 zwei Kontakte 40; 41, welche eine Stromwicklung 14 miteinander verbindet.
Die Spannungsspulen 23, 24 der beiden Schütze sind über Sicherungen 6, 7 an. die
Leitungsstrecken 1 und 2 und über Arbeitskontakte 20, 21 der Spannungsrelais 10 und
11- an Erde angeschlossen. "
Im normalen Betriebe, wobei die Streckenabschnitte ι und 2 unter Spannung stehen,
sind sowohl die Kuppelschütze 3, 4 als auch die Spannungsrelais 10, 11 - eingeschaltet.
Tritt nun. in einem oder dem anderen der Streckehabschnitte ein Kurzschluß ein, so
sinkt zwar die Erregung der Spannungsspulen 23, 24 der Kupplungs schütze, wenigstens
ein Schütz iällt aber trotzdem zunächst j
nicht ab, solange überhaupt noch ein Speiseselbstschalter eingeschaltet bleibt und der
..Kürzschluß dadurch gespeist wird. Bis dahin *3§ießt nämlich noch Strom durch die Stromif-i^fcklungen
13 bzw. 14. Erst wenn der Speisegf|S&stschalter
ausgefallen ist, hört auch der •'-Stromfluß durch die Stromwicklungen 13, 14
auf, und dann wird die Kuppelstelle unterbrochen.
Die Spannungsrelais 10, 11 fallen beide
gleichzeitig ab, sobald die Spannung an einer der beiden Strecken 1 oder 2 ausbleibt. Der
Zweck dieser Relais besteht darin, ein Wiedereinschalten der Kuppelschütze erst dann
zu ermöglichen, wenn beide Abschnitte wieder unter Betriebsspannung stehen.
Durch die Erfindung gewinnt, man eine mit sehr einfachen Mitteln ausführbare und dabei
betriebssichere Netzkupplung, die weder großen Bedienungsaufwand noch nennenswerten
Raumbedarf erfordert. An Stelle der Schütze können natürlich auch Schalter mit spannungsabhängiger
Haltekraft und gegebenenfalls auch mit zusätzlicher Fernsteuerung verwendet
werden, die selbstverständlich ebenfalls keine Leistungsschalter zu sein brauchen.
Im übrigen ist es auch gleichgültig, in welcher Weise die spannungsabhängige Haltekraft
auf die Kupplungsschalter einwirkt, ob dies unmittelbar wie bei Schützen geschieht
oder mittelbar über einen Kraftspeicher, Knie- oder Sperrhebel. Auch ist es belanglos,
in welcher Weise die Wiedereinschaltung er- ' folgt, ob durch Druckluft- oder Handantrieb;
wesentlich ist nur, daß eine, vom Strom zusätzliche Haltekraft vorhanden ist.
Claims (5)
1. Kupplungsschaltvorrichtung von über Speiseselbstschalter gespeisten Leitungsnetzen
oder -strecken, dadurch gekennzeichnet, daß die vorzugsweise ferngesteuerten
Kupplungsschaltvorrichturigen mit spannungsabhängiger Haltekraft einer
zusätzlichen, vom Strom an.der Kuppelstelle abhängigen Haltekraft unterworfen
sind.
2. Kupplungsschaltvorrichtung" nach nb Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Überbrücken der Kuppelstelle mindestens ein mit einer vom Strom abhängigen zusätzlichen Haltekraft (Stromwicklung)
ausgerüstetes spannungsabhängiges Kupplungsschütz dient.'
3. Kupplungsschaltvorrichtung -nach Anspruch 1 und. 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Halten des Kupplungsschützes vorgesehene Spannungswicklung
gleichzeitig zum Einschalten, dient.
4. Kupplungsschaltvorrichtung nach
Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die StiOm- und die Spannungswicklung
des Kupplungsschützes voneinander verschiedene Amperewindungszahlen haben.
5. Kupplungsschaltvorrichtung nach ■ Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kuppelstelle durch zwei Kupplungsschütze überbrückt ist, deren Stromspulen so bemessen und so geschaltet
sind, daß bei Abfallen des einen Schützes infolge Überstrom oder Kurzschluß
das zweite Schütz erst nach Ausfallen der Speiseselbstschalter abfällt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES114803D DE635060C (de) | 1934-07-21 | 1934-07-21 | Kupplungsschaltvorrichtung von ueber Speiseselbstschalter gespeisten Leitungsnetzen oder -strecken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES114803D DE635060C (de) | 1934-07-21 | 1934-07-21 | Kupplungsschaltvorrichtung von ueber Speiseselbstschalter gespeisten Leitungsnetzen oder -strecken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE635060C true DE635060C (de) | 1936-09-09 |
Family
ID=7533374
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES114803D Expired DE635060C (de) | 1934-07-21 | 1934-07-21 | Kupplungsschaltvorrichtung von ueber Speiseselbstschalter gespeisten Leitungsnetzen oder -strecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE635060C (de) |
-
1934
- 1934-07-21 DE DES114803D patent/DE635060C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE635060C (de) | Kupplungsschaltvorrichtung von ueber Speiseselbstschalter gespeisten Leitungsnetzen oder -strecken | |
| DE681386C (de) | UEberstromschutzeinrichtung fuer elektrische Netze mit stark schwankender Betriebsstromstaerke | |
| DE544265C (de) | Selbstschalter | |
| CH227018A (de) | Schutzeinrichtung für Umformungsanordnungen. | |
| DE568689C (de) | Schaltanordnung in elektrischen Verteilungsanlagen, die in einzelne Netzabschnitte geteilt sind | |
| DE903345C (de) | Weichenschaltung fuer elektrische Stellwerke im Eisenbahnsicherungswesen | |
| AT133822B (de) | Schutzvorrichtung für Dreiphasennetze. | |
| DE324873C (de) | Schaltvorrichtung fuer das durch die wechselnde Belastung selbsttaetig bewirkte Zu- und Abschalten von Transformatoren | |
| DE604526C (de) | Schutzrelais mit von einer Netzspannung abhaengiger Anregevorrichtung | |
| DE528595C (de) | Schaltungsanordnung fuer durch Differentialrelais ueberwachte elektrische Anlageteile | |
| DE478667C (de) | Selbsttaetige Wiedereinschaltvorrichtung | |
| DE606487C (de) | Schutzschaltung fuer von einer Hochspannungsringleitung ueber Transformatoren gespeiste Niederspannungsmaschennetze zur Abschaltung eines fehlerhaften Ringabschnittes | |
| DE888282C (de) | Schaltungsanordnung fuer Schutzeinrichtungen | |
| DE721555C (de) | Elektromagnetische Schutzvorrichtung zum selbsttaetigen Abschalten elektrischer Drehstrom-Maschinen und -Anlagen bei elektrischen Stoerungen | |
| DE600338C (de) | Selektivschutzschaltung mit von der Entfernung der Fehlerstelle abhaengigen Ausloesezeiten | |
| DE550643C (de) | Einrichtung zum Abschalten von Asynchronmotoren bei Spannungsabsenkungen im Netz | |
| DE611679C (de) | Streckenschutzschaltung fuer offene Netze | |
| DE614824C (de) | Sammelschienenschutzschaltung | |
| DE589378C (de) | Einrichtung zum selektiven Abschalten von Netzteilen | |
| AT135230B (de) | Einrichtung zum selektiven Abschalten von Netzteilen. | |
| AT134034B (de) | Selektivschutzschaltung mit von der Entfernung der Fehlerstelle abhängigen Auslösezeiten. | |
| DE617143C (de) | Selektivschutzschaltung | |
| DE1080589B (de) | Schaltung zum Stellen von Weichen im Eisenbahnsicherungswesen | |
| AT207436B (de) | Schutzeinrichtung für Halbleiterventile mit p-n-Übergang | |
| AT159600B (de) | Schalteinrichtung für durch Stern-Dreieck-Transformatoren verbundene Drehstromnetze. |