DE634490C - Anordnung zur selbsttaetigen Regelung der von selbsterregten Wechselrichtern mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken in Parallelanordnung abgegebenen Wechselspannung - Google Patents
Anordnung zur selbsttaetigen Regelung der von selbsterregten Wechselrichtern mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken in Parallelanordnung abgegebenen WechselspannungInfo
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Description
Zur Änderung der Ausgangsspannung selbsterregter Wechselrichter in Parallelanordnung
sind bereits Anordnungen vorgeschlagen worden, bei denen diese Spannungsänderung
durch, eine Änderung der Steuerfrequenz erzielt wird. Gegenstand der vorliegenden Erfindung
ist eine besonders einfache und zweckmäßige Ausbildung des Gitterkreises von selbsterregten Wechselrichtern der genannten
Art, durch welche eine selbsttätige Änderung der Steuerfrequenz in Abhängigkeit von den
Schwankungen der den Wechselrichter speisenden Gleichspannung oder auch von anderen
Betriebsgrößen, in erster Linie der abgegebenen Wechselspannung, erzielt wird. Derartige Schwankungen sind bei den meisten
praktischen Anwendungsfällen gegeben und können z. B. bei Bahnnetzen beträchtliche
Werte annehmen. In derartigen Fällen ist meist eine lediglich lastabhängige Regelung
der Wechselrichtersekundärspannung nicht als ausreichend zu bezeichnen.
In der Abb. 1 der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
für den Erfindungsgedanken dargestellt. Der Wechselrichter ist in der normalen Schaltung aus den beiden Entladungsstrecken
11 und 12, dem Haupttransformator 17 mit der Sekundärwicklung 14,
dem Kommutierungskondensator 16, einer Gleichstromdrossel 15 und dem Steuerkreis
aufgebaut. Die Primärwicklung des Gittertransformators 19 ist in die Diagonale einer
Brückenanordming geschaltet, deren Zweige durch die beiden Hälften der mit einer Mittelpunktsanzapfung
versehenen Tertiärwicklung des Haupttransformators 17 und zwei Scheinwiderstände
18' und 18" gebildet werden. Der Scheinwiderstand 18' ist ein spannungs- oder
stromabhängiger Ohmscher Widerstand. Als günstig hat es sich erwiesen, hierfür eine
Metallfadenlampe zu verwenden, bei der bekanntlich der Widerstand stark spannungsabhängig
ist. Für die Steuerwirkung ergibt sich dann folgendes: Wird die dem Verbraucher zugeführte Wechselspannung größer,
so wird auch, der durch den Widerstand 18' fließende Strom größer, und es vergrößert
sich der Widerstand 18'. Das bedeutet aber eine Veränderung der Phasenlage der Gitterspannung
im Sinne einer Nacheilung, d. h. die Frequenz wird kleiner und damit auch,
die dem Verbraucher zugeführte Wechselspannung. An Stelle einer Metallfadenlampe
kann man auch eine Kohlenfadenlampe verwenden. Man muß dann nur den kapazitiven Scheinwiderstand 18" durch einen induktiven
*) Von dem P at ent sucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Emil Blaich in Stuttgart-Korntal und Helmut Hint se in Berlin-Köpenick,
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ersetzen. Grundsätzlich kann.man hierbei die
gleichen Regeleffekte erzielen. Jedoch ist zu beachten, daß die Metallfadenlampe größere
Widerstandsänderungen und damit eine größere Regelempfindlichkeit ergibt. Bemerkt
wird noch, daß die Widerstandscharakteristik, wie sie z. B. Eisenwasserstoffwiderstände aufweisen,
für die Regelwirkung am günstigsten ist.
ίο In- der Abb. ι ist weiter angedeutet, wie der
Scheinwiderstand 18' zusätzlich durch eine
zweite Betriebsgröße beeinflußt werden kann, z. B. durch die Gleichspannung 13. Die Metallfadenlampe
18' ist nämlich in einen weiteren, gestrichelt gezeichneten Stromkreis eingefügt,
der außerdem noch eine Drosselspule 22 und einen Widerstand mit konstantem Spannungsabfall,
z. B. eine Glimmlampe 23, enthält. Dabei hat die Drossel 22, die vorzugsweise ao eine möglichst große Induktivität aufweisen
soll, die Aufgabe, den über die primäre Gleichspannungsquelle fließenden Wechselstrom
möglichst klein zu halten. Die Glimmlampe 23 ermöglicht eine Änderung der am ■ 25 Widerstand 18' liegenden Spannung, die prozentual
größer ist als die Änderung der primären Gleichspannung. Den gleichen Effekt kann man im übrigen erzielen, wenn man an
Stelle eines Widerstandes mit konstantem Spannungsabfall eine Spannungsquelle mit
konstanter Spannung, z. B. eine Batterie, wählt. Vorteilhafter und einfacher und infolgedessen
auch wirtschaftlicher ist im allgemeinen die Anwendung von Widerständen mit konstantem Spannungsabfall. Zur Verhinderung
einer Gleichstrommagnetisierung des--Gittertransformators 19 empfiehlt es sich,
■in die Diagonale einen großen Kondensator 19', z.B. einen elektrolytischen Kondensator,
einzuschalten.
In Abb. 2 der Zeichnung sind zur Veranschaulichung des Erfindungsgedankens Spannungsverläufe
E angegeben, wie sie sich, bei Anwendung einer Schaltung gemäß Abb. 1
ergeben, wenn die Forderung gestellt ist, daß die erzeugte Wechselspannung für alle Lastwerte N möglichst konstant sein soll. Wie aus
den vier Kurven, die festen Werten der Primärspannung mit maximal 200/0 Abweichung
vom Normalwert entsprechen, zu ersehen ist, . wird die erzeugte Wechselspannung über den
gesamten Belastungsbereich, mit einer Toleranz von ^2 3>3 % konstant gehalten.
Die beschriebene Anordnung zeichnet sich also durch, ihren einfacKen Aufbau und die
zweckmäßige Wirkungsweise aus. Der Grundgedanke
der Erfindung, einen strom- bzw. spannungsabhängigen Widerstand derart in
den Steuerkreis einzufügen, daß von den Schwankungen der zu regelnden Betriebsgröße
abhängige Frequenzänderungen der Steuerspannung des Wechselrichters entstehen,
ist nicht nur auf die beschriebene spannungsabhängige Regelung beschränkt, sondern kann auch zur Regelung in Abhäiigigkeit
von irgendwelchen anderen Betriebsgrößen benutzt werden.
Claims (8)
- Patentansprüche:ι . Anordnung zur selbsttätigen Regelung der von selbsterregten Wechselrichtern mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken in Parallelanordnung abgegebenen Wechselspannung durchÄnderung der Frequenz der Gitterwechselspannung, dadurch, gekennzeichnet, daß spannungs- bzw. stromabhängige Scheinwiderstände (18') in den Steuerkreisen angeordnet sind, deren Widerstandswerte von der zu regelnden Spannung beeinflußt werden.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Brückenanordnung, in deren einem Zweig die eine Hälfte einer mit Mittelpunktsanzapfung versehenen Wicklung des Haupttransformators (17) und ein konstanter Scheinwiderstand und in deren anderem Zweig die andere Hälfte dieser Wicklung und ein spannungs- bzw. stromabhängiger Scheinwiderstand (18') mit gegenüber dem konstanten Scheinwiderstand des anderen Brückenzweiges verschiedenem Phasenwinkel liegt und an deren Diagonale der Gittertransformator (19). angeschlossen ist.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der spannungs- bzw. stromabhängige Scheinwiderstand (i8') ein Ohmscher Widerstand ist, der sowohl von der Spannung des speisenden Gleichstromnetzes (13) als auch von der erzeugten Wechselspannung beeinflußt wird.
- 4. Anordnung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß als veränderlicher Widerstand eine Metallfadenlampe dient.
- 5. Anordnung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß Widerstände mit Charakteristiken nach Art der Eisenwasserstoffwiderstände als veränderliche Widerstände dienen.
- 6. Anordnung nach Anspruch 3 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der veränderliche Widerstand (18') über 115. die Reihenschaltung einer Drosselspule (22) mit einem Widerstand (23) von konstanter Klemmenspannung oder einer konstanten Gleichspannungsquelle auch an dem speisenden Gleichstromnetz (13) liegt.
- 7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Widerstandmit konstanter Klemmenspannung eine Glimmlampe dient.
- 8. Anordnung nach Anspruch ι oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zur Verhinderung einer Gleichstrommagnetisierung des Gittertransformators (19) der Primärwicklung des Gittertransformators ein größer Kondensator (19'), insbesondere ein elektrolytischer Kondensator, vorgeschaltet ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA73576D DE634490C (de) | 1932-10-05 | 1932-10-05 | Anordnung zur selbsttaetigen Regelung der von selbsterregten Wechselrichtern mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken in Parallelanordnung abgegebenen Wechselspannung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA73576D DE634490C (de) | 1932-10-05 | 1932-10-05 | Anordnung zur selbsttaetigen Regelung der von selbsterregten Wechselrichtern mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken in Parallelanordnung abgegebenen Wechselspannung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE634490C true DE634490C (de) | 1936-08-28 |
Family
ID=6945895
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA73576D Expired DE634490C (de) | 1932-10-05 | 1932-10-05 | Anordnung zur selbsttaetigen Regelung der von selbsterregten Wechselrichtern mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken in Parallelanordnung abgegebenen Wechselspannung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE634490C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2486250A (en) * | 1947-12-24 | 1949-10-25 | Donald R Middleton | Voltage regulator |
| DE1241898B (de) * | 1960-11-30 | 1967-06-08 | Aeg | Batterieladegeraet mit einer Schaltungsanordnung zur Veraenderung des Ladegleichstromes, der ueber einen Wechselrichter erzeugt wird |
-
1932
- 1932-10-05 DE DEA73576D patent/DE634490C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2486250A (en) * | 1947-12-24 | 1949-10-25 | Donald R Middleton | Voltage regulator |
| DE1241898B (de) * | 1960-11-30 | 1967-06-08 | Aeg | Batterieladegeraet mit einer Schaltungsanordnung zur Veraenderung des Ladegleichstromes, der ueber einen Wechselrichter erzeugt wird |
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