DE633C - Rauhmaschine mit rotirenden und festen Rauhkarden ohne Kardentrommel - Google Patents
Rauhmaschine mit rotirenden und festen Rauhkarden ohne KardentrommelInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
- D06C11/00—Teasing, napping or otherwise roughening or raising pile of textile fabrics
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
Die vorliegende Rauhmaschine unterscheidet sich von den bis jetzt gebräuchlichen dadurch, daß die Kardentrommel durch rotirende und feste Rauhkarden, welche auf feststehenden Rauhstäben angebracht sind, ersetzt ist.
Auf den beiliegenden Zeichnungen stellt Fig. 1 eine Ansicht, Fig. 2 einen Aufriß, Fig. 3 und 4 die beiden Kopfansichten eines Rahmens, Fig. 5 einen Verticalschnitt und Fig. 6 und 7 Details dar.
In den beiden Gestellwänden A A[tief]1 sind der Breithalter B, die beiden Zugwalzen C C[tief]1, welche durch Zahnräder a a ihre Bewegung erhalten, die Führungswalzen D D[tief]1 und die Flügelwalzen E E[tief]1 gelagert. Außerdem sind die zur Aufnahme der Rauhstäbe g dienenden Rahmen F an dem Gestell befestigt.
Die Construction des Breithalters B weicht im Princip nicht viel von den gebräuchlichen Vorrichtungen ab. Die das Zeug mittelst der Verzahnung b[tief]1 fassenden Segmente b der Walze B verschieben sich nach den Kopfenden, indem sie mit ihren Enden b[tief]2 durch eine schiefe Scheibe b[tief]3 mitgenommen werden, welche sich um den von den Gestellwänden mittelst Stifte x befestigten Muff drehen. Von der Welle dieser Walze erfolgt der Antrieb der andern zu bewegenden Theile. Die Welle B[tief]1 selbst wird durch die feste Riemscheibe H angetrieben. Die neben diesen befindlichen beiden losen Riemscheiben H[tief]1 H[tief]2 dienen zur Vor- und Rückwärtsbewegung mittelst offenen und gekreuzten Riemens. Die beiden Zugwalzen C C[tief]1 sind mit Drahtbeschlag überzogen und haben gleiche Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung, wie der Breithalter B. Die Flügelwalzen E E[tief]1 dienen dazu, den Stoff von den Zugwalzen zu entfernen, welcher sonst an dem Drahtbeschlag hängen bleiben und von den Walzen mitgenommen würde. Von den beiden Flügelwalzen ist immer diejenige festgestellt, welche auf der Seite liegt, wo das Zeug in die Maschine eintritt (hier E).
Es geschieht dies durch den Spanner J, welcher durch die Halter i fixirt wird. Der Spanner paßt mit seiner Arbeitsfläche in die Rinnen der Flügelwalze und das Zeug geht zwischen Spanner und Flügelwalze nach der in Fig. 5 angedeuteten Weise hindurch.
Die andere Flügelwalze E[tief]1 wird durch die Riemscheibe K von der Welle B[tief]1 aus in Umdrehung versetzt. Geht das Zeug in anderem Sinne durch die Maschine, so tauschen die beiden Flügelwalzen mit ihren Functionen.
Die zum Rauhen dienenden Karden sind auf Spindeln gereiht, welche in schräger Stellung in die Rauhstäbe so eingesetzt sind, daß sie sich drehen können. Die Rauhstäbe werden zu zweien in die Rahmen F befestigt und zwar so, daß die schräge Lage der oberen Spindeln entgegengesetzt ist der schrägen Lage der unteren. Die Rahmen F sind in Zapfen m m drehbar und können mittelst der Stellschraube o an dem Gestell A festgestellt werden. Die Horde P dient zur Aufnahme des zu rauhenden Stoffes.
Der Stoff passirt die Maschine wie es in der Zeichnung angedeutet ist, indem seine Vorwärtsbewegung durch die Zugwalze C C[tief]1 bewirkt wird. Durch die schräge Stellung der Kardenspindeln werden die letzteren in Drehung versetzt, so daß während der Arbeit der ganze Umfang der Kardenspindeln in Thätigkeit kommt.
Beim Passiren des Stoffes durch die Maschine erzeugen die Karden eine Haardecke auf den Stoffen und Tuchen. Die Haardecke wird vermittelst der acht hintereinander folgenden Spindelreihen bei jedem Durchgange des Stoffes durch diese Anordnung achtmal kreuzweise gewendet und erklärt sich hieraus die schnelle Erzeugung und der reiche Besatz der Haardecke. Die Geschwindigkeit der Zugwalzen und Breithalter beträgt 150 Touren per Minute und kann dieselbe durch ein besonderes Deckenvorgelege, je nachdem es die Stoffe erfordern, erhöht oder verringert werden.
Außerdem kann von Zeit zu Zeit durch Anordnung der Antriebscheiben die Bewegung des Stoffes vor- oder rückwärts geleitet werden, wodurch der Filz desselben nach jeder Richtung hin aufgelockert und die Fäden des Gewebes, wenn dies erforderlich, vollständig klar gerauht werden können.
Keine Rauhmaschine der bisherigen Systeme bietet die Möglichkeit, die Haardecke des Stoffes so oft und in so kurzen Zwischenräumen hin und her zu rauhen oder zu wenden.
Zum Glattlegen oder Strichrauhen der Haardecke dienen die Rauhstäbe L, Fig. 6, mit feststehenden Rauhkarden, welche den bisher
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE633T | 1877-09-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE633C true DE633C (de) |
Family
ID=70968593
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE633DA Expired - Lifetime DE633C (de) | 1877-09-29 | 1877-09-29 | Rauhmaschine mit rotirenden und festen Rauhkarden ohne Kardentrommel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE633C (de) |
-
1877
- 1877-09-29 DE DE633DA patent/DE633C/de not_active Expired - Lifetime
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