DE632558C - Schaltkammer fuer Expansionsschalter - Google Patents
Schaltkammer fuer ExpansionsschalterInfo
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- DE632558C DE632558C DES106468D DES0106468D DE632558C DE 632558 C DE632558 C DE 632558C DE S106468 D DES106468 D DE S106468D DE S0106468 D DES0106468 D DE S0106468D DE 632558 C DE632558 C DE 632558C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/70—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
- H01H33/72—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid having stationary parts for directing the flow of arc-extinguishing fluid, e.g. arc-extinguishing chamber
- H01H33/75—Liquid-break switches, e.g. oil-break
Landscapes
- High-Tension Arc-Extinguishing Switches Without Spraying Means (AREA)
Description
Gegenstand des Hauptpatents ist ein Expansionsschalter, dessen Schaltkammer über der
Kontaktstelle der Schaltstücke als langer isolierender Zylinder ausgebildet ist, der den
Expansionsverschluß enthält und den beweglichen Schaltstift mit so geringem Abstand
umgibt, daß die darin beim Unterbrechungsvorgang vorhandene Schaltflüssigkeit den
Unterbrechungslichtbogen nur in Form einer dünnen Flüssigkeitsschicht umgibt.
Es ist bei solchen Schaltkammern \ron
Nachteil, daß eine zusammenhängende Flüssigkeitsschicht an der inneren Oberfläche der
Schaltkammer nach dem Augenblick der
»5 Löschung des Lichtbogens weiterbesteht, weil
dadurch eine Rückzündung des Lichtbogens durch Gleitentladungen ο. dgl. längs der zusammenhängenden
Flüssigkeitsschicht entstehen kann. Insbesondere tritt diese Schwierigkeit bei Schaltern für hohe Spannungen
auf.
Um diesen Nachteil zu vermeiden und dadurch nichtisolierende Flüssigkeiten auch in
Schaltern für sehr hohe Spannungen verwen-
den zu können, werden nach der Erfindung in die innere Oberfläche der Schaltkammer
Körper eingeschaltet, welche eine nicht mit zusammenhängender Flüssigkeitsschicht benetzbare
Oberfläche besitzen.
Unter diesen Körpern sind solche zu verstehen, deren Oberflächenbeschaffenheit etwa
wegen des der Oberfläche eigentümlichen Adhäsionskoeffizienten die Auflösung der
anhaftenden Flüssigkeit in Tropfenform zur Folge hat. Beständige Körper von solcher
Beschaffenheit lassen sich insbesondere aus keramischem Stoff herstellen.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine sogenannte Spritzkammer
eines Expansionsschalters dargestellt, deren Unterbrechungsraum durch aufeinandergeschichtete
ringförmige Isolierelemente. 10 und 11 auf einen langen Zylinder
beschränkt ist, der den beweglichen Schaltstift 15 umgibt. Die Elemente 10 sind aus 4^
Hartpapier, welches eine saugfähige Oberfläche besitzt, die sich daher mit einer
zusammenhängenden Flüssigkeitsschicht bedeckt. Diese Ringelemente sind von Ringen
11 unterbrochen, welche aus einem keramisehen
Stoff hergestellt sind und deren Oberfläche nicht mit einer zusammenhängenden ,Flüssigkeitsschicht benetzbar ist. Man kann
beispielsweise eine schwer schmelzbare GIa-
*) Fon dem Patentsweher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Hanns Läpple in Berlin-Siemensstadt.
stir auf der Oberfläche der Ringen anwenden.'
Man kann aber auch dem ganzen keramischen Körper durch die Herstellung eine
entsprechende Beschaffenheit geben. Die; Oberflächen der keramischen Körper 11 treterk
gegenüber denen der Hartpapierkörper ίο ζ\φ
rück, so daß sie nicht unmittelbar der Licht- - bogenhitze ausgesetzt sind. Zur Abschirmung
der Körper 11 sind die Hartpap'ierringe außerdem noch mi* Schirmen 13 versehen. Das ist
notwendig, um die sich nicht mit einer gleichmäßig anhaftenden Flüssigkeitsschicht überziehenden
Körper 11 vor der starken Einwirkung des Lichtbogens zu schützen. Zwisehen
den Schirmen 13 der Hartpapierkörper 10 und den Ringen 11 bilden sich Flüssigkeitstaschen 12, in welchen eine gewisse
Menge Flüssigkeit zurückgehalten wird. Das feststehende' Schaltstück in der Schaltkammer
ist mit 14, der bewegliche Schaltstift mit 15 •bezeichnet. Die Schaltkammer ist in ein zweiteiliges
Gefäß 16, 17 eingebaut, dessen oberer Teil 16 aus Isolierstoff und dessen unterer
Teil 17 aus Metall besteht. Das Gefäß 17 ist bis zur Marke 18 mit der nichtisolierenden
Schaltflüssigkeit, z. B. mit Wasser, gefüllt. In dem Gefäß 17 befindet sich unterhalb der
eigentlichen Isolierschaltkammer ein Metallzylinder 19, der mit dem Gefäß 17 über das
Ventil 23 in Verbindung steht und in welchen außer dem feststehenden Schaltstück 14 eine
Vorrichtung zum Hinauf drücken der Schaltflüssigkeit in die Isolierschaltkammer eingebaut
ist. Diese Vorrichtung besteht aus dem Kolben 20, der nach Art eines Pumpenkolbens
mit Ventilen 21 ausgerüstet ist und durch Federn 22 nach aufwärts gedrückt
wird. Der Schaltstift 15 drückt den Kolben bei eingeschaltetem Schalter in die in der
Zeichnung dargestellte Lage herab.
Der Teil der Schaltkammer 19 wird vor der Kontakttrennung mit der nichtisolierenden
Schaltflüssigkeit gefüllt, welche dann beim Unterbrechungsvorgang den ganzen
Raum zwischen dem Schaltstift 15 und der inneren Oberfläche der Isolierschaltkammer,
bestehend aus den Elementen 10 und 11, einnimmt.
Diese Füllung erfolgt dadurch, daß beim Hochziehen des Schaltstiftes der KoI-ben
12 durch die Federn 22 hinaufgedrückt wird, wobei er-die Flüssigkeit in die Isolierschaltkammer
hineindrückt. Bei der Kontakttrennung wird der Lichtbogen in dem von
den Ringelementen 10, 11 umschlossenen
Raum gezogen. Der Lichtbogen verdampft die Flüssigkeit in diesem Raum. Nach Bildung
einer gewissen Dampfspannung öffnet lifi-ch die Kammer durch federndes Abheben
''Jefer. Ringe, wobei die Federn 25, 26 zusammengedrückt
werden und der Teller 27 sich go „nach abwärts bewegt. Durch die zwischen
den Elementen 10, n entstehenden Ringspalten strömt der Dampf plötzlich aus, so daß
der Druck im Lichtbogenraum sprunghaft entlastet wird. Dabei tritt im Stromnulldurchgang
die Löschung des Lichtbogens vermöge der sog. Expansionswirkung ein. In diesem Augenblick ist fast alle Flüssigkeit
aus der Kammer infolge der starken Druckentlastung herausgeblasen. Es bestehen aber
zusammenhängende Flüssigkeitsschichten längs der mit anhaftender Flüssigkeit bedeckten
saugfähigen Oberflächen der Hartpapierringe 10. Durch die nicht benetzbaren Oberflächen
der Ringe 11 ist jedoch das Entstehen einer zusammenhängenden Kriechstrecke längs
der Unterbrechungsstrecke vermieden. Die Isolation zwischen den beiden Schalterpolen,
nämlich dem festen Schaltstück 14 und der zur Zeit der Lichtbogenlöschung irgendwo
innerhalb der Schaltkammer befindlichen Spitze des Schaltstiftes 15, ist daher nach
der Lichtbogenlöschung eine genügend große, um die Neuzündung des Lichtbogens auch
bei hohen Spannungen zu verhüten. 8s
Claims (3)
1. Expansionsschalter mit einer während des Unterbrechungsvorgangs nichtisolierende Flüssigkeit enthaltenderSchalt- go
kammer, die über der Kontaktstelle der Schaltstücke als langer isolierender Zylinder
ausgebildet ist, der den beweglichen Schaltstift mit geringem Abstand umgibt, nach Patent 609 387, dadurch gekennzeichnet,
daß in die innere Oberfläche der zylindrischen Schaltkammer Körper eingeschaltet
sind, welche eine nicht mit zusammenhängender Flüssigkeitsschicht benetzbare Oberfläche besitzen.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eingeschalteten
Körper aus keramischem Stoff sind.
3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die keramischen Körper
mit Körpern aus Hartpapier abwechseln, welche gegen den Schaltstift vorgeschobene Schirme haben.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES106468D DE632558C (de) | 1932-10-01 | 1932-10-01 | Schaltkammer fuer Expansionsschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES106468D DE632558C (de) | 1932-10-01 | 1932-10-01 | Schaltkammer fuer Expansionsschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE632558C true DE632558C (de) | 1936-07-10 |
Family
ID=7527442
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES106468D Expired DE632558C (de) | 1932-10-01 | 1932-10-01 | Schaltkammer fuer Expansionsschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE632558C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1092986B (de) * | 1957-07-12 | 1960-11-17 | Siemens Ag | Hochspannungsschalter mit elastischer Loeschkammer |
| DE1107765B (de) * | 1955-11-17 | 1961-05-31 | Siemens Ag | Elektrischer Fluessigkeitsschalter mit Expansionskammer |
-
1932
- 1932-10-01 DE DES106468D patent/DE632558C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1107765B (de) * | 1955-11-17 | 1961-05-31 | Siemens Ag | Elektrischer Fluessigkeitsschalter mit Expansionskammer |
| DE1092986B (de) * | 1957-07-12 | 1960-11-17 | Siemens Ag | Hochspannungsschalter mit elastischer Loeschkammer |
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