DE632382C - Verfahren zum Entfernen mehrschichtiger, aus verschiedenen Metallen bestehender UEberzuege - Google Patents

Verfahren zum Entfernen mehrschichtiger, aus verschiedenen Metallen bestehender UEberzuege

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DE632382C
DE632382C DEB170229D DEB0170229D DE632382C DE 632382 C DE632382 C DE 632382C DE B170229 D DEB170229 D DE B170229D DE B0170229 D DEB0170229 D DE B0170229D DE 632382 C DE632382 C DE 632382C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F1/00Etching metallic material by chemical means
    • C23F1/44Compositions for etching metallic material from a metallic material substrate of different composition

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Description

  • Verfahren zum Entfernen mehrschichtiger, aus verschiedenen Metallen bestehender Überzüge Die Verwendung galvanischer Rhodiumüberzüge zum Schutze von- Silberwaren oder mit Silber überzogenen Gegenständen gegen Anlaufen und Zerkratzen oder zur Erzeugung einer schönen weißen und glänzenden Oberfläche auf gewissen Metallen, wie z. B. auf nicht rostendem Stahl, hat in neuerer Zeit eine ausgedehnte Verbreitung gefunden. Aus verschiedenen Gründen hat sich daraus auch die Notwendigkeit ergeben; den Rhodiumüberzug, insbesondere von Silberwaren und versilberten Gegenständen, wieder zu entfernen.
  • Man hat dies bereits auf verschiedene Weise versucht, beispielsweise auf elektrolytischem Wege, indem man den rhodinierten Gegenstand als Anode in einer sauren Lösung verwendete. Indessen ist das Rhodium gegen die Einwirkung von Säuren derart beständig, daß dabei auch das Silber oder andere Metalle, aus dem der Gegenstand besteht, durch die verwendeten Chemikalien angegriffen oder zerstört wird. Diese Arbeitsweisen haben sich daher als unzweckmäßig erwiesen. Infolgedessen entfernt man im allgemeinen Rhodiumüberzüge durch Abschleifen. Das ist aber ein langwieriges, mühsames und kostspieliges Verfahren und erfordert eine große Sorgfalt und Geschicklichkeit, wenn der Gegenstand nicht beschädigt werden soll. Gemäß Erfindung werden auf einfache und billige Weise Rhodiumüberzüge entfernt, ohne die Unterlage zu beschädigen. Ausgehend von der Tatsache, daß es sich beim Elektroplattieren von Rhodium im allgemeinen als wünschenswert erwiesen hat, den mit Rhodium zu überziehenden Gegenstand vorher zu vernickeln, wird bei solchen mit zwei Metallen überzogenen Gegenständen der Rhodiumüberzug durch einfaches Eintauchen des Gegenstandes in eine nur das Nickel, nicht aber auch das Unterlagsmetall, z. B. Silber, angreifende Säurelösung entfernt. Dabei soll erfindungsgemäß das Lösungsmittel derart ausgewählt werden, daß auf dem Unterlagsmetall des Gegenstandes während seiner Säurebehandlung eine Schutzschicht erzeugt wird, die es auch bei längerem Verweilen in der Säurelösung gegen deren Angriff schützt.
  • Erfindungsgemäß besteht die Lösung zum Entfernen von Rhodiumüberzügen, insbesondere von solchen, die sich auf vernickeltem Silber oder mit Silber überzogenen Gegenständen finden, aus wässeriger Phosphorsäure und Wasser. Zweckmäßig setzt man ihr noch eine kleine Menge Aluminiumsulfat und Natriumchlorid zu, um Sulfation einzuführen und auf denn Silber eine Schutzschicht zu bilden. Eine derartige Lösung hat z. B. folgende Zusammensetzung Phosphorsäure etwa 667 ccm, Wasser etwa 333 ccm, Aluminiumsulfat etwa 56 g, Chlornatrium etwa 56 g.
  • In manchen Fällen kann auch Salzsäure in folgenden Mengen zugesetzt werden: Phosphorsäure 330 ccm, Wasser .33o ccm, Salzsäure 33o ccm, _Chlornatrium 28 bis 56g, Aluminiumsulfat 28 bis 56-°g.
  • Eine andere, geeignete Lösung hat folgende Zusammensetzung Salzsäure 6oo ccm, Wasser 400 ccm, Aluminiumsulfat etwa 30 g, Chlornatrium etwa Sog. Im vorstehenden wurden nur anorganische Säuren, welche Silber nicht nennenswert angreifen; erwähnt, doch können -auch einige organische Säuren mit gleichen Eigenschaften, wie z. B. Essigsäure, benutzt werden. Auch kann man Essigsäure zusammen mit Salzsäure verwenden, z. B. in folgender Zusammensetzung: Salzsäure 50o ccm, Essigsäure zoo ccm, Wasser 3oo ccm, Chlornatrium 3o g.
  • In den vorstehenden Ausführungsbeispielen können die angegebenen Mengenverhältnisse erheblichen Abänderungen unterliegen.
  • Das Verfahren wird zweckmäßig bei Temperaturen zwischen 30 und 7o° ausgeführt, wobei die zu seiner vollständigen Durchführung benötigte Zeit von der Dicke des galvanischen Niederschlags abhängt. Man beläßt den zu behandelnden Gegenstand einfach so lange in der Lösung, bis sich das Nickel aufgelöst hat und sich der Rhodiumüberzug ablöst. Das Silber des Gegenstandes'wird hierbei selbst dann nicht angegriffen, wenn der Gegenstand mechanisch bearbeitete Oberflächen aufweist, da dieselben durch einen Überzug, z. B. von Silberchlorid, selbst bei längerem Eintauchen des Gegenstandes in die Lösung wirksam geschützt sind.
  • Das Chlornatrium kann weggelassen werden, wenn Salzsäure zugegen ist; ebenso kann in gewissen Fällen auch das Aluminiumsulfat weggelassen oder auch durch andere Metallsulfate, wie z. B. Ferrisulfat, ersetzt werden.
  • In allen diesen Fällen greift die Säure weder das Silber noch das Rhodium an, doch durchdringt die Säurelösung den Rhodiumüberzug, der in der Regel außerordentlich dünn ist, und löst dann die unter dem Rhodium liegende Nickelschicht auf. Durch das Auflösen des Nickels wird natürlich die Verbindung des Rhodiums sowohl mit dem überzogenen Gegenstand als auch mit der Nickelschicht aufgehoben, so =däß dasRhodiunileicht wiedergewonnen werden kann.
  • Nachdem das Nickel und das Rhodium von dem überzogenen Gegenstand entfernt worden sind, kann seine Oberfläche leicht poliert werden. Benutzt man eine phosphorsäurehaltige Lösung der oben angegebenen Zusammensetzung, so haben die Silberoberflächen des behandelten Gegenstandes ohne weiteres das gleiche Aussehen und die gleiche Beschaffenheit wie vor dem Elektroplattieren. Wenngleich 'idas den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren im vorstehenden insbesondere hinsichtlich des Entfernens von Rhodiumüberzügen beschrieben worden ist, so soll sich dasselbe doch gleicherweise auch auf das Entfernen von Überzügen anderer Metalle der Platingruppe oder von Legierungen derselben erstrecken, insbesondere auch auf das Entfernen von aus Ruthenium oder Legierungen desselben mit einem oder mehreren der anderen Metalle der Platingruppe bestehenden Überzügen. _

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Entfernen eines aus mehreren Schichten verschiedener Metalle bestehenden Überzuges von Metallgegenständen, besonders von versilberten oder Silbergegenständen, deren oberster überzug aus einem oder mehreren Metallen der Platingruppe, besonders Rhodium, besteht oder solche enthält, während die Zwischenschicht aus unedlem Metall, besonders Nickel, gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der GegenstandmiteinemLrisungsmitbel behandelt wird, das nur die aus dem unedlen Metall bestehende Zwischenschicht auflöst, dagegen weder das Grundmetall noch den obersten Überzug angreift.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der überzogene Gegenstand in ein Bad getaucht wird, das aus mit Wasser verdünnter Phosphorsäure oder Salzsäure oder einer Mischung beider besteht, wobei die Säure in überwiegender Menge vorhanden ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der überzogene Gegenstand in .ein Bad getaucht wird, das neben oder an Stelle von Phosphorsäure oder Salzsäure eine organische, Silber nicht angreifende Säure, beispielsweise Essigsäure, enthält.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet; -daß der überzogene Gegenstand in ein Bad getaucht wird, das außer den in den Ansprüchen 2 und 3 angegebenen Bestandteilen geringe Mengen (etwa io %) Metallsulfat, z. B. Aluminiumsulfat, und gegebenenfalls Natriumchlorid enthält.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bad Phosphorsäure und Wasser im Verhältnis von 2 : i enthält.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Bad Phosphorsäure, Salzsäure und Wasser in gleichen Volumenmengen enthält.
DEB170229D 1935-04-20 1935-06-30 Verfahren zum Entfernen mehrschichtiger, aus verschiedenen Metallen bestehender UEberzuege Expired DE632382C (de)

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