DE631245C - Windfuehrung fuer Kupoloefen - Google Patents

Windfuehrung fuer Kupoloefen

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DE631245C
DE631245C DES109996D DES0109996D DE631245C DE 631245 C DE631245 C DE 631245C DE S109996 D DES109996 D DE S109996D DE S0109996 D DES0109996 D DE S0109996D DE 631245 C DE631245 C DE 631245C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/10Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
    • F27B1/16Arrangements of tuyeres

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Windführung für Kupolöfen Die Erfindung bezieht sich auf die Windführung für Kupolöfen und ähnliche Ofen unter Verwendung einer injektorartig wirkenden, in ein Hüllrohr hineinragenden Düse, deren Mündungsstelle in einer an den oberen Ofenteil und an den Schornstein angeschlossenen Ummantelung liegt. Aufgabe der Erfindung ist es, dem Ofen dauernd so viel Luft zuzuführen, daß die höchstmögliche Temperatur erreicht wird.
  • Zur Erzielung einer hohen Temperatur ist es nötig, in einer möglichst kurzen Zeit eine große Menge Kalorien frei zu machen. Zu diesem Zweck muß man, um einen guten Wirkungsgrad zu erreichen, die Verbrennung vollständig machen. Man muß also dem Ofen mindestens so viel Luft zuführen, wie für eine vollständige Verbrennung erforderlich ist. Andrerseits darf man dem Ofen nicht zu viel Luft zuführen, weil nur ein Teil hiervon der Unterhaltung der Verbrennung dienen würde, während der Rest in dieser Richtung nicht wirksam werden und bei seinem Durchgang durch den Ofen einen Verlust durch Aufnahme eines Teiles der freigelegten Kalorien verursachen würde.
  • Zur Führung eines Ofens, in welchem man eine hohe Temperatur zu erzielen wünscht, muß man also dauernd der Luftzufuhr zum Ofen die größte Aufmerksamkeit zuwenden. Die zugeführte Luftmenge muß sich zwischen zwei sehr engen Grenzen halten, da, wenn man diese nach oben oder unten überschreitet, ein Absinken der Temperatur stattfindet.
  • Handelt es sich im übrigen um metallurgische Ofen, wie Raffinier- oder Schmelzöfen, Kupolöfen oder Hochöfen, so würde ein Luftüberschuß noch andere Nachteile mit sich bringen, da durch ihn die behandelten Metalle oxydiert werden würden.
  • Um diese Aufgabe zu lösen, hat man bereits vorgeschlagen, durch das gleiche Gebläse zwei Luftrohrleitungen zu speisen, von denen die eine zur Speisung einer Einrichtung zur Erzeugung von künstlichem Zug dient. Durch eine Ventilklappe kann dabei das Verhältnis der beziehungsweise in jede Leitung eingeführten Teilluftmengen geändert werden, während die Summe dieser Teilmengen die gleiche bleibt. Die Steuerung des Ventils wird selbsttätig. durch einen Kolben bewirkt, der in einem Zylinder unter dem Einfluß einer Feder sowie andererseits des Unterdrucks verschoben wird, welcher durch eine Venturidüse erzeugt wird, die in der Speiseleitung des Ofens angeordnet ist. Eine solche Anordnung ist aber nur für Ofen mit künstlichem Zug anwendbar und bietet außerdem den schweren Nachteil, daß mechanische Vorrichtungen benutzt werden müssen, die unter der Einwirkung sehr schwacher Antriebskräfte beweglich sind, so daß die Wirkungsweise dieser mechanischen Einrichtung sehr stark von Zufällen abhängt.
  • Für Ofen mit umgekehrtem Zug ist es an-. dererseits bereits bekannt, eine i\Tebenleitung zwischen dem Luftzuführungskanal und einer Kammer anzuordnen, die einerseits mit dem Ofen und andererseits mit dem Schornstein in Verbindung steht. Durch diese Anordnung soll die Verbrennung des Kohlenoxyds gewährleistet werden, das gegebenenfalls bei einer @ unvollständigen Verbrennung in dem Ofen entsteht, wobei die durch dies;: zusätzliche Verbrennung erzeugte Wärme zum Erhitzen der Luft benutzt wird. Bei dieser Einrichtung handelt es sich also um einen Wärmerekuperator, aber nicht um eine Regelvorrichtung für die Luftzufuhr, welche unmittelbar im Ofeninnern eine vollständige Verbrennung ohne Luftüberschuß gewährleistet.
  • Ferner ist auch eine Windführung für Kupolöfen bekanntgeworden,. bei der eine inj ektorartig wirkende, in ein Hüllrohr hineinragende Düse verwendet wird, deren Mündungsstelle in einer an den oberen Ofenteil und an den Schornstein angeschlossenen Ummantelung liegt. Mit dieser Anordnung wurde aber bezweckt, in den Ofen gleichzeitig mit der Verbrennungsluft einen Teil der von der früheren Verbrennung stammenden Gase einzuführen, die aus dem Schornstein entnommen werden. Es handelte sich also auch bei dieser letztgenannten bekannten Anordnung nicht utri eine Vorrichtung zur gegelung der Luftzufuhr, da im Gegenteil die in den Ofen eingeführte Luftmenge gleichbleibend war.
  • Die Erfindung bedient sich nun der vorstehenden bekannten Einrichtung in einer neuartigen Weise, indem die Düse mit einer erheblich größeren Luftmenge betrieben wird, als zur vollständigen Verbrennung notwendig ist, wobei der Luftüberschuß in den Schornstein entweicht.
  • Das Wesentliche in der Wirkungsweise dieser Anordnung besteht darin, daß nur ein Teil der vom Injektor eingeblasenen Luft in den Ofen gelangt, während der Rest durch den zwischen der Düse und dem Hüllrohr gebildeten Ringraum unmittelbar in die Gasabzugsleitung gelangt. Das Verhältnis zwischen den beiden Luftmengen, d. h. der zum Ofen geführten und der unmittelbar abziehenden, ist indessen erfindungsgemäß nicht gleichbleibend. Läßt die Verbrennung nach, so geht eine größere Luftmenge zum Ofen, und wenn die Verbrennung ihren höchsten Wirkungsgrad -ereicht hat, so nimmt die dem Ofen zugeführte Luftmenge ab. Es geht also eine wirkliche Selbstregelung vor sich, deren Wirkungsweise, wie folgt, erklärt werden k_ ann.
  • - mmt die Stärke der Verbrennung ab, so @...,exingert sich auch die Menge der Verbrennuülgsgase. Infolgedessen sinkt der statische - "Druck im Innern des Ofens entsprechend. Aus diesem Grund kann die eingeblasene Luft leichter in den Ofen eintreten, und der Anteil der so eintretenden Luft aus der Gesamtluft steigt. Steigert sich umgekehrt die Verbrennung, so wird die Menge der Verbrennungsgase größer, der Druck im Ofen- steigt an, und das Einblasen der Luft in den Ofen wird erschwert und nimmt ab, wobei der Anteil der durch den Schornstein abziehenden Luft aus der Gesamtluft steigt.
  • Das System gemäß der Erfindung ermöglicht also eine Regelung der Luftzufuhr zum Ofen mit bewegungslosen Mitteln in Abhängigkeit von dem im Ofen herrschenden Druck. Der Versuch hat eindeutig bestätigt, daß das vorstehend beschriebene Ergebnis tatsächlich erzielt wird. Der Versuch wurde an einem Kupolofen, einem sog. Umschmelzofen, ausgeführt, bei welchem ohne besondere Vorsichtsmaßregeln ein Betrieb unter den besten Wirkungsgradbedingungen bei höchstmög licher Temperatur erreicht wurde.
  • Auf der beigefügten Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Abb. i ist eine Seitenansicht.
  • Die Abb.2 zeigt einen Schnitt nach der Linie II-II der Abb. i.
  • Abb. 3 ist eine Teilansicht nach Abb. 2 in größerem Maßstab.
  • Der Kupolofen ist mit i bezeichnet. Er besitzt an seinem Oberteil eine Verschlußeinrichtung 2 von beliebiger Art, die bei üb- , lichem Gang gestattet, die Gicht des Ofens ganz oder teilweise abzuschließen und den Ofen, in üblicher Weise zu beschicken.
  • Während des Betriebes ziehen die Gase, welche bei den im Ofen vor sich gehenden chemischen Umsetzungen entstehen, durch eine Leitung 3 ab, welche in die Vorrichtung q. ausmündet. Diese letztere stellt den wesentlichen Teil der Erfindung dar.
  • Die Vorrichtung q. besteht aus einem Injektor. Dieser wird durch eine Düse 5 gebildet, welche in ein Rohr 6 von beliebiger Form mündet, das in die Windkammer 7 des Ofens hineinführt. Die Injektordüse 5 und das zugehörige Rohr 6 werden von der Kapsel umgeben, in die das Rohr 3 führt. Die Kapsel q. ist außerdem durch ein anderes Rohr 8 mit dem Kamin 9 verbunden.
  • Die durch ein Gebläse oder eine sonstige geeignete Vorrichtung eingeblasene Luft tritt ; durch die Leitung io hinzu, welche mit der Düse 5 verbunden ist. Die in die Kammer 7 eintretende Luftmenge ist veränderlich. Die von der Düse 5 eingeblasene Luft kann zwei verschiedene Wege nehmen, den einen nach der Kammer 7 in Richtung des Pfeils i i, den andern nach der Kapsel ¢ in Richtung des Pfeils i2 (Abb. 3).
  • Das Verhältnis zwischen den Luftmengen, die in Richtung der Pfeile i i bzw. 12 gehen, hängt von dem statischen Druck im Innern des Ofens ab. Ist dieser Druck schwach, so zieht die Luft ganz oder fast ganz auf dem Weg i i, vermöge ihrer kinetischen Energie. Wird umgekehrt der Druck im Ofen stärker, so geht ein immer größerer Anteil der Luft über den Weg 12.
  • Nun steigt der Druck im Ofen um so stärker,, je lebhafter die Verbrennung ist. Infolgedessen entspricht einer sehr lebhaften Verbrennung eine Herabsetzung der Menge der eingeblasenen Luft, während einer verminderten Verbrennung eine Vermehrung der eingeblasenen Luftmenge entspricht.
  • Man ersieht also, daß sich eine Selbstrege-Jung vollzieht, die vollständig oder teilweise sein kann, indem bei einer Verminderung der Verbrennung die eingeblasene Luftmenge steigt, wodurch die Verbrennung wieder lebhafter wird, während bei einer Verbrennung, die den Höchstwert erreicht, die eingeblasene Luftmenge abnimmt, so daß kein Luftüberschuß eintritt.
  • Es besteht also immer Gleichgewicht und Selbstregelung. Da der Luftumlauf in den Metallschichten fortfällt; so sinkt die Temperatur nicht mehr ab. Der Gang wird gleichmäßiger. Eine Oxydation des Metalls kann nicht stattfinden, und die feuerfesten Steine sind nicht mehr der Wirkung der kalten Luft ausgesetzt. Man kann daher zahlreiche Anwendungen bedeutsamer Art dieses Verfahrens in Betracht ziehen.
  • Beispielsweise kann man die Vorrichtung mit ioo°%o Stahlschrott beschicken, dem man natürlich-vorher Silicium und Mangan zugegeben hat. Man erhält -auf diese Weise ein Enderzeugnis, welches nichts anderes darstellt als ein synthetisches Gußeisen von sehr hohen mechanischen Eigenschaften. Benutzt man Holzkohle an Stelle von Koks, so erhält man ein noch viel bemerkenswerteres Erzeugnis, in welchem man kaum eine Spur von . Schwefel vorfindet.
  • Dieses Verfahren kann für alle Schmelz-, Raffinier- oder sonstigen Öfen Anwendung finden, in denen man einem Brennstoff ein Verbrennungsmittel im Überschuß zumischen muß und wo dieses letztere wegen des in die Vorrichtung hineingeschickten Luftüberschusses Störungen verursachen könnte.

Claims (1)

  1. PliTENTANSPRUCH Windführung für Kupolöfen und ähnliche Öfen unter Verwendung einer injektorartig wirkenden, in ein Hüllrohr hineinragenden Düse, deren Mündungsstelle in einer an den oberen Ofenteil und an den Schornstein angeschlossenen Ummantelung liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse mit einer erheblich größeren Luftmenge betrieben wird, als zur vollständigen Verbrennung notwendig ist, wobei der Luftüberschuß in den Schornstein entweicht.
DES109996D 1932-07-05 1933-07-05 Windfuehrung fuer Kupoloefen Expired DE631245C (de)

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FR631245X 1932-07-05

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