DE62937C - Verfahren des Umdrucks von Oelfarben von nacktem Papier auf andere Gegenstände - Google Patents

Verfahren des Umdrucks von Oelfarben von nacktem Papier auf andere Gegenstände

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DE62937C
DE62937C DENDAT62937D DE62937DA DE62937C DE 62937 C DE62937 C DE 62937C DE NDAT62937 D DENDAT62937 D DE NDAT62937D DE 62937D A DE62937D A DE 62937DA DE 62937 C DE62937 C DE 62937C
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R. THOMAS in Wien VI, Kanalgasse 9
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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M5/00Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein
    • B41M5/025Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein by transferring ink from the master sheet

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Einer beliebigen zum Drucken geeigneten Oelfarbe wird je nach der gewünschten Ablösungsfähigkeit des Druckes vom Papier mehr oder weniger Lack oder ungelöstes Harz (Copal, Bernstein, Dammar, Mastix, Sandarak u. s. w.) möglichst fein pulverisirt zugesetzt.
Mit solchen Farben werden nun satinirte oder nicht satinirte, geleimte oder nicht geleimte, aber nicht präparirte Papiere in geeigneter Weise bedruckt. Nach dem Drucken wird die noch feuchte Farbe, d. i. der frische Druck mit möglichst fein pulverisirtem Harz eingestäubt, welchem Harz man vortheilhaft fein pulverisirte trockene Farbe zusetzt.
Durch den Zusatz von Lack oder Harz zur Oelfarbe und durch das nachträgliche Bestäuben des frischen Druckes mit Harz oder Farben wird die Druckfarbe bezw. der fertige OeI-farbendruck löslich und mit Hülfe geeigneter Lösungsmittel für OeI und Harze (Terpentin oder dergleichen) übertraguhgsfähig, so dafs man durch Befeuchtung des Papiers mit solchen Lösungsmitteln die sich lösende aufgedruckte Farbe vom Papier auf andere Gegenstände übertragen kann.
Am besten eignet sich als Lösungsmittel Terpentinöl mit Wasser gemischt, da Wasser an den mit Farbe versehenen Stellen wirkungslos bleibt, dagegen die von Farbe freien Stellen des Papiers weich und geschmeidig macht.
Diese Mischung wird am besten mittelst eines Schwammes auf die Rückseite des Papiers aufgebracht. Sobald die Farbe auf dem Papier gelöst erscheint, druckt oder überträgt sich dieselbe auf jeden Gegenstand und haftet in kurzer Zeit fest. Es soll an dieser Stelle ausdrücklich betont werden, dafs auch der mit dem Druck zu versehende Gegenstand in keiner Weise zur Aufnahme des Druckes vorbereitet zu werden braucht. Der zu übertragende Druck wird entweder direct auf den Gegenstand aufgebracht und dann auf der Rückseite befeuchtet, oder es erfolgt umgekehrt die Befeuchtung zuerst und dann das Anlegen des Druckes. Die Uebertragung gröfserer Drucke erfolgt am besten durch Anreiben mittelst Bürsten.
Derartige Drucke lassen sich bei richtiger Behandlung selbst mehr als einmal abziehen.
Zur Unterscheidung dieses Verfahrens von den gebräuchlichen Abziehbildern mag der Hinweis genügen, dafs zur Herstellung der letzteren die Papiere präparirt, d. h. mit einem Ueberzug eines Klebemittels versehen sein müssen, so dafs der später aufgebrachte Druck nur auf dieser Klebmittelschicht haftet und mit.dieser beim »Abziehen« sich abschält, so dafs das verbrauchte Papier so rein wird, wie es vor dem Druck war. Es wird dabei naturgemafs vermieden, dafs die Farbe in das Papier eindringe. Bei vorliegenden Drucken wird im Gegentheil gesucht, möglichst viel Farbe in das Papier eindringen zu lassen und es durch Zusatz von Harz zur Farbe und durch nachheriges Aufstauben von Harz möglichst löslich zu machen, um mehrere Drucke von demselben Original herstellen zu können. Dies
ergiebt nicht nur den Vortheil der öfteren Verwendbarkeit, sondern auch den der bedeutend rascheren und billigeren Herstellung, aufserdem aber auch, dafs weder das zur Uebertragung dienende Papier, noch die mit dem Druck zu versehende Fläche in irgend welcher Art vorbereitet oder präparirt zu werden braucht.
Die neue Uebertragungsweise eignet sich sehr gut für Holzmalereien, Intarsien, Marmor-Imitation u. dergl.
Es ist selbstverständlich, dafs an Stelle des Papiers auch ein anderes geeignetes Material, z. B. Leinwand, als Träger der Drucke dienen kann, und dafs die Oelfarben auch in anderer Weise als durch Druck, z. B. mittelst Pinsels, aufgebracht werden können.

Claims (1)

  1. Pa te nt-Anspruch:
    Verfahren des Umdrucks von Oelfarben, darin bestehend, dafs die Oelfarben mit gepulvertem Harz gemischt, auf nacktes in keinerlei Weise vorbereitetes Papier aufgetragen, mit gepulvertem Harz eingestäubt und unter Benetzen der Rückseite des Papiers mit einem geeigneten Lösungsmittel wie wasserhaltigem Terpentinöl auf andere Gegenstände aufgedruckt werden.
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