DE628708C - Verfahren zur Vermeidung der Kraetzebildung beim Einschmelzen von gereinigtem Blei - Google Patents

Verfahren zur Vermeidung der Kraetzebildung beim Einschmelzen von gereinigtem Blei

Info

Publication number
DE628708C
DE628708C DEM129439D DEM0129439D DE628708C DE 628708 C DE628708 C DE 628708C DE M129439 D DEM129439 D DE M129439D DE M0129439 D DEM0129439 D DE M0129439D DE 628708 C DE628708 C DE 628708C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lead
melting
scratch formation
purified lead
avoiding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM129439D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
Priority to DEM129439D priority Critical patent/DE628708C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE628708C publication Critical patent/DE628708C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B13/00Obtaining lead
    • C22B13/06Refining

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Vermeidung der Krätzebildung, beim Einschmelzen von gereinigtem Blei Zum Reinigen von Blei hat man verschiedene Methoden angewandt. Die heute hauptsächlichsten sind wohl das Behandeln des geschmolzenen Bleis mit Luft zwecks Oxvdation der Verunreinigungen unter Abfließenlassen der gebildeten Abstriche und das Schmelzen mit Salzen, wie NazC03, NaCI, Na OH u. dgl. unter Zusatz von Oxydationsmitteln und Aufnahme der Verunreinigungen in den Salzschmelzen. Nach beiden Verfahren kann ein Blei von 99,9 °11° erhalten werden.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, Arsen, Antimon, Zinn und ähnliche Metalle aus Blei dadurch zu entfernen, daß das Blei bei etwa 6oo bis 65o' C mit Na O H oder Nag C 0g und Luft behandelt wird. Bei diesem Verfahren wird die aus der Alkaliverbindung und den Verunreinigungen erhaltene Schlacke so oft abgeschöpft und der Reinigungsvorgang unter jeweiligem Erneuern der Reinigungsmittelschicht so oft wiederholt, bis das Blei den gewünschten Reinigungsgrad hat.
  • Diese nach den üblichen Verfahren gereinigten Bleisorten weisen aber zuweilen noch den Nachteil auf, zu verkrätzen, d. h. bei dem Einschmelzen des gereinigten Bleis bilden sich Oxyde, die einerseits zu nicht unerheblichen Bleiverlusten und andererseits zu Werkstoffehlern, mangelhafter chemischer Beständigkeit usw., z. B. der aus dem Blei hergestellten Kabelmäntel, Anlaß geben. Dabei läßt sich nicht sagen, worauf diese Neigung zurückzuführen ist, da selbst Bleisorten von gleicher chemischer Zusammensetzung sich verschieden in bezug auf Krätzebildung verhalten und auch gerade gewisse, als sehr rein angesprochene Bleisorten stark zu Krätzebildüng neigen.
  • Es wurde nun gefunden, daß dieses Verkrätzen des Bleis praktisch ganz verhindert werden kann, wenn das bereits gereinigte Blei unmittelbar vor der Verarbeitung in schmelzflüssigem Zustand mit geschmolzenem Alkalihydroxyd, beispielsweise Ätzkali oder alkalihydroxydhaltigen Schlacken, behandelt wird.
  • Das Verfahren gemäß Erfindung wird beispielsweise folgendermaßen ausgeführt: Gereinigtes Blei, das zu Kabeln verpreßt werden soll, wird bei etwa 400° C geschmolzen und der Schmelze Ätzkali etwa in Mengen von o,r bis 5 °11° zugesetzt, so daB dieses eine dünne Schicht bildet, und die Schipelze gründlich durchgerührt. Nach einigen Minuten kann die Schlacke abgezogen werden oder z. B. bei Bleikesseln, die von unten entleert werden, auch auf dem Bade so lange verbleiben, bis sie ihre Wirksamkeit verliert.
  • Ein nach diesem neuen Verfahren behandeltes Blei hat den Vorteil, daß es seine Neigung zur Oxydbildung beim Schmelzen praktisch vollständig verloren hat. Die Bleiver-Iuste werden durch das neue Verfahren wesentlich verringert, und das Blei ist letzten Endes durch seine Oxydationsbeständigkeit beim Schmelzen sehr vielwertvoller.
  • In nachfolgenden Beispielen ist die Wirkung des Verfahrens erläutert. Das hierbei behandelte Asarco-Blei hat folgende Zusammensetzung: o,ooi °% Antimon, o,ooi % Kupfer, o,ooi ojo Zink, 0,03 °/o WisMut, o,oi % Eisen.
  • Beispiel i äoo g Asarco-Blei wurden bei 4000C io Minuten lang erhitzt. Es hatten sich $2 g Krätze, also i6,¢ oA, gebildet.
  • Beispiel 2 Auf 500,g auf 400"C erhitztes Asarco-Blei wurden iog Ätznatron während i0 Minuten zur Einwirkung gebracht. Es wurde dann Luft (4l/Min.) eingeleitet, die Metallschmelze io Minuten lang unter Umrühren behandelt und die sich bildende Schlacke dann von ;dem Metallbad entfernt. Es hatten sich `S g Krätze entsprechend 1,6 °/o gebildet.
  • Beispiel 3 Es wurde genau verfahren wie bei Beispiel 2, nur wurde statt Na O H K O H angewandt. Es konnte überhaupt keine Krätzebildung beobachtet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Vermeidung von Krätzebildung beim Verschmelzen von raffiniertem; Blei, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar vor dem Verarbeitungsvorgang das Blei in schmelzflüssigem Zustand mit geschmolzenem Alkalihy droxy d, vorzugsweise Ätzkali, behandelt wird.
DEM129439D 1934-12-09 1934-12-09 Verfahren zur Vermeidung der Kraetzebildung beim Einschmelzen von gereinigtem Blei Expired DE628708C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM129439D DE628708C (de) 1934-12-09 1934-12-09 Verfahren zur Vermeidung der Kraetzebildung beim Einschmelzen von gereinigtem Blei

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM129439D DE628708C (de) 1934-12-09 1934-12-09 Verfahren zur Vermeidung der Kraetzebildung beim Einschmelzen von gereinigtem Blei

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE628708C true DE628708C (de) 1936-04-14

Family

ID=7331733

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM129439D Expired DE628708C (de) 1934-12-09 1934-12-09 Verfahren zur Vermeidung der Kraetzebildung beim Einschmelzen von gereinigtem Blei

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE628708C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2915907C2 (de) Verfahren zur Rückgewinnung von Alkalimetall- oder Erdalkalimetalloxyden oder -hydroxyden
DE1496642A1 (de) Verfahren zur Behandlung von Glasteilen
DE811621C (de) Verfahren zur Reinigung von Zink-Elektrolyten mittels metallischer Faellungsmittel
DE628708C (de) Verfahren zur Vermeidung der Kraetzebildung beim Einschmelzen von gereinigtem Blei
DE1483165A1 (de) Verfahren und Anlage zur kontinuierlichen Raffination von Blei
DE510750C (de) Verarbeitung arsenhaltiger Materialien, insbesondere solcher, die Arsen und Kadmium enthalten
DE507769C (de) Behandlung von geschmolzenen Metallen und Legierungen, die mindestens zwei verschiedene Metalle enthalten, zwecks Abscheidung einer oder mehrerer dieser Metalle durch Anwendung von Oxydationsmitteln
DE745190C (de) Verfahren zur Entfernung von Zinn aus Bleilegierungen
DE656100C (de) Verfahren zur Raffinierung von Selen
DE487006C (de) Gewinnung von Zinn aus Legierungen und mechanischen Gemengen
AT139419B (de) Verfahren zur Erzeugung eines als Bestandteil von Glas-, Emaille-, Glasursätzen od. dgl. dienenden blei- oder bleioxydhaltigen Produktes.
DE853161C (de) Verfahren zur Gewinnung von Jod und Kalisalzen aus Hochofenflugstaub
DE674550C (de) Verfahren zur ununterbrochenen Entzinkung von fluessigem zinkhaltigem Blei
DE880402C (de) Verfahren zur Gewinnung von Indium aus indiumhaltigen Ausgangsstoffen
DE868669C (de) Verfahren zum Reinigen von Werkblei durch Filtration
DE1267804B (de) Verfahren zur Behandlung von Glas zur Erhoehung seiner Zaehigkeit und Festigkeit durch Ionenaustausch
DE455472C (de) Verfahren zur Gewinnung reiner Tonerde
AT101002B (de) Verfahren zur Behandlung metallhaltiger Materialien.
DE439876C (de) Raffinieren von Blei
DE885933C (de) Verfahren zur Entfernung der Metalle der zweiten Gruppe des periodischen Systems aus solche Metalle enthaltenden Aluminiumlegierungen
AT89984B (de) Verfahren zur Herstellung von Legierungen der Erdalkalimetalle.
DE811403C (de) Verfahren zur Erzeugung eines feinkoernigen Gefueges in Schriftmetallegierungen
DE685623C (de) Verfahren zum Entkupfern kupferhaltigen Roheisens und kupferhaltigen Eisenschrotts
DE730636C (de) Verfahren zur Entfernung von Eisensalzen aus solche enthaltenden Aluminiumsalzloesungen
DE439637C (de) Verfahren zur Herstellung von Eisenchromlegierungen