DE62866C - Milchschleudermaschine - Google Patents

Milchschleudermaschine

Info

Publication number
DE62866C
DE62866C DENDAT62866D DE62866DA DE62866C DE 62866 C DE62866 C DE 62866C DE NDAT62866 D DENDAT62866 D DE NDAT62866D DE 62866D A DE62866D A DE 62866DA DE 62866 C DE62866 C DE 62866C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steam
milk
drum
housing
cream
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT62866D
Other languages
English (en)
Original Assignee
PH. M, SHARPLES in Washington
Publication of DE62866C publication Critical patent/DE62866C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B9/00Drives specially designed for centrifuges; Arrangement or disposition of transmission gearing; Suspending or balancing rotary bowls
    • B04B9/06Fluid drive
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B15/00Other accessories for centrifuges
    • B04B15/02Other accessories for centrifuges for cooling, heating, or heat insulating

Landscapes

  • Centrifugal Separators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
>i (
Die Erfindung betrifft Centrifugen, welche dazu bestimmt sind, bei zusammengesetzten Flüssigkeiten die leichteren Theile von den schwereren zu trennen, so z.B. um die Sahne ■von der Milch abzusondern. Die Neuerung bezieht sich auf die Art und Weise des Antriebes der Centrifuge, sowie auf die Steigerung der Wirkung.
Die in ihrem Gehäuse aufgehängte Centrifugentrommel wird direct durch einen heifsen Luft- oder Dampfstrahl angetrieben, so dafs eine besondere Antriebswelle vermieden wird. Der Luft- oder Dampfstrahl greift am äufseren Mantel der Trommel an, letztere gleichzeitig mäfsig erwärmend, wodurch die Trennung der fetteren Sahne von der Milch beschleunigt wird.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 die Maschine im Längsschnitt dar. Fig. 2 ist ein Querschnitt durch das Gehäuse, welcher die Lage der Düsen für Luft oder Dampf zeigt. Fig. 3 und 4 sind Schnitt und Grundrifs einer abweichenden Construction. Fig. 5 zeigt noch eine abgeänderte Construction.
Die Trommel C ist mit einem in der Achse erhöhten Boden versehen, welcher in cl mit einem Zapfen in einem Vorsprung b des Gehäuses A gelagert ist. Der Punkt c1 liegt oberhalb des Schwerpunktes des Gefäfses C. Das Gehäuse A ist auf dem Fufs α befestigt, welcher mit einem centralen Abflufsrohr a1 versehen ist, das oben in einen Raum bB (zwischen dem Boden des Gehäuses A und einer Scheidewand fr1) mündet. Dieser untere Raum bs steht durch die Oeffnungen fr2 mit dem oberen Theil des Gehäuses in Verbindung. Auf dem oberen Rand des Gehäuses sind über einander Auffangteller D. und E mit dem Deckel F angebracht. Diese stehen mit dem offenen Halse c der Trommel in Verbindung und dienen zur Aufnahme der Milch wie der Sahne, welche während des Ganges der Maschine darin abgesetzt werden.
Die frische Milch kann in beliebiger Weise zugeführt werden, wie z. B. durch ein Rohr c3, welches gegeüber einer Schaufel c2 ausmündet, wodurch es mit dem Apparat rotirt.
Der Antrieb erfolgt durch einen oder mehrere Dampfstrahlen, welche durch Düsen α2 gegen aufsen an der Trommel angebrachte Schaufeln d geführt werden. Diese Schaufeln werden am zweckmäfsigsten . in der Höhe des Aufhängepunktes c1 angebracht. Man kann alsdann eine einzige Düse anwenden, ohne ein Schwanken des Gefäfses befürchten zu müssen. Die Schaufeln können in beliebigem Winkel und in beliebiger Stellung angeordnet werden. Die Düsen λ2, deren nach Fig. 2 drei Stück angebracht sind, sind symmetrisch im Kreise angeordnet, so dafs kein Schwanken des Gefäfses verursacht wird. Oberhalb der Schaufeln ist eine ringförmige Scheidewand h aus Glas oder anderem nicht schnell zu erwärmenden Material gelegt, welche in α3 aufliegt und das Dampfgefäfs so nach oben abschliefst.
Die Maschine kann durch irgend einen Dampfstrom angetrieben werden, doch empfiehlt es sich, frischen gespannten Dampf oder einen durch Dampf mitgerissenen Strahl einer Flüssigkeit zu verwenden, denn es ist bei der grofsen Umdrehungszahl der Centrifugen ein Strahl von grofser Geschwindigkeit erforderlich.
ί Ν
Da die Milch unter beständigem Zuflufs in das Gefäfs tritt, wird durch die Centrifugal kraft eine beständige, vorläufig noch unvollkommene Trennung der Milch und der Sahne herbeigeführt. Die erstere, mit noch einer Beimischung von Sahne versehen, wird gegen die Aufsenwandung des Gefäfses geprefst. Um nun die Trennung dieser Theilchen von der Milch zu beschleunigen, hat man sonst wohl die Milch mit einer höheren Temperatur in den Apparat gebracht. Dieses ist bei vorliegender Einrichtung nicht nöthig, denn die Erwärmung geschieht von aufsen durch den Dampf. Nachdem die Temperatur der Milch auf diese Weise erhöht ist, wird jedes Theilchen Sahne sofort ausgeschieden und gesellt sich zu der bereits ausgeschiedenen, im Innern verbleibenden Masse von Sahne, deren Temperatur nur um Weniges erhöht wird, da die äufsere Masse der Magermilch sie gegen die Hitze' schützt.
Die Scheidewand h bezweckt, die oberhalb derselben gelegenen Theile des Apparates gegen Hitze zu schützen. Die Düsen α2 sind deshalb auch ein wenig abwärts gerichtet. Die als Ventilator wirkenden Turbinenschaufeln tragen dazu bei, den Dampf durch die Oeffnungen b2 und den centralen Abflufsa1 hinauszutreiben. Die Platte bx schützt den Boden des Gehäuses gegen die directe Einwirkung des Dampfes.
Fig. 3 und 4 zeigen eine etwas abgeänderte Construction. Die Centrifugentrommel ist in derselben Weise aufgehängt, nur liegt der Stützpunkt m bedeutend oberhalb des Schwerpunktes. Die- Drehung erfolgt hier durch Reaction statt durch Stofs, indem der Dampf vermittelst des Rohres η und des centralen Dampfeintritts k, welcher durch den Kugelzapfen m mit den Kanälen / / in Verbindung steht, in den Düsen oder Mundstücken I1 I1 an der Peripherie des Gefäfses ausmündet. Der Dampfaustritt erfolgt durch die Oeffnungen g des Gehäuses.
In Fig. 5 wird der Dampf von oben durch eine in der Achse des Apparates angebrachte Düse n1 eingeblasen, wodurch der Kugelzapfen (Fig. 3) vermieden wird und durch einen anderen, möglichst wenig Reibung erzeugenden ersetzt werden kann.
Die Vortheile dieser Construction, sowie der Arbeitsmethode gegenüber der bisher gebräuchlichen sind nach Angabe des Erfinders folgende: Die Aufhängung der Centrifugentrommel in einem Punkte, sowie der directe Angriff der Triebkraft machen viele Theile überflüssig. Bei der grofsen Umdrehungsgeschwindigkeit der Centrifuged ist es nöthig, dafs die Drehungsachse genau durch die Schwerpunktsachse gelegt wird, was. durch die Aufhängung in nur einem Punkt der Schwerpunktsachse vereinfacht wird, während bei Anwendung einer Welle, sowie deren Achse nur ein wenig von der Schwerpunktslinie abweicht, sofort grofse Nachtheile entstehen, z. B. Heifslaufen der Zapfenlager. Bei vorliegender Construction dagegen würde, auch wenn ein Abweichen der Drehachse von der Schwerpunktsachse stattfände, noch kein grofser Nachtheil entstehen.
Der Hauptvortheil, welcher durch die Erwärmung der Milch während der Thätigkeit der Maschine erzielt wird, ist eine Beschleunigung des Abrahmeprocesses im allgemeinen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Milchschleudermaschine, deren mit Flügeln d oder Düsen P ausgestattete Trommel ohne Welle mittelst eines Spurzapfens c1 aufgehängt ist und durch Dampf oder heifse Prefsluft direct angetrieben wird, wobei die Trommel durch die am Gehäuse A angebrachte Scheidewand h von den Auffangtellern abgeschlossen ist, zum Zweck der Erwärmung nur des Trommelinhalts durch das Betriebsmittel.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT62866D Milchschleudermaschine Expired - Lifetime DE62866C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE62866C true DE62866C (de)

Family

ID=336829

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT62866D Expired - Lifetime DE62866C (de) Milchschleudermaschine

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE62866C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1034550B (de) * 1955-01-14 1958-07-17 Suerth Maschf Durch eine Druckluftturbine angetriebene Ultrazentrifuge
DE9415521U1 (de) * 1994-09-24 1995-02-02 Gall, Holger, 21629 Neu Wulmstorf Vorrichtung zur mechanischen Gewinnung von pflanzlichem Öl

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1034550B (de) * 1955-01-14 1958-07-17 Suerth Maschf Durch eine Druckluftturbine angetriebene Ultrazentrifuge
DE9415521U1 (de) * 1994-09-24 1995-02-02 Gall, Holger, 21629 Neu Wulmstorf Vorrichtung zur mechanischen Gewinnung von pflanzlichem Öl
WO1996009119A1 (de) * 1994-09-24 1996-03-28 Holger Gall Zentrifuge zur mechanischen gewinnung von pflanzlichem öl

Similar Documents

Publication Publication Date Title
US1061656A (en) Separator for mechanical mixtures of gases.
DE1961734C3 (de) Zentrifuge
DE62866C (de) Milchschleudermaschine
DE3415519C2 (de)
US4254904A (en) Pocket-type sieve centrifuge
DE3622959A1 (de) Kontinuierlich arbeitende siebzentrifuge mit obenliegendem antrieb
DE918185C (de) Schleudermuehle
DE593290C (de) Schleudermaschine mit senkrechter, sich nach unten kugelfoermig erweiternder Siebtrommel und einer die Bewegung des Schleudergutes verzoegernden Austragsschnecke
DE825538C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Ausscheidung von in Gasen oder Gasgemischen suspendierten feinen festen, fluessigen oder nebelfoermigen Teilchen
US2489678A (en) Centrifugal foam breaker
DE530646C (de) Vorrichtung zum Trennen von Gasgemischen durch Zentrifugieren
DE156982C (de)
US2100117A (en) Apparatus for treating materials
US4729760A (en) Apparatus for the centrifugal separation of a mixture of phases
DE2245019A1 (de) Kontinuierlich arbeitende zuckerzentrifuge
DE1278952B (de) Zentrifuge zum kontinuierlichen Trennen von Feststoff-Fluessigkeitsgemischen, insbesondere Zuckerzentrifuge
DE50333C (de) Ununterbrochen wirkende Schleudermaschine
DE944000C (de) Kontinuierlich arbeitende Siebschleuder
DE2800897A1 (de) Anlage zum kontinuierlichen abtrennen durch zentrifugieren, insbesondere fuer zum raffinieren bestimmten zucker
DE505249C (de) Ununterbrochen wirkende Schleuder fuer Rohzucker
DE623279C (de) Schleudermaschine mit tangential entgegengesetzt der Trommeldrehrichtung an der Trommel angeordneten Ausflussduesen
US3467304A (en) Centrifugal machine
CH132976A (de) Maschine zum Bearbeiten von dickflüssigen Massen.
DE53555C (de) Neuerung an verticalen Schleudertrommeln
DE180863C (de)