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Schallsender In dem Patent 561 966 ist ein. mit Druckluft betriebener
Schallsender beschrieben, welcher besonders geeignet ist zur Abgabe kurzer, mit
voller Lautstärke einsetzender Töne von großer Stärke und sehr kurzer Dauer, wie
sie besonders für die Echolotung in Luft gebraucht werden. Die charakteristische
Wirkungsweise wird bei dieser Art von Schallsendern erzielt durch den unmittelbaren
Zusammenbau des tonerzeugenden Organs mit einem besonderen Druckluftbehälter, der
ohne Leitung seinen Druckgasinbalt direkt dem tonerzeugenden Organ zuführt. Die
Steuerung des als Differentialventil gebauten Einlasses für die Druckluft zum tonerzeugenden
Organerfolgt hierbei zweckmäßig elektromagn:etisch, wobei der :eine Ventilteller
als Magnetanker ausgebildet ist.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Weiterbildung dieses Senders. Als
tonerzeugendes Organ dient bei dem Sender nach dem Hauptpatent :eine Lippenpfeife.
Es hat sich gezeigt, daß dem Pfeifenprinzip noch gewisse Nachteile anhaften. Erfindungsgemäß
ist bei einem im übrigen nach denselben Grundsätzen gebauten Schallsender die Pfeife
durch eine Sirene ersetzt, besä. der Einsatz und Ende des Tones noch schärfer werden
als bei einer Pfeife und mit deren Hilfe sich vor allem viel größere und während
der Tondauer völlig gleichbleibende Lautstärken :erzielen lassen.
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Aufbau und Wirkungsweise sind an Hand von Abb. r und 2 im folgenden
auseinandergesetzt.
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Abb. r stellt eine Seitenansicht des Tonsenders im Querschnitt dar,
Abb. 2 einen Querschnitt durch den tonerzeugenden Teil.
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Das Gehäuse r des Tonsenders ist als geschlossener Hohlzylinder ausgebildet.
Durch den Rohranschluß 2 erfolgt die Zufuhr des komprimierten Gases, z. B: von Preßluft,-aus
einem beliebigen Vorratsbehälter. In das eine Ende des. Hohlzylinders ist ein Elektromagnet
5 eingebaut. Im Innern des: Hohlzylinders ist iaxial verschiebbar auf dem Schaft
3 ein Doppelsitzventil angeordnet. Die Ventilteller desselben, 3 und q., sind mit
etwas voneinander verschiedenen Durchmessern bzw. Flächen ausgebildet. Bei einer
solchen Anordnung ist zum Schließen des Ventils bekanntlich nur die Differenz der
:auf beide Ventilteller wirkenden Drücke zu überwinden. Der :eine Ventilteller 3
ist hierzu ,als Magnetanker ausgebildet oder mit einem solchen verbunden. Das Schließen
des Ventils geschieht durch den Elektromagneten 5 über eine Batterie und einen Schalter
12. Die Ränder
der beiden Ventilteller setzen sich in mit Gummi
Hausgefütterte ripgförrräge Ventilsitze 6 und--- und bewirken ,einen vollkommen
dichten AbschluB_-- des _ Gehäuseinnern gegen die Außenluft.
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Dias tonerzeugende Organ des Tonsenders ist nach Art den bekannten
Sirenen .ausgebildet. Es besteht aus :einem glockenförnv:-gen Rotationskörper 9,
dessen Rand über dien Hohlzylinder i greift. In den übergreifenden Rand sind eine
genügende Anzahl Löcher i i gebohrt, welche einer gleichen oder kleineren Anzahl
'quadratischer Austrittsöffnungen, i o im Rand des Hohlzylinders i gegenüberstehen.
Der Rotationskörper ist auf eine Achse 14 gesteckt und wird durch reinen Elektromotor
i9 über rein Zwischenrad 18 angetrieben. Durch reinen besonderen Regler zo am Elektromotor
ist dafür gesiorgt, daß die Drehzahl während der Signalabgabe konstant bleibt.
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Das öffnen dc?s Ventils bzw. die Tonabgabe erfolgt durch Aberregung
des Elektromagneten 5 beim öffnen des Schalters 12. Das Doppelsitzventil bewegt
sich hierbei plötzlich in der Peilrichtung abwärts und öffnet die Austrittsöffnungen
i o. Die im Innern des Gehäuses angesammelte Luft tritt durch die öffnungen aus
und wird in bekannter Weise durch den Drehkörper 9 zerschnitten. Die Tonhöhe ist
gegeben durch die Anzahl der Löcher und die Drehgeschwindigkeit.
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Die Zurückführung des Doppelsitzventils in seine Ruhelege geschieht
unter der Einwirkung reiner Feder z 1 und der Anzugskraft des bereits erwähnten
Elektrromagneten 5. Sollen besonders kurze Signalre gegeben werden, deren Zeitdauer
1/10o Sekunde nicht überschreitet, so ist @es notwendig, den Schalter 1Z nur sehr
kurze Zeit geöffnet zu halten. In. diesem Falle unterstützt der wiederkehrende Magnetismus
des Magneten 5 das, Schließen des Ventils.
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Für kurze Töne ist es zweckmäßig, den Querschnitt - des Zuleitungsrohres
kleiner zu machen äls die Summe der Sirenenöfiriungen.
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Die Form der Austrittsöffnungen io i111 .Hohlzylinder und i i im Rotationskörper
hat Einfiuß auf die Reinheit des ;abgegebenen Tones. Für reinen sinusförmigen Ton
ist res notwendig, daß die periodischen Druckschwankungen in der Luft nach einer
Sinusfunktion erfolgen. Die Rechnung rergibt, daß bei Ausbildung der Löcher als
Quadrat und Kreis. dieser Forderung Genügte geleistet wird.
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Der Sender ist von einem Schalltrichter i2 umgeben, welcher auf den
Hohlkörper so aufgesetzt ist, daß der Schall in axialer Richtung abgestrahlt wird.
Der Rand dieses Schalltrichters ist mit einem Flansch versehen und dient zur Befestigung
des Schallsenders in einer Wand, beispielsweise im -Tragdeck eines Flugzeuges.
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Sender dieser Art reignen sich zur Abgabe sehr kurzer Morsezeichen
von kurzer Dauer. Die Zeichenabgabe erfolgt mit Hilfe des Schalters 12, der dann
als Morsetaste ausgebildet ist. Wegen dps größeren Luftverbrauches ruß dann aber
der Querschnitt der Zuführung 2 größer bemessen werden als für die Abgabe einzelner
Töne in größeren Zeitabständen.