DE628333C - Thermostat fuer Piezokristalle - Google Patents
Thermostat fuer PiezokristalleInfo
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- DE628333C DE628333C DER89631D DER0089631D DE628333C DE 628333 C DE628333 C DE 628333C DE R89631 D DER89631 D DE R89631D DE R0089631 D DER0089631 D DE R0089631D DE 628333 C DE628333 C DE 628333C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03L—AUTOMATIC CONTROL, STARTING, SYNCHRONISATION OR STABILISATION OF GENERATORS OF ELECTRONIC OSCILLATIONS OR PULSES
- H03L1/00—Stabilisation of generator output against variations of physical values, e.g. power supply
- H03L1/02—Stabilisation of generator output against variations of physical values, e.g. power supply against variations of temperature only
- H03L1/04—Constructional details for maintaining temperature constant
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Description
Die Erfindung betrifft einen Thermostaten zur Regelung der Temperatur eines Piezokristalles,
wie er bei Geräten für drahtlose Telegraphie verwendet wird.
Die bekannten Thermostaten enthalten verhältnismäßig zerbrechliche Teile und benötigen besondere Schutzeinrichtungen hierfür. Ferner halten sie nicht genau die konstante Temperatur inne, da ein Teil der Flüs- sigkeit, die das eine Element des Thermostaten bildet, der Raumtemperatur ausgesetzt ist. Es sind bereits Wärmeschalter bekannt, bei denen eine kontaktbildende Quecksilbersäule durch einen gasförmigen Expatnsionskörper gesteuert wird. Auch sind Wärmeschalter bekannt, bei denen das Expansionsmittel teilweise aus Gas, teilweise aus Flüssigkeit (Öl) besteht. Allen diesen bekannten Anordnungen haften verschiedene Mängel an. Ein gasförmiger Expansionskörper besitzt feeine genügende Wärmeleitfähigkeit. Ferner berührt das Expansionsmittel auch bei Anordnungen, die Öl als SteuerfLüssigkeit enthalten, unmittelbar die Oberfläche des im Knierohr befindlichen Quecksilbers. Das bedingt, daß der Apparat durch Umkippen und Erschütterungen in seiner Wirkungsweise beeinträchtigt wird, da hierbei die Flüssigkeitsverteilung vielfach geändert wird, so daß auch nach Wiedereinstellung des Apparates in seine normale Lage verschiedene Teile des Gas-, Öl- und Quecfcsilberinhaltes ihre gegenseitige Lage geändert haben.
Die bekannten Thermostaten enthalten verhältnismäßig zerbrechliche Teile und benötigen besondere Schutzeinrichtungen hierfür. Ferner halten sie nicht genau die konstante Temperatur inne, da ein Teil der Flüs- sigkeit, die das eine Element des Thermostaten bildet, der Raumtemperatur ausgesetzt ist. Es sind bereits Wärmeschalter bekannt, bei denen eine kontaktbildende Quecksilbersäule durch einen gasförmigen Expatnsionskörper gesteuert wird. Auch sind Wärmeschalter bekannt, bei denen das Expansionsmittel teilweise aus Gas, teilweise aus Flüssigkeit (Öl) besteht. Allen diesen bekannten Anordnungen haften verschiedene Mängel an. Ein gasförmiger Expansionskörper besitzt feeine genügende Wärmeleitfähigkeit. Ferner berührt das Expansionsmittel auch bei Anordnungen, die Öl als SteuerfLüssigkeit enthalten, unmittelbar die Oberfläche des im Knierohr befindlichen Quecksilbers. Das bedingt, daß der Apparat durch Umkippen und Erschütterungen in seiner Wirkungsweise beeinträchtigt wird, da hierbei die Flüssigkeitsverteilung vielfach geändert wird, so daß auch nach Wiedereinstellung des Apparates in seine normale Lage verschiedene Teile des Gas-, Öl- und Quecfcsilberinhaltes ihre gegenseitige Lage geändert haben.
Nach der Erfindung wird zur Ausübung der Thermostatwirkung von einem verbesserten
Wärmeschalter mit durch Expansionsflüssigkeit, wie Öl u. dgl., gesteuerter Quecksilbermasse
Gebrauch gemacht, wobei die oben erwähnten Nachteile vermieden werden. Das wird erfindungsgemäß dadurch erreicht,
daß das Quecksilber in einer besonderen deformierbaren
Kammer sich, befindet, welche dasselbe von der die Kammer allseitig- umgebenden
Expansionsfliüssigkeit trennt. Hierdurch ist die Möglichkeit einer Änderung
der räumlichen Verteilung der Flüssigkeiten vollkommen ausgeschlossen. Infolgedessen
wird der Apparat weder durch Umkippen noch durch starke Erschütterungen in seiner
Wirkungsweise beeinträchtigt.
Fig. ι zeigt einen Thermostaten gemäß der Erfindung im Grundriß, sowie die dazugehörige
Schaltung.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach 2-2 der Fig. 1.
Fig. 3 zeigt in größerem Maßstabe den unteren Teil von Fig. 2 in einer abgeänderten
Ausführung.
Fig. 4 zeigt einen Teil der Fig. 2 in größerem Maßstabe.
Der Thermostat 1 befindet sich in 'einem Metallgehäuse 2, das von einem schweren
Metalldeckel 3 abgeschlossen ist, zum Zwecke,
die Temperatur möglichst konstant zu halten. Auf diesem Deckel ist durch Schrauben 6 und 7
ein Zylinder 4 befestigt, in dem sich der Piezokristall 5 befindet. Dieser Zylinder ist
seinerseits durch einen Deckel 8 abgeschlossen. Um den Kristall 5 liegen Distanzringe
11 und 12, deren Höhe etwas größer ist als
die Dicke des Kristalls und die durch Stifte 13 auseinandergehalten werden. Der Deckel 3
bildet gleichzeitig die untere -Elektrode. Die obere Elektrode 16 ist durch Schrauben 17
und 18 an eine Platte 16a angeschraubt, auf
der andererseits ein elastischer Bügel 19 befestigt
ist. Die Spannung dieses Bügels wird durch eine Schraube 21 eingestellt.
Innerhalb des Gehäuses 2 liegt das .Temperaturregelelement
25, das aus zwei Räumen besteht. Der obere Raum-26 ist mit einem
innerten Gas, wie Helium, Stickstoff oder Argon, gefüllt; der untere Raum 27 besteht
aus elastischem Stoff und ist so geformt, daß sein Volumen sich merklich ändert,
wenn das Verhältnis, des Innendruckes zum Auißendruck geändert wird. Es enthält eine
Quecksilberfüllung 28 von einer solchen Hohe, daß bei normaler Raumtemperatur diese mit
der unteren Elektrode 29 (Fig. 4) Kontakt macht. Etwas höher liegt eine zweite Elektrode
30, die einen !elektrischen Kreis schließt, wenn das Quecksilber bei einer Erhöhung
der .Temperatur weiter steigt. Die untere Kammer 27 wird zentriert und in der richtigen
Höhe gehalten durch einen Ring 31 und durch Filzringie32 undj33x die ihrerseits
durch 'einen Ring 3 4 abgeschlossen' sind. Die obere Kammer 26 ist von einer Heizwicklung
2,7 umgeben. Ein Kurzschluß des Heizdrahtes
37 mit dem Deckel 3 wird durch Ansätze 3 8 verhindert. Die Enden des Heiz-Widerstandes
sind mit den Klemmen 42 und 42' verbunden, die Muttern 43 und Scheiben :
47 /und Isolierrohre 49 und 50 tragen. Die Elektroden 29 und 30 sind mit Klemmen 51
und 52 verbunden, die die Muttern 53 und 54r die Scheiben 55 und 56 und die Isolations-.
rohre 55° und 56« tragen, 57 ist ein Relais,
dessen Spule über eine Batterie 57° und Leitungen
60 und 61 mit den Kontakten129 und
30 verbunden ist, um den Heizkreis S9,, 33,
62 zu regeln. Wenn das Qucksilber genügend hoch steigt, wird der Relaiskreis durch
Schließen der Kontakte 29 und 30 geschlossen. Der verbleibende Raum im Gehäuse 2 ist
mit Öl 63 oder einer ähnlichen" Flüssigkeit gefüllt, das durch den Stutzen 64 eingefüllt
wird. 'Nach dem Einfüllen wird dieser Stutzen durch die Schraube 66 verschlössen. In_ dem
Block 3 ist ein Thermometer 70 eingelassen. Fig. 3 zeigt eine andere Einrichtung zur
Einstellung des Temperaturbereiches. Sie enthält eine Einstellschraube 71, eine federnde
Scheibe 72 und eine Membran 73, durch deren Heben oder Senken das Volumen der Flüssigkeit
in dem Raum 2 geändert werden kann.
Fig. 4 zeigt die Befestigung der Metallwiände 80 an den verdickten .Teilen 81 der
oberen Kammer 26. Der Teil 81 enthält eine Öffnung 82, in die die Elektroden 29 und
30 hineinragen.
Die Arbeitsweise des beschriebenen Gerätes
ist folgende:
Bei allen Temperaturen unterhalb eines gewissen "Wertes, steht das Quecksilber 28
•nicht hoch genug in der Bohrung 82, um den Relaiskreis zwischen den Elektroden 29
und 3P zu sichließen. Wenn dieser Kreis offen ist, schließt sich das Relais 57, so
daß Strom durch die Heizwicklung 36 fließt, wodurch die Temperatur des ganzen Gerätes
erhöht mrd. Die nicht leitende Flüssigkeit 63 dehnt sich1 schneller aus, als die dicken
Wände des Gehäuses 2. Hierdurch wird die Kammer 27 etwas zusammengedrückt, was ein
Ansteigen des Quecksilbers in der Bohrung 82 zur Folge hat. Bei einer bestimmten
Temperatur wird demnach der Kreis zwischen den Elektroden 29 und 30 geschlossen. Dieses
hat zwo: Folge, daß das Relais 57 den Heizkreis öffnet und den Widerstand 36 stromlos
macht. Wenn sich nun der Block 2 und sein Inhalt abkühlt, zieht sich die nicht leitende Flüssigkeit 63 schneller zusammen
als der Block 1; es fällt das Quecksilber in der Bohrung 82, es öffnet sich der Kreis
zwischen den Elektroden 29 und 30, und der Kreislauf beginnt von neuem. Die .Temperatur
wird so auf einem Wert gehalten, der gerade genügt, um den Kreis zwischen
den Elektroden 29 und 30 zu schließen.
Erforderlichenfalls kann man das Relais too
57 weglassen und das Heizelement bei Erreichung der richtigen Temperatur dadurch
kurzsichBeßen, daß durch eine nicht gezeichnete
Leitung die Klemme 51 mit der Klemme 42' und durch eine andere Leitung 52 mit
42 verbunden wird. Der Heizstrom wird dann über 'einen strombegrenzenden Widerstand
mit den Klemmen 42 und 42' verbunden.
Zur Einstellung ' der aufrechtzuhaltenden Temperatur braucht man nur die Menge des
Öles1 63 zu verändern. Zu diesem Zweck
wird durch den Stutzen 64 Öl eingefüllt und die Temperatur des Gehäuses 2 dann auf
den gewünschten Wert gebracht. Wenn die neue -Temperatur leinen kleineren Wert hat,
wird mehr Flüssigkeit eingefüllt und umgekehrt. Wenn die gewünschte aufrechtzuerhaltende
Temperatur erhalten ist, wird der Stutzen durch die Schraube 66 abgeschlossen und der Raum in dem Stutzen über der
Schraube mit Wachs 83 gefüllt.
Wenn das Regelgerät auf eine bestimmte ■Temperatur eingestellt ist und aus irgendeinem
Grunde seine Temperatur über diesen Wert steigt, so wird das Quecksilber durch die Bohrung 82 in den oberen Raum 26 gedrückt,
wodurch das in diesem befindliche Gas komprimiert wird. „Das Verhältnis der
Größe des Raumes 26 zu dem verbleibenden Raum muß so sein, daß innerhalb der üibliehen
Temperaturgrenzen der Gasdruck nicht zu groß wird. Wenn das Gerät bei einer gegebenen
Temperatur in Betrieb ist und sich aus irgendeinem Grunde abkühlen sollte, wird Gas aus dem Raum 26 durch die Bohrung 82
in den Raum 27 gedrückt, so daß dieser expandiert und dadurch das verringerte Volumen der Flüssigkeit ausgeglichen wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Thermostat für Piezokristall© mit Regelung der Heizung durch Kontaktthermometer, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktflüssigkeit (28) (z. B. Quecksilber) in ,einer deformierbaren Kammer (27) sich befindet, die durch eine enge Verbindung (82), worin sich die Kontaktvorrichtung (30, 29) befindet, mit einer darüber befindlichen Gaskammer (26) in Verbindung steht und in ihrem Volumen durch 'eine die genannte Kammer umgebende, 'beheizte, verhältnismäßig gut wärmeleitende Flüssigkeit (63), die ihren Behälter ganz ausfüllt, automatisch geregelt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US628333XA | 1933-01-10 | 1933-01-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE628333C true DE628333C (de) | 1936-04-03 |
Family
ID=22045123
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER89631D Expired DE628333C (de) | 1933-01-10 | 1934-01-10 | Thermostat fuer Piezokristalle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE628333C (de) |
-
1934
- 1934-01-10 DE DER89631D patent/DE628333C/de not_active Expired
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