DE622989C - Vorrichtung zur Erzeugung stroboskopischer Lichtwirkungen fuer Reklamezwecke auf einem elektromotorisch angetriebenen Drehkoerper - Google Patents

Vorrichtung zur Erzeugung stroboskopischer Lichtwirkungen fuer Reklamezwecke auf einem elektromotorisch angetriebenen Drehkoerper

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DE622989C
DE622989C DEG84363D DEG0084363D DE622989C DE 622989 C DE622989 C DE 622989C DE G84363 D DEG84363 D DE G84363D DE G0084363 D DEG0084363 D DE G0084363D DE 622989 C DE622989 C DE 622989C
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Description

  • Vorrichtung zur Erzeugung stroboskopischer Lichtwirkungen für Reklamezwecke auf einem elektromotorisch angetriebenen Drehkörper Die Erfindung umfaßt Verbesserungen an Vorrichtungen zur Erzeugung stroboskopischer Lichteffekte mittels auf einer Drehscheibe angebrachter elektrischer Entladungsröhren, vorzugsweise für Reklamezwecke, insbesondere Einrichtungen, die einen ständigen Wechsel der Bildeindrücke bewirken.
  • Der Gegenstand der Erfindung betrifft den Antrieb für diese Drehscheibe und die Schaltung der Entladungsröhre bzw. einer Wechselstrom- oder intermittierenden Gleichstromquelle, deren Frequenz derart gesteuert wird, daß die Entladungsröhren stets eine bestimmte Anzahl einzelner Stromimpulse erhalten und daß eine Einrichtung zur direkten Steuerung des relativen Drehzahlverhältnisses des rotierenden Körpers zur Frequenz der Stromquelle vorhanden ist, die das Verhältnis zwischen der Frequenz der einzelnen Stromimpulse und der Drehzahl des rotierenden Körpers fest oder veränderlich gestaltet.
  • Ein einziger Motor treibt den Drehkörper mit konstanter Geschwindigkeit und gleichzeitig eine Anzahl Schalter bzw. Kommutatoren an, und zwar jeden Schalter mit einer verschieden konstanten oder- verschieden veränderlichen Geschwindigkeit. Ferner werden durch diesen Motor auch Schaltvorrichtungen selbsttätig angetrieben, die die erstgenannten gleichzeitig oder in einer bestimmten Reihenfolge nacheinander wieder auslösen.
  • Um schnelle Wechsel der Spannungsanstiege zu erhalten, wurden besondere Schaltungen benötigt, da mit dem normalen Wechselstrom nicht genügend scharfe stroboskopische Bildeindrücke zu erzielen sind. Für die vorliegenden Zwecke findet deshalb ein Transformator mit besonders scharfer Wellenform Verwendung.
  • Eine Anzahl elektrischer Entladungsröhren werden nach der Erfindung aufeinanderfolgend oder in bestimmten Gruppen über einen Verteiler an Spannung gelegt und zum Leuchten gebracht. Schallsichere Kästen dienen zur Aufnahme des Antriebes und der Kontaktgeber . bzw. -trenner. Befestigungen aus nachgiebigem Stoff, beispielsweise Schwammgummi,. für die Entladungsröhren dienen zur Aufnahme der Elektrodenenden der Röhren. Reklameschriften oder Schaubilder, die auf der Oberseite des Rades aufmontiert sind, werden aus den Entladungsröhren geformt. Ausführungsbeispiele - des Gegenstandes der Erfindung und einzelne Zubehörteile sind in den Zeichnungen dargestellt; es bedeuten Fig. i Gesamtdarstellung der Erfindung mit ihren Einzelteilen, Fig. 2 Draufsicht auf den Rotationskörper mit aufmontierter Reklameschrift (der Schutzdeckel 121 ist in dieser Zeichnung zurückgeklappt), Fig. 3 Teilansicht einer Ausführungsform für die Entladungsröhrensockelung, Fig. 4 Schnitt 4,4 aus Fig. 3, Fig. 5 Schleifringanordnung für die Stromzuführung zu den Entladungsröhren, Fig. 6 Schnitt 6, 6 aus Fig. 5, Fig. 7 Ansicht einer zweiten Ausführungsform der Entladungsröhrensockelung, Fig. 8 eine zu Fig. 7 senkrechte Ansicht, Fig. 9 Schaltungsschema für die in Fig. i gezeigte Darstellung.
  • Eine Anzahl Entladungsröhren i sind auf einem Drehkörper 2, ähnlich dem Rad eines Fahrrades, aufgebracht. Dieser Drehkörper besteht aus einer Radnabe und einem Radkranz 3, an den das zylindrische' Schutzblech 4 angebracht ist Dies Schutzblech dient zweierlei Zwecken. Es setzt den Windwiderstand des Rades herab und verhütet bei Bruch der Entladungsröhren ein Umherschleudern von zerstörten Teilen. Die Speichen 5 des Rades sind mit einer Hartpapier- oder Sperrholzscheibe 6 abgedeckt, auf der die Entladungsröhren aufmontiert sind. Die Außenseite der Scheibe, die Röhrensockel und der Schutzzylinder sind aus lichttechnischen Gründen geschwärzt.
  • Diese Teile befinden sich in einem Gehäuse 7 mit einer Verglasung 8, das gleichzeitig zur Aufnahme der übrigen. Apparateteile dienen kann. Das Rad ist auf eine Welle 9 geschoben, die aus dem Gehäuse hervorragt und in Lagern io läuft: Eine Riemenscheibe ii und Schleifringe i2 sind auf dieser Welle befestigt. Die Riemenscheibe liegt zwischen den Lagern, die Schleifringe zwischen einem Lager und der vorerwähnten Radnabe. Die Riemenscheibe ii wird über einen Riemen 14 von dem Motor 13 angetrieben, der eine konstante Drehzahl hat und mit der Spannungsquelle 18 über einen Anlasser oder Drehzahlregler -i9 und den Schalter 2o verbunden ist. Die Schleifringe sind durch Bürsten IS mit einem rotierenden Verteiler 16 verbunden, der seinerseits wieder bei Drehung mit dem Ausgangsstromkreis der Induktionsspule 17 gekoppelt wird. Hierdurch können einzelne Röhren oder Röhrengruppen unter Spannung gesetzt werden. Uni eine wechselnde stroboskopische Wirkung zu erzielen, werden die Röhren mit einem intermittierenden Strom gespeist, dessen Unterbrechungsfrequenz sich mit der Rotationsgeschwindigkeit der Welle 9 ändert und umgekehrt. Die Induktionsspule erzeugt auf folgende Weise den intermittierenden Strom: Der Primärkreis der Induktionsspule liegt in Reihe mit der Batterie 21 und zwei mechanisch betriebenen Quecksilberschaltern 33 und 35. Die ganze Anordnung befindet sich im Schaltkasten 34. Im Stromkreis liegt ferner der Handschalter 24. Die mechanisch bedienten Schalter sind so angeordnet, daß in dem erwähnten Stromkreis wahlweise Kontakte geschlossen und geöffnet werden können. Zwischen den Kontakten der Stromkreistrenner und -schließer liegt ein Kondensator zu besonderem Zweck. In einem Kontaktgeberstromkreis liegt ein Kontaktpaar 25, das einmal j e Umdrehung der Welle 9 durch einen Exzenter 26 geöffnet und geschlossen wird. Der Exzenter ist auf dem Wellenstumpf 27 der Welle 9 befestigt.
  • Eine weitere Kontaktgeberanordnung besteht aus einem Motor 28, der über einen selbsttätig betriebenen Drehzahlregler 29 mit der Spannungsquelle verbunden ist. Auf der Welle dieses Motors befinden sich zwei Exzenter i 3o und 131, wie Fig. 9 zeigt, für die Quecksilberschalter. Die durch den Exzenter 130 bedienten Kontakte bestehen aus zwei Kontaktpaaren 132 und 133, die gleichzeitig durch die Nocken des Exzenters geschaltet werden. Der Exzenter 131 bedient seinerseits die Kontaktpaare 134 und 135 unter sich, gleichzeitig aber gegen das Kontaktpaar 132 und 133 um ein Viertel einer Umdrehung versetzt. Aus der Fig. g geht weiterhin hervor, daß die vier Kontaktpaare in Reihe geschaltet und die beiden Kontaktpaare 134, 135 über einen Kurzschlußschalter 36 kurzgeschlossen werden können. In dieser Anordnung können entweder alle Kontaktpaare in Reihe mit der Induktionsspule oder, wenn die Kontaktpaare 134, 135 kurzgeschlossen sind, nur die beiden Paare 132, 133 in den Stromkreis geschaltet werden. Hierdurch läßt sich die Anzahl der Impulse je Sekunde im Primärkreis der Induktionsspule entweder verdoppeln oder halbieren, j e nachdem der Kurzschlußschalter 36 geöffnet oder geschlossen ist. Die Tatsache, daß je zwei Kontaktpaare gleichzeitig in Tätigkeit treten sollen, dient zur Verdoppelung der Abschaltleistung und zur Beschränkung des Funkenziehens an den Kontakten beim Abschaltvorgang.
  • In Anbetracht, daß der Regelwiderstand 29 dauernd in Tätigkeit ist, kann die Anzahl der Impulse pro Sekunde stetig verändert werden. Die Quecksilberschalter und die Motordrehzahlregelung werden in folgender Weise betätigt. Der Wellenstumpf 27 der Welle 9 ist in entsprechenden Lagern 37 geführt. Das äußere Ende des Stumpfes trägt eine Schnecke 38. Die Schnecke läuft mit dein auf der Kreuzwelle 4o befestigten Schneckenrad 39 zusammen. Auf der Kreuzwelle ist ferner ein Exzenter 41 aufgebracht, der den Quecksilberschalter hin und her bewegt. Auf der Kreuzwelle sitzt weiterhin ein Antriebszahnrad 42, das in ein auf einer zweiten Kreuzwelle 4.4 befindliches Getriebezahnrad 43 eingreift. Die zweite Kreuzwelle dient zur Betätigung des Steuermechanismus 45 des Regelwiderstandes 29. Auf der zweiten Kreuzwelle befindet sich weiterhin ein Zahntriebrad 46, das in ein Getriebezahnrad 47 der Untersetzungswelle 48 eingreift. Das Antriebszahnrad 49 auf der Untersetzungswelle greift wiederum in ein Getriebezahnrad 68, das auf einer dritten Kreuzwelle nebst drei Exzentern 50, 51 und 52 für die Steuerung der Quecksilberschalter 33, 34 und 35 befestigt ist. Weiterhin befindet sich auf der dritten Welle ein Antriebszahnrad 53. Das Gegenrad 54 sitzt auf einer vierten Kreuzwelle 55, deren Ende ein Kettenrad 56 trägt. Das Kettenrad 56 treibt über eine Kette 57 ein weiteres Kettenrad 58 an, das auf der Antriebswelle 59 für den Drehwähler 16 sitzt. Der Drehwähler 16 ist auf eine Hohlwelle 6o aufgebracht, die wiederum auf der festen Welle 59 gelagert ist.. Beide Wellen 59 und 6o sind miteinander durch eine Spiralfeder 61 verbunden. Eine Sperrklinke 67 greift in eine Anzahl von Kerben in einer auf der Welle 6o befindlichen Scheibe 62 ein, wodurch diese so lange in festem Zustand gehalten wird, bis einer der auf der Welle 59 sitzendcn Stifte die Sperrklinke auslöst. Die Klinke ist so angeordnet, daß sie dann ausgelöst wird, nachdem die Spiralfeder aufgezogen worden ist, so daß die Welle 6o so lange umläuft, bis die Klinke erneut in eine Kerbe der Scheibe 62, eingreift. Die Welle 6o ist mit der Scheibe 62 fest verbunden. In die Kerben dieser Scheibe greift die Sperrklinke nacheinander ein.
  • Nach Fig. 9 ist der Quecksilberschalter 33 als Zweiwegeschalter eingerichtet, bei dem in einer Lage das Kontaktpaar 25 im Stromkreis mit der Induktionsspule zu liegen kommt. Es leuchten dann die Entladungsröhren einmal j e Wellenumdrehung g auf. Im anderen Fall wird Kontakt durch den Motor 28 gegeben, und der sie steuernde Quecksilberschalter 36 liegt im Stromkreis der Induktionsspule. Die Anzahl der Stromimpulse der Induktionsspule kann aber durch das Zusammenwirken des Quecksilberschalters 36 und des Drehzahlreglers 29 des Motors 28 verändert werden. Der Quecksilberschalter 34 schaltet die Glühlampe 69 oder eine außerhalb befindliche elektrische Anordnung zu einer Zeit ein, wenn der Quecksilberschalter 35 die Induktionsspule von der Stromquelle getrennt hat. Der Schaltvorgang wird selbsttätig durch das Getriebe wiederholt. Es treibt den Drehwähler derart an, daß der Verteiler nach einer gewissen Anzahl der oben beschriebenen Betätigungen selbst betätigt wird. Wie in Fig. r und 9 gezeigt ist, führt der Verteiler zwei Entladungsrährenanordnungen die notwendige Energie zu und besteht zu diesem Zweck aus zwei Schleifringen 163 und 164, die mit dem Ausgangskreis der Induktionsspule verbunden sind, und ferner aus den nachfolgend beschriebenen Schleifringen 165 bis 168. Jeder dieser Ringe hat zwei Segmente. Nur der Ring 168- hat ein Segment. Diese Segmente sind folgendermaßen verbunden: Das eine Segment von Ring 163 mit dem Segment des Ringes 168. Das andere Segment 163 mit einem des Ringes 166. Ähnlich ist ein Segment von 164 mit einem von 165 und das zweite von 164 mit dem einen von 167 verbunden. Endlich bestehen Verbindungen zwischen Segment :2 des Ringes 166 mit Seg= ment 2 des Ringes 167. Diese Verbindungen sind in Fig. 9 nicht eingezeichnet. Die Segmente sind so eingestellt, daß bestimmte Entladungsröhrenanordnungen allein oder miteinander zum Aufleuchten gebracht werden können.
  • In Fig.2 ist eine Gruppe dieser Röhren zum Wort Restaurant zusammengestellt, während die andere Gruppe aus geradlinigen Röhren besteht, die so angeordnet sind, daß der Winkel zwischen ihrer Achse und einem durch ihren Mittelpunkt gelegten Radius bei jeder Röhre verschieden ist. Es mag beachtet werden, daß die Anordnung der Buchstaben in Form einer Spirale erfolgt ist.
  • Die Montage jeder einzelnen. Röhre ist in Fig.3 und 4 gezeigt. Die Sockelung besteht aus zwei zylindrischen zweiteiligen Gehäusen 70 und 74 deren jedes zur Aufnahme der Elektrodenenden 72 der Entladungsröhren dient. Jede Gehäusehälfte ist bei 73 parallel der Achse des Elektrodenendes aufgeschlitzt. Eine Hälfte ist weiterhin durch Schrauben 76 an einem Ende mit einem halbzylindrischen und winkelförrnigen-Befestigungsteil 74 verbunden. In Vervollständigung der Anordnung ist um die Entladungsröhrenenden ein schlecht wärmeleitender Stoff, beispielsweise Asbest, und um diesen wieder ein elastisches Material, beispielsweise Schwammgummi, gehüllt. Nach Belieben kann die Gummihülle aus mehreren Teilen, z. B. einzelnen Ringen, bestehen. Jede Elektrode wird nun samt ihren Hüllen zwi- i schen die erwähnten Gehäusehälften gebracht, die wiederum durch eine Metallschelle 79 zusammengehalten werden. Eine Stelle des Gehäuses ist zwecks Ausführung des Spannungszuleitungsdrahtes der Entladungsröhre mit einer - Isölierstöffdürchführung versehen. Das Gehäuse selbst kann aus Ebönit, Fiber oder einem anderen Isolierstoff bestehen. Der Haltewinkel 75 ist mit einem Zwischenstück 8i durch Schrauben 8ä verbunden. Die Schrauben greifen gemäß der Zeichnung in passende Schlitze der Winkel ein. Das Zwischenstück 8i ist seinerseits wieder mit der früher erwähnten Scheibe 6 mittels Bolzen 84 und Mutter 85 verbunden. Die Aufschlitzung der Winkelschraubenlöcher geschieht zwecks besserer Montage der Entladungsröhren. Zur Befestigung der Spannungszuführungsdrähte dienen Klemmschrauben 86. Die Anordnung ist aus Fig. 3 und 4 ersichtlich und besteht aus einer Kombination der erwähnten Schelle 79 und geeigneter Klemmvorrichtung nach Zeichnung.
  • Eine zweite Montageausführung der Röhren geht aus Fig.7 und 8 hervor. Sie besteht aus einem einzigen zweiteiligen Gehäuse für jede Entladungsröhre. Die beiden Teile 9i und 92 sind aus einem Block aus Holz oder Isolierstoff gearbeitet. Die eine Hälfte des Blocks ist mit der Grundplatte 93 mittels. Schrauben 94 verbunden. Wie in der vorher beschriebenen Konstruktion sind die Elektrodenenden der Röhre mit einer Asbesthülle 77 und einer Schwammgummihülle 78 umgeben. Die beiden Blockhälften sind durch Bolzen 95 miteinander verbunden und durch Muttern 96 gesichert. Klemmschrauben sind auf dem Block zum Festmachen der Spannungszuführungen angebracht. Die ganze Anordnung wird mittels Schrauben (nicht dargestellt), die durch die Löcher der Grundplatte gehen, auf die Scheibe 6 aufgeschraubt.
  • Fig.5 und 6 zeigen eine Konstrtiktionsnusführung der Schleifringanordnung 12. Die Schleifringe befinden sich, wie erwähnt, auf der Welle 9, die gleichzeitig das Räd -- trägt. Die Schleifringanordnung ist in diesem besonderen gezeichneten Fall für' drei Spannungszuführungen, also ebensoviel - Röhrengruppen, vorgesehen. Dies soll erwähnt werden, da vorher unter Bezugnahme auf Fig. i und 9 eine Anordnung mit nur zwei Sätzen beschrieben wurde. Die Welle 9 wird in einem Kugellager ioo geführt und ist bei ioi etwas verstärkt ausgeführt. Auf diese Verstärkung ist die Metallhülse io2 aufgeschoben. Mittels einer Madenschraube 104 ist diese Hülse auf der Verstärkung fixiert. Am Kugellager ist die Hülse weiterhin mit einem Anschlag io5 versehen. Ein Isolierstoffzylinder io6 wird äber die. Metallhülse geschoben und trägt die .herüber geschobenen Schleifringträger i07, die eng an dem Zylinder anliegen. Metallringe iog sind auf die Schleifringträger aufgebracht. Die Träger sind mit seitlichen Aufwinkelungen io8 ausgerüstet, welche die einzelnen Schleifringe und die auf ihnen ruhenden Bürsten isolieren. Bei j edem Schleifring ist eine nach innen gerichtete Kontaktnase z io angebracht, die in eine entsprechende Nische in den Träger hineinragen. jede Kontaktnase ist mit einem elektrischen Leiter verbunden, der in einer Durchführung i i i durch Löcher in den Schleif ringträgern gegen das Rad nach außen geführt wird. Das gegen das Rad liegende Ende der Metallhülse io2 ist mit Gewinde versehen und trägt eine Prellmutter ii2, durch die die einzelnen Träger gegeneinander und gegen den Winkel 105 am anderen Ende der Welle gepreßt werden. Zum Verbinden der Elektrodenzuführungsdrähte der Entladungsröhren sind entsprechende Klemmschrauben 113 an den Durchführungen angebracht. Der Wellenstumpf 116 trägt die Nabe des vorerwähnten Rades 2, ist durch Gewinde 118 und Mutter 117 -mit ihm verbunden-und durch Madenschrauben 115 gegen Verdrehen gesichert. Ein Ölschutzring ist vorgesehen. -Es soll- in bezug auf Fig. i und 9 erwähnt werden, daß viele Änderungen an der beschriebenen Konstruktion vorgenommen werden können. Beispielsweise ist ein Antrieb der Kontakte 132 und Q135 durch die Welle 9 bzw. 27 mittels eines Exzenters und eines entsprechend bemessenen Getriebes statt über den besonderen Motor 28 möglich. Dieses Getriebe könnte als stetig veränderlich und selbsttätig arbeitend ausgeführt werden. Die Kontakttrenner können ähnlich den beschriebenen 132 bis 135 ausgeführt und durch Exzenter angetrieben werden, deren Geschwindigkeit durch das erwähnte Getriebe selbsttätig geregelt werden kann. Weiterhin können eine gewisse Anzahl von Exzentern geschaffen werden, die mit verschiedener Geschwindigkeit mittels eines entsprechenden Getriebes angetrieben werden, ferner Schaltanordnungen. zur Schaffung von aufeinanderfolgenden Kontakt- und Stromkreisunterbrechungen.
  • Nach der in Fig.- i beschriebenen @nordnung sollte eine Batterie zur Speisung der Induktionsspule dienen. Diese Batterie kann derart durch eine Wechselstromquelle ersetzt werden, daß die Kontakttrenner bei einem bestimmten ausgewählten Stromwert unterbrochen werden. Das kann durch Verwendung eines Synchronmotors zum Kontaktantrieb und eines Getriebes mit bestimmtem Verhältnis zur Frequenz des Wechselstroms erreicht werden. Die Konstruktion kann durch Ersetzung der ganzen Kontakttrenner mittels synchron angetriebener Kommutatoren be- .eutend vereinfacht werden, wobei jeder Kommutator mit der Motorwelle über Getrieberäder derart verbunden ist, daß der Stromkreis immer beim Stromnulldurchgang geschlossen bzw. geöffnet wird und daß durch jeden Kommutator eine verschiedene Anzahl elektrischer Stromimpulse erhalten werden kann. Schaltmittel zur Veränderung der Kommutatorverbindungen sind vorgesehen. Die Kommutatoren können durch Schaltgeräte statt in den Stromkreis der Induktionsspule in den eines Transformators geschaltet werden, der einen spitzen und steilen Wellenanstieg hervorzurufen in der Lage ist. Wenn nun der Entladungsröhrenträger 2 mit konstanter Geschwindigkeit betrieben wird, so ist es nicht möglich, beliebige Lbersetzungsverhältnisse. für die Kommutatoren auszuwählen, bei denen die erforderliche Impulszahl in jeder Umdrehung des Rades 2 zu erreichen wäre. Diese Schwierigkeit kann jedoch durch Änderung der Motordrehzahl des Radantriebes behoben werden. So wird beispielsweise ein Widerstand im Motorkreis vorgesehen, der mechanisch mit den Schaltgeräten für die Herstellung der Verbindungen der Kommutator en untereinander gekoppelt ist.
  • Es ist bekannt, daß Sprühen oder Funkenziehen bei Kontakten weit weniger heftig vorkommt, wenn eine Batterie niederer Spannung 2,1 Verwendung findet. Damit diese Batterie nun dauernd geladen ist, kann ein von einer Wechselstromquelle gespeister Gleichrichter vorgesehen werden. Direkter Anschluß an ein Gleichstromnetz zum Laden sowie Verwendung eines Motorgenerators in Verbindung mit dem Antrieb ist ebenfalls möglich.
  • In weiterer Abänderung kann an Stelle der Batterie, der Induktionsspule und mechanisch betätigter Kontakte zur Erzeugung der erforderlichen elektrischen Impulse ein Induktor mit einem Hochspannungsverteiler vorgesehen werden, der durch den Antriebsmotor des Rades 2 mitangetrieben wird. Die erforderliche Änderung des Verhältnisses von Impulszahl zur Drehzahl des Entladungsröhrenrades kann durch Kurzschließen einer oder mehrerer Verteilerpunkte des erwähnten Hochspannungsverteilers erreicht werden. Der Induktor kann jedoch auch von einem besonderen Motor angetrieben werden, dessen Drehzahl veränderlich ist.
  • Erwähnt soll werden, daß der Drehwähler 16 und die Schleifringe 12 zur gleichzeitigen Betätigung von einer oder mehreren Röhren ausgebildet sein können. In diesem Fall werden entsprechend mehrere Induktionsspulen bzw. Induktoren und Kontakte für die Zuführung verschiedener Impulsfrequenzen vorgesehen. Es erscheinen dann zwei oder mehrere Bildeindrücke, die in entgegengesetzter Richtung oder mit verschiedenen Geschwindigkeiten zu rotieren scheinen.
  • Im Zusammenhang mit der Anordnung der Entladungsröhren auf dem Drehkörper soll erwähnt werden, daß eine Anzahl dieser Röhren getrennt voneinander in gleichen Winkelabständen längs der Radien des Drehkörpers angeordnet werden, wobei das Verhältnis der Stromfrequenz zur Zahl der Radumdrehungen des Drehkörpers genau gleich oder einem Vielfachen gleich dem Verhältnis von dem Winkel zwischen den Entladungsröhren und 36o° ist. Bei dieser Anordnung scheint das stroboskopische Bild auf demselben Radius oder Durchmesser zu liegen, obwohl die Röhren nicht in dieser Weise auf dem Rad angeordnet sind. Weiterhin können durch Anordnungen von Leuchtröhren am Umfang des Rades überlagerte stroboskopische Effekte hervorgerufen werden. In der beschriebenen Weise lassen sich durch Änderung der Drehzahl oder der Stromfrequenz verschiedene Formen oder Figuren zusammenstellen.
  • Die in Fig. z beschriebenen Einzelteile können in einem schallsicheren Kasten untergebracht werden. Ein Beispiel ist -in dem Kasten r2o gezeigt, der den Motor 28 umschließt. Wenn die Kontakte nach Unterbrechen der Stromkreise zu heiß werden, was durch Funkenziehen oder Sprühen geschehen kann, so kann ein Ventilator vorgesehen werden.
  • In der oben beschriebenen Anordnung werden die Kontakte zur Spannungszuführung für die Induktionsspule z32 bis 135 mit verschiedenen Geschwindigkeiten unterbrochen. Es hat sich hierbei herausgestellt, daß bei hohen Geschwindigkeiten vergleichsweise höhere Spannungen nötig waren, um einen erforderlichen Strom im Primärkreis der Induktionsspule zu erhalten, als bei geringeren Geschwindigkeiten. Bei diesen aber ebenfalls verwendeten Geschwindigkeiten sind wiederum die bei diesen Spannungen erhaltenen Stromstärken zu hoch. Man überwindet diese Schwierigkeit durch Schaffung von Nebenkontakten zu den Hauptkontakten. Sie sind in Serie. mit diesen -geschaltet, schalten...zeitlich vor den Hauptkontakten ein und zeitlich nach ihnen den Stromkreis aus. Schaltvorrichtungen für die wahlweise Verbindung der Hauptkontakte mit irgendeinem anderen Kontakt oder einem Kommutator sind vorgesehen.
  • Mit Hinweis auf Fig. z mag erwähnt werden, daß der Entladungsröhrenträger 2 bei etwa So cm Durchmesser vier Umdrehungen je Sekunde macht bzw. mit. dieser Geschwin- . digkeit betrieben werden kann, ohne daß die Gefahr der Zerstörung durch Zentrifugalkräfte besteht. Bei dieser Geschwindigkeit wird das Kontaktpaar 25 viermal je Sekunde in Tätigkeit treten. Die anderen Kontakte 132 bis 135 sind so konstruiert, daß sie dein Stromkreis maximal z60- oder 30mal je Sekunde und minimal 16- oder 8mal je Sekunde unterbrechen. Der Quecksilberschalter 36 schließt die Kontakte 134 und 135 sechsmal je Minute kurz, während die Quecksilberkontaktrenner 33, 34 und- 35 in Zweiminutenabständen betätigt werden. Der Drehwähler kann eine Röhrenanordnung allein, eine zweite allein und eine Kombination beider zum Leuchten bringen. Der Drehzahlregler 29 bewirkt eine Änderung der Geschwindigkeit von hoch auf niedrig und zurück in zwanzig Sekunden.
  • Unter gewissen Umständen, besonders wenn der- Entladungsröhrenträger durch einen besonderen Motor angetrieben wird, der gleichzeitig die Kontakte bedient, ist es wünschenswert, ein bestimmtes Geschwindigkeitsverhältnis zwischen diesen beiden Teilen zu schaffen. Zu diesem Zweck kann eine Kupplung eingefügt werden, die den Antrieb des einen Teils mit dem des anderen verbindet.
  • Es können Änderungen in Einzelheiten der Erfindung vorgenommen werden, ohne den Sinn und das Ziel des Erfindungsgedankens zu ändern. Z. B. kann ein feststehender-Schaugegenstand oder eine Reklameanordnung vorn oder an der Seite der rotierenden Scheibe angebracht werden, Diese feste Anordnung kann eine Entladungsröhre enthalten, die iritermittierend durch Schaltvorrichtungen und einem Motor betrieben werden kann. Dieser Schaugegenstand kann in vorerwähnter Weise stroboskopisch zur Wirkung kommen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Vorrichtung zur Erzeugung stroboskopischer Lichtwirkungen für Reklamezwecke mittels auf einem elektromotorisch angetriebenen Drehkörper befestigter Leuchtröhren, dadurch gekennzeichnet, daß ein von einem Elektromotor angetriebener Leuchtröhrenträger einexseit`s übex einen Schleifringkörper (r2) in einem besonderen Falle mit einem Kontaktwähler (i6) und andererseits mit Quecksilberschaltern (33 ... 36) derart gekuppelt ist, daß bei jeder Umdrehung des Leuchtröhrenträgers den Röhren eine Anzahl einzelner Stromstöße aus einem Strom-- kreis über eine Induktionsspule oder einen Transformator beliebiger Ausführung, besonders einen solchen hoher Eisensättigung, dessen Eigenart es ist, im Sekundärkreis eine scharf ausgeprägte Wellenform hervorzubringen, zugeführt werden, die einzelne Röhren oder Röhrengruppen in verschiedenen Zusammenstellungen gleichzeitig oder zeitlich nacheinander j e nach der Lage der Röhre auf dem Leuchtröhrenträ,ger zur Zeit des Aufleuchtens speisen, und daß ferner ein besonderer Motor (28) oder derselbe Motor über Getriebe, Exzenter und Kontakte die Drehzahl des Leuchtröhrenträgers derart steuert, daß diese mit der Stromstoßzahl des Röhrenspeisekreises in einem bestimmten konstanten oder in vorher zu bestimmender Weise veränderlichen Verhältnis steht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung wechselnder Bildeindrücke vom Elektromotor aus verschiedene Kommutatoren mit verschiedenen Geschwindigkeiten, aber konstantem gegenseitigem Übersetzungsverhältnis angetrieben und kombinationsweise oder gleichzeitig über Schalter bei vorher genau festzulegenden Stromwerten mit dem Transformator (i7) verbunden sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und :a, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl der Entladungsröhren getrennt auf dem Leuchtröhrenträger längs der Radien in gleichen Winkelabständen angeordnet sind und daß gleichzeitig das erwähnte Verhältnis brehzahl/Stromstoßzahl gleich Winkelabstand/36o° oder einem ganzen Vielfachen hiervon ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet; daß die Entladungsröhren spiralförmig auf dem Leuchtröhrenträger angeordnet sind.
DEG84363D 1931-12-23 1932-12-22 Vorrichtung zur Erzeugung stroboskopischer Lichtwirkungen fuer Reklamezwecke auf einem elektromotorisch angetriebenen Drehkoerper Expired DE622989C (de)

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