DE622744C - Verfahren zur Verhinderung der Verfaerbungen, insbesondere Roetungen von ungeleimtemCellulosematerial - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung der Verfaerbungen, insbesondere Roetungen von ungeleimtemCellulosematerial

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DE622744C
DE622744C DEZ19806D DEZ0019806D DE622744C DE 622744 C DE622744 C DE 622744C DE Z19806 D DEZ19806 D DE Z19806D DE Z0019806 D DEZ0019806 D DE Z0019806D DE 622744 C DE622744 C DE 622744C
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cellulosic material
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/63Inorganic compounds
    • D21H17/66Salts, e.g. alums

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
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  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verhinderung der Verfärbungen, insbesondere Rötungen von urgeleimtem Cellulosematerial Urgebleichte bzw. schwach gebleichte Zellstoffe oder Gemische solcher mit gebleichten Zellstoffen neigen, besonders bei feuchter Lagerung oder bei Belichtung, zu starken Rötungen oder auch zu mißfarbigen grauen Verfärbungen, die mit diesen Rötungen in Zusammenhang stehen. Diese Rötungen bzw. Verfärbungen treten auch bei den aus solchen Stoffen hergestellten Faserprodukten (Papier, Pappe, Zellstoffwatte u. dgl.) auf und machen diese für mancherlei Zwecke schwer oder nicht verwendbar, zumal die Verfärbung bzw. Rötung auch durch chemische Einwirkung verschiedener Reagenzien (besonders von Salzen, Oxydationsmittel u..a.) in hohem Maße hervorgerufen werden kann. Dies ist z. B. besonders nachteilig; wenn solche Papiere etwa als Einschlagpapiere mit salzhaltigen Waren in Berührung« kommen.
  • Man hat schon versucht, diese nachteiligen Rötungen und Verfärbungen durch bestimmte Oxydationsmittel zu beseitigen. Dieses Verfahren konnte aber keinen Eingang in die Technik finden, weil die Anwendung der Oxydationsmittel umständlich ist und das Fasermaterial selbst dabei leicht mehr oder weniger stark angegriffen wurde. Auch flüchtige Reduktionsmittel, wie schweflige Säure oder solche, welche von der Cellulosefaser nicht ,oder nur sehr wenig absorbiert werden (z. B. Hydrosulfit), hat man ohne Erfolg für den gleichen Zweck anzuwenden versucht, da auch mit diesen eine dauernde Wirkung nicht zu erzielen ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß. man das Auftreten dieser bei Verwendung urgebleichten oder schwach gebleichten, aber urgeleimten Cellulo,sematerials sich zeigenden Rötungen bzw. Verfärbungen restlos und dauernd verhindert; wenn man das Material mit von der Cellulosefaser absorbierbaren Salzen mehrwertiger, in niedriger Oxydationsstufe befindlicher Metalle imprägniert. Als besonders geeigneterwiesen sich hierfür z. B. Zinnchlorür, Kupferoder Eisenchlorür, Chromchlorür usw. So gelingt (es z. B. schon bei Anwendung von i Teil Zinnchlorür auf i ooo Teile ungebleichten Zellstoffs die Rötung des Zellstoffs vollkommen und dauernd zu verhindern.
  • Das neue Verfahren kann beispielsweise folgendermaßen durchgeführt werden. Beispiel I Bei der Herstellung von urgebleichtem Zellstoff wird dem Stoffbrei an beliebiger zur guten Durchmischung geeigneten Stelle des Fabrikationsganges, am besten im Holländer, vor der Fertigstellung eine Zinnchlorürlösung (auf .ooo Teile Trockenstoff i Teil Zinnchlorür) zugesetzt. Der Stoff, der sich sofort beträchtlich aufhellt, wird gleichzeitig gründlich: durchgemischt und in bekannter Weisse weiterbehandelt. Er kann dann (auch in. Mischung mit gebleichtem Zellstoff) auf vollkommen farbheständiges Material, wie Papier, Zellstoffwatte u. dgl., weiterverarbeitet werden.
  • # Bei spiel 11 Bei der Herstellung von Papieren wird dem Mahlgut -im Holländer nach Zugabe der Alaunlbsung auf iooo Teile Trockenstoff, i Teil Zinnchlorür in Lösung zugesetzt. Das Mahlgut wird anschließend noch-etwa io Minuten durchmischt, worauf die Behandlung beendet ist. Es tritt meist schon sofort eine beträchtliche Aufhellung des Farbtones ein. Das Material kann sodann (auch in verhältnismäßig reinen und klaren Farbtönen) gefärbt und in bekannter Weise aufgearbieitet werden.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, heim Leimen von Ganzzeug die den Leimungsvorgang störende salpetrige Säure durch Zugabe von reduzierenden Mitteln in die Bütte ,oder in den Holländer zu beseitigen. Hierbei werden die reduzierenden Mittel durch. Umsetzung mit der salpetrigen Säure verbraucht; sie können also nicht, wie bei dem neuen Verfoliren, dazu dienen, die Gellulosefaser zum bleibenden Schutz gegen Verfärbungen zu imprägnieren, und jenes Verfahren, das, wie ,ersichtlich, einen ganz anderen Zweck verfolgt, hat auf die Verfärbungen des Cellulose-, materials gar keinen Einfuß.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verhinderung der Verfärbungen, insbesondere der Rötungen von ungelemtem Gellulosematerial, das unter Mit- etwendung urgebleichten oder schwach gebleichten Zellstoffs hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das urgeleimte Fasermaterial mit Salzen mehrwertiger, in niederer Oxydationsstufe büfndlicher Metalle imprägniert wird.
DEZ19806D 1931-12-17 1931-12-17 Verfahren zur Verhinderung der Verfaerbungen, insbesondere Roetungen von ungeleimtemCellulosematerial Expired DE622744C (de)

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