DE62048C - Verfahren cylindrische Behälter aus leicht formbarem Material mit einem Umbördelungsverschlufs zu versehen - Google Patents

Verfahren cylindrische Behälter aus leicht formbarem Material mit einem Umbördelungsverschlufs zu versehen

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Publication number
DE62048C
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DE
Germany
Prior art keywords
edge
container
containers made
malleable material
cylindrical containers
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT62048D
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English (en)
Original Assignee
J. PAUL in Hamburg, Alterwall 58
Publication of DE62048C publication Critical patent/DE62048C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D51/00Making hollow objects
    • B21D51/16Making hollow objects characterised by the use of the objects
    • B21D51/36Making hollow objects characterised by the use of the objects collapsible or like thin-walled tubes, e.g. for toothpaste

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Closures For Containers (AREA)
  • Rigid Containers With Two Or More Constituent Elements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Runde Behälter aus Blech lassen sich, in Drehung gesetzt, durch ein von aufsen entgegengeführtes Werkzeug rändeln und an den Kanten biegen, und es kann auf diesem Wege eine Bördelung oder ein Deckel dichtschliefsend an den Behälter ahgeprefst werden. Bei Behältern aus -weichem Material, wie Folie, Blei oder dergleichen, ist diese Methode nicht anwendbar, da das Gefäfs nicht Widerstand genug besitzt, sondern zusammengeprefst werden würde.
Um solche weichen Behälter zu schliefsen, wird im gegenwärtigen Falle ein kreisrundes, hohles Werkzeug benutzt, in welches man den Behälter hineindrückt, und dessen Bohrung dem Durchmesser des Behälters entspricht, so dafs ein Zusammenpressen der Wandung ausgeschlossen ist. Das Werkzeug wird auf einer Drehbank dabei in Rotation erhalten und ist mit einem eigenthümliehen inneren Mechanismus versehen, welcher ermöglicht, eine Deckfläche aus Metall oder anderem geeigneten Material mit der Behälterwandung dicht zu verbinden. Diese Deckfläche besteht aus einer Scheibe mit aufstehendem Rand, welche, nachdem der Behälter bis zu einer nahe dem Rand beginnenden Erweiterung gefüllt ist, auf die Füllung gelegt wird und sich ringsum auf die durch die Erweiterung der Behälterwandung entstandene Ringfläche stützt. Der aufstehende Rand der Deckfläche, sowie der obere Theil der Behälterwandung werden dann mit Hülfe des vorerwähnten Werkzeuges zusammen nach innen aufgerollt, so dafs sich ein Wulst bildet, welcher gegen die Deckfläche drückt und letztere fest auf den Inhalt des Behälters preist. Die Füllung wird dadurch comprimirt und übt einen Druck gegen die Deckfläche aus, welcher einen absolut dicht bleibenden Verschlufs zwischen dieser und dem aufgerollten Rand sichert.
In beiliegender Zeichnung ist die Erfindung dargestellt.
Die Fig. 1 bis 4 zeigen die Wirkungsweise des bei dem Verfahren .benutzten Werkzeuges in auf einander folgenden Operationen. Fig; 5 ist ein Querschnitt nach Linie x-x der Fig. 4. Fig. 6 ist eine Endansicht der offenen und Fig. 7 der geschlossenen Büchse.
Es ist A der zu verschliefsende Behälter aus Zinnfolie oder ähnlichem dünnen weichen Metall, auf dessen Füllung c eine Deckplatte d mit aufrechtstehendem Rand dl gelegt ist, welche sich gegen die ringförmige Erweiterung ρ ρ der Behälterwandung stützt. B ist das Werkzeug, welches in einem Lager L geführt und auf geeignete Weise in schnelle Rotation versetzt wird.
Die Achse des Werkzeuges mag entweder horizontal (wie gezeichnet) oder vertical gelagert sein, und es kann entweder der Behälter gegen das Werkzeug geführt werden , wie in der Zeichnung angenommen, oder es kann letzteres gegen den Behälter geführt werden.
In dem rohrförmigen Ende des Werkzeuges B sind zwei telescopartig angeordnete Ringe oder Hülsen h und i gelagert, welche
mit ihren vorderen Rändern vor der Mündung des Rohres B zurücktreten. Die Hülsen werden vermittelst der bezw. Federn u u1 nach auswärts gedrückt und durch die in Schlitzen ssl des Rohres B gleitenden Stifte 111 bei der Rotation des Rohres B mitgenommen.
Die die Hülse h vortreibende Feder μ stützt sich nach hinten gegen einen Ansatz f2 der Hülse i und ist bedeutend schwächer gewählt als die die Hülse i vortreibende Feder u1, damit die Hülse h beim Zurückgehen mit ihrer vorderen Ringflä'che hl hinter die Vorderkante i1 der Hülse i treten kann, ehe letztere der Rückbewegung folgen mufs. Nachdem der Behälter A gefüllt ist, wird auf den Inhalt die vorerwähnte Deckfläche d gelegt, deren Rand d1 mit dem Rand \ des Behälters A abschneidet und fest gegen denselben anliegt, so dafs infolge der Dünnheit des Materials nur ein einziger Rand erscheint. Der Behälter A wird dann mit dem Rand ^ d' gegen die Vorderfläche h1 der Hülse h geführt, welche nach innen zu geradlinig oder concav abgeschrägt ist.
Infolge der schnellen Rotation der federnd gelagerten Hülse und infolge der Abschrägung der Vorderfläche derselben wird sich beim Zurückdrücken der Hülse h dann der Rand \ d1 nach innen umlegen, zunächst bis in die in Fig. 2 gezeichnete Lage.
Bei fernerem Zurückdrücken der rotirenden Hülse wird der Rand immer mehr umgelegt, bis die einzelnen Theile die in Fig. 3 gezeichnete Lage eingenommen haben.
Jetzt berührt der umgebogene Rand \ dx des Behälters die Vorderkante i1 der Hülse i und treibt letztere ebenfalls in dem Rohr B zurück.
Nun wirken sowohl die Vorderfläche hl der Hülse h als auch die Vorderkante il der Hülse i auf den Rand ^ dl des Behälters, und zwar in der durch Pfeile 1 und 2 (s. Fig. 3) bezeichneten Weise.
Die Fläche hl sucht den Rand % d1 in Richtung der Pfeile 1 nach innen zu drücken und die Kante i' ist bestrebt, denselben in Richtung der Pfeile 2 gegen die Deckfläche d des Behälters zu pressen, so dafs, wie ersichtlich-, ein vollständiges Aufrollen des Randes nach innen stattfinden mufs, wie in Fig. 4 dargestellt ist.
Bei diesem Aufrollen des Randes f d1 hat sich derselbe so fest gegen die Deckfläche d gelegt, und dieselbe auf die Füllung niedergeprefst dafs infolge des Gegendruckes der Füllung eine vollkommene Dichtung erzielt worden ist. Hört der Druck des Behälters gegen die Hülsen h und i auf, so gehen diese wieder in ihre Anfangslage (Fig. 1) zurück.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren, cylindrische Behälter aus leicht formbarem Material mit einem Umbördelungsverschlufs zu versehen, unter gleichzeitiger Anwendung eines rotirenden, über den Behälter geführten Rohres und eines (oder mehrerer) telescopartig im Innern dieses Aufsenrohres gelagerten Druckkopfes mit abgeschrägter Kante, der federnd gegen das Aufsenrohr angebracht ist und durch Verschiebung im letzteren die Umbördelung der Kante des iri das rotirende Aufsenrohr eingeführten Behälters bewirkt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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