DE619772C - Einrichtung an elektrischen Maschinen und Apparaten zur Verringerung des Spannungsabfalls, der zwischen kontaktgebenden stromfuehrenden Elementen aus Kohle und Metall auftritt - Google Patents
Einrichtung an elektrischen Maschinen und Apparaten zur Verringerung des Spannungsabfalls, der zwischen kontaktgebenden stromfuehrenden Elementen aus Kohle und Metall auftrittInfo
- Publication number
- DE619772C DE619772C DES106649D DES0106649D DE619772C DE 619772 C DE619772 C DE 619772C DE S106649 D DES106649 D DE S106649D DE S0106649 D DES0106649 D DE S0106649D DE 619772 C DE619772 C DE 619772C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- voltage drop
- occurs
- contact
- metal
- mercury vapor
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 title claims description 7
- 239000002184 metal Substances 0.000 title claims description 6
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 title description 6
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 title description 6
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 20
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 claims description 6
- 229910000497 Amalgam Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 230000001590 oxidative effect Effects 0.000 claims description 3
- 239000003245 coal Substances 0.000 claims description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 2
- 238000009434 installation Methods 0.000 claims 1
- 239000007800 oxidant agent Substances 0.000 claims 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 4
- 239000011261 inert gas Substances 0.000 description 4
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 3
- IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N Atomic nitrogen Chemical compound N#N IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910001369 Brass Inorganic materials 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000010951 brass Substances 0.000 description 2
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 2
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 2
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 2
- UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N Hydrogen Chemical compound [H][H] UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 241000446313 Lamella Species 0.000 description 1
- 239000001257 hydrogen Substances 0.000 description 1
- 229910052739 hydrogen Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000012886 linear function Methods 0.000 description 1
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000013021 overheating Methods 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K13/00—Structural associations of current collectors with motors or generators, e.g. brush mounting plates or connections to windings; Disposition of current collectors in motors or generators; Arrangements for improving commutation
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Motor Or Generator Current Collectors (AREA)
Description
Es ist bekannt, daß beispielsweise zwischen den Bürsten elektrischer Maschinen, die aus
Kohle bestehen, und dem Kommutator oder den Schleifringen, auf welchen die Bürsten
gleiten, beträchtliche Verluste entstehen, die durch den Spannungsabfall zwischen den
Bürsten und den damit zusammenarbeitenden stromführenden Teilen, z. B. dem Kommutator
loder den Schleifringen, hervorgerufen werden. Diese Verluste setzen den Wirkungsgrad der Maschine herab und bedingen eine
ausreichende Bemessung der Kommutatoren und Schleifringe, damit diese nicht unzulässig
erwärmt werden. Auch bei Relaiseinrichtungen macht sich häufig der große Spannungsabfall
an den zum Teil aus Kohle bestehenden Kontakten bemerkbar.
Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Einrichtung an elektrischen Maschinen und
Apparaten zur Verringerung des Spannungsabfalls, der zwischen stromführenden kontaktgebenden Elementen, beispielsweise den
Kohlebürsten, einerseits und dem Kollektor oder Schleifringen einer elektrischen Maschine
andererseits auftritt.
Nach der Erfindung wird bei kontaktgebenden stromführenden Elementen der erwähnten
Art ein besonders kleiner Spannungsabfall zwischen den zur Konktaktgabe
dienenden Kohleelementen und den damit zusammenarbeitenden
metallischen Elementen dadurch erreicht, daß ein chemisch träges oder nicht oxydierendes gasförmiges Mittel .
die kontaktgebenden Elemente umgibt und daß dieses gasförmige Mittel mit einer kleinen
.Menge Quecksilberdampf durchmischt ist., ~ .' ■ .
Durch die Anwesenheit des Quecksilberdampfes wird, wie Versuche gezeigt haben,
der Spannungsabfall an der Stromentnahmevorrichtung
sehr bedeutend herabgesetzt. Versuche haben gezeigt, daß der geringste
Spannungsabfall dann auftritt, wenn die bei der Stromsammeivorrichtung verwendeten
Metalle dazu neigen, bei Anwesenheit yon Quecksilber sich in Amalgam umzuwandeln.
Infolge der außerordentlichen Geringfügigkeit der vorhandenen Quecksilberdampfmenge
findet jedoch eine Umwandlung der Metalle in Amalgam bei der Einrichtung nach
der Erfindung nicht statt.
Im folgenden sei die Erfindung näher an Hand eines Ausführungsbeispiels veranschaulicht.
Fig. ι zeigt als Ausführungsbeispiel zum
Teil im Schnitt und zum Teil in Seitenansicht einen Einankerumformer, an dem die
Erfindung angewendet ist,
Die Fig, 2 und 3 zeigen den Spannungsabfall zwischen aus Messing bzw. aus Kupfer
bestehenden Schleifringen und Kohlebürsten für den Fall· der Anwesenheit von Luft und
von trägem Gas, das mit Quecksilberdampf vermischt ist.
In Fig. ι bedeutet 1 einen Einankerumformer,
der sowohl Schleifringe 4 wie einen zylinderförmigen Kommutator 5 besitzt. Auf
den Schleifringen und dem Kommutator gleiten Bürsten 6, die aus ^ Kohle ^ hergestellt
sind. Die Bürsten dienen zur Stromzuführung 'bzw. .zur Stromableitung von der Maschine.
Die genannte Maschine ist in ein entspfechend ausgebildetes luftdichtes Gehäuse 10
eingeschlossen, das mit einem gasförmigen, nicht oxydierenden wärmeabführenden Mittel,
beispielsweise mit Wasserstoff oder Stickstoff, angefüllt ist. Innerhalb des Gehäuses
10 ist an dem· einen Lager ein Behälter 12
angeordnet, der flüssiges Quecksilber 13 enthält.
Dieser Behälter 12 ist zweckmäßigerweise an einem Teil der Maschine angeordnet,
der während des - normalen Betriebs eine Temperatur von 40 bis 5a0JC.besitzt;, denn
es hat sich gezeigt, daß bei dem in derartigen
gasgefüllten Maschinen herrschenden Druck bei dieser Temperatur sich genügend Queck^
silberdampf entwickelt, um den erwünschten kleinen Spannungsabfall an den Bürsten der
Stromsammeivorrichtung zu erzielen.
Durch die Anwesenheit des aus dem erwähnten Behälter 12 entwickelten Quecksilberdampfes
wird der Spannungsabfall an den Bürsten 6, die auf dem Kommutator bzw.
den Schleifringen gleiten, sehr bedeutend her-. abgesetzt." Dies beruht wahrscheinlich darauf,
daß der Dampf sich zum Teil auf der Oberfläche der metallischen stromführenden
Elemente, also beispielsweise den Lamellen dies;· Kommutators oder der Schleifringe,
niederschlägt.
In Fig. 2 ist in Abhängigkeit von dem Belassungsstrom
einer Bürste der Spannungsabfall zwischen der Bürste und einem Schleifring
aufgetragen. Für den Fall, daß die gesamte
Anordnung sich in Luft befindet, ergibt '·■ -- sich dabei die gekrümmte mit A bezeichnete
Kurve! Man erkennt leicht, daß der Spango
nungsabfall sich bei niedrigen Strömen sehr stark ändert, während er bei größeren Strömen,
etwa von 40 Amp. an, sich nur noch unwesentlich ändert.
Die Kurve B zeigt den zwischen der Bürste
und dem Schleifring auftretenden Spannungsabfall
für den Fall, daß^ Bürste und Schleifring
in einem chemisch trägen Gas,angeordnet sind, in dem Quecksilberdampf gemäß der
Erfindung vorgesehen ist. Es zeigt'sich, daß
in diesem Fäll der Spannungsabfall eine lineare Funktion des Stromes- und außerordentlich
klein ist. Während in Luft der gesamte Spannungsabfall bei höheren Strömen etwa
1,5 Volt beträgt, erreicht er bei Anordnung der Stromsammeivorrichtung in mit Quecksilber
dampf angereichertem, chemisch trägem Gas seinen Maximalwert bei den größten
Strömen mit 0,1 Volt.
Das in Fig. 2 dargestellte Diagramm bezieht sich auf eine Anordnung, bei der ein
Schleifring· aus Messing verwendet wurde.
Fig..'3 :_zeigt das entsprechende Diagramm
für den Fall, daß der Schleifring aus Kupfer besteht. '
Es wurde bereits oben erwähnt, daß die erforderliche Quecksilberdampfmenge außerordentlich,
gering ist. Wie Versuche gezeigt haben, reicht etwa eine Gasmenge von 2 g
Quecksilber, die in jocb'nvdes tragen Gases
verteilt ist, aus, um die angegebenen Vorteile der Erfindung zu- erreichen. Es ist ohne
weiteres einzusehen, daß eine -derartige geringfügige
Quecksilberdampfmenge weder die Wicklung der Maschine noch Metallteile angreifen
noch für das Bedienungspersonal der . Maschine -gefährlich, sein kann.
Die Erfindung ist nicht auf Stromsammeivorrichtungen
bei elektrischen Maschinen beschränkt, sie kann auch in anderen Fällen Anwendung
finden, beispielsweise bei Regeleinrichtungen, Relais, Schaltapparaten u. dgl.
'Im übrigen können Einzelheiten des beschriebenen
Ausführungsbeispieles beliebig verändert werden.' Z. B. kann man nur die
kontaktgebenden Elemente (Schleifringe o. dgl.) in an sich bekannter Weise-für- sich in
einem Gehäuse anordnen, das mit einer Gasfüllung gemäß der Erfindung versehen ist.
Auch der Quecksilberdampf kann auf anderem Wege, als Oben beschrieben ist, beispielsweise
durch eine besondere Leitung, in das chemisch träge Gas eingeführt werden.
Der durch die Erfindung erzielte Fortschritt ist von großer Bedeutung. Bei normalen
hochbelasteten Maschinen mit Schleifringen und Kommutatoren gestattet die Verringerung
des Spannungsabfalls an den Bürsten, die durch die Erfindung erzielt wird, wesentlich höhere Stromdichten bei den
Bürsten der Stromsammeivorrichtungen no (Kommutatoren und Schleifringen) vorzusehen
als bisher, ohne daß eine Überhitzung der Stromsammeivorrichtungen zu befürchten
wäre. Infolgedessen können diese Teile bedeutend kleinere Abmessungen erhalten.
Claims (4)
- Patentansprüche:ι. Einrichtung an elektrischen Maschinen und Apparaten zur Verringerung des Spannungsabfalls, der zwischen kontaktgebenden stromführenden Elementen ausKohle und Metall auftritt, dadurch gekennzeichnet, daß die kontaktgebenden Elemente in einem gasförmigen, chemisch inaktiven oder nicht oxydierenden Mittel angeordnet sind, das mit einer kleinen Menge Quecksilberdampf durchmischt ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die metallischen, zur Kontaktgabe dienenden Elemente aus einem Metall hergestellt sind, das bei Anwesenheit von Quecksilber leicht in Amalgam umwandelbar ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschinen und Apparate in an sich bekannter Weise tg in einem mit einem chemisch inaktiven oder nicht oxydierenden Gas gefüllten Gehäuse angeordnet sind und daß in dieses Gehäuse Quecksilberdampf. eingeleitet wird oder daß in dem Gehäuse selbst Quecksilberdampf entwickelt wird.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den die Maschinen oder Apparate einschließenden Gehäusen in der Nähe erwärmter Teile Behälter mit flüssigem Quecksilber angeordnet sind, aus denen der Quecksilberdampf entwickelt wird.Hierzu t Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US619772XA | 1931-12-01 | 1931-12-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE619772C true DE619772C (de) | 1935-10-07 |
Family
ID=22039427
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES106649D Expired DE619772C (de) | 1931-12-01 | 1932-10-18 | Einrichtung an elektrischen Maschinen und Apparaten zur Verringerung des Spannungsabfalls, der zwischen kontaktgebenden stromfuehrenden Elementen aus Kohle und Metall auftritt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE619772C (de) |
-
1932
- 1932-10-18 DE DES106649D patent/DE619772C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1414630B2 (de) | Einrichtung zur direkten umwandlung thermischer in elektri sche energie | |
| DE619772C (de) | Einrichtung an elektrischen Maschinen und Apparaten zur Verringerung des Spannungsabfalls, der zwischen kontaktgebenden stromfuehrenden Elementen aus Kohle und Metall auftritt | |
| DE2537019B2 (de) | Einen Röntgenstrahier, bestehend aus Röntgenröhre und Röhrengehäuse, oder eine Röntgenröhre mit Metallkolben enthaltende Anordnung | |
| DE1165612B (de) | Schaltgeraet fuer die Wassermangelsicherung oder die Wasserstandsregelung in Kesseltrommeln mit Steuerelektroden | |
| DE886936C (de) | Hochspannungsschalter | |
| DE381263C (de) | Verfahren zum Niederschmelzen von kaltem, stueckigem Schrott in Induktionsoefen | |
| DE407052C (de) | Elektromagnetischer Stromunterbrecher in einem abgeschlossenen, evakuierten oder mit indifferentem Gas gefuellten Gefaess | |
| DE649842C (de) | Unter Last umschaltbarer Stufentransformator | |
| AT126279B (de) | X-Strahlenapparat mit schleifenden Kontakteinrichtungen. | |
| George et al. | Gas-cooled nuclear reactor | |
| DE968945C (de) | Elektrische Einrichtung zum Betrieb von Roentgen- oder anderen Gluehkathodenroehren | |
| DE2738481C3 (de) | Stufenschalter mit einem in einem zylindrischen Gehäuse sitzenden Lastumschalter und mit einem darunter angeordneten Stufenwähler | |
| DE707362C (de) | Aus Kohle oder kohlehaltigem Gemisch bestehendes Elektrodenschutzrohr zur Umhuellungder negativen Elektrode elektrischer Bogenlampen | |
| AT230398B (de) | Schaltgerät für Wassermangelsicherung oder Wasserstandsregelungin Kesseltrommeln mit Steuerelektroden | |
| DE638026C (de) | Vakuumentladungsapparat, insbesondere steuerbarer Quecksilberdampfgrossgleichrichter, bei dem die Stromanschluesse mehrerer Elektroden an einer Stelle isoliert voneinander durch die Vakuumgefaesswand hindurchgefuehrt sind | |
| DE2106201A1 (de) | Funkenerosionsanlage mit Draht Arbeitselektrode | |
| DE1671959C3 (de) | Brennstoffelement | |
| DE373492C (de) | Verfahren zum Betriebe von Elektrodendampferzeugern mittels Gleichstrom | |
| DE3316489A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur stahlherstellung | |
| DE562319C (de) | Anordnung, bestehend aus Gluehkathodenroehre und Transformator, zur Beheizung der Kathode | |
| DE892644C (de) | Kontakteinrichtung fuer Umformer | |
| DE395832C (de) | Paketfassung fuer endlose, aneinanderstueckelbare Elektroden | |
| DE518894C (de) | Einrichtung zur Steuerung des Lichtbogens in Metalldampf-Entladungsroehren, insbesondere in Quecksilberdampfgleichrichtern, in deren Anodenhuelsen je wenigstens ein metallenes Gitter isoliert eingelegt ist | |
| DE184705C (de) | ||
| DE417709C (de) | Einrichtung fuer Tiefenbestrahlung mit Roentgenstrahlen |