DE618062C - Verfahren zum Betrieb galvanischer Baeder - Google Patents
Verfahren zum Betrieb galvanischer BaederInfo
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- DE618062C DE618062C DEE45714D DEE0045714D DE618062C DE 618062 C DE618062 C DE 618062C DE E45714 D DEE45714 D DE E45714D DE E0045714 D DEE0045714 D DE E0045714D DE 618062 C DE618062 C DE 618062C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
- C25D21/00—Processes for servicing or operating cells for electrolytic coating
- C25D21/02—Heating or cooling
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Description
Galvanische Bäder benötigen, für ihren Betrieb
einerseits Gleichstrom, von niedriger Spannung, jedoch hoher Stromstärke., und anderseits
Heizung. Der Heizungsbedarf ist bei Bädern, die mit normaler Raumtemperatur
arbeiten, wie z. B. Vernickelungsbädern, nur im Winter vorhanden, hingegen bed Bädern, deren Arbeitstemperatur über der
normalen Raumtemperatur liegt, ganzjährig·.
ίο So arbeiten z. B. Verchromungsbäd'er am
günstigsten' bei Badtemperaturen von 43 bis 45° C
Bisher hat man den Heizungsbedarf galvanischer Bäder vollkommen getrennt von
ihrer Stromversorgung befriedigt. Als Stromquelle für galvanische Bäder sind umlaufende
Glächstrom-Niederspannungsgeneratoren, sog!.
Galvanisierdynamos, allgemein in Verwendung. Die Beheizung galvanischer Bäder wurde bisher entweder als Dampfheizung
ausgeführt oder mittels brennstoffgefeuerter Öfen oder mit Hilfe von rohr- oder platteniförmigen,
unmittelbar in das galvanische Bad tauchenden 'elektrischen Heizkörpern bewirkt.
Die Erfindung bezweckt nun, den Betrieb galvanischer Bäder so zu gestalten, daß die
Badbeheizung in Abhängigkeit von der Stromversorgung der Bäder durch Ausnutzung der
bei dieser auftretenden Verlustwärme erfolgt.
Für die Lösung dieser Aufgabe scheiden von vornherein solche Stromquellen aus, deren
Betriebstemperatur nicht wesentlich höher ist als die Betriebstemperatur der zu beheizenden
Bäder, weil nur dann, wenn ein entsprechendes .Temperaturgefälle zwischen der Stromquelle
und dem galvanischen Bade vorhanden ist, der Übergang ausreichender Wärmemengen von. der Stromquelle zum galvanischen
Bade erfolgen kann. Ungeeignet für das Ziel der Erfindung ist daher die Verwertung
der bei umlaufenden« Galvanisierungsdynamos in den Feldspulen, im Anker und an anderen
Teilen auftretenden Verlustwärme, da bei diesen Maschinen die Betriebstemperatur durch
die Rücksichtnahme auf die Isolierung der Leiter eng begrenzt ist. Das gleiche gilt für
die zur ' Stromversorgung vom galvanischen Bädern bereits vorgeschlagenen Trockengleichrichter,
die nur bei noch wesentlich niedrigeren. Betriebstemperaturen als Galvanisierungs
dynamos arbeiten können, weil ihr Güteverhältnis bei höheren Betriebstemperaturen rasch abnimmt.
Auch Quecksilberdampfgleichrichter mit Eisengefäß und Wasserkühlung sind für den
Zweck der Erfindung nicht verwendbar. Diese sog. Eisengleichrichter kommen schon
mit Rücksicht auf ihren SpannungslaMall von etwa 25 Volt, der in starkem Mißverhältnis
zu den für galvanische Bäder meist benötigten Spannungen von 4 bis 10 Volt
steht, nicht in Betracht. Außerdem ist auch
die Verwendung des Kühlwassers von Eiseiigleichridhtern
zur Beheizunig galvanischer
Bäder nicht möglich, da der Betrieb von
Quecksilberdampfgleidiiichtern nur bei sehr
niedrigen Quecksüberdampfdrücken durchführbar ist, die -wieder nur bei sehr niedrigen
KüHwa^sertemperaturen exzielbar sind, so daß
diese Gleichrichter nicht imstande sind, Kühlwasser mit der für die Beheizung von
ίο Verchromungsbäderni notwendigen 'Temperatur
zu liefern. Weiterhin scheiden Quecksil· berdampfgleichridhter für die Stromversorgung
galvanischer Anlagen auch wegen, ihrer hohen Anschaffungskosten bei Ausführung für
hohe Stromstärken aus·, für Gläsgleichrichter und in noch höherem Maße für Eisengleichrichter.
Nach der Erfindung 1WiTd nun der seit
Jahrzehnten bekannte, aber bisher nur -wenig . 20 verwendete Gleichrichter mit schmelzflüssigeni
Elektrolyten dazu benutzt, galvanische Bäder gleichzeitig mit Strom zu versorgen und durch
seine Verlustwärme zu beheizen. Gleichrichter dieser Art arbeiten je nach! Zusammen-Setzung
des Elektrolyten bei Betriebstemperaturen von etwa 250 bis 4000 C, so daß bei
ihnen ohne weiteres das für die Beheizung galvanischer Bäder erforderliche Wärmegefälle
zur Verfügung steht. Auch weisen diese Gleichrichter einen Spannungsabfall von etwa
4 bis 6,5 Volt auf, so daß ihr rein elektrischer
Wirkungsgrad beim Betrieb galvanisdhar Bäder zufriedenstellende Werte erreicht, während
der Gesanatwirkungsgrad unter Berücksichtigung
der Ausnutzung der Verlustwärme nahe an 100 <y0 herankommt.
Die Zeichnung veranschaulicht in einem
Ausführungsbeispiel eine Einrichtung, die zum Betriebe von galvanischen Bädern nach der
Erfindung geeignet ist.
Die Stromzufuhr erfolgt von einem Dreiphasennetz über den Schalter// und die
Sicherungen S/ zum -Transformator T, dessen Primärwicklung ρ in Dreieckschaltung und
dessen Sekundärwicklung s in Sternschaltung ausgeführt ist. Die Enden u, v, W der
Sekundärwicklung sind mit den spierrenden Elektroden Ox, a2, a3 des Elektrolytgleichirichters
verbunden, wähnend der Nullpunkt ο der SekundärwicMung über den Badestromregler
/? ian die Anode A des galvanischen Bades
angeschlossen ist. Die nicht sperrenden Elektroden ex, iez, ez und et des Gleichridhterä
sind untereinander und mit der Kathode K des galvanischen Bades, verbunden. Die Hefewicklung
k des Elektrolytgleidhrichters kann mittels des Schalters As an die Phase OK der
Sekundärwicklung' !angeschlossen werden. Das den schmelzflüssigen] Elektrolyten enthaltende
Gefäß E befindet sich innerhialb des mit Kühlflüssigkeit
gefüllten Behälters Kf- Die erwärmte Kühlflüssigkeit fließt aus diesem Behälter^/
durch, ein oberes Rohr zu den im galvanischen Bad vorgesehenen Rohrschlangen,
kühlt sich in diesem ab und kommt durch iein untenes Rohr wieder in den Behälter
Kf zurück.
Statt in dem galvanischen Bad Heizkörper vorzusehen, die . mit -deni Kühlwasser des
Gleichrichters in Verbindung stehen, kann man auch das- dein Elektrolyten enthaltende,
gegebenenfalls mit Kühiripp'en versehene Gefäß in das galvanische Bad 'eintauchen lassen,
um dieses unmittelbar durch die Verlustwärme des Gleichrichters zu beheizen.
Claims (3)
1. Verfahren zum Betriebe galvanischer
Bäder mit Stromspeisung über Gleichriehter, dadurch gekennzeichnet, daß man
unter Verwendung- von Gleichrichtern mit schmelzfLüssijgem Elektrolyten die Verlustwärme
zur Beheizung der galvanischen Bäder benutzt.
2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach. Anspruch τ} dadurch gekennzeichnet,
daß das gegebenenfalls mit Kühlrippien versehene Gleichrichtergefäß
in das galvanische Bad 'eintaucht. go
3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch. 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem mit Wasserkühlung versehenen Gleichrichter das erwärmte Kühlwasser zur Beheizung des
galvanischen Bades benutzt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT618062X | 1933-06-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE618062C true DE618062C (de) | 1935-09-02 |
Family
ID=3677578
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE45714D Expired DE618062C (de) | 1933-06-24 | 1934-06-19 | Verfahren zum Betrieb galvanischer Baeder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE618062C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102023104780A1 (de) | 2023-02-27 | 2024-08-29 | Trivalent Oberflächentechnik Gmbh | Verfahren zur elektrischen Energieversorgung einer galvanischen Anlage |
-
1934
- 1934-06-19 DE DEE45714D patent/DE618062C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102023104780A1 (de) | 2023-02-27 | 2024-08-29 | Trivalent Oberflächentechnik Gmbh | Verfahren zur elektrischen Energieversorgung einer galvanischen Anlage |
| EP4425745A1 (de) | 2023-02-27 | 2024-09-04 | Trivalent Oberflächentechnik GmbH | Verfahren zur elektrischen energieversorgung einer galvanischen anlage |
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