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Fersenwärmer Fersenschützer sind allgemein bekannt, jedoch sollen
die im Handel befindlichen Schützer den Strumpf vor vorzeitigem Zerreißen bzw. Beschädigung
schützen. Die bisher bekannten sogenannten Strumpfschützer oder Strumpfschoner bestehen
aus einem sich dem Fuße anschmiegenden Material,. wie Seide, Stoff, Wildleder a.
dgl. Man hat auch diese Schützer schon aus Celluloid hergestellt, jedoch mit diesem
Material wenig gute Erfahrungen gemacht, da es zu hart war. Bekannt ist ferner ein
Schoner, dessen Kapp; aus Wildleder besteht und durch ,ein Gummiband am Fuße befestigt
wird. Bei diesem Schoner tritt ein Mangel dadurch auf, daß der Gummizug sehr bald
nac'hläßt und der Schoner nicht mehr fest an der Ferse sitzt. Die bekannten Schoner
sind alle ausnahmslos im Schuh zu tragen.
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Bei der Landbevölkerung macht sich nun folgendes recht unangenehm
bemerkbar. Dk# Landbewohner tragen meist Holzpantinen oder Lederpantoffel, so daß
der hintere Fuß, also die Ferse, stets der Witterung ausgesetzt ist. Im Winter bei
Schneefall wird also die Ferse maß, desgleichen bei Regenwetter. Ein Schoner, wie
er bekannt ist, würde hier wenig Abhilfe schaffen, da er schon dem Material nach
nicht geeignet wäre, die Ferse vor den Unbilden des Wetters zu schützen. Auch die
Befestigungsart der bekannten Schoner würde bei der großen Beanspruchung, die sie
naturgemäß erfahren würde, höchst unpraktisch sein. Im übrigen sind die bekannten
Schoner auch nur für das Schauen der Strümpfe und nicht für das Schützen der Ferse
bestimmt.
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Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, für die Kreise, wie
Landbevölkerung, Handwerker usw., die ihren Beruf meist in Holzpantinen ausführen,
einen Fußwärmer zu schaffen, der es ermöglicht, Pantinen oder Pantoffel selbst bei
schlechtestem Wetter zu tragen, ohne daß die Ferse naß bzw. der Fuß kalt wird. Denn
beim Tragen des Erfindungsgegenstandes ist der Fuß ganz eingeschlossen, vorn durch
die Kappe der Pantine oder des Pantoffels und hinten durch den Fersenwärmer oder
-schütter. Ein weiterer Vorteil' der Erfindung liegt darin, daß die Befestigungsvorrichtung
gleich an der Kappe sitzt b@zw. Kappe und Befestigungsvorrichtung ,aus einem Stück
hergestellt sind. Die Befestigungsvorrichtung ist verstellbar, so daß sie sich jedem
Fuß anpassen läßt. Als Verschlußmittel wählt man Drucldnöpfe, Schnallen o. dgl.
Weiter kann man mit dem Schützer ruhig über ein Stoppelfeld gehen. Da ja bekanntlich
die Ferse sehr empfindlich ist, verhütet man durch den Schützer Verletzungen der
Ferse. Der Pantoffel oder die Pantine läßt sch abstreifen, ohne daß dabei der Zwang
besteht, auch den Schützer abzustreifen, denn dieser behindert gar nicht, da er
sich dem Fuße gut anschmiegt und sein Tragen nicht lästig wird.
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Der Schützer kann aus verschiedenem Material hergestellt werden. Doch
wird man
Leder in erster Linie verarbeiten, da dieses Material sehr
haltbar ist.- Plüsch, fester Stoff u. dgl. eignen sich aber ebenfalls zur Herstellung.
Auf dem Boden des Schützers wird noch eine Filzplatte befestigt, damit der Fuß auch
von unten, gewärmt ist; der Boden wird durch Auflage eines dünnen Pappstreifens
versteift. Die Kappe des Schützers wird innen durch eine dünne Mullpolsterung gefüttert,
was wesentlich zur, Erwärmung der Ferse beiträgt.
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In der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindulng veranschaulicht.
Es zeigt: Abb. i den Fersenwärmer in Seitenansicht. Abb. 2 einen Schnitt durch den
Boden. . I( ist die Kappe des Fersenwärmers und Fersenschützers. die aus Leder besteht
und in eine Fußbefestigungsvorrichtung D° ausläuft. Wie aus der Zeichnung ersichtlich,
ist diese Befestigungsvorrichtung mit einem Druckknopf D1 versehen, der sich wiederum
mit drei Knöpfen DC je nach Wunsch verbinden läßt. Die Kappe 1( ist innen mit einem
Mullpolster M versehen, welches zur besseren Warmhaltung dient. Der Boden L der
Kappe besteht ebenfalls aus Leder und ist zur Versteifung mit -einem dünnen Papps;tückP
versehen. Auf diesem Pappstück P ist eine Filzplatte F angeordnet, um den Fuß weich
zu betten und auch eine größere Wärmemöglichkeit von unten zu erzielen. St bedeutet
die Steppnaht, die die Kappe und den Boden verbindet.