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Addiermaschine mit Saldierwerk Soll bei Addiermaschinen mit Saldierwerk
ein in diesem stehender negativer Saldo richtig abgedruckt werden, so ist es erforderlich,
in der Einerstelle des Saldierwerkes die sogenannte flüchtige Eins zu subtrahieren.
Unter Umständen ist auch die Addierung einer Eins in der Einerstelle erforderlich,
nämlich dann, wenn ein negativer Saldo durch Addieren von Posten wieder positiv
wird, nachdem die Subtraktion der flüchtigen Eins erfolgt war. Es ist bekannt, die
flüchtige Eins nach Umschaltung des Zählwerks auf Subtraktion bzw. Addition, dadurch
in die Einerstelle des Zählwerks einzuführen, daß der Antriebsverzahnung der Einerstelle
ein besonderer Schaltschritt erteilt wird, der gegebenenfalls zu dem der verrechneten
Einerziffer des Postens entsprechenden Schaltweg hinzukommt.
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Auch die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine derartige Addiermaschine.
Während jedoch bei der bekannten Maschine die Einführung der flüchtigen Eins sowohl
in subtraktivem als auch in additivem Sinne durch ein und dieselbe Antriebsverzahnung
erfolgt, die auf das eine oder das andere zweier ständig in Eingriff stehender Zählwerksritzel
einwirkt, erfolgt erfindungsgemäß die Einführung der flüchtigen Eins in subtraktivem
Sinne und in additivem Sinne durch zwei verschiedene, gegenläufig wirkende Triebverzahnungen,
mit denen das Zählrad durch seine Unischaltung wahlweise in Eingriff gelangt.
Es wird hierdurch eine erhebliche Vereinfachung im Schaltwerk erzielt. Denn bei
der bekannten Maschine müssen die in dauerndem Eingriff stehenden Zählwerksritzel
sowohl zur Umschaltung von Addition auf Subtraktion als auch zum Ein- und Ausrücken
in die Triebverzahnung in den verschiedenen Zeitpunkten des Arbeitsspieles in radialer
Richtung verstellt werden, was eine infolge der erforderlichen Überlagerung der
Schaltbewegungen komplizierte Steuerung erfordert, die ihrerseits noch auf die Einrichtungen
zur Herbeiführung des zusätzlichen Schaltschritts der Einerantriebsverzahnung einwirken
muh. Zu diesem Zweck war das Zählwerk der bekannten Maschine in einer Schwinge angeordnet,
die zwecks Umschaltung von Addition auf Subtraktion oder umgekehrt gedreht wird
und ihrerseits durch Reibung ein Drehstück mitnimmt und in die eine oder die andere
zweier wirksamer Stellungen dreht, welches beim Einrücken des Zählwerkes in die
Triebverzahnung einen Anschlaghebel für diese auslöst. Diese Anordnung erforderte
eine besondere Steuerung, um das Drehstück nach jeder durch dieses herbeigeführten
Schaltung in eine Neutralstellung zu bringen.
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Während also das Drehstück bei der Einstellung des Zählwerks auf Addition
oder Subtraktion verschiedene Schaltbewegungen ausführen mußte, bietet die vorliegende
Erfindung die Möglichkeit, daß bei jedesmaliger Einführung der flüchtigen Eins,
gleichgültig,
ob diese in subtraktivem oder additivem Sinne erfolgen
muß, ein und derselbe Schaltvorgang ausgeführt wird.
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Vorzugsweise stehen die beiden gegenläufig wirkenden Triebverzahnungen
auf derselben Seite des Zählrades dicht nebeneinanderliegend in ständiger Triebverbindung
miteinander zwecks Antriebs in entgegengesetzten Richtungen und werden beide nach
jedesmaliger Verstellung des Zählrades in Achsenrichtung um einen zusätzlichen Schaltschritt
angetrieben.
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Während bei der bekannten Maschine der Sperrhebel, der den Hub der
Einertriebverzalinung für gewöhnlich begrenzt und zur Vorbereitung des zusätzlichen
Schaltschritts ausgelöst wird, unmittelbar durch das Drehstück gesteuert wird, ist
erfindungsgemäß die Anordnung derart getroffen, daß die Aus-:ösung des Einersperrhebels
durch Ausklinken 4iner ihn für gewöhnlich entgegen einer Feder in Sperrstellung
haltenden Klinke erfolgt, die durch das Organ gesteuert wird, das infolge eines
Wechsels des Vorzeichens in Tätigkeit tritt. Hierdurch erübrigt sich die Notwendigkeit,
das Drehstück oder das ihm entsprechende, infolge des Wechsels des Vorzeichens in
Tätigkeit tretende Organ jedesmal in eine Neutralstellung zu überführen, wenn es
eine Schaltbewegung ausgeführt hat.
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Schließlich erfolgt erfindungsgemäß die Auslösung des Sperrhebels
gleichzeitig mit der Umschaltung des Zählwerkes auf eine andere Rechnungsart. Auch
hierdurch wird eine erhebliche Vereinfachung der Steuerung im Vergleich finit der
bekannten Maschine erzielt, bei der die Auslösung des Sperrhebels erst nach erfolgter
Umschaltung des Zählwerkes auf die andere Rechnungsart dann erfolgt, wenn das Zählwerk
in die Triebverzahnung eingerückt wird.
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Auf der Zeichnung sind die in diesem Zusammenhang in Betracht kommenden
Teile einer Rechenmaschine dargestellt.
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Abb. i ist die Hinteransicht der Maschine; Abb.2 und 3 zeigen ein
Zählrad nebst seinen Antriebsverzahnungen in zwei verschiedenen Stellungen in Seitenansicht;
Abb.4 und 5 zeigen zwei Zählräder in Seitenansicht und Aufsicht für Subtraktionslage;
Abb. 6 und 7 zeigen dieselben Zählräder in Seitenansicht und Aufsicht für Additionslage;
Abb.8 ist die Seitenansicht des Schaltwerks zur Einführung der flüchtigen Eins,
und Abb.'9 zeigt in größerem Maßstabe ein Hebelgestänge.
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Das Einstellen der Zählwerksritzel 27 entweder für Addition oder für
Subtraktion erfolgt unter Steuerung durch den Papierschlitten 5 oder durch die Subtraktionstaste.
Zu diesem Zweck sind am Schlitten parallel zu einer Verschiebungsrichtung Schienen
98 befestigt, die an ihrer Unterkante Zähne und längs einstellbare Anschläge 99
haben. Von diesen bekannten Anschlägen oder Reitern 99 des Schlittens 5 wirkt der
eine oder der andere auf eine nach oben ragende, längs verschiebbare Stange ioo
(Abb. 8) ein. Diese Stange steht mittels eines aus ihr herausragenden Zapfens ioi
mit dem gegabelten einen Ende eines bei 103 gelagerten Winkelhebels zog in Verbindung.
Sein zweiter Arm ist durch einen Lenker 104 an einen bei 73 gelagerten Winkelhebel
72 angeschlossen.
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Ferner greift die Subtraktionstaste 63, die bei 64 kippbar gelagert
ist, mit einem seitlichen Ansatz 65 unter einen Hebelarm 66, der durch eine Feder
67 nach unten gezogen wird und so auf den Ansatz 65 drückt, daß die Taste 63 stets
ihre obere Lage einzunehmen strebt. Wird die Taste 63 aber niedergedrückt, so legt
sich ihr Ansatz 65 in :eine Abstufung des Armes 66, so daß die Subtraktionstaste
63 bis zum Auslösen niedergedrückt verriegelt bleibt. Die Auslösung erfolgt bei
der Rückdrehung der Kurbelwelle 12 mittels einer von dieser bewegten Klinke 68.
Die Subtraktionstaste ist mittels eines Lenkers 69 ebenfalls an den Winkelhebel
72 angeschlossen.
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Der Anschluß sowohl des Lenkers io4 als auch des Lenkers 69 an den
Winkelhebel 72 ist mittels der nämlichen Schraube 71 bewirkt. Jedoch hat der Hebel
69 einen Schlitz 7o, so daß die Taste 63 bei einer durch den Papierwagen bewirkten
Schwenkung des Winkelhebels 72 nicht mitverstellt wird.
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Wenn die Verstellung des Winkelhebels 72 vom Papierwagen oder von
der Subtraktionstaste her erfolgt, so verschiebt der 'Winkelhebel einen lotrecht
verstellbaren Schieber 7¢, dessen Fuß 75 nach hinten abgebogen ist und unter einem
Stift 76 eines anderen ebenfalls in der Senkrechten beweglichen Schlittens 77 greift.
Dieser Schlitten führt sich senkrecht auf einem waagerecht beweglichen Schlitten
78 unter Vermittlung der Stifte und Schlitze 79. Der waagerechte Schlitten 78 ist
mittels Schlitzen und Stiftführungen 8o und 8i geführt. Auf dem Stift
81 ruht ein Hebel mit drei Hebelarmen 82, 83, 84. Der eine nach hinten gehende
Arm 84 des dreiarmigen Hebels ergreift einen Stift 87 einer senkrecht verschiebbaren
Stoßschiene 88.
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Wird die Taste 63 angeschlagen, so erfolgt durch den Lenker 69 und
den Winkelhebel 72 ein Anheben des Schiebers 74; durch seinen Fuß: 75 nimmt er den
senkrechten Schlitten 77 mit, bis dessen Fuß 89 in derselben Höhe liegt
wie
ein Stift 86 auf dem abwärts gerichteten Arm 83 des dreiarmigen Hebels. An dem anderen
Arm 82 dieses Hebels sitzt ein Stift 85, und dieser Stift ist nunmehr außerhalb
des Bereichs eines seitlichen Ansatzes go des senkrechten Schlittens 77.
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Der waagerechte Schlitten 78 steht mit dem rückwärtigen Ende eines
anderen Lenkers goa in Verbindung, und das vordere Ende dieses Lenkers ist mit einem
Stanzstück gi auf der Hauptschwingwelle i2 fest verbunden. Wenn der Schlitten 77
hochgehoben ist, was durch einen Druck auf die Taste 63 erreicht wird, und wenn
dann die Handkurbel der Welle 12 nach-vorn hingezogen wird, so stößt der Fuß 89
des Schlittens 77 an den Stift 86 am Arm 83 des dreiarmigen Hebels und schwingt
diesen Hebel in Uhrzeigerrichtung, und dadurch wird nunmehr die Schieberstange 88
mittels des dritten Armes 84. des dreiarmigen Hebels abwärts gezogen.
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Diese Schieberstange 88 hat in dreifacher Übereinandexanordnung seitliche
Lappen 92, entsprechend der Anordnung der Rechenwerke übereinander. In jedem dieser
seitlichen Lappen 92 befindet sich nach Abb. i ein Schubkurvenschlitz 93, in welchem
sich ein Stift 95 führt. Dieser Stift sitzt am Ende eines Armes 9q., so daß also
bei der Verschiebung der Stange 88 der Arm 94 ausgeschwenkt wird. Entgegengesetzt
zur Richtung des Armes 9q. erstreckt sich von dessen Welle aus ein anderer Arm 96
(Abb. i), dessen Ende gegabelt ist. Das gegabelte Ende umgreift den Rand einer Scheibe
97, die festsitzt auf der zugehörigen Welle 28 (Abb. i), auf welcher die
Zählräder 27 mit den Zehnerschaltnas.en q.5 drehbar ruhen. Die Verschiebung der
Schiene 88 nach unten verschiebt also gleichzeitig die Welle 28 nebst allen Zählrädern
27 in eine solche Lage, daß diese Subtraktionsantriebsverzahnungen in Gestalt von
Ritzeln 24 gegenüber zu liegen kommen.
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Wird nach Beendigung des Subtraktionsarbeitsspiels die Subtraktionstaste
63 ausgelöst oder die Stange ioo durch den Papierwagen bei dessen Weiterschaltung
freigegeben, so kehrt der Winkelhebel 72 unter Wirkung einer nicht näher veranschaulichten
Feder in seine Ausgangslage zurück, so daß auch der von dem waagerechten Schlitten
78 getragene Schieber 77 wieder in seine in Fig. 8 veranschaulichte Hochlage übergeht.
Folgt dann ein Additionsarbeitsspiel, so- stößt der Ansatz go auf den Stift 85 des
dreiarmigen Hebels, wenn die Kurbel auf .der Hauptschwingwelle 12 nach vorn gezogen
ist. Hierdurch wird der dreiarmige Hebel entgegen der Uhrzeigerrichtung geschwenkt
und verschiebt die Schaltstange 88 aufwärts, wodurch mittels der Schübkurvenschlitze
93 sämtliche Zählwerke 27,28 wieder in die Ausgangslage verschoben werden,
in -der die Zählräder 27 den Tiiebverzahnungen 33 für Addition gegenüber zu liegen
kommen.
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Nunmehr sei beschrieben, in welcher Art die Verzahnungen für Addition
und Subtraktion bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel -angetrieben werden. Jedem
Zählrad 27 ist -eine Zahnplatte 2o (Fig. d. bis 7) zugeordnet. Da, wie Fig. i zeigt,
drei Zählwerke übereinander angeordnet sind, gehören somit zu jeder Dezimalstelle
drei Zähnplatten 2o. Diese sind übereinander angeordnet an einem gemeinsamen, senkrecht
verschiebbaren Schlitten 16 durch Stift und Schlitz 2i befestigt, so daß sie unabhängig
voneinander eine beschränkte Verschiebung gegenüber dem Schlitten 16 ausführen können.
-Diese Verschiebung dient, wie später erläutert werden soll, sowohl zur Zehnerübertragung
als auch zum Zweck der-Einführung der flüchtigen Eins in die Einerzählräder. Jede
der Zahnplatten 2o ist mit ihrem Schlitten iti durch eine Feder 22 verbunden, welche
die Zahnplatte in die Lage der Fig. 3 zu ziehen sucht,- in welcher die Stifte 21
zur Anlage an das untere Ende der Schlitze gelangen. Jede Zahnplatte 2o weist zwei
Triebverzahnungen 23 und 33 auf, die nicht nur in verschiedenen Ebenen liegen, sondern
auch in verschiedenem Abstand von dem Schlitten 16, wie die Fig. d.. bis 7 erkennen
lassen. Auf einer im Rahmen der Maschine befestigten Welle 25 sind Ritzel2q. unabhängig
voneinander frei drehbar gelagert. Diese Ritzel stehen in ständigem Eingriff mit
der einen Triebverzahnung 23, und ihre Zähne liegen auf der anderen Seite neben
der Triebverzahnung 33. Die Welle 25 ist durch Schlitze 26 der Zahnplatten geführt,
so daß sie deren Aufundabbewegung nicht behindert. In der Ausgangslage nehmen die
Zahnplatten für gewöhnlich die in Abb. 2 veranschaulichte Lage ein, in der sie entgegen
der Kraft der Federn 2z durch Nasen 37 von Klinken 36 niedergehalten werden. Wird
bei dem der Einführung eines Postens in das Zählwerk dienenden Arbeitsgang der Maschine
die auf der Hauptschwingwelle 12 sitzende Kurbel- nach vorn gezogen, so wird durch
die Feder ig unter Steuerung durch nicht näher veranschaulichte Mittel jeder Schieber
16, von der in Abb.2 veranschaulichten Lage ausgehend, um eine Strecke herabgeführt,
die der in das betreffende Zählrad einzuführenden Ziffer entspricht. Infolge dieser
Abwärtsbewegung kämmt die Verzahnung 23 mit dem auf der ortsfesten Welle 25 gelagerten
Ritzel 2q., so daß seine Triebverzahnung an der dem Zählrad 27 gegenüberhegenden
Stelle gegenläufig zu der
dort befindlichen Triebverzahnung 33 bewegt
wird..
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Bei der Rückschwingung der Kurbelwelle r2 kehren die Schlitten 16
wieder in ihre Ausgangslage zurück. Vor Beginn dieser Bewegung werden nun die Zählräder
27 mit der ihnen gegenüberliegenden Triebverzahnung in Eingriff gebracht, also entweder
mit der Verzahnung 2q: oder mit der Verzahnung 33, je nach der Einstellung der Welle
28 durch den betreffenden Schubkurvenschlitz 93. Wenn dann die Schlitten 16 hochgehen,
so nehmen sie die Zahnplatten 2o mit und treiben daher die Zählräder 27 in der einen
oder der anderen Drehrichtung an.
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f edesmal, wenn ein Zählrad 27 um zehn Zahnteilungen gedreht ist,
wird das Zählrad der nächst höheren Stelle in bekannter Weise um eine Zahnteilung
in derselben Drehrichtung verstellt. Die hierzu .dienenden Mittel sind die folgenden:
An jedem Zählrad ist eine Scheibe mitzwei Zehnerübertragungen 45 befestigt, in deren
Bahn die beiderseits abgeschrägte Nase 44 einer Zehnerübertragungsklinke 43 ragt,
welche auf einer rahmenfesten Achse 41 frei drehbar gelagert ist und sich für gewöhnlich
unter der Wirkung deiner Feder 47 an einen Anschlag 62 anlegt. Die Zehnerübertragungsklinke
43 weist einen nach vorn ragenden Arm 4o auf, der dazu dient, einen Sperrhebel .36
entgegen der Wirkung einer Feder 39 in der in Fig. 2 veranschaulichten Lage festzuhalten.
Dieser Sperrhebel 36 ist frei .drehbar auf der rahmenfesten Welle 25 gelagert und
greift mit einem Ansatz 37 über einen Ansatz 38 der Zahnplatte 2o der nächst, höheren
Dezimalstelle.
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Wenn ein Zählrad 27, von seiner Ausgangslage ausgehend, um mehr als
zehn Zahnteilungen in derselben Richtung angetrieben wird, so stößt seine eine Nase
45 gegen die Zehnerschaltklinke 43 und schwenkt diese in die in Abb. 3 veranschaulichte
Lage, wodurch der Sperrhebel 36 freigegeben wird und durch die Feder 39 in eine
andere Stellung gezogen wird.. In dieser Lage dient nicht mehr der Ansatz 37 des
Sperrhebels, sondern ein höherliegender Ansatz 46 als Anschlag für den Ansatz 38
der Zahnplatte 2o der nächst höheren Dezimalstelle. Wenn daher der Schlitten 16
bei der Rückkehr in die Ausgangslage in seiner oberen Endstellung anlangt oder während
der Zehnerübertragung bereits angelangt sein sollte, so bewegt sich die Zahnplatte
2o der nächst höheren Stelle unter Zug der Feder 22 um einen Schritt weiter aufwärts,
als es ohne Auslösung des Sperrhebels 36 der Fall wäre. Durch diesen zusätzlichen
Schritt wird daher das Zählrad 27 um einen Schritt weiter angetrieben, und zwar
entweder in der,einen oder der anderen Drehrichtung, je nach der Einstellung der
Welle 28.
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In' .der nachstehenden Beschreibung wird als Negativsumme jenes Ergebnis
einer Subtraktion bezeichnet, in welcher die abzuziehende Zahl größer ist als der
Minuend. Wenn beispielsweise in einer Bank jemand ein Konto überschritten hat und
Zahlungsanweisungen in größerem Betrage einlaufen, so ergibt sich eine derartige
negative Summe.
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Für die Eintragung eines derartigen Negativpostens in das Zählwerk
muß die Subtraktionstaste 63 angeschlagen werden, und nach der obigen Beschreibung
wird dadurch der Satz der Zählräder 27 in Eingriffsbereitschaft mit den Ritzeln
24 gebracht. Die Ritzel werden dann bei der Rückdrehung der Welle 12 in der aus
Abb.4 ersichtlichen Pfeilrichtung gedreht. Beim Addieren befinden sich diese Ritzel
27 in Eingriff mit den Zahnstangen 33, und sie werden dann in der aus Abb. 6 ersichtlichen
Pfeilrichtung gedreht.
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Wird ein Positivposten eingetragen, so schlagen .die Zehnernasen 45
gegebenenfalls gegen die oberen Kanten der aus Abb. 3 und 4 ersichtlichen Nasen
44 der Klinken 40 an. Wird jedoch ein Negativposten eingetragen, so erfolgt der
Anstoß gegen die unteren Kanten der Nasen 4q..
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Zwecks Abdrucks der Posten und Summen steht in bekannter Weise jeder
der Schlitten 16 mit einem Typenträger in ständiger Triebverbindung. Werden daher
beim Einbringen eines Postens in die Zählwerke .die Schlitten 16, wie beschrieben,
um Beträge verschoben, die den einzelnen Ziffern des Postens entsprechen, so gelangen
die diesen Ziffern entsprechenden Typen in Druckstellung gegenüber einer Papierwalze
und werden dann durch Druckhämmer an diese angeschlagen.
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Zwecks Abdrucks des in einem der Zählwerke stehenden Betrages wird
eine nicht näher veranschaulichte Summentaste angeschlagen. Durch diese wird .die
Steuerung des ausgewählten Zählwerkes in der Weise abgeändert, daß dieses vor Beginn
der Vorwärtsschwingung der Antriebskurbel mit den Triebverzahnungen in Eingriff
tritt. Ferner werden beim Anschlagen der Summentaste sämtliche Zehnerschaltklinken
43 gesperrt. Unter Spannung der Federn i9 bewegen sich bei der Kurbelschwingung
die Schlitten 16 so weit abwärts, bis die Zehnerschaltnasen 45 des ausgewählten
Zählwerkes zur Anlage an die Schaltklinke 43 gelangen. Dann sind die mit dem Schlitten
16 gekuppelten Typenträger auf den Abdruck der in dem Zählwerk stehenden Summe eingestellt.
Befindet sich in dem ausgewählten Zählwerk eine negative
Summe und
soll diese zum Abdruck gelangen, so ist es jedoch, wie später noch gezeigt werden
soll, erforderlich, zuvor von dem im Zählwerk stehenden Betrag eine Eins, die sog.
flüchtige Eins, abzuziehen, also das Zählrad der Einerstelle um eine Zahnteilung
im Sinne des Pfeiles der Abb. ;4 zu drehen. Ist dies geschehen und wird dann jedoch
ein positiver Posten ins Zählwerk eingeführt, so daß die Summe wieder positiv wird,
so muß die flüchtige Eins wieder addiert, also -das Einerrad im- Sinne des Pfeiles
.der Fig. 6 gedreht werden, bevor der Abdruck der Summe erfolgt.
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Erfindungsgemäß wird- dieser Bedingung dadurch genügt, daß zwecks
Subtraktion bzw. Addition der flüchtigen Eins die Subtraktionsverzahnung 24 bzw.
die Additionsverzahnung 33 um eine Zahnteilung verstellt wird. Beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel geschieht dies in der Weise, daß, wenn eine Reihe positiver
oder negativer Posten nacheinander verrechnet werden, jedesmal eine Eins subtrahiert
wird, wenn der erste mehrerer aufeinander-folgender negativer Posten zur Verrechnung
gelangt, und daß eine Eins addiert wird, wenn ,der erste mehrerer aufeinanderfolgender
positiver Posten zur Verrechnung gelangt. Ferner wird Vorsorge dafür getroffen,
daß vor Abdruck einer positiven Summe eine Eins addiert wird, sofern die Maschine
zuvor auf Subtraktion gestanden hatte, und daß umgekehrt beim Abdruck der negativen
Summe zuvor eine Eins abgezogen wird, wenn die Maschine zuvor auf Addition eingestellt
war.
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Es läßt sich leicht nachweisen, daß bei Einhaltung dieser Bedingungen
das richtige Ergebnis zum Abdruck gelangt. Es mag sich beispielsweise darum handeln,
folgende Posten nacheinander zu verrechnen: + 67, + 84, -9-1, -,^8, -21.
«Nach Beendigung des zweiten Arbeitsspieles befindet sich im Saldierwerk (beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist dies .das unterste der drei Zählwerke) die Summe 151.
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Es folgt nun der dritte Arbeitsgang zwecks Subtraktion des Wertes
94. Bei diesem Arbeitsgang wird die Schiene 88 zwecks Umschaltung der Maschine auf
Subtraktion abwärts verschoben, wodurch, wie später erläutert, zusätzlich zu dem
Betrag 94 eine Eins von dem- im Zählwerk stehenden Betrag abgezogen wird. Mithin
steht nach Beendigung des dritten Arbeitsganges der Betrag 56 im Zählwerk.
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Es folgt nun ,der vierte Arbeitsgang, bei dein der Posten 78 subtrahiert
wird. Da die Maschine bereits auf Subtraktion eingestellt ist, findet keine Umschaltung
der Schiene 88 statt, und es wird daher keine zusätzliche Eins subtrahiert. Das
Einerzählrad, das auf 6 steht, wird also um acht Schritte zurückgedreht und steht
dann auf 8, wobei eine Zehnerübertragung erfolgt. Das Zehnerrad wird um sieben Schritte
und um den übertragenen Zehner zurückgedreht und kommt daher auf 7 zu stehen. Es
überträgt seinerseits einen Zehner und so fort, so daß die übrigen Zählräder auf
9 stehen. Es ergibt sich daher bei einem fünfstelligen Werk die Zahl 99978 Beim
fünften Arbeitsgang wird die Zahl 21 abgezogen, wodurch der im Zählwerk stehende
Betrag auf 99957 gebracht wird. Bei dem nun erfolgenden Summendruck gehen die Schlitten
16 unter der Wirkung der Feder i9 so weit herab, bis die Zehnerübertragungsnasen
45 der Zählräder an der zuvor gesperrten Klinke 43 anstoßen und daher in der Stellung
99999 stehen bleiben. Hierbei führt- der Einerschlitten 16 eine Verschiebung um
zwei Zahnteilungen und der Zehnerschlitten eine Verschiebung um vier Zahnteilungen
aus, so daß die Zahl 4:2 zum Abdruck gelangt. Es stellt diese das Ergebnis .des
vorstehenden Beispiels dar.
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Nunmehr sollen die Mittel beschrieben werden, mit deren Hilfe die
Einführung der flüchtigen Eins nach jedesmaliger Umschaltung der Schiene 88 von
Addition auf Subtraktion oder umgekehrt erfolgt.
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Nach Abb. 8 und 9 ist an dem in der senkrechten Richtung geführten
Schieber 74 eine zweite Schiene 1o5 durch Schlitz- und Stiftführung io6 senkrecht
verschiebbar gelagert. Ein bügelförmig abgebogener Hebel io8 sitzt drehbar auf der
Querwelle 107 (Abb. 8) und erfaßt mit einem gegabelten freien Ende einen Stift iog
am Kopfende der Schiene io5. Die auf und ab bewegliche Schiene 88 trägt bei i i
i einen Stift, in. welchen der andere Arm iio des bügelförmig abgebogenen Hebels
io8 eingreift. Durch diese Anordnung wird die mit den zwei Zahnstangen versehene
Platte 2o der Einerstelle desjenigen Werkes ausgelöst, das zur Bildung negativer
Summen bestimmt isst. Bei Beendigung des auf die Umstellung der Stange 88 auf Subtraktion
folgenden Kurbelrückganges wird daher die Platte 2o um eine zusätzliche Zahnteilung
verschoben, und auf diese Weise wird in das Zählwerk 27 eine zusätzliche Einheit
im negativen Sinne eingeführt. Auch der Einerplatte 20 ist zu diesem Zweck ein Sperrhebel
36 zugeordnet, der seinerseits durch eine Klinke4o in der wirksamen Lage festgehalten
wird. Diese Klinke 40 wird aber nicht von einem Zählrad gesteuert, sondern von der
Schiene 105, und trägt zu diesem Zweck einen Stift 112, der über das hintere Ende
eines Armes 113 zu liegen kommt, und dieser Arm bildet einen Teil eines auf der
Achse 114. gelagerten
Winkelhebels 113, 115. Der andere Arm 1i5
dieses Winkelhebels trägt bei 116 einen Stift, welcher in der Bahn einer Steuernase
117 des Schiebers 1o5 liegt und von dieser angestoßen wird, wenn dieser Schieber
nach Einstellung der Maschine auf Subtraktion und nach .dem Vorziehen der Antriebskurbel
durch den Bügel 1o8 eine Verschiebung erfährt. In Abb. g ist der Schieber 1o5 in
seiner angehobenen Stellung gezeigt. Bei der Verschiebung der Schiene 88, also bei
jeder -Umschaltung der Maschine auf die andere Rechnungsart, wird die Klinke .¢o
für die Einerstelle ausgeklinkt, so daß der in Fig.g nicht näher veranschaulichte
Anschlaghebel 36 in Uhrzeigerrichtung ausschwingt, und dadurch der Einerplatte 20
bei Beendigung des Arbeitsganges einen zusätzlichen Schaltschritt gestattet. Dieser
führt zur Subtraktion einer Eins von dem im Zählwerk stehenden Saldo, wenn die Schiene
88 auf Subtraktion umgeschaltet. wurde und führt zum Addieren einer Eins, wenn die
Schiene 88 auf Addition umgeschaltet wurde. Diese Einführung der flüchtigen Eins
erfolgt jedoch nicht bei jedem Arbeitsspiel, bei welchem ein Posten verrechnet wird,
sondern nur dann, wenn bei dem Arbeitsspiel eine Umschaltung der Schiene 88 in dem
einen oder dem anderen Sinne erfolgte. Vor Beginn der Rückkehr der Zahnplatten 2o
in die Ausgangslage werden sämtliche Sperrhebel 36
durch nicht näher dargestellte
Mittel in die Ausgangslage der Abb. 2 zurückgeführt. Dies würde zur Folge haben,
daß auch der Sperrhebel 36 der Einerstelle wieder zurückgeführt und durch den Hebel
40 gesperrt wird, wenn er soeben bei Ausschwingung des Winkelhebels 113, 115 durch
die Klinke 4o ausgelöst worden war. Um dies zu verhindern, wird der Arm 4o nach
Auslösung durch den Win-. kelhebel 113, * i 15 bis zur Beendigung
des Arbeitsspiels in angehobener Lage gesperrt, und zwar in folgender Weise: Wird
der Arm 113 angehoben, was durch Bewegung des Schiebers 105 nach unten erreicht
wird, so tritt unter die seitlich abgebogene Schulter 113a des Armes 113 eine Schulter
11811 eines eigentümlich ausgebildeten und abgebogenen Hebels 1z8 (Abb. 9), der
durch eine Feder i 18b für gewöhnlich in eine bestimmte Lage gezogen wird. In der
Ruhelage der Maschine ist eine Warze zig auf dem Arm 6o, der mit der Welle 53 fest
verbunden ist, in Eingriff mit einer Rolle oder einem Stift zzo des abgebogenen
Hebels 118. Wenn die, Welle 53 zusammen mit .der Hauptwelle 12 entgegen der Uhrzeigerrichtung
gedreht wird, so tritt die Schulter 1184 unter die Abbiegung j 13a, sofern der Hebel
113 ausgeschwenkt wird, und beim Ende der Rückschwingung der Welle 12 bzw. 53 schlägt
der Stift zig des Armes 6o (Abb. g) gegen den Stift 12o auf dem Arm 118 und drückt
diesen Arm um seine Schwingachse entgegen .der Richtung des Uhrzeigers, wodurch
der Arm 113 des Winkelhebels ausgelöst wird.
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Das Zählwerksrad 27 der höchsten Stelle steuert ein Sperrwerk in der
Weise, daP dieses beim Übergang des Zählrades von Null auf Neun eine bestimmte Einstellung
und beim Übergang des Zählrades von Neun auf Null eine andere Einstellung erfährt.
Die Einstellung dieses Sperrwerks richtet sich also danach, ob im Zählwerk ein positiver
oder ein negativer Betrag steht. Ferner wird das Sperrwerk in an sich bekannter
Weise in Abhängigkeit davon gesteuert, ob die Maschine auf Addition oder Subtraktion
eingestellt ist. Dieses Sperrwerk nun: bewirkt, daP man beim Vorhandensein eines
negativen Betrages im Zählwerk die Maschine vor dem eigentlichen Summenzug auf Subtraktion
einstellen und einen Leergang ausführen muP. War die Maschine zuvor auf Addition
eingestellt - in diesem Fall wäre der zuletzt eingeführte Posten zwar positiv, aber
doch zu klein gewesen, uni den negativen Betrag im Zählwerk aufzuheben -, so hat
der Leergang in der oben beschriebenen Weise die Subtraktion .der flüchtigen Eins
-zur Folge, was erforderlich ist, um die beim vorhergehenden Additionsgang erfolgte
Hinzufügung der flüchtigen Eins wieder aufzuheben. War vorher keine Addition, sondern
lediglich eine Reihe von Subtraktionen erfolgt, so führt der nach Niederdrücken
der Subtraktionstaste 63 herbeigeführte Leergang nicht zu einer abermaligen Umschaltung
der Schiene 88 und somit auch nicht zu einer abermaligen Subtraktion der flüchtigen
Eins, so daß auch in .diesem Falle das richtige Ergebnis zum Abdruck gelangt.
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Ferner ist der Fall zu erklären, in welchem ein positiver Betrag im
Zählwerk steht, aber im letzten Arbeitsgang ein Posten subtrahiert wurde, wobei
die Subtraktion der flüchtigen Eins erfolgte. Bevor nun die Summe gezogen wird,
muß man ebenfalls in bekannter Weise einen Leergang ausführen. Bei diesem Leergang
wird die Maschine, da die 17aste 63 nicht gedrückt ist, wieder auf Addition umgeschaltet,
so .daß ein Addieren der flüchtigen Eins erfolgt und somit die im vorhergehenden
Arbeitsspiel bewirkte Subtraktion der flüchtigen Eins aufgehoben ist. Es erfolgt
daher auch in diesem Falle der richtige Abdruck der Summe. Voraussetzung für das
richtige Funktionieren der beschriebenen Maschine ist es also, daß beim Vorhandensein
eines negativen Betrages im Saldierwerk vor dem Summendruckarbeitsspiel ein Leergang
unter Drücken der Subtraktionstaste 63 ausgeführt
«-ird, während
beim Vorhandensein eines positiven Betrages ein Leergang ohne Drükken der Subtraktionstaste
63 bewirkt wird.