DE616366C - Addiermaschine mit Saldierwerk - Google Patents

Addiermaschine mit Saldierwerk

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DE616366C
DE616366C DED59301D DED0059301D DE616366C DE 616366 C DE616366 C DE 616366C DE D59301 D DED59301 D DE D59301D DE D0059301 D DED0059301 D DE D0059301D DE 616366 C DE616366 C DE 616366C
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Description

  • Addiermaschine mit Saldierwerk Soll bei Addiermaschinen mit Saldierwerk ein in diesem stehender negativer Saldo richtig abgedruckt werden, so ist es erforderlich, in der Einerstelle des Saldierwerkes die sogenannte flüchtige Eins zu subtrahieren. Unter Umständen ist auch die Addierung einer Eins in der Einerstelle erforderlich, nämlich dann, wenn ein negativer Saldo durch Addieren von Posten wieder positiv wird, nachdem die Subtraktion der flüchtigen Eins erfolgt war. Es ist bekannt, die flüchtige Eins nach Umschaltung des Zählwerks auf Subtraktion bzw. Addition, dadurch in die Einerstelle des Zählwerks einzuführen, daß der Antriebsverzahnung der Einerstelle ein besonderer Schaltschritt erteilt wird, der gegebenenfalls zu dem der verrechneten Einerziffer des Postens entsprechenden Schaltweg hinzukommt.
  • Auch die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine derartige Addiermaschine. Während jedoch bei der bekannten Maschine die Einführung der flüchtigen Eins sowohl in subtraktivem als auch in additivem Sinne durch ein und dieselbe Antriebsverzahnung erfolgt, die auf das eine oder das andere zweier ständig in Eingriff stehender Zählwerksritzel einwirkt, erfolgt erfindungsgemäß die Einführung der flüchtigen Eins in subtraktivem Sinne und in additivem Sinne durch zwei verschiedene, gegenläufig wirkende Triebverzahnungen, mit denen das Zählrad durch seine Unischaltung wahlweise in Eingriff gelangt. Es wird hierdurch eine erhebliche Vereinfachung im Schaltwerk erzielt. Denn bei der bekannten Maschine müssen die in dauerndem Eingriff stehenden Zählwerksritzel sowohl zur Umschaltung von Addition auf Subtraktion als auch zum Ein- und Ausrücken in die Triebverzahnung in den verschiedenen Zeitpunkten des Arbeitsspieles in radialer Richtung verstellt werden, was eine infolge der erforderlichen Überlagerung der Schaltbewegungen komplizierte Steuerung erfordert, die ihrerseits noch auf die Einrichtungen zur Herbeiführung des zusätzlichen Schaltschritts der Einerantriebsverzahnung einwirken muh. Zu diesem Zweck war das Zählwerk der bekannten Maschine in einer Schwinge angeordnet, die zwecks Umschaltung von Addition auf Subtraktion oder umgekehrt gedreht wird und ihrerseits durch Reibung ein Drehstück mitnimmt und in die eine oder die andere zweier wirksamer Stellungen dreht, welches beim Einrücken des Zählwerkes in die Triebverzahnung einen Anschlaghebel für diese auslöst. Diese Anordnung erforderte eine besondere Steuerung, um das Drehstück nach jeder durch dieses herbeigeführten Schaltung in eine Neutralstellung zu bringen.
  • Während also das Drehstück bei der Einstellung des Zählwerks auf Addition oder Subtraktion verschiedene Schaltbewegungen ausführen mußte, bietet die vorliegende Erfindung die Möglichkeit, daß bei jedesmaliger Einführung der flüchtigen Eins, gleichgültig, ob diese in subtraktivem oder additivem Sinne erfolgen muß, ein und derselbe Schaltvorgang ausgeführt wird.
  • Vorzugsweise stehen die beiden gegenläufig wirkenden Triebverzahnungen auf derselben Seite des Zählrades dicht nebeneinanderliegend in ständiger Triebverbindung miteinander zwecks Antriebs in entgegengesetzten Richtungen und werden beide nach jedesmaliger Verstellung des Zählrades in Achsenrichtung um einen zusätzlichen Schaltschritt angetrieben.
  • Während bei der bekannten Maschine der Sperrhebel, der den Hub der Einertriebverzalinung für gewöhnlich begrenzt und zur Vorbereitung des zusätzlichen Schaltschritts ausgelöst wird, unmittelbar durch das Drehstück gesteuert wird, ist erfindungsgemäß die Anordnung derart getroffen, daß die Aus-:ösung des Einersperrhebels durch Ausklinken 4iner ihn für gewöhnlich entgegen einer Feder in Sperrstellung haltenden Klinke erfolgt, die durch das Organ gesteuert wird, das infolge eines Wechsels des Vorzeichens in Tätigkeit tritt. Hierdurch erübrigt sich die Notwendigkeit, das Drehstück oder das ihm entsprechende, infolge des Wechsels des Vorzeichens in Tätigkeit tretende Organ jedesmal in eine Neutralstellung zu überführen, wenn es eine Schaltbewegung ausgeführt hat.
  • Schließlich erfolgt erfindungsgemäß die Auslösung des Sperrhebels gleichzeitig mit der Umschaltung des Zählwerkes auf eine andere Rechnungsart. Auch hierdurch wird eine erhebliche Vereinfachung der Steuerung im Vergleich finit der bekannten Maschine erzielt, bei der die Auslösung des Sperrhebels erst nach erfolgter Umschaltung des Zählwerkes auf die andere Rechnungsart dann erfolgt, wenn das Zählwerk in die Triebverzahnung eingerückt wird.
  • Auf der Zeichnung sind die in diesem Zusammenhang in Betracht kommenden Teile einer Rechenmaschine dargestellt.
  • Abb. i ist die Hinteransicht der Maschine; Abb.2 und 3 zeigen ein Zählrad nebst seinen Antriebsverzahnungen in zwei verschiedenen Stellungen in Seitenansicht; Abb.4 und 5 zeigen zwei Zählräder in Seitenansicht und Aufsicht für Subtraktionslage; Abb. 6 und 7 zeigen dieselben Zählräder in Seitenansicht und Aufsicht für Additionslage; Abb.8 ist die Seitenansicht des Schaltwerks zur Einführung der flüchtigen Eins, und Abb.'9 zeigt in größerem Maßstabe ein Hebelgestänge.
  • Das Einstellen der Zählwerksritzel 27 entweder für Addition oder für Subtraktion erfolgt unter Steuerung durch den Papierschlitten 5 oder durch die Subtraktionstaste. Zu diesem Zweck sind am Schlitten parallel zu einer Verschiebungsrichtung Schienen 98 befestigt, die an ihrer Unterkante Zähne und längs einstellbare Anschläge 99 haben. Von diesen bekannten Anschlägen oder Reitern 99 des Schlittens 5 wirkt der eine oder der andere auf eine nach oben ragende, längs verschiebbare Stange ioo (Abb. 8) ein. Diese Stange steht mittels eines aus ihr herausragenden Zapfens ioi mit dem gegabelten einen Ende eines bei 103 gelagerten Winkelhebels zog in Verbindung. Sein zweiter Arm ist durch einen Lenker 104 an einen bei 73 gelagerten Winkelhebel 72 angeschlossen.
  • Ferner greift die Subtraktionstaste 63, die bei 64 kippbar gelagert ist, mit einem seitlichen Ansatz 65 unter einen Hebelarm 66, der durch eine Feder 67 nach unten gezogen wird und so auf den Ansatz 65 drückt, daß die Taste 63 stets ihre obere Lage einzunehmen strebt. Wird die Taste 63 aber niedergedrückt, so legt sich ihr Ansatz 65 in :eine Abstufung des Armes 66, so daß die Subtraktionstaste 63 bis zum Auslösen niedergedrückt verriegelt bleibt. Die Auslösung erfolgt bei der Rückdrehung der Kurbelwelle 12 mittels einer von dieser bewegten Klinke 68. Die Subtraktionstaste ist mittels eines Lenkers 69 ebenfalls an den Winkelhebel 72 angeschlossen.
  • Der Anschluß sowohl des Lenkers io4 als auch des Lenkers 69 an den Winkelhebel 72 ist mittels der nämlichen Schraube 71 bewirkt. Jedoch hat der Hebel 69 einen Schlitz 7o, so daß die Taste 63 bei einer durch den Papierwagen bewirkten Schwenkung des Winkelhebels 72 nicht mitverstellt wird.
  • Wenn die Verstellung des Winkelhebels 72 vom Papierwagen oder von der Subtraktionstaste her erfolgt, so verschiebt der 'Winkelhebel einen lotrecht verstellbaren Schieber 7¢, dessen Fuß 75 nach hinten abgebogen ist und unter einem Stift 76 eines anderen ebenfalls in der Senkrechten beweglichen Schlittens 77 greift. Dieser Schlitten führt sich senkrecht auf einem waagerecht beweglichen Schlitten 78 unter Vermittlung der Stifte und Schlitze 79. Der waagerechte Schlitten 78 ist mittels Schlitzen und Stiftführungen 8o und 8i geführt. Auf dem Stift 81 ruht ein Hebel mit drei Hebelarmen 82, 83, 84. Der eine nach hinten gehende Arm 84 des dreiarmigen Hebels ergreift einen Stift 87 einer senkrecht verschiebbaren Stoßschiene 88.
  • Wird die Taste 63 angeschlagen, so erfolgt durch den Lenker 69 und den Winkelhebel 72 ein Anheben des Schiebers 74; durch seinen Fuß: 75 nimmt er den senkrechten Schlitten 77 mit, bis dessen Fuß 89 in derselben Höhe liegt wie ein Stift 86 auf dem abwärts gerichteten Arm 83 des dreiarmigen Hebels. An dem anderen Arm 82 dieses Hebels sitzt ein Stift 85, und dieser Stift ist nunmehr außerhalb des Bereichs eines seitlichen Ansatzes go des senkrechten Schlittens 77.
  • Der waagerechte Schlitten 78 steht mit dem rückwärtigen Ende eines anderen Lenkers goa in Verbindung, und das vordere Ende dieses Lenkers ist mit einem Stanzstück gi auf der Hauptschwingwelle i2 fest verbunden. Wenn der Schlitten 77 hochgehoben ist, was durch einen Druck auf die Taste 63 erreicht wird, und wenn dann die Handkurbel der Welle 12 nach-vorn hingezogen wird, so stößt der Fuß 89 des Schlittens 77 an den Stift 86 am Arm 83 des dreiarmigen Hebels und schwingt diesen Hebel in Uhrzeigerrichtung, und dadurch wird nunmehr die Schieberstange 88 mittels des dritten Armes 84. des dreiarmigen Hebels abwärts gezogen.
  • Diese Schieberstange 88 hat in dreifacher Übereinandexanordnung seitliche Lappen 92, entsprechend der Anordnung der Rechenwerke übereinander. In jedem dieser seitlichen Lappen 92 befindet sich nach Abb. i ein Schubkurvenschlitz 93, in welchem sich ein Stift 95 führt. Dieser Stift sitzt am Ende eines Armes 9q., so daß also bei der Verschiebung der Stange 88 der Arm 94 ausgeschwenkt wird. Entgegengesetzt zur Richtung des Armes 9q. erstreckt sich von dessen Welle aus ein anderer Arm 96 (Abb. i), dessen Ende gegabelt ist. Das gegabelte Ende umgreift den Rand einer Scheibe 97, die festsitzt auf der zugehörigen Welle 28 (Abb. i), auf welcher die Zählräder 27 mit den Zehnerschaltnas.en q.5 drehbar ruhen. Die Verschiebung der Schiene 88 nach unten verschiebt also gleichzeitig die Welle 28 nebst allen Zählrädern 27 in eine solche Lage, daß diese Subtraktionsantriebsverzahnungen in Gestalt von Ritzeln 24 gegenüber zu liegen kommen.
  • Wird nach Beendigung des Subtraktionsarbeitsspiels die Subtraktionstaste 63 ausgelöst oder die Stange ioo durch den Papierwagen bei dessen Weiterschaltung freigegeben, so kehrt der Winkelhebel 72 unter Wirkung einer nicht näher veranschaulichten Feder in seine Ausgangslage zurück, so daß auch der von dem waagerechten Schlitten 78 getragene Schieber 77 wieder in seine in Fig. 8 veranschaulichte Hochlage übergeht. Folgt dann ein Additionsarbeitsspiel, so- stößt der Ansatz go auf den Stift 85 des dreiarmigen Hebels, wenn die Kurbel auf .der Hauptschwingwelle 12 nach vorn gezogen ist. Hierdurch wird der dreiarmige Hebel entgegen der Uhrzeigerrichtung geschwenkt und verschiebt die Schaltstange 88 aufwärts, wodurch mittels der Schübkurvenschlitze 93 sämtliche Zählwerke 27,28 wieder in die Ausgangslage verschoben werden, in -der die Zählräder 27 den Tiiebverzahnungen 33 für Addition gegenüber zu liegen kommen.
  • Nunmehr sei beschrieben, in welcher Art die Verzahnungen für Addition und Subtraktion bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel -angetrieben werden. Jedem Zählrad 27 ist -eine Zahnplatte 2o (Fig. d. bis 7) zugeordnet. Da, wie Fig. i zeigt, drei Zählwerke übereinander angeordnet sind, gehören somit zu jeder Dezimalstelle drei Zähnplatten 2o. Diese sind übereinander angeordnet an einem gemeinsamen, senkrecht verschiebbaren Schlitten 16 durch Stift und Schlitz 2i befestigt, so daß sie unabhängig voneinander eine beschränkte Verschiebung gegenüber dem Schlitten 16 ausführen können. -Diese Verschiebung dient, wie später erläutert werden soll, sowohl zur Zehnerübertragung als auch zum Zweck der-Einführung der flüchtigen Eins in die Einerzählräder. Jede der Zahnplatten 2o ist mit ihrem Schlitten iti durch eine Feder 22 verbunden, welche die Zahnplatte in die Lage der Fig. 3 zu ziehen sucht,- in welcher die Stifte 21 zur Anlage an das untere Ende der Schlitze gelangen. Jede Zahnplatte 2o weist zwei Triebverzahnungen 23 und 33 auf, die nicht nur in verschiedenen Ebenen liegen, sondern auch in verschiedenem Abstand von dem Schlitten 16, wie die Fig. d.. bis 7 erkennen lassen. Auf einer im Rahmen der Maschine befestigten Welle 25 sind Ritzel2q. unabhängig voneinander frei drehbar gelagert. Diese Ritzel stehen in ständigem Eingriff mit der einen Triebverzahnung 23, und ihre Zähne liegen auf der anderen Seite neben der Triebverzahnung 33. Die Welle 25 ist durch Schlitze 26 der Zahnplatten geführt, so daß sie deren Aufundabbewegung nicht behindert. In der Ausgangslage nehmen die Zahnplatten für gewöhnlich die in Abb. 2 veranschaulichte Lage ein, in der sie entgegen der Kraft der Federn 2z durch Nasen 37 von Klinken 36 niedergehalten werden. Wird bei dem der Einführung eines Postens in das Zählwerk dienenden Arbeitsgang der Maschine die auf der Hauptschwingwelle 12 sitzende Kurbel- nach vorn gezogen, so wird durch die Feder ig unter Steuerung durch nicht näher veranschaulichte Mittel jeder Schieber 16, von der in Abb.2 veranschaulichten Lage ausgehend, um eine Strecke herabgeführt, die der in das betreffende Zählrad einzuführenden Ziffer entspricht. Infolge dieser Abwärtsbewegung kämmt die Verzahnung 23 mit dem auf der ortsfesten Welle 25 gelagerten Ritzel 2q., so daß seine Triebverzahnung an der dem Zählrad 27 gegenüberhegenden Stelle gegenläufig zu der dort befindlichen Triebverzahnung 33 bewegt wird..
  • Bei der Rückschwingung der Kurbelwelle r2 kehren die Schlitten 16 wieder in ihre Ausgangslage zurück. Vor Beginn dieser Bewegung werden nun die Zählräder 27 mit der ihnen gegenüberliegenden Triebverzahnung in Eingriff gebracht, also entweder mit der Verzahnung 2q: oder mit der Verzahnung 33, je nach der Einstellung der Welle 28 durch den betreffenden Schubkurvenschlitz 93. Wenn dann die Schlitten 16 hochgehen, so nehmen sie die Zahnplatten 2o mit und treiben daher die Zählräder 27 in der einen oder der anderen Drehrichtung an.
  • f edesmal, wenn ein Zählrad 27 um zehn Zahnteilungen gedreht ist, wird das Zählrad der nächst höheren Stelle in bekannter Weise um eine Zahnteilung in derselben Drehrichtung verstellt. Die hierzu .dienenden Mittel sind die folgenden: An jedem Zählrad ist eine Scheibe mitzwei Zehnerübertragungen 45 befestigt, in deren Bahn die beiderseits abgeschrägte Nase 44 einer Zehnerübertragungsklinke 43 ragt, welche auf einer rahmenfesten Achse 41 frei drehbar gelagert ist und sich für gewöhnlich unter der Wirkung deiner Feder 47 an einen Anschlag 62 anlegt. Die Zehnerübertragungsklinke 43 weist einen nach vorn ragenden Arm 4o auf, der dazu dient, einen Sperrhebel .36 entgegen der Wirkung einer Feder 39 in der in Fig. 2 veranschaulichten Lage festzuhalten. Dieser Sperrhebel 36 ist frei .drehbar auf der rahmenfesten Welle 25 gelagert und greift mit einem Ansatz 37 über einen Ansatz 38 der Zahnplatte 2o der nächst, höheren Dezimalstelle.
  • Wenn ein Zählrad 27, von seiner Ausgangslage ausgehend, um mehr als zehn Zahnteilungen in derselben Richtung angetrieben wird, so stößt seine eine Nase 45 gegen die Zehnerschaltklinke 43 und schwenkt diese in die in Abb. 3 veranschaulichte Lage, wodurch der Sperrhebel 36 freigegeben wird und durch die Feder 39 in eine andere Stellung gezogen wird.. In dieser Lage dient nicht mehr der Ansatz 37 des Sperrhebels, sondern ein höherliegender Ansatz 46 als Anschlag für den Ansatz 38 der Zahnplatte 2o der nächst höheren Dezimalstelle. Wenn daher der Schlitten 16 bei der Rückkehr in die Ausgangslage in seiner oberen Endstellung anlangt oder während der Zehnerübertragung bereits angelangt sein sollte, so bewegt sich die Zahnplatte 2o der nächst höheren Stelle unter Zug der Feder 22 um einen Schritt weiter aufwärts, als es ohne Auslösung des Sperrhebels 36 der Fall wäre. Durch diesen zusätzlichen Schritt wird daher das Zählrad 27 um einen Schritt weiter angetrieben, und zwar entweder in der,einen oder der anderen Drehrichtung, je nach der Einstellung der Welle 28.
  • In' .der nachstehenden Beschreibung wird als Negativsumme jenes Ergebnis einer Subtraktion bezeichnet, in welcher die abzuziehende Zahl größer ist als der Minuend. Wenn beispielsweise in einer Bank jemand ein Konto überschritten hat und Zahlungsanweisungen in größerem Betrage einlaufen, so ergibt sich eine derartige negative Summe.
  • Für die Eintragung eines derartigen Negativpostens in das Zählwerk muß die Subtraktionstaste 63 angeschlagen werden, und nach der obigen Beschreibung wird dadurch der Satz der Zählräder 27 in Eingriffsbereitschaft mit den Ritzeln 24 gebracht. Die Ritzel werden dann bei der Rückdrehung der Welle 12 in der aus Abb.4 ersichtlichen Pfeilrichtung gedreht. Beim Addieren befinden sich diese Ritzel 27 in Eingriff mit den Zahnstangen 33, und sie werden dann in der aus Abb. 6 ersichtlichen Pfeilrichtung gedreht.
  • Wird ein Positivposten eingetragen, so schlagen .die Zehnernasen 45 gegebenenfalls gegen die oberen Kanten der aus Abb. 3 und 4 ersichtlichen Nasen 44 der Klinken 40 an. Wird jedoch ein Negativposten eingetragen, so erfolgt der Anstoß gegen die unteren Kanten der Nasen 4q..
  • Zwecks Abdrucks der Posten und Summen steht in bekannter Weise jeder der Schlitten 16 mit einem Typenträger in ständiger Triebverbindung. Werden daher beim Einbringen eines Postens in die Zählwerke .die Schlitten 16, wie beschrieben, um Beträge verschoben, die den einzelnen Ziffern des Postens entsprechen, so gelangen die diesen Ziffern entsprechenden Typen in Druckstellung gegenüber einer Papierwalze und werden dann durch Druckhämmer an diese angeschlagen.
  • Zwecks Abdrucks des in einem der Zählwerke stehenden Betrages wird eine nicht näher veranschaulichte Summentaste angeschlagen. Durch diese wird .die Steuerung des ausgewählten Zählwerkes in der Weise abgeändert, daß dieses vor Beginn der Vorwärtsschwingung der Antriebskurbel mit den Triebverzahnungen in Eingriff tritt. Ferner werden beim Anschlagen der Summentaste sämtliche Zehnerschaltklinken 43 gesperrt. Unter Spannung der Federn i9 bewegen sich bei der Kurbelschwingung die Schlitten 16 so weit abwärts, bis die Zehnerschaltnasen 45 des ausgewählten Zählwerkes zur Anlage an die Schaltklinke 43 gelangen. Dann sind die mit dem Schlitten 16 gekuppelten Typenträger auf den Abdruck der in dem Zählwerk stehenden Summe eingestellt. Befindet sich in dem ausgewählten Zählwerk eine negative Summe und soll diese zum Abdruck gelangen, so ist es jedoch, wie später noch gezeigt werden soll, erforderlich, zuvor von dem im Zählwerk stehenden Betrag eine Eins, die sog. flüchtige Eins, abzuziehen, also das Zählrad der Einerstelle um eine Zahnteilung im Sinne des Pfeiles der Abb. ;4 zu drehen. Ist dies geschehen und wird dann jedoch ein positiver Posten ins Zählwerk eingeführt, so daß die Summe wieder positiv wird, so muß die flüchtige Eins wieder addiert, also -das Einerrad im- Sinne des Pfeiles .der Fig. 6 gedreht werden, bevor der Abdruck der Summe erfolgt.
  • Erfindungsgemäß wird- dieser Bedingung dadurch genügt, daß zwecks Subtraktion bzw. Addition der flüchtigen Eins die Subtraktionsverzahnung 24 bzw. die Additionsverzahnung 33 um eine Zahnteilung verstellt wird. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel geschieht dies in der Weise, daß, wenn eine Reihe positiver oder negativer Posten nacheinander verrechnet werden, jedesmal eine Eins subtrahiert wird, wenn der erste mehrerer aufeinander-folgender negativer Posten zur Verrechnung gelangt, und daß eine Eins addiert wird, wenn ,der erste mehrerer aufeinanderfolgender positiver Posten zur Verrechnung gelangt. Ferner wird Vorsorge dafür getroffen, daß vor Abdruck einer positiven Summe eine Eins addiert wird, sofern die Maschine zuvor auf Subtraktion gestanden hatte, und daß umgekehrt beim Abdruck der negativen Summe zuvor eine Eins abgezogen wird, wenn die Maschine zuvor auf Addition eingestellt war.
  • Es läßt sich leicht nachweisen, daß bei Einhaltung dieser Bedingungen das richtige Ergebnis zum Abdruck gelangt. Es mag sich beispielsweise darum handeln, folgende Posten nacheinander zu verrechnen: + 67, + 84, -9-1, -,^8, -21. «Nach Beendigung des zweiten Arbeitsspieles befindet sich im Saldierwerk (beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist dies .das unterste der drei Zählwerke) die Summe 151.
  • Es folgt nun der dritte Arbeitsgang zwecks Subtraktion des Wertes 94. Bei diesem Arbeitsgang wird die Schiene 88 zwecks Umschaltung der Maschine auf Subtraktion abwärts verschoben, wodurch, wie später erläutert, zusätzlich zu dem Betrag 94 eine Eins von dem- im Zählwerk stehenden Betrag abgezogen wird. Mithin steht nach Beendigung des dritten Arbeitsganges der Betrag 56 im Zählwerk.
  • Es folgt nun ,der vierte Arbeitsgang, bei dein der Posten 78 subtrahiert wird. Da die Maschine bereits auf Subtraktion eingestellt ist, findet keine Umschaltung der Schiene 88 statt, und es wird daher keine zusätzliche Eins subtrahiert. Das Einerzählrad, das auf 6 steht, wird also um acht Schritte zurückgedreht und steht dann auf 8, wobei eine Zehnerübertragung erfolgt. Das Zehnerrad wird um sieben Schritte und um den übertragenen Zehner zurückgedreht und kommt daher auf 7 zu stehen. Es überträgt seinerseits einen Zehner und so fort, so daß die übrigen Zählräder auf 9 stehen. Es ergibt sich daher bei einem fünfstelligen Werk die Zahl 99978 Beim fünften Arbeitsgang wird die Zahl 21 abgezogen, wodurch der im Zählwerk stehende Betrag auf 99957 gebracht wird. Bei dem nun erfolgenden Summendruck gehen die Schlitten 16 unter der Wirkung der Feder i9 so weit herab, bis die Zehnerübertragungsnasen 45 der Zählräder an der zuvor gesperrten Klinke 43 anstoßen und daher in der Stellung 99999 stehen bleiben. Hierbei führt- der Einerschlitten 16 eine Verschiebung um zwei Zahnteilungen und der Zehnerschlitten eine Verschiebung um vier Zahnteilungen aus, so daß die Zahl 4:2 zum Abdruck gelangt. Es stellt diese das Ergebnis .des vorstehenden Beispiels dar.
  • Nunmehr sollen die Mittel beschrieben werden, mit deren Hilfe die Einführung der flüchtigen Eins nach jedesmaliger Umschaltung der Schiene 88 von Addition auf Subtraktion oder umgekehrt erfolgt.
  • Nach Abb. 8 und 9 ist an dem in der senkrechten Richtung geführten Schieber 74 eine zweite Schiene 1o5 durch Schlitz- und Stiftführung io6 senkrecht verschiebbar gelagert. Ein bügelförmig abgebogener Hebel io8 sitzt drehbar auf der Querwelle 107 (Abb. 8) und erfaßt mit einem gegabelten freien Ende einen Stift iog am Kopfende der Schiene io5. Die auf und ab bewegliche Schiene 88 trägt bei i i i einen Stift, in. welchen der andere Arm iio des bügelförmig abgebogenen Hebels io8 eingreift. Durch diese Anordnung wird die mit den zwei Zahnstangen versehene Platte 2o der Einerstelle desjenigen Werkes ausgelöst, das zur Bildung negativer Summen bestimmt isst. Bei Beendigung des auf die Umstellung der Stange 88 auf Subtraktion folgenden Kurbelrückganges wird daher die Platte 2o um eine zusätzliche Zahnteilung verschoben, und auf diese Weise wird in das Zählwerk 27 eine zusätzliche Einheit im negativen Sinne eingeführt. Auch der Einerplatte 20 ist zu diesem Zweck ein Sperrhebel 36 zugeordnet, der seinerseits durch eine Klinke4o in der wirksamen Lage festgehalten wird. Diese Klinke 40 wird aber nicht von einem Zählrad gesteuert, sondern von der Schiene 105, und trägt zu diesem Zweck einen Stift 112, der über das hintere Ende eines Armes 113 zu liegen kommt, und dieser Arm bildet einen Teil eines auf der Achse 114. gelagerten Winkelhebels 113, 115. Der andere Arm 1i5 dieses Winkelhebels trägt bei 116 einen Stift, welcher in der Bahn einer Steuernase 117 des Schiebers 1o5 liegt und von dieser angestoßen wird, wenn dieser Schieber nach Einstellung der Maschine auf Subtraktion und nach .dem Vorziehen der Antriebskurbel durch den Bügel 1o8 eine Verschiebung erfährt. In Abb. g ist der Schieber 1o5 in seiner angehobenen Stellung gezeigt. Bei der Verschiebung der Schiene 88, also bei jeder -Umschaltung der Maschine auf die andere Rechnungsart, wird die Klinke .¢o für die Einerstelle ausgeklinkt, so daß der in Fig.g nicht näher veranschaulichte Anschlaghebel 36 in Uhrzeigerrichtung ausschwingt, und dadurch der Einerplatte 20 bei Beendigung des Arbeitsganges einen zusätzlichen Schaltschritt gestattet. Dieser führt zur Subtraktion einer Eins von dem im Zählwerk stehenden Saldo, wenn die Schiene 88 auf Subtraktion umgeschaltet. wurde und führt zum Addieren einer Eins, wenn die Schiene 88 auf Addition umgeschaltet wurde. Diese Einführung der flüchtigen Eins erfolgt jedoch nicht bei jedem Arbeitsspiel, bei welchem ein Posten verrechnet wird, sondern nur dann, wenn bei dem Arbeitsspiel eine Umschaltung der Schiene 88 in dem einen oder dem anderen Sinne erfolgte. Vor Beginn der Rückkehr der Zahnplatten 2o in die Ausgangslage werden sämtliche Sperrhebel 36 durch nicht näher dargestellte Mittel in die Ausgangslage der Abb. 2 zurückgeführt. Dies würde zur Folge haben, daß auch der Sperrhebel 36 der Einerstelle wieder zurückgeführt und durch den Hebel 40 gesperrt wird, wenn er soeben bei Ausschwingung des Winkelhebels 113, 115 durch die Klinke 4o ausgelöst worden war. Um dies zu verhindern, wird der Arm 4o nach Auslösung durch den Win-. kelhebel 113, * i 15 bis zur Beendigung des Arbeitsspiels in angehobener Lage gesperrt, und zwar in folgender Weise: Wird der Arm 113 angehoben, was durch Bewegung des Schiebers 105 nach unten erreicht wird, so tritt unter die seitlich abgebogene Schulter 113a des Armes 113 eine Schulter 11811 eines eigentümlich ausgebildeten und abgebogenen Hebels 1z8 (Abb. 9), der durch eine Feder i 18b für gewöhnlich in eine bestimmte Lage gezogen wird. In der Ruhelage der Maschine ist eine Warze zig auf dem Arm 6o, der mit der Welle 53 fest verbunden ist, in Eingriff mit einer Rolle oder einem Stift zzo des abgebogenen Hebels 118. Wenn die, Welle 53 zusammen mit .der Hauptwelle 12 entgegen der Uhrzeigerrichtung gedreht wird, so tritt die Schulter 1184 unter die Abbiegung j 13a, sofern der Hebel 113 ausgeschwenkt wird, und beim Ende der Rückschwingung der Welle 12 bzw. 53 schlägt der Stift zig des Armes 6o (Abb. g) gegen den Stift 12o auf dem Arm 118 und drückt diesen Arm um seine Schwingachse entgegen .der Richtung des Uhrzeigers, wodurch der Arm 113 des Winkelhebels ausgelöst wird.
  • Das Zählwerksrad 27 der höchsten Stelle steuert ein Sperrwerk in der Weise, daP dieses beim Übergang des Zählrades von Null auf Neun eine bestimmte Einstellung und beim Übergang des Zählrades von Neun auf Null eine andere Einstellung erfährt. Die Einstellung dieses Sperrwerks richtet sich also danach, ob im Zählwerk ein positiver oder ein negativer Betrag steht. Ferner wird das Sperrwerk in an sich bekannter Weise in Abhängigkeit davon gesteuert, ob die Maschine auf Addition oder Subtraktion eingestellt ist. Dieses Sperrwerk nun: bewirkt, daP man beim Vorhandensein eines negativen Betrages im Zählwerk die Maschine vor dem eigentlichen Summenzug auf Subtraktion einstellen und einen Leergang ausführen muP. War die Maschine zuvor auf Addition eingestellt - in diesem Fall wäre der zuletzt eingeführte Posten zwar positiv, aber doch zu klein gewesen, uni den negativen Betrag im Zählwerk aufzuheben -, so hat der Leergang in der oben beschriebenen Weise die Subtraktion .der flüchtigen Eins -zur Folge, was erforderlich ist, um die beim vorhergehenden Additionsgang erfolgte Hinzufügung der flüchtigen Eins wieder aufzuheben. War vorher keine Addition, sondern lediglich eine Reihe von Subtraktionen erfolgt, so führt der nach Niederdrücken der Subtraktionstaste 63 herbeigeführte Leergang nicht zu einer abermaligen Umschaltung der Schiene 88 und somit auch nicht zu einer abermaligen Subtraktion der flüchtigen Eins, so daß auch in .diesem Falle das richtige Ergebnis zum Abdruck gelangt.
  • Ferner ist der Fall zu erklären, in welchem ein positiver Betrag im Zählwerk steht, aber im letzten Arbeitsgang ein Posten subtrahiert wurde, wobei die Subtraktion der flüchtigen Eins erfolgte. Bevor nun die Summe gezogen wird, muß man ebenfalls in bekannter Weise einen Leergang ausführen. Bei diesem Leergang wird die Maschine, da die 17aste 63 nicht gedrückt ist, wieder auf Addition umgeschaltet, so .daß ein Addieren der flüchtigen Eins erfolgt und somit die im vorhergehenden Arbeitsspiel bewirkte Subtraktion der flüchtigen Eins aufgehoben ist. Es erfolgt daher auch in diesem Falle der richtige Abdruck der Summe. Voraussetzung für das richtige Funktionieren der beschriebenen Maschine ist es also, daß beim Vorhandensein eines negativen Betrages im Saldierwerk vor dem Summendruckarbeitsspiel ein Leergang unter Drücken der Subtraktionstaste 63 ausgeführt «-ird, während beim Vorhandensein eines positiven Betrages ein Leergang ohne Drükken der Subtraktionstaste 63 bewirkt wird.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Addiermaschine mit Saldierwerk, bei der zwecks Abdrucks negativer Salden in die Einerstelle des Saldierwerks bei Wechsel des Vorzeichens die flüchtige Eins nach Umschaltung des Zählwerks auf Subtraktion bzw. Addition durch einen zusätzlichen Schaltschritt .der Antriebsverzahnung eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführung der flüchtigen Eins in subtraktivem Sinne und in additivem Sinne durch zwei verschiedene gegenläufig wirkende Triebverzahnungen (33, 24) erfolgt, mit denen das Zählrad (27) durch seine Umschaltung wahlweise in Eingriff gelangt.
  2. 2. Addiermaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden gegenläufig wirkenden Triebverzahnungen (33, 24) auf derselben Seite des Zählrades (27) dicht nebeneinanderliegend in ständiger Triebverbindung miteinander zwecks Antriebes in entgegengesetzten Richtungen stehen und beide nach jedesmaliger Verstellung des Zählrades (27) in Achsenrichtung um einen zusätzlichen Schaltschritt angetrieben werden.
  3. 3. Addiermaschine nach Anspruch i, bei welcher der zusätzliche Schaltschritt zur Einführung der flüchtigen Eins durch Auslösen eines Sperrhebels vorbereitet wird, der den Hub der Einertriebverzahnung für gewöhnlich begrenzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösung des Einersperrhebels (36) durch Auskl4n@en einer ihn für gewöhnlich entgegen einer Feder (39) in Sperrstellung . haltenden Klinke (4o) erfolgt, die durch das Organ (1i3, 115) gesteuert wird, das infolge eines Wechsels des Vorzeichens in Tätigkeit tritt.
  4. 4. Addiermaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösung des Sperrhebels (36) gleichzeitig mit der Umschaltung des Zählwerks auf die andere Rechnungsart erfolgt.
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