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Maschine zum Herstellen von gelenkgebundenen Kistenbahnen und Kistenbahnteilen
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine weitere Ausbildung der Maschine nach Patent
.6o6785, und zwar bezieht sich die Ausbildung auf die Heftvorrichtung auf dem Auflegetisch,
auf die Transportklammern und ihre Benutzung, auf den Gelenkbändervorschub, auf
den Antrieb und die- Steuerung der Maschine, auf die Bremsvorrichtung der Säge,
auf die Gelenkbändertrommeln und auf die Verwendung der Maschine zur Herstellung
von Kistenteilen.
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Beschreibung Das Eintreiben der Heftnägel in die Verstärkungsleisten
zwecks Zusammenhalts der Kistenbahn wird durch einen automatisch von der Steuerwalze
gesteuerten Hammerbalken bewerkstelligt. Eine exzentrische Walze hebt und senkt
bei jedesmaligem Vorschub der Kistenbahn dieselbe momentan an, um die Knaggen der
Transportklammern ineinanderzusetzen, und federt nach erfolgtem Einhaken der Klammern
wieder in die Ruhestellung zurück. t Bei der Maschine nach dem Hauptpatent müssen
die Transportklammern dem Stapelraum zusammen mit den fertig genagelten Kistenbahnen
auf rückläufigem Transportbande zulaufen und von hier zwecks Wiederverwendung für
eine neue Kistenbahn von dem Transportbande von Hand oder mit Hilfe von Hubmagneten
abgehoben und auf die neue Kistenbahn aufgesetzt werden. Um dieselben Transportklammern
immer wieder im Kreislauf auf der Maschine verwenden zu können, ist im nachfolgenden
eine automatische Abstreif- und Aufsetzvorrichtung für die auf den Transportbändern
rückläufigen Transportklammern vorgesehen, welche von der Steuerwalze der Maschine
je nach Festlegung einer Kistenbahnabmessung automatisch bedient und gesteuert werden.
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Während die auf dem Montagetisch zusammengesetzte Kistenbahn bei dem
Hauptpatent von Hand aus in die Maschine vorgeschoben wird, geschieht in der Neuerung
das Vorschieben der zusammengesetzten Kistenbahn in die Maschine automatisch durch
eine Mitnehmerkette, welche gleichfalls von der Steuerwalze angetrieben wird und
welche ununterbrochen im Gleichtakt der Maschine die Kistenbahn der Nagelung zuführt.
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Als weitere Neuerung ist eine andere Ausführung des Gelenkbändervorschubes
dargestellt. Die ursprüngliche Ausführung hat den Nachteil, daB infolge des radial
schwingenden Vorschubhebels nur kurzschenklige Gelenkbänder vorgeschoben werden
können, während bei der neuen Ausführung durch am Boden
schleifende
gelenkige Vorschubhebel und durch Auffangen derselben durch einen Aufhängebügel
beliebig lange Gelenkbänder verwandt werden können.
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Zur Entlastung der Schalträder für den Vorschub der Transportwalze
beimUmbiegen der Nagelspitzen sind gefederte Entlastungsflansche an den Nagelrevolvern
für dieLängsnähtenagelung vorgesehen, welche bei jedem Niedergang des längsnähtenagelnden
Kreuzkopfes von letzterem niedergedrückt werden und wobei die Kistenbahnen an die
Grundschienen desArbeitstisches angepreßt werden.
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Des weiteren ist eine neue Getriebeanordnung für die Maschine vorgesehen,
eine Bremsvorrichtung für die Säge, eine zusammenschiebbare Transportklammer, welche
für beliebige Kistenbahnlängen verwendbar ist, sowie eine neue Universalsteuerscheibe,
welche es ermöglicht, durch nur eine Steuerscheibe beliebige Kistenbahnlängen bei
verschiedenen Kistenteilbahnen automatisch zu steuern.
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Die Abb. x zeigt die Seitenansicht der Abstreifvorrichtung für die
Transportklammern sowie den automatischen Vorschub der Kistenbahn auf den Montagetisch,
das automatische Nageln der Heftnägel und das automatische Einkrampen der Transportklammern.
Die Abb. 2 zeigt die Draufsicht hierzu. Die Abb.5 zeigt die abgeänderte Gelenkbändervorschubvorrichtung
in der Seitenansicht, die Abb. 6 die Entlastungsstutzen für die Kistenbahn, die
Abb. 3 eine neue Ausführung der Transportklammer, die Abb. q. die Vorderansicht
zur automatischen Fördervorrichtung für die Transportklammern. Die Abb.7 zeigt die
Draufsicht der neuen Getriebeanordnung und zu gleicher Zeit eine Gesamtanordnung
der Steuerung, während die Abb. 8 dieselbe Anordnung in der Seitenansicht darstellt.
Die Abb.9 stellt die Bremsvorrichtung der Säge, .die Abb. io die Ausführung der
Gelenkbändertrommeln und die Abb. i i eine Verbesserung an der Nagelverteilungsscheibe
dar. Die Abb. 1z zeigt eine neue zusammenschiebbare Transportklammer für Kistenbahnen
sämtlicher Längen, die Abb. 13 die Vorderansicht hierzu und die Abb. i8 eine Ausführung
der Transportklammern durch einzelne auswechselbare Klammerglieder. Die Abb. 14,
15 zeigen die Vorderansicht einer Universalsteuerscheibe, die Abb. 1d die Seitenansicht
und die Abb. 17 eine Einzelheit hierzu.
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Automatische Heftvorrichtung für Leisten Zum Zusammenhalten der Kistenbahnen
ist es vorgesehen, daß vor Eintritt derselben in die Maschine die Verstärkungsleisten
am vorderen Ende der Maschine durch Heftnägel an der Kistenbahn befestigt werden.
Dieses wurde im Hauptpatent von Hand aus bewerkstelligt. In der vorliegenden Ausführung
werden die am vorderen Ende mit leicht eingeschlagenen Heftnägeln versehenen Verstärkungs-
und Kantenleisten auf die Kistenbahn herangeführt. Nach Aufsetzen der Leisten auf
clie durch Anschläge fixierte Kistenbahn werden die Heftnägel automatisch durch
einen Hammerbalken, der quer über die Maschine verläuft (869), in die Kistenbahn
eingetrieben.
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Dieses Querhaupt 869 ist mit gefederten Hämmern 97o versehen, welche
bei Niedergehen des Querhauptes die Heftnägel eintreiben, wobei der Antrieb .dieses
Querhauptes gleichfalls von der Steuerwalze aus gesteuert wird, indem das Querhaupt
869 beiderseitig durch Zugstangen 871 mit an Lagern 872 schwingenden Schalthebeln
873 gelenkig verbunden ist und wobei diese Schalthebel von- beiderseitig der Steuerwalze
z27 angeordneten Schalträdern 874 mit Nasen automatisch bei jeder Umdrehung
der Steuerwalze angetrieben werden. Ineinanderkrampen der Transportklammern Da die
Transportklammern an ihren Enden mit Krampen versehen sind; welche die aufeinanderfolgenden
Transportklammern miteinander verbinden, so müssen die Transportklammern bzw. die
Kistenbahnen jedesmal, sobald die neu zu nagelnde Kistenbahn im Montagetisch zusammengesetzt
ist und .dann in die Maschine automatisch vorgeschoben wird, etwas angehoben- werden,
damit die Krampen ineinandergreifen. Dieses wird dadurch bewerkstelligt, daß eine
quer über die Maschine verlaufende exzentrische Walze 8,5
beiderseitig an
Hebel 876, welche durch Spiralfedern 877 gefedert sind, schwenkbar angeordnet ist.
Wird nun die Kistenbahn vorgeschoben, sowird ihrEnde durch denRücken der exzentrischen
Walze kurz angehoben, wobei nach erfolgtem Anhub der Hebel wieder zurückschnellt.
Die Exzenterwalze kann auch von der Steuerwalze angetrieben werden. Das Ineinanderkrampen
der Transportklammern geschieht dann dadurch, daß die am Rücken exzentrisch ausgebildete
Walze 875 mit einem Kettenrade 878 ausgerüstet wird, welches über die Kette 879
mit einem Kettenrade 88o der Steuerwalze 1227 direkt angetrieben wird, so daß bei
jeder Umdrehung der Steuerwalze an bestimmter Stelle der Kistenbahn dieselbe einmal
kurz angehoben wird, um später wieder gesenkt zu werden. Der gefederte Hebel
876 fällt dann fort.
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Bei der in .der Abb. 2 dargestellten Ausführung
der
Kistenbahnförderung wird der Montagetisch- zur sicheren Führung der Kistenbahn auch
für den Zusammenbau der Kistenbahn mit beiderseits seitlich und senkrecht einstellbaren
Grundschienen, wie sie der Arbeitstisch der Maschine aufweist, ausgerüstet, damit
die Transportklammern immer genau auf die Bahn aufgestreift werden können.-Sämtliche
Transportbänder und Walzen sind entsprechend den zu nagelnden Kistenbahnstärken
senkrecht verstellbar, wobei jedesmal das Senkrechtstellen gleichzeitig mit der
Senkrechtstellung des Maschinentisches bewerkstelligt wird (nicht gezeichnet) und
wobei gleichzeitig der Montagetisch 8o6 durch Schraubenspindeln nach hinten und
nach vorn verschoben werden kann. Auf Abb.4 ist das Abstreifen der Transportklammern
2 auf .die Förderbänder 852 in der Vorderansicht schematisch dargestellt. Das Abstreifen
und die Aufsetzvorrichtung für die Transportklammern Die fertig genagelten und mit
Gelenkbändern versehenen Kistenbahnen i verlassen mit aufgesetzten Transportklammern
2 auf einem am Ausgangsende der Maschine auf Walzen 836 angeordneten Förderbande
837 die Maschine. Hierbei werden die Transportklammern 2 durch Abstreifhebel.838,
welche an Drehzapfen 839 schwingend gelagert sind, automatisch abgestreift, .dadurch,
daß die Abstreifhebel838 an Schwenkhebel 84o angreifen, welche über Zugstangen 841
zweier mit Nasen versehenen Steuerhebel 8422 gelenkig verbunden sind, wobei zwei
beiderseitig der Maschine angeordnete, auf einer Welle 843 gelagerte Schalträder
849 über ein Zahnradvorgelege 84q., 845 und Kettenräder 846, 847 mit Kette 848 von
der Steuerwalze automatisch angetrieben werden, wobei durch die Nasen der Schalträder
849 die am= einen Ende durch Spiralfedern 85o gefederten und am anderen Ende mit
einem Schlitz versehenen Abstreifhebel 838 nach rechts und nach links schwenken
und wobei an diesen Ab;streifhebeln angreifendeAbstreifbrücken 851 diese Abstreifbrücken
zusammen mit den Transportklammern-- bis auf die rückläufigen Förderbänder schwenken.
Hierbei werden die-Transportklammern 2 auf diese zwei rückläufigen Förderbänder
8523 aufgesetzt, welche die Klammern zur Wiederverwendung dem Montagetisch
8o6 zuführen, während die fertige Kistenbahn in gleichbleibender Richtung auf dem
mittleren Transportbande aus der Maschine in den Stapelraum läuft. Zur Einstellung
der Schwenkhebel auf einen bestimmten Hub, welcher bei verschiedenen Kistenlängen
variabel ist, sind die Abstreifhebel zweiteilig ineinander verschiebbar,, durch
mit Handrad 853 ausgerüstete Stellschrauben 854 verlängerbar und verkürzbar.
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Die auf den rückläufigen Transportbändern 852 dem Montagetisch
8o6 zugeführten Transportklammern werden gleichzeitig, indem das Abstreifen derselben
am Ausgangsende der Maschine geschieht, am anderen Maschinenende durch zwei beiderseitig
des Maschinenrahmengestells an Drehzapfen 855 schwingend gelagerte Schubhebel $56
auf die im Montagetisch 8o6 fertig zum Nageln zusammengesetzte Kistenbahn i geschoben,
indem die Schwenkhebel 856 an einem Ende derselben über beiderseitige Schwenkhebel,
857 mit Zugstangen 841 mit den von den Schaltr a ä dern 849 gesteuerten Schalthebeln
842 - c -lenkig verbunden sind und an ihren anderen Enden mit inSchlitzen
geführtenBrücken858, welche an die Flanken der Transportklammern angreifen, ausgerüstet
sind. Hierbei werden die Transportklammern auf ein quer zur Maschine laufendes Transportband
859 geschoben, welches diese automatisch bis an die Verstärkungsleisten 6 der Kistenbahn
heranschiebt. Hier beginnt nun der automatische Vorschub der neuen Kistenbahn i
in die Maschine .durch. zwei Mitnehmerketten 86o, welche durch einen quer über die
Maschine verlaufenden nasenförmig ausgebildeten Mitnehmer 861 verbunden sind. Die
auf Kettenrädern 862 laufende Förderkette 86o wird über Kettenräder 863, 86q., Kette
865 und Kettenräder 866, 867 mit Kette 868 von der Steuerwalze 127 aus im Gleichtakt
der Maschine angetrieben, so daß entsprechend den Umläufen .der Maschine bzw. der
Steuerwalzen für die verschiedenen Kistenbahnabmessungen diese Kistenbahnen immer
automatisch durch den Mitnehmer 861 in die Maschine befördert werden. Transportklammern
Für zu nagelnde Kistenbahnen,- die sich in ihrer Breite oder Länge nur gering unterscheiden,
wären eine große Anzahl vonTransportklammern zu verwenden, die jeweils den Abmessungen
.derselben zu entsprechen hätten. Um sich auf eine geringe Anzahl zu beschränken,
werden die Transportklammern 2, wie in Abb. 3 dargestellt, derart ausgeführt, daß
beliebig lange Paßstücke 935, 936, welche mit Schwalbenschwänzen und Nut versehen
sind, einfach an den Enden der Transportklammern je nach Bedarf und Länge eingesetzt
werden können.
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Um nur eine geringe Anzahl von Klammern für sämtliche Kistenbahnlängen
zu brauchen, können dreiteilige, mit Verzahnung 941 ausgerüstete Klammern 937, 938,
939 (Abb. 12) verwandt werden, welche auf
Nut und Feder 94o in einem
Rahmen 9:I2 auseinander- und verschiebbar sind. Im vorgesehenen, gezeichneten Fall
kann beispielsweise die Klammer um das Dreifache ihrer Länge für dreifach lange
Kistenbahnen verwandt werden, wobei nur die beiden Enden der mittleren Klammer 93;
mit Krampen 943 für das Einhaken der darauffolgenden Kistenbahn versehen werden.
Das Verstellen und Festhalten der auseinandergezogenen dreiteiligen Klammer auch
für kleine Unterschiede der Länge geschieht durch Stifte oder Federbolzen 9q..9..
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Es ist aber auch möglich, wie in Abb. i8 dargestellt ist, die Klammern
aus vielen Teilen 945 herzustellen, wobei das Endstück 9.46 immer mit der Krampe
947 versehen ist. Durch das Anhaken oder Abhaken von diesen Klammergliedern können
die Transportklammern beliebig verlängert oder verkürzt werden.
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Um eine parallele Führung der Abstreif-bzw. Aufsetzbügel 851, 858
(Abb. 2) beim Schwenken der Abstreif- oder Aufsetzhebel 838, 856 zu erreichen, werden
die Bügel 85i, 858 auf Führungsflanschen 9.9.7 in Aussparungen der Bügel zwangsläufig
geführt, wobei diese Laschen in seitlich des Rahmengestells angebrachten Führungsschienen
948 entsprechend der Länge der Abstreif-und Aufsetzhebel festgeschraubt werden können.
Des weiteren erhalten die Abstreif- und Aufsetzhebel an ihren Enden Segmente 949
mit radialen Schlitzen 95o, damit bei radialer Schwenkung der Hebel die mit einem
Ansatz 951 versehenen seitlichen Schwenkhebel 8:I0, 857 beiderseits zwangsläufig
ausweichen können (Abb. i, 2).
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Gelenkbändervorschub Damit auch Gelenkbänder größter Längen auf dieKistenbahn
aufgesetzt werden können, ist der Vorschubhebel 675 derart ausgebildet, daß zwischen
den mit Gegengewichten 881 ausgerüsteten beiderseitigen Hebeln 675 ein an einem
Zapfen882 schwingendes Gelenk883 eingebaut ist, welches in einer Schlittenbahn die
mit Nocken 884 versehene Nase 687 verstellbar führt, wobei beim Zurückgehen die
ase 687 am Boden der Kistenbahn zurückschleift und wobei zum freien Durchgang der
aus den Steuertrommeln fallenden Gelenkbänder unter die Gelenkbändernagelvorrichtung
die Nase 687 an ihren Nocken 887 von einem Fangbügel 885 angehoben und aufgehoben
wird, so daß der Durchgang für die Gelenkbänder frei wird.
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Entlastungsflansche (Abb.6) Zur Entlastung der Schalträder beim Vorschub
der Transportwalze beim Umbiegen der Nagelspitzen sind an den Nagelrevolvern für
den längsnähtenagelnden Kreuzkopf Entlastungsflansche 886 vorgesehen, welche durch
Spiralfedern 887a gefedert in Gehäusen 888 untergebracht sind, wobei diese Gehäuse
entsprechend der Einstellung der drei Grundschienen und zwei Stützschienen des Arbeitstisches
auf zwei entsprechende, mit Rechts- und Linksgewinde versehene Schraubenspindeln
889, 89o und auf denselben aufgesetzte Kettenräder 892, 891 über Ketten 893, 894
von Kettenrädern 895, 896 der Einstellspindeln 2o, 26 des Arbeitstisches bei der
Verstellung des letzteren gleichzeitig auf die betreifenden Leisten der Kistenbahn
eingestellt werden. Eine über die ganze Länge des Kreuzkopfes i i i geführte Nase
898 drückt bei jedesmaligem Niedergang des Kreuzkopfes auf die Köpfe 899 .der Entlastungsflansche,
wobei die Kistenbahnen jedesmal an die Grundschienen bzw. Führungsschienen des Arbeitstisches
gepreßt werden.
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Antrieb und Steuerung der Maschine In derArbeitsweise der Maschine
nach dem Hauptpatent sind die Kupplungen io6, 107,
97, 139 und zdo sowie die
Anhaltescheiben 187, 188, 2o8, Zog direkt auf den mit hoher Geschwindigkeit sich
drehenden Kurbelwellen ioo, 116 mit Zwischenwelle 98 für den Antrieb der Säge und
Fräsvorrichtung aufgesetzt. , Da ein genaues Ein- undAusschalten sowie Anhalten
des Antriebes bei hoher Drehgeschwindigkeit nicht erreicht werden kann und die Anhaltebolzen
einem schnellen Verschleiß unterworfen werden würden, so sind in der in Abb. 7 iin
Grundriß, in Abb. 8 in der Seitenansicht dargestellten Antriebsweise der Maschine
sämtliche Kupplungen und Anhaltescheiben auf Wellen aufgesetzt, die über eingeschaltete
Vorgelegewellen sich mit minimalsten Geschwindigkeiten drehen, so- daß geringste
Belastungen der Schaltvorrichtung erstrebt werden.
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Wie aus der Abb.7 ersichtlich, wird die Kurbelwelle ioo für die Längsnähtenagelung
von einer mit geringster Geschwindigkeit laufenden Kupplungswelle go6, auf welcher
die Kupplungen io6, 107 und die Anhaltescheiben 187, 188 sitzen, über beiderseitig
der Kurbelwelle angeordneteVorgelegewellen907, go8 angetrieben. Die Kurbelwelle
i 16 für .die Gelenkbandnagelung wird gleichartig von einer Kupplungswelle
gog, auf welcher die Kupplungen 139, i4o und die Anhaltescheiben 2o8, 2o9 angeordnet
sind, über beiderseitig der Kurbelwelle angeordnete Vorgelegewellen 907,
go8 angetrieben.
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Die Kurbelwelle 116 für die Gelenkbandnagelung wird gleichzeitig von
einer Kupplungswelle gog; auf welcher die Kupplungen
139, 140 und
die Anhaltescheiben 2o8, 2o9- angebracht sind, über beiderseitig .der -Kurbelwelle
angeordneteVorgelegewellengio, gir angetrieben, während die Zwischenwelle 98 über
eine Vorgelegewelle 9i2 von der mit geringster Geschwindigkeit laufenden Kupplungswelle
9i3 mit der Kupplung 97, welche ihren Antrieb von der Kupplungswelle 9o9 erhält,
angetrieben wird.
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DerAntrieb der sich stets drehenden Steuerwalze i27 erfolgt von der
Kupplungswellego6 aus über die Vorgelegewelle 91q., .915.
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Um die Nagelungsgeschwin.digkeit des Kreuzkopfes ändern zu können,
ist ein Geschwindigkeitswechsel eingebaut (916, am Motor 9i).
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Zum Anhalten der Maschine bei jeder Hubzahl der Kreuzköpfe
erhalten die Arretierscheiben 187, 188 und 2o8, 2o9 je eine der Drehzahl der Kupplungswellen
entsprechende Anzahl von Löchern für den Eingriff der Anhaltebolzen.
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Sämtliche Steuervorgänge beim Antrieb der Maschine bleiben dieselben.
Aus dem Grundriß (Abb. 7) ist weiter die Steuerung der Maschine durch die einzelnen
Gestänge und Hebel deutlich ersichtlich.
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Bremsvorrichtung für die Säge (Abb. 9) Da die Säge mit großer Geschwindigkeit
vorgetrieben und rückwärts geführt wird, so sind, um an den Wendepunkten der Sägebahn
den Aufschlag auf das Gestänge .der Schaltvorrichtung zu mildern, für den Richtungswechsel
am rechten Sägerahmengestell und auf den Hebel des Kegelradwendegetriebes am linken
Sägerahmengestell je eine Bremsvorrichtung vorgesehen.
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Die beiderseitigen Bremsvorrichtungen bestehen aus Bremsscheiben 917,
918, welche auf den Wellen 739, 7q.o des Sagenantriebes angebracht sind, welche
durch Backen 9i9, 92o beeinflußt- werden, die am einen Ende durch Schrauöenfederngai,922
gespannt und am anderen Ende durch an Zapfen 923, 924 schwingende Bremshebel 925.
926 betätigt werden.
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Die Bremsung erfolgt beim Vorwärtsgang der Säge nach rechts durch
einen zweiteiligen, am Sagenträger 700 -schwingend angeordneten Sperrhebel 927,
welcher mit seinem unteren Kopf in der rechten Einstellung der Säge den Bremshebel926
kurz niederdrückt und dann wieder freigibt, während beim Rückwärtsgang der untere
Sperrhebelteil927 infolge der Zweiteligkeit zurückschnellt, ohne denn Bremshebel
926 zubetätigen.
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Für den Rückwärtsgang der Säge dient ein zweiter zweiteiliger geschlitzter
Hebel 928,
welcher nur bei Rückwärtsgang am Wendepunkt den linken Bremshebel
925 der Sagenbremse in gleicher Weise betätigt, so daß nur ein kurzes Bremsen entsprechend
der Form des Rückens des Bremshebels erfolgt, während bei Vorwärtsgang der Sperrhebel
928
automatisch ausschaltet.
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Gelenkbändertrommeln Die Gelenkbändertrommeln müssen, bevor .die Maschine
in Tätigkeit gesetzt wird, in den Kammern, die zwischen den Zuführungsrinnen 616,
62o und 633 liegen, bereits gefüllt sein, damit beim ersten Anheben der Trommelverschlüsse
625, 624 -sofort Gelenkbänder aus den Trommeln in die Rinnen fallen können. Da die
in der Uhrzeigerrichtung sich drehenden Trommeln durch eine Antriebskette 635 verbunden
sind, so kann .das vorherige Anfüllen der Trommeln nur bewerkstelligt werden, wenn
die Trommeln zwecks Anfüllens in entgegengesetzter Richtung gedreht werden können.
Hier sitzen auf den Trommelachsen612,6i8 (Abb.io) Buchsen929 (Hülsen), welche Nasen
93o erhalten, die an entsprechende Nasen 931 der Trommelböden angreifen. Hierdurch
erfolgt beim Antrieb in einem Drehsinn stets die Mitnahme der Trommeln von den Trommelwellen
612, 618 aus, während bei entgegengesetzter Drehrichtung zwecks Auffüllens der Trommeln
dieselben beliebig in entgegengesetztem Drehsinn gedreht werden können, ohne daß
die Steuerung der Trommeln unterbrochen wird. Verwendung der Maschine zur Herstellung
von Kistenteilen Soll die Maschine zur Herstellung von Kistenteilen verwandt werden,
welche in ununterbrochenem Arbeitsgange auf der Maschine genagelt werden, -so ist
die Maschine derart zu schalten, daß für eine jede Kistenbahnlänge .das Aussetzen
der Nagelung nicht dreimal, wie für das Gelenkbandnageln, zu geschehen hat, sondern
nur einmal für die Dauer des Abstreifens und Aufsetzens der Transportklammern. Dieses
wird in einfacher Weise dadurch herbeigeführt, daß die Steuerwalzen in diesem Fall
nur eine Auskerbung für die Pausen erhalten.
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Die später beschriebenen Steuerwalzen ermöglichen es ohne weiteres,
zwei Steuernocken abzunehmen, so daß nur ein Steuernocken für die Pause des Klammernabstreifens
nachbleibt. Es können also ohne jegliches Auswechseln dieselben Steuerwalzen für
.das Nageln von Kistenteilen verwandt werden. An Stelle des Schiebers 462 mit schmaler
gerillter Kopffläche des Hauptpatents kann dieser Schieber nötigenfalles " ausgewechselt
und durch einen Schieber mit breitererRillenoberfläche ausgetauscht werden.
Die
Nagelverteilungsscheibe für das Aussetzen der Nagelungen wird dann derart eingestellt,
daß nur eine Aussetzung der Nagelung erfolgt, nach welcher die gespannte Steuerscheibe
wieder in ihre Anfangsstellung zurückschnellt.
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Die Abb. 14 bis 17 stellen eine Verbesserung der Steuerung der Maschine
dar.
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Auf derAbb.14 ist eineSteuerteilwalze 127
oder Steuerscheibe
in bisheriger Ausführung dargestellt. A entspricht einer Kistenteilbahn, B der zweiten
Kistenteilbahn, C entspricht den beiden Kistenteilbahnen A -h B und
D der Pause für das dreimalige Gelenkbandnageln. Sind die drei Nocken auf
Bahn d feststehend, so kann mit einer Steuerscheibe nur eine Kistenbahn gesteuert
werden, und für jede neue Kistenbahnlänge ist eine neue Steuerscheibe erforderlich.
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Um dem abzuhelfen und mit einer Steuerscheibe eine gegebene Kistenbahnlänge
für verschiedene Abmessungen der Kistenteilbahnen zu steuern, sind die Steuernocken
di, d. feststehend angeordnet, .dagegen der Steuernocken d schwenkbar an einem Bügel
952. Gleichgültig in welcher Lage sich der verstellbare Nocken d, befindet, immer
werden die Kistenteilbahnen A -I- B der Kistenbahn C @ A -1- B entsprechen.
Der verstellbare Nocken d trägt seitlich den mit dem letzteren fest verbundenen
Bremsnocken 26o, so daß bei Verstellen des schwenkbaren Nockens d, auch der Bremsnocken
26o mit verstellt wird, während die Bremsnocken an den feststehenden Steuernocken
d, immer feststehen. Die Feststellung des beweglichen Steuernockens an seinem Bügel
auf beliebiger Bahnstrecke erfolgt durch Stifte oder Federbolzen 953. Bremssteuerrädchen
265 und Steuerrädchen 145 laufen dann immer parallel nebeneinander.
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Nun ist es aberauch möglich, mit derselben Steuerscheibe gegebenen
Durchmessers eine andere, beispielsweise kleinere Kistenbahn mit verschieden großen
Kistenteilbahnen zu nageln. Damit diese Nagelung der kleineren Kistenbahn beispielsweise
auch in der Hälfte der Zeit erfolgt, so müssen die Pausen für das Gelenkbändernageln
auf der Steuerscheibe verdoppelt werden, da sie in Wirklichkeit immer für diese
Nagelung gleich (konstant) bleiben müssen. Das wird dadurch erreicht, daß die drei
Steuernocken d beispielsweise zwei- oder dreiteilig, wie in Abb. 15 und 17 dargestellt
ist, hergestellt werden.
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Verdoppelt oder verdreifacht man dann die Länge der Steuernocken,
so müß die Steuerscheibe sich entsprechend um zwei- oder dreimal schneller drehen,
damit sich die Arbeitszeit für eine kleinere Kistenbahn auch nicht verdoppelt, was
durch den Geschwindigkeitswechsel der Steuerwalze bewerkstelligt wird. Die Steuerwege
A, B, C verkleinern sich wohl dadurch ein wenig, aber immer wird
A + B = C bleiben, und bei jeder neuen Länge des dreiteiligen Steuernockens
d wird sich dann auch eine neue zu nagelnde Gesamtkistenbahn entsprechend A -f-
B ergeben. Es werden somit mit einer solchen Steuerscheibe mit zwei feststehenden
und einembeweglichen Steuernocken, welche alle drei ihrerseits in der Länge verstellbar,
,d. h. verlänger- resp. verkürzbar sind, nicht nur die verschiedensten Kistenteilbahnen
für eine gegebene Länge der Kistenbahn, sondern auch bei verschiedenen Kistenbahnlängen
die verschiedensten Kistenteilbahnen sich ergeben.
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Das Steuerrädchen 145 (Abb. 17) muß ein für allemal mindestens die
Breite des dreiteiligen Steuernockens erhalten.