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Vorrichtung zur Herstellung von Teilungen auf Längenmaßstäben Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Teilungen auf Längenmaßstäben
nach Patent 6o9 948, welche aus einem zylindrischen Stake mit einer- auf dem Zylindermantel
schraubenlinig verlaufenden Teilung bestehen. Die Teilung soll, nachdem der zylindrische
Stab poliert worden ist, durch Reißen erzeugt werden. Die Strichstärke der Schraubenlinie
beträgt in Anbetracht der durch Mikroskop erfolgenden Ablesung nur wenige hundertstel
Millimeter.
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Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung derart ausgebildet, daß das Werkzeug
zum Reißen der schraubenlinigen Teilung nachgiebig gegen das Werkstück anliegt und
neben der Werkzeugschneide, in möglichst geringem Abstand von ihr, eine auf dem
Werkstückmantel gleitende Stütze vorgesehen ist.
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Durch die nachgiebige Werkzeuganordnung wird erreicht, daß das Werkzeug
sien an etwa vorhandene Ungleichmäßigkeiten im Umfang und der Fluchtung des zylindrischen
Stabes anpaßt, so daß eine durchweg gleichmäßige Strichstärke der Schraubenlinie
gewährleistet wird. Die Eindringtiefe der Werkzeugschneide wird dabei durch die
beigeordnete Stütze bestimmt. ` Die Vorrichtung kann in eine Drehbank oder eine
Rundschleifmaschine eingeordnet werden. Die Herstellung eines Längenmaßstabes stellt
sich daher, da sie mittels der Vorrichtung auf einer bereits vorhandenen, sonst
anderen Zwecken dienenden Maschine vorgenormnen werden kann, billig.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist der Träger
für das Werkzeug durch eine Blattfeder mit dem Maschinensupport verbunden, so daß
das Werkzeug in der Drehebene des Werkstücks federnd nachgeben kann. Um das Werkzeug
auf eine gewünschte Schnittiefe einstellen zu können, ist es -gegenüber der Stütze
in Richtung auf das Werkstück verstellbar. Die Werkzeugeinstellung erfolgt durch
eine mit dem Werkzeugschaft verbundene Mikrometerschraube. Die Stütze ist vorteilhaft
in einer Aussparung des Werkzeugschaftes geführt. Um einer Beschädigung der Werkstückoberfläche
vorzubeugen, ist die Stütze mit einem glatt polierten Gleitschuh, vorzugsweise aus
hartem Werkstoff, wie Diamant, Achat o. dgl., bewehrt.
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In der Zeichnung ist die Vorrichtung an einem schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Fig. i ist ein Querschnitt, Fig. 2 eine Draufsicht.
Fig. 3 zeigt das Werkzeug. Fig.4 his 7 zeigen Ausführungsformen der dem Werkzeug
beigeordneten Stütze. Fig.8 ist ein Ausführungs,-
Beispiel für die
Feineinstellung des Werkzeuges.
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Die auf Hochglanz polierte zylindrische Welle i, auf welcher die schraubenlinige
Teilung ia erzeugt werden soll, wird zwischen die Spitzen 3, 4 einer Drehbank oder
Rundschleifmaschine genommen und mittels eines Mitnehmers in Umdrehung versetzt.
Als Werkzeug zum Reißen der Teilung kann ein spitz zugeschliffener Schneidstahl
oder, wie in der Zeichnung dargestellt, ein Diamant 5 benutzt werden, der in dem
Halter 6eingebettet ist. Der Halter 6 ist mittels Schrauben 7, 8 in einem Werkzeugträger
g befestigt. Dieser ist durch eine Blattfeder io mit dem Werkzeugschlitten i i verbunden.
Die wirksame Federlänge der Blattfeder i o wird dalyei vorteilhaft verhältnismäßig
kurz gewählt. Um eine gleichmäßige Eindringtiefe der Werkzeugschneide zu erhalten,
ist in geringer Entfernung von derselben eine Stützei 2 vorgesehen, die vorzugsweise
in einer Aussparung 6a des Werkzeugschaftes 6 geführt ist. Die Stütze 12 gleitet
mit ihrer gut abgerundeten und glatt polierten Fläche i 2a auf dem Umfang des Werkstückes.
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Zum feinfühligen Einstellen des Werkzeuges wird vorteilhaft eine Mikrometerschraube,
wie beispielsweise in Fig. 8 gezeigt, vorgesehen. Die Mikrometereinrichtung besteht
z. B. aus der Mil:rometerschraub,e i 3, die in ein im Werkzeugschaft befindliches
Muttergewinde eingreift und in dem Flansch 16 gelagert ist, sowie dem Knopf 14.
An letzterem ist eine Teilung angebracht, die mit einem am Flansch 16 befindlichen
Nonius zusammenwirkt. Eine Feder i 5, die auch in entgegengesetzter Richtung, wie
dargestellt, wirksam sein kann, hält die Flanken des Mikrometergewindes in dichter
Anlage.
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Beim Einrichten der Vorrichtung wird zunächst an einem Probewerkstück
die Schnitttiefe, d. h. die Strichstärke der zu erzeugenden schraubenlinigen Teilung
bestimmt. Hierzu wird die Stütze 12 mit ihrer Fläche 12b gegen die
untere Fläche des Werkzeugträgers 9 gesetzt und dann das Werkzeug 5 durch Längsverschieben
des Schaftes 6 @eingestellt. Zur Feststellung der Stütze 12 zum Werkzeugschaft 6
dient eine Schraube 13.
Nach erfolgter Einstellung der Werkzeugschneide wird
das Probestück entfernt und das Werkstück i zwischen die Spitzen 3, 4 genommen.
Es wird nun entweder das umlaufende Werkstück am feststehenden Werkzeug in einem
der Teilung entsprechenden Vorschub entlang bewegt oder umgekehrt das Werkzeug am
umlaufenden, aber axial unverschiebbaren Werkstück. Unrunde Stellen oder vorhandener
Schlag der zylindrischen Welle i beeinflussen die Gleichmäßigkeit in der Strichstärke
der zu erzeugenden Schraubenlinie nicht, da das Werkzeug nachgiebig anliegt und
die auf dem Werkstü ckumfang gleitende Stütze sich jeder Oberflächenbeschaffenheit
der Welle i anpaßt. Die Stütze la.nn in der in Fig. 4 dargestellten Form ausgebildet
sein und hinter oder neben der Werkzeugschneide angeordnet werden. Sie kann aber
auch die aus Fig. 5 und 6 ersichtliche Gestaltung erfahren. Hierbei ist die Gleitfläche
i 2a von dem Schaft i-- abgekröpft und befindet sich neben der Werkzeugschneide.
Die Stütze kann jedoch auch beispielsweise mit zwei Gleitschenkeln, welche die Werkzeugschneide
U-förmig lxmgeben, versehen, oder sie kann auch fest am Werkzeugträger 9 angeordnet
sein. Stets ist Raum für störungsfreie Spanabfuhr freigelassen. Um Beschädigungen
auf der Werkstückob:erfläche mit Sicherheit von vornherein auszuschalten, wird die
Stütze zweckmäßig mit einem Gleitschuh 14 (Fig. 7) versehen. Dieser besteht aus
einem harten Werkstoff, vorzugsweise Diamant oder Achat, dessen Befestigung in geeigneter
Weise ,erfolgt.