DE614887C - Verbindungsmuffe fuer elektrische Hochspannungskabel - Google Patents
Verbindungsmuffe fuer elektrische HochspannungskabelInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
- H02G15/00—Cable fittings
- H02G15/08—Cable junctions
- H02G15/10—Cable junctions protected by boxes, e.g. by distribution, connection or junction boxes
Landscapes
- Gas Or Oil Filled Cable Accessories (AREA)
- Processing Of Terminals (AREA)
- Cable Accessories (AREA)
Description
!xacL Eigendom
2 2 JXJh. 1935
AUSGEGEBEN AM
20.JUN11935
20.JUN11935
Es ist bei der Isolierung von Verbindungsstellen elektrischer Hochspannungskabel im
allgemeinen üblich, zur Isolierung ölimprägniertes Papier zu verwenden. Das Papier
gibt der Verbindungsstelle eine gewisse mechanische Festigkeit und dient gleichzeitig
dazu, die wirksame Länge des ölweges zwischen Leiter und äußerer Schutzmuffe zu
vergrößern. Dabei wird noch der weitere Vorteil erreicht, daß das Papier die Bildung
einer leitenden Brücke zwischen Leiter und Muffe verhindert, welche etwa durch Verunreinigungen
des Öles oder der Füllmasse entstehen könnte.
. Durch die Erfindung wird es möglich, eine Kabelverbindungsstelle auf erheblich bequemere
Weise herzustellen als bisher, wobei die eben erwähnten Eigenschaften ebenfalls in
erhöhtem Maße auftreten. Dies wird erfin-
ao dungsgemäß dadurch erzielt, daß eine Mischung von festem und flüssigem Dielektrikum
in einen Behälter bzw. in die Innenmuffe der Verbindungsmuffe eingepreßt wird, von dem nur die Flüssigkeit wieder frei abfließen
kann. Dabei sammeln sich in der Innenmuffe die festen Bestandteile allmählich
an, so daß eine feste und dichte Muffenisolation entsteht, die eine hohe Spannungsfestigkeit erreicht.
Füllmassen zur Isolation zu verwenden, die aus einer Mischung von festen und flüssigen
Körpern bestehen, ist an sich bekannt. Mit diesen Füllmassen wird aber der ganze in der
Verbindungsmuffe verfügbare Raum ausgefüllt. Es wird dabei also keine Anreicherung
der festen Teile der Füllmasse in der Innenmuffe angestrebt und auch keine gleichzeitige
Füllung der äußeren Muffe nur mit Isolierflüssigkeit, wie es bei dem Erfindungsgegenstand
z.B. durch Anwendung eines geeigneten lokalisierten Filtrierverfahrens der Fall ist.
Die weiteren und genaueren Merkmale der Erfindung ergeben sich aus folgender Beschreibung
von Ausführungsbeispielen, wie sie in den Figuren schematisch gezeichnet sind. Die Fig. 1 stellt dabei einen Längsschnitt
durch eine Kabelverbindungsmuffe dar. Die Fig. 2 und 3 zeigen einen Längsschnitt
durch eine andere Ausführungsform einer Kabelverbindung während des Zusammenbaus
und nach der Fertigstellung.
In Fig. ι sind die Enden der Kabelleiter 2, die Isolation 3 und die metallisierte Papierlage
4 unter der Bewehrung 1 freigelegt und die äußere Schutzmuffe 5 zunächst seitwärts
übergeschoben. Hierauf wird in der üblichen Weise die leitende Verbindung zwischen den
beiden Leitern 2 hergestellt. Darüber wird dann eine zweiteilige Innenmuffe 6 z. B. aus
durchlässigem Papier wie die Kabelisolation gelegt und z. B. über Längsflansche zusammengeschraubt.
Die äußere Muffe 5 wird dann in die gezeichnete Lage geschoben und
die Innenmuffe 6 durch ein Füllrohr 7 mit der Außenluft in Verbindung gebracht.
Durch dieses Rohr wird dann erfindungsgemäß eine an sich bekannte Mischung von
festem und flüssigem Dielektrikum, wie z. B.
Öl mit fein verteilter Baumwolle, Papierstaub, unlöslichem -Harz, -esterinzierter Cellulose,
pulverisiertem Styrol o. dgl., unter Druck zugeführt. Letzteres ist besonders geeignet,
weil seine Dielektrizitätskonstante in derselben Ordnung liegt wie die des Öles.
Esterinzierter Zellstoff dagegen hat den Vorteil, daß er nur geringen Feuchtigkeitsgehalt
hat. Wenn die Innenmufteo mit dieser ίο Mischung gefüllt wird und diese weiter unter
Druck bleibt, sickert das öl durch deren poröses Dielektrikum allmählich in die durch
die Außenmuffe 5 gebildete Kammer hindurch. Wird dieser \rorgang genügend lange
J5 fortgesetzt, so sammeln sich innerhalb der
Muffe 6 feste Partikel an, die Ablagerung derselben wird immer dichter· und dichter,
und nach einer gewissen Zeit füllt auch das öl die ganze Verbindungsmuffe 5. Ist dies
der Fall, kann die Verbindungsmuffe auf bekannte Art und Weise vollends fertiggestellt
werden, wobei je nach den besonderen Betriebsverhältnissen auch die üblichen Vorbehandlungen
der Verbindungsstelle, wie beispielsweise Austrocknen, Evakuieren u. dgl., vorgenommen werden können, damit alle
Spuren von Feuchtigkeit und unerwünschten Gasrückständen entfernt werden.
Die Füllung der äußeren Muffe 5 kann einzig und allein von der inneren Muffe 6 aus
erfolgen, jedoch kann sie in manchen Fällen noch durch besondere Zufuhr von öl durch
eines der Rohre 9 ergänzt werden, wobei das andere Rohr dann als Abfluß dient. Die
3S Füllung der äußeren Muffe kann z. B. derart
vorgenommen werden, daß die Ölzufuhr von der inneren Muffe 6 aus ganz unterbrochen
wird und von außen her frisches, trockenes und entgastes Öl geeigneter Viscosität zugeführt
wird. In manchen Fällen kann der Ölflufi
vom Inneren der Muffe 6 durch deren Dielektrikum hindurch unzulänglich sein. Es
ist dann erforderlich, in der Innenmuffe 6 besondere Auslässe oder Filter 10 aus Gaze
•*5 oder einem anderen Gewebe oder ähnlichem vorzusehen, durch welche zwar das öl hindurchdringen
kann, die festen Bestandteile jedoch zurückgehalten werden.
Bei der anderen Ausführungsform der Verbindungsstelle nach Fig. 2 sind über die
Kabelenden Hülsen 11 aus Isolierstoff geschoben.
Auf diese ist ein Papierband aufgewickelt, welches in der Mitte im rechten Winkel zur Wickelachse einen scheibenförmigen
Hohlraum 19 freiläßt. Dieser Hohlraum kann dadurch erhalten werden, daß die
x inneren Papierlagen in der Mitte der Länge nach geschlitzt sind. An den Hülsen Ii sind
außerdem über Röhrchen 14 Zugbänder 12 befestigt, welche durch öffnungen in der
■ Muffe 5 vorzugsweise durch in diese eingesteckte Rohre 13 geführt sind. Zwecks
Herstellung der Innenmuffe sind die Hülsen 11 mit dem Papierwickel auf der Isolation 3
der Kabelenden verschiebbar aufgesetzt. Nach dem Aufbringen der äußeren Muffe 5 werden
dann von außen her mittels der Zugbänder 12 die Wickelhälften des geschlitzten Papierwickels
über die untersten Lagen desselben auseinandergezogen, bis er etwa die Form eines Ellipsoids erhält, wie aus Fig. 3 ersichtlich
ist. Die Form des auseinandergezogenen Wickels braucht daher nicht direkt und wird im allgemeinen auch nicht die Form
eines genauen Ellipsoids sein. Durch dieses Auseinanderziehen des Wickels nimmt der
Druck zwischen den einzelnen Papierlagen zu, und es entsteht ein innerer Behälter 16,
welcher von dem äußeren Raum 17 durch eine poröse Wand getrennt ist. Die Führungs
rohre 13 werden dann entfernt und durch Rohre ersetzt, welche auf die geeignet
ausgebildeten öffnungen der Rohre 14 aufgesetzt
werden, können. Dadurch entsteht eine Rohrverbindung von außen in das Innere
der Kammer 16 wie durch das Rohr 7 nach Fig. i. Das Einbringen der Mischung und die
Fertigstellung der Verbindungsmuffe erfolgt ' dann auf die oben geschilderte Art und Weise.
Das beschriebene Verfahren läßt sich auch mit Vorteil bei Kabelendverschlüssen anwenden, bei denen das Innere der Porzellankappe
mit Isoliermaterial ausgefüllt werden soll, das mit Öl durchtränkt ist. Besonders
leicht gestaltet sich die Anwendung des Verfahrens bei Endverschlüssen mit einem zur
Kapazitätsabstufung mit leitenden Belägen versehenen Papierwickelkonus, weil dieser
gleich als poröser Filter verwendet werden kann.
Claims (3)
- Patentansprüche:I. Verbindungsmuffe für elektrische Hochspannungskabel, dadurch gekennzeichnet, daß in der die Verbindungsstelle der Leiter umgebenden Innenmuffe ein in einer Isolierflüssigkeit, z. B. öl, aufgeschwemmtes festes Dielektrikum, z, B. fein verteilte Baumwolle oder Papierstaub, eingebracht ist, und daß die Innenmuffe so angeordnet und beschaffen ist, daß die Isolierflüssigkeit in die äußere .Schutzmuffe abfließen kann, während die festen Bestandteile des Isoliergemisches zurückgehalten werden und sich in der Innen- 1X5 muffe ansammeln.
- 2. Verbindungsmuffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenmuffe mit einem als Filter ausgebildeten Auslaß versehen ist, der nur der Flüssig- lao keit freien Durchtritt gewährt.
- 3. Verfahren zur Herstellung einerVerbindungsmufFe nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenmuffe aus einem Papierwickel aufgebaut wird, dessen innere Lagen in der Mitte "im rechten Winkel zur Wickelachse geschlitzt sind, so daß ein scheibenförmiger Hohlraum vorhanden ist, und daß dann die Wickelhälften über die: untersten Lagen auseinandergezogen werden, bis ein ellipsoidähnlicher Hohlraum entsteht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI45930D DE614887C (de) | 1932-12-04 | 1932-12-04 | Verbindungsmuffe fuer elektrische Hochspannungskabel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI45930D DE614887C (de) | 1932-12-04 | 1932-12-04 | Verbindungsmuffe fuer elektrische Hochspannungskabel |
Publications (1)
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|---|---|
| DE614887C true DE614887C (de) | 1935-06-20 |
Family
ID=7191629
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI45930D Expired DE614887C (de) | 1932-12-04 | 1932-12-04 | Verbindungsmuffe fuer elektrische Hochspannungskabel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE614887C (de) |
-
1932
- 1932-12-04 DE DEI45930D patent/DE614887C/de not_active Expired
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