DE61409C - Violinbogen mit Kugeln zur Stützung des kleinen und des Zeigefingers - Google Patents
Violinbogen mit Kugeln zur Stützung des kleinen und des ZeigefingersInfo
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- DE61409C DE61409C DENDAT61409D DE61409DA DE61409C DE 61409 C DE61409 C DE 61409C DE NDAT61409 D DENDAT61409 D DE NDAT61409D DE 61409D A DE61409D A DE 61409DA DE 61409 C DE61409 C DE 61409C
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-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10D—STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10D3/00—Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
- G10D3/16—Bows; Guides for bows; Plectra or similar playing means
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- Stringed Musical Instruments (AREA)
- Auxiliary Devices For Music (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Die vorliegende Erfindung soll sowohl bei ruhendem wie bewegtem Bogen einen sicher
zu beherrschenden Stellungswechsel der Winkellagen zwischen Violinbogen und Handkörper
ermöglichen. Ein solcher Stellungswechsel ist bedingt durch die gegenseitigen Krümmungsstellungen
von Zeige- und kleinem Finger, dieselben mit ihren Spitzen an der Bogenstange festgelegt gedacht. Es kam daher darauf an,
einen sicheren Angriff der Spitzen der genannten beiden Finger an der Bogenstange zu
ermöglichen, ohne die Winkelstellung der angesetzten Fingerspitze mehr als in erlaubtem
Mafse zu beschränken. Für den Zeigefinger namentlich mufs die Möglichkeit erhalten
bleiben, sich auch mit hinteren Punkten bis zur Zeigefingerwurzel hin anzulegen, was eine
grofse Freiheit eben jenes Ansatzwinkels voraussetzt.
Bezüglich der Vortheile, welche für die Strichführung aus einer ermöglichten Beherrschung
der Winkellagen zwischen Violinbogen und Handkörper sich ergeben, führt der Erfinder
Folgendes an.
Es gewinnt zunächst die Verwendungsfähigkeit des Handgelenks. Der an sich runde
Ausschlag des Bogens ist leichter auf eine gerade Linie zurückzuführen.
Wichtiger indefs erscheint die Möglichkeit der mehrfach erwähnten Winkelstellungsbeherrschung
für die constante Erhaltung des Bogendruckes bei fliefsendem Strich. Der auf-
und absteigende Bogen, bildet einen im Mafse seiner Bewegung sich verlängernden bezw.
verkürzenden Hebelarm, dessen Druck an Ort und Stelle bei gleichbleibender Spannung der
druckbewirkenden Muskulatur sich demgemä'fs verändern würde. Eben in der für gleiche
Druckwerthe verschieden zu treffenden Spannung der genannten Muskelgruppe — sobald
der Bogen sich bewegt — liegt die Hauptschwierigkeit der Tonbildung.
Besteht nun jene oben beregte Möglichkeit der Winkellagenänderung zwischen Bogen und
Handkörper, so geht der sonst muskulär beherrschte Procefs der Druckerhaltung in eine
einfachere, mehr mechanische Form über.
Steigt beispielsweise der Bogen ab und verlängert sich damit der Hebelarm, so wird
währenddessen die Hand, genauer gesagt die Zeigefingerseite derselben, dem Bogen immer
mehr genähert, d. h. ein zweiter Hebelarm des Systems mit ausgleichender Wirkung verkürzt,
und umgekehrt.
Ein endlich noch anzuführender allgemeiner Vortheil, welchen der Angriff der Fingerspitzen
mit sich bringt, liegt in der Verwendung der in ihnen am feinsten ausgebildeten Tast- und
Druckempfindungen, die, wie bekannt, beim Zustandekommen der Bewegungshandlungen
von gröfster Bedeutung sind.
Das Princip, durch welches ein wie geboten beschaffener Angriff der Fingerspitze sich erreichen
läfst, besteht in der Mitverwerthung des Fingernagels der in einem gelenkbeweglich
gestellten Spalt sich verhakt, während die Fingerkuppe eben daselbst Stützung findet.
Die Construction des Bogens ist hiernach folgende:
Die Bogenstange besteht aus einer aus feinem Stahlblech hergestellten Röhre s, die
im übrigen die charakteristische Form und
Biegung des Violinbogens aufweist. Dieselbe ist an jener Stelle, wo der Zeigefinger anzusetzen
hat, bis auf eine — im Mafse des Ausfalles verstärkte — Brücke B ausgebrochen.
Ueber den Ausfall wird ein drehfähiger Cylinder geschoben und durch umlaufende eingeprefste
Rillen R unverschieblich gemacht.
Der so befestigte Cylinder nun trägt ein Kugelgelenk K, das in dem Ausschnitt oben
offen liegt. Die Nufs desselben ist hohl gebildet und oben abgeschnitten. Hier läfst
dieselbe ein Fingertellerchen F zu Tage treten, das auf einem das Innere der Nufs ausfüllenden
Gummipfropf sitzt. Der Rand des Fingertellerchens bildet mit jenem der Nufs einen
klemmenden Spalt, in welchen der dem Fingertellerchen seine Kuppe anstützende Finger seinen Nagel versenkt.
Je mehr der Zeigefinger sich mit hinteren Punkten zugleich der Bogenstange anlegt, um
so mehr dreht sich, dies ermöglichend, der Cylinder in entsprechendem Sinne.
Für den Angriff des kleinen Fingers, der
stets nur mit seiner Spitze anzugreifen braucht, da dauernde gröfsere Druckwirkungen von ihm
nicht verlangt werden, genügt ein der Bogenstange unmittelbar angehörendes Kugelgelenk
zur Anheftung, da auch so seiner angreifenden Spitze genügende Winkelstellungsfreiheit gewährleistet
wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Violinbogen, in dessen Stange zur Lagerung der Spitzen des Zeigefingers und des kleinen Fingers zwei Kugeln angeordnet sind, von denen die für den Zeigefinger bestimmte in einem in die Stange gleichachsig und drehbar eingefügten Cylinder angebracht ist, und welche mit einer die Festklemmung des Fingernagels erlaubenden Vorrichtung versehen sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE61409C true DE61409C (de) |
Family
ID=335473
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT61409D Expired - Lifetime DE61409C (de) | Violinbogen mit Kugeln zur Stützung des kleinen und des Zeigefingers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE61409C (de) |
-
0
- DE DENDAT61409D patent/DE61409C/de not_active Expired - Lifetime
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