DE613455C - Anordnung zur Kuehlung und Loeschung des Lichtbogens von elektrischen Schaltern ohne Schaltfluessigkeit - Google Patents

Anordnung zur Kuehlung und Loeschung des Lichtbogens von elektrischen Schaltern ohne Schaltfluessigkeit

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DE613455C
DE613455C DER78859D DER0078859D DE613455C DE 613455 C DE613455 C DE 613455C DE R78859 D DER78859 D DE R78859D DE R0078859 D DER0078859 D DE R0078859D DE 613455 C DE613455 C DE 613455C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/72Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid having stationary parts for directing the flow of arc-extinguishing fluid, e.g. arc-extinguishing chamber
    • H01H33/74Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid having stationary parts for directing the flow of arc-extinguishing fluid, e.g. arc-extinguishing chamber wherein the break is in gas

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Description

  • Anordnung zur Kühlung und Löschung des Lichtbogens von elektrischen Schaltern ohne Schaltflüssigkeit Man hat bereits versucht, die Unterbrechungslichtbogen von Schaltvorrichtungen durch Kühlung der Elektroden vermittels gasförmiger Kühlmittelzulöschen. BeieinerbekanntenAnordnung werden zu diesem Zweck die Kontakte rohrförmig ausgebildet und frei im Innern eines Gefäßes erheblichen Volumens angeordnet. Das Gefäß ist hierbei mit komprimierter Luft gefüllt, die bei der Kontakttrennung den Unterbrechungslichtbogen in den oder die hohlen Kontakte hineintreiben und dadurch zum Erlöschen bringen soll. Bei dieser bekannten Anordnungist jedoch infolge des großen Volumens des Behälters die Geschwindigkeit des Löschmittels an der Unterbrechungsstelle, d. h. der EintrittsstelleindieRohrkontakte, nahezu gleich Null, so daß eine nennenswerte mechanische Kraft auf den Lichtbogen nicht ausgeübt wird, dies um so mehr, als die langen, engen Kontaktröhren einen erheblichen Strömungswiderstand besitzen, der eine schnelle Bewegung des abströmenden Löschgases hinter der Unterbrechungsstelle erschwert. Hinzu kommt noch derUmstand, daß der Unterbrechungslichtbogen, deranderAußenflächederRohrkontakteentsteht, seiner Verkleinerung, die er beim Hineinquetschen in die Röhren erfahren müßte, aus elektrodynamischen Gründen einen außerordentlich großen Widerstand entgegensetzt und unter dem Einfluß des elektromagnetischen Feldes seine Länge zu vergrößern sucht. Infolgedessen bleibt der Lichtbogen an der Außenfläche der röhrenförmigen Kontakte stehen und weicht unter der im wesentlichen statischen Druckwirkung des Löschgases seitlich aus. Aus diesen, Gründen läßt sich mit einer derartigen Anordnung eine nennenswerte Kühl- und Löschwirkung nicht erreichen.
  • Um eine gute Kühlung und eine Löschung des Lichtbogens zu erzielen, ist es erforderlich, daß das zur Kühlung und Löschung dienende Medium auf den Lichtbogen zerreißend einwirkt. Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Kühlung und Löschung des Lichtbogens von elektrischen Schaltern mittels unter Druck stehender gasförmiger Kühlmittel, welche bei der Kontakttrennung zwischen die Kontakte strömen und dadurch löschend und kühlend auf den Lichtbogen einwirken, wobei erfindungsgemäß die Kontakte in einer Lflschkammerangeordnet sind, aus welcher der bewegliche Schaltkontakt beim Schaltvorgang austritt und. das Kühlmittel, z. B. Kohlensäure oder komprimierte Luft, auch während des Ausschaltvorganges nachströmt. Hierdurch wird eine erhebliche Leistungssteigerung erzielt und der Bau von öllosen Schaltern für sehr hohe Schaltleistungen ermöglicht.
  • Wenn nämlich die bisher nur bei Ölschaltern benutzte Löschkammer, d. h. eine Kammer, die den festen Kontakt eng umgibt und eine Öffnung besitzt, durch welche der bewegte Kontakt beim Ausschaltvorgang aus der Kammerherausgezogen wird, gemäß der Etfitdxig=bei Schaltern mit gasförmigen' Kühl- und Löschmitteln verwendet wird, so werden- im- GBgensätz zu den erwähnten bekannten Gasschaltern die Kontakte durch das nachströmende Kühlmittel während des Schaltvorganges intensiv gekühlt und durch die gleichzeitige Blaswirkung der Lichtbogen in kürzester Zeit zum Abreißen gebracht. Diese vorteilhafte Wirkung beruht im wesentlichen darauf, daß das Löschgas, das in der engen Löschkammer unter hohem Druck steht, beim Austreten des beweglichen Kontaktes durch die Austrittsöffnung hindurch in den freien Raum expandiert und hierbei eine so hohe Geschwindigkeit annimmt, daß eine starke mechanische Kraftwirkung und KühlwirkungaufdenLichtbogenausgeübtwird. Unterstütztwird diese günstige Wirkungnoch dadurch, daß infolge der eng umschließenden Wandungen der Löschkammer das Druckgas direkt zu der am Ende der Kammer liegenden Austrittsöffnung geführt wird, so daß keine Stauungen und Wirbelungen auftreten können.
  • Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, daß bei einer Löschkammer, wo ja der bewegte Kontakt durch eine Öffnung der Löschkammer ins Freie herausgezogen wird, der Gasstrahl im Gegensatz zu den bekannten Gasschaltern bestrebt ist, den Lichtbogen aus der Löschkammer herauszutreiben und zu verlängern, so daß der Gasstrahl die natürliche Blaswirkung des Lichtbogens unterstützt und ihn auf diese Weise rasch zum Erlöschen bringen kann. Ein Ausweichen des Lichtbogens vor dem Gasstrahl ist hierbei nicht möglich, da beide zwangsläufig durch die Austrittsöffnung der Löschkammer hindurchgetrieben werden und zum mindesten an dieser Stelle gemeinsam geführt sind.
  • Bei der Anordnung einer Löschkammer wird noch ein weiterer Vorteil dadurch erzielt, daß das Kühlmittel in an sich bekannter Weise schon vor Beginn des Schaltvorganges in die Löschkammer eingeführt und dort zur Erhöhung des Druckes benutzt wird, so daß bei der Ausschaltung in dem mit dem Kühlmittel gefüllten Raumschon einÜberdruckherrscht, derdurch das nachströmende Kühlmittel und die Wirkung des Ausschaltlichtbogens selbst noch vergrößert wird. Diese bekannte Vorkühlung der Kontakte hat die vorteilhafte Wirkung, daß die Kontakttemperatur bei Beginn des Ausschaltvorganges tiefer ist, als der Raumtemperatur entspricht, wodurch dieVerdampfungvonKontaktmaterialund damit die Lichtbogenbildung noch weiter herabgemindert wird. Versieht man in an sich bekannter Weise die Löschkammer außerdem noch mit einem kühlenden Mantel, so wird der Unterbrechungslichtbogen selbst bei großen Schaltleistungeninaußerordentlich kurzerZeit gelöscht. Um zu erreichen, daß bereits vor der Stromunterbrechung das Kühlmittel in der Löschkammer vorhanden ist, wird zweckmäßig das Organ, welches den Kühlmittelzufluß steuert, derart mit der Schaltvorrichtung gekuppelt, daß bei Beginn der Ausschaltbewegung zunächst die Kühlvorrichtung in Tätigkeit gesetzt wird und dann erst die eigentliche Kontakttrennung beginnt. Man kann aber auch so verfahren, daß von einer bestimmten Stromstärke ab die Kühlvorrichtung automatisch in Betrieb gesetzt wird und bis zur Beendigung des Ausschaltvorganges in Betrieb bleibt. Als Kühlmittel kommen außer komprimierter Luft lichtbogenerstickende Medien, wie Kohlensäure oder Ammoniak, in Frage.
  • Hierbei ist die Verwendung von Kohlensäure besonders vorteilhaft, weil sich hiermit etwa die dreifache Abschaltleistung erzielen läßt wie mit komprimierter Luft gleichen Druckes. Diese günstige Wirkung beruht einerseits darauf, daß bei der Expansion der Kohlensäure, die beim Abströmen aus der Löschkammer erfolgt, ein Kondensationseffekt eintritt, wobei sich die in der Nähe des Lichtbogens befindlichen Ionen an die kondensierten Kohlensäureteilchen anlagern und hierdurch in ihrer Ionisierungsfähigkeit behindert werden. Anderseits wird wegen der gegenüber Luft um etwa 50 °/o höheren Dichte der Kohlensäure die mechanische Kraftwirkung des Kohlensäurestrahles und seine Zerreißwirkung auf den Lichtbogen erheblich gesteigert. Es sind zwar Schalter bestimmter Bauart bekannt, bei denen Kohlensäure zur Unterstützung des Schaltvorganges verwendet wird; jedoch findet bei den bekannten Schaltern dieser Art keine Expansion des Löschmittels statt, und das Löschmittel bewegt sich entweder überhaupt nicht oder nur so langsam, daß eine mechanische Kraftwirkung auf den Lichtbogen nicht ausgeübt wird und die günstigen Eigenschaften der Kohlensäure nicht ausgenutzt werden. Auch mit Ammoniak lassen sich höhere Schaltleistungen als mit Druckluft erzielen, da auch bei Ammoniak der obenerwähnte Kondensationseffekt auftritt.
  • Soll an den zu kühlenden Apparat nicht eine besondere Kühlvorrichtung angeschlossen werden, so kann man z. B. lediglich eine Ammoniak-oder Kohlensäureflasche an den Schalter anschließen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Anordnung zur Kühlung und Löschung des Lichtbogens von elektrischen Schaltern ohne Schaltflüssigkeit mittels gasförmiger, komprimierter Kühlmittel, welche bei der Kontakttrennung zwischen die Kontakte strömen und dadurch löschend und kühlend auf den Lichtbogen einwirken, dadurch gekennzeichnet,, daß die Kontakte in einer Löschkammer angeordnet sind, aus welcher der bewegliche Schaltkontakt beim Schaltvorgang austritt, und daß das Kühlmittel auch während des Ausschaltvorganges in die Löschkammer nachströmt.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Löschkammer einen kühlenden Mantel besitzt-3. Anordnung nach Anspruch i öder 2, gekennzeichnet durch- die Verwendung von Kohlensäure oder Ammoniak als Kühl- und Löschmittel.
DER78859D 1926-08-26 1926-08-26 Anordnung zur Kuehlung und Loeschung des Lichtbogens von elektrischen Schaltern ohne Schaltfluessigkeit Expired DE613455C (de)

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