DE612995C - Verfahren zum Kuehlen von ueberhitztem Dampf - Google Patents

Verfahren zum Kuehlen von ueberhitztem Dampf

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DE612995C
DE612995C DE1930612995D DE612995DD DE612995C DE 612995 C DE612995 C DE 612995C DE 1930612995 D DE1930612995 D DE 1930612995D DE 612995D D DE612995D D DE 612995DD DE 612995 C DE612995 C DE 612995C
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steam
chamber
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22GSUPERHEATING OF STEAM
    • F22G5/00Controlling superheat temperature
    • F22G5/16Controlling superheat temperature by indirectly cooling or heating the superheated steam in auxiliary enclosed heat-exchanger

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Heat-Exchange Devices With Radiators And Conduit Assemblies (AREA)

Description

  • Verfahren zum Kühlen von überhitztem Dampf Bei der Dampferzeugung ist man im Laufe der Zeit zu immer höheren Drücken und höheren Temperaturen übergegangen. So ist es jetzt üblich, überhitzten Dampf von Drücken um 3o atü und Temperaturen von annähernd 35o° C zu verwenden. Derartiger Dampf wird in großem Ausmaß in Dampfturbinen und anderen Dampfmaschinen wegen des höheren Wirkungsgrades verwendet. Er eignet sich jedoch vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt aus nicht für zahlreiche andere Zwecke, beispielsweise für Heizzwecke, für die Öldestillation u. dgl. Gewöhnlich sind für Heizzwecke die Kessel auf die Erzeugung von Sattdampf eingestellt; für Kraftanlagen jedoch, bei welchen es erwünscht ist, die Spitzen durch Abgabe von überhitztem Dampf in Niederdruckleitungen auszugleichen, ist es zweckmäßig, durch einen Rückkühler, der jederzeit in Betrieb gesetzt werden kann; die Möglichkeit zur Kühlung des Überschußdampfes vorzusehen.
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Kühlen von Heißdampf unter Verwendung eines Kühlers, der eine mit Durchflußrohren für den Heißdampf versehene, teilweise mit Wasser gefüllte Kammer besitzt,. welche den Wärmeaustausch bewirkt. Gemäß der Erfindung wird in neuartiger Weise der Übergang der Wärme des überhitzten Dampfes an das Kühlwasser durch Beeinflussung des Druckes in der teilweise mit Kühlwasser gefüllten Kammer bzw. der sich aus der Beeinflussung des Druckes ergebenden Temperatur des Kühlwassers geregelt. Hierbei kann der Druck in der teilweise mit .Kühlwasser gefüllten Kammer ungefähr gleichbleibend auf einer einstellbaren Höhe gehalten werden. Die Änderungen des Druckes erfolgen selbsttätig entweder in Abhängigkeit von dem Druck des aus dem Kühler austretenden Dampfes oder in Abhängigkeit von dem Druck' des dem Kühler zuströmenden Dampfes.
  • Es sind bereits Rückkühlvorrichtungen bekanntgeworden, bei welchen für die Kühlung ebenfalls eine mit Kühlwasser teilweise gefüllte Kammer verwendet wird, welche mit Durchflußrohren für den Heißdampf versehen ist. Bei- einer bekannten Vorrichtung dieser Art soll der Übergang der Wärme von dem überhitzten Dampf an das Kühlwasser dadurch geregelt werden, daß der Spiegel des Kühlwassers in der Kammer durch geringe Druckänderungen, die nur unwesentlichen Einfluß auf die Temperatur in der Kammer haben, höher oder niedriger eingestellt und damit ein größerer oder kleinerer Teil der von dem überhitzten Dampf durchströmten Rohre unter Wasser gesetzt wird. Auf diese Weise läßt sich jedoch, besonders wenn die Belastung des Kühlers schwankt, nicht immer mit Sicherheit eine einwandfreie Regelung der entzogenen Wärmemenge erzielen. Durch das in der teilweise mit Wasser gefüllten Kammer leicht eintretende heftige Aufwallen des Kühlwassers kann nämlich. die gesamte wärmeleitende Fläche der Kühlrohre, also auch die über den Wasserspiegel hinausragenden Teile, mit einer Wasserschicht bedeckt werden, so daß der Wärmeaustausch durch Änderung der Höhe des Wässerspiegels ungünstig beeinflußt wird. Demgegenüber sind bei dem Verfahren gemäß der Erfindung die Kühlrohre stets vollständig mit Kühlwasser bedeckt. -Der Spiegel des Kühlwassers ist nur geringen Schwankungen unterworfen, die keinen wesentlichen Einfluß auf den Wärmeaustausch haben können. Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist der, daß ihre Anwendung es auch ermöglicht, im laufenden Betriebe eine Kondensation in den Durchflußrohren des Kühlers zu vermeiden, und zwar dann, wenn der Druck in der mit Kühlwasser gefüllten Kammer über dem des zu kühlenden Dampfes gehalten wird, da dann die Temperatur des Kühlwassers über der Kondensationstemperatur des zu kühlenden Dampfes liegt.
  • Die Merkmale der Erfindung werden im folgenden an Hand der Zeichnung erläutert werden, welche beispielsweise eine Ausführungsform der Erfindung im senkrechten Schnitt darstellt.
  • Die zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung bestimmte Vorrichtung besteht aus einem zylindrischen Behälter io mit einem im unteren Teil angeordneten Primärdampfraum, dessen beide Teile i i, 11a durch die Wand 16 getrennt sind. Oberhalb dieses Dampfraumes befindet sich eine Stirnplatte 12 und darüber ein Wasserraum 13. Der Raum 14 im oberen Teil des Behälters oberhalb des Wasserraumes 13 stellt den Sekundärdampfraum dar. Durch eine Anzahl U-förmiger, in der Stirnplatte i2 eingewalzter Rohre 15 werden beide Seiten des Dampfraumes i i und i 1a verbunden.
  • Der im Behälter io anfallende Dampf wird einem zugleich als Wasservorratsgefäß und als Wasserabscheider dienenden Gefäß 17 durch das Rohr 18 zugeführt. Durch das Wasserrohr i9 speist das durch eine Speiseleitung 20 mit Wasser versorgte Gefäß 17 den Behälter io.
  • Aus der Heißdampfleitung 21 kann durch das Absperrventil 22 Heißdampf in den Dampfraum i i eingelassen werden. Der Dampf tritt nach dem Durchstreichen der U-Rohre 15, in denen er die gewünschte Wärmemenge an das Wasser 23 des Wasserraumes 13 abgibt, in den Dampfraum i ia ein und verläßt die Vorrichtung durch die Rohre 24 und 26, geregelt durch die Ventile 25 und 50. Durch das Ventil 5o wird der auf niedere Temperatur gekühlte Heißdampf in die Niederdruckleitung eingelassen, die unmittelbar in die Niederdruckdampfleitung oder als Zusatzleitung o. dgl. in den Betrieb geführt werden kann.
  • Von dem Behälter 17 führt, wie üblich, eine Sekundärdampfleitung 27 in das Rohr 26, die zum Mischen von Sekundärdampf mit dem auf niedere Temperatur gebrachten primären Heißdampf dient.
  • Mittels einer durch ein Ventil 29 geregelten Umleitung 28 kann in bekannter Weise Heißdampf nach Bedarf unmittelbar oder als Zusatzdampf in die Leitung 26 geleitet werden. Für den üblichen Betrieb der Vorrichtung bleibt jedoch das Ventil 29 geschlosssen.
  • An der Vorrichtung sind Manometer in geeigneter Weise vorgesehen. Die Manometer 30, 34 32 und 33 zeigen den Druck in der Heißdampfleitung 2i, dem Primärdampfraum i i, dem Sekundärdampfraum 14 und der Verteilungsleitung 26 an.
  • Ein selbsttätiges Druckregelventil 34 sorgt für die Einhaltung eines gewünschten Drucks in dem. Sekundärdampfraum 14. Da derartige Regel- und Druckminderventile bekannt sind, wird auf eine nähere Beschreibung verzichtet.
  • Um mit der beschriebenen Vorrichtung die Temperatur. herabzusetzen, wird folgendermaßen verfaren: Hochgespannter Heißdampf wird durch die Leitung 2i durch Öffnen des Ventils 22 in die Vorrichtung eingeführt. Es ist von Bedeutung, daß der Sekundärdampf des Dampfraumes 14 unter gleichem oder höherem Druck als der Primärdampf in den U-Rohren und dem Dampfraum ii, iia gehalten wird. Dies wird mit dem Regelventil 34 erzielt, das schon erwähnt wurde.
  • Wenn der Druck im Dampfraum 14 über demjenigen des eingeführten Primärdampfes gehalten wird, liegt die Temperatur des Sekundärdampfes und des Kühlwassers stets oberhalb des Taupunktes des Primärdampfes, so daß auf diese Weise -jede Kondensation in den U-Rohren 15 verhindert wird. je höher der durch das Ventil 34 eingestellte Druck des Sekundärdampfes im Raum 14 ist, desto heißer ist auch das Kühlwasser im Kessel 13 und um so größer ist auch die im Kühler erzielte Temperatur des Primärdampfes.
  • Der Wasserstand 23a im Kessel 13 wird vorzugsweise über den Rohren 15 gehalten. Da somit von den Rohren 15 nichts aus dem Wasser herausragt, wird die Möglichkeit des Mitreißens von Wasser in den Sekundärdampf vermindert. Wo sich nämlich Rohre senkrecht nach oben über den -Wasserspiegel hinaus erstrecken, können an der Wasseroberfläche Spritzer entstehen, die leicht vom Dampf mitgerissen werden.
  • Durch das Arbeiten des Kessels unter Druck wird noch ein weiterer Vorteil erzielt, indem der Sekundärdampf verdichtet gehalten wird und das aus dem Kessel 14 abzunehmende Dampfvolumen verkleinert. Auch dadurch wird die Möglichkeit des Mitreißens von Wasser vermindert.
  • Das Rohr 2o dient zum Einführen von Speisewasser. Der Wasserstand 23a wird durch einen geeigneten Speisewasserregler 23° gehalten. Alles Wasser, das durch den aus dem Kessel 14 austretenden Sekundärdampf mit in den Behälter 17 mitgerissen wird, trennt sich hier vom Dampf und erzeugt einen Kreislauf in der Vorrichtung. Selbstverständlich kann die Anordnung und Ausbildung des Wasserbehälters und Abscheiders 17 beliebig verändert werden, ohne die Arbeitsweise zu beeinflussen. So kann der Behälter 17 beispielsweise waagerecht gelagert oder unter bestimmten Bedingungen auch ganz fortgelassen werden. -Wie aus der Abbildung hervorgeht, ist ein Ventil 5o hinter dem Eintritt der Sekundärdampfleitung 27 in die Niederdruckleitung 26 vorgesehen. Wenn die Vorrichtung mittels dieses Ventils geregelt wird, kann der Druck in dem Sekundärdampfraum nicht unter den im Primärdampf raum i i, i ia fallen. Dieser Zustand kann durch Reglung der Vorrichtung mittels des Ventils So erreicht werden, auch wenn das Ventil 34 ganz geöffnet ist oder gar fehlt. Wenn anderseits im Sekundärdampfraum ein höherer Druck gewünscht wird als im Primärdampfraum, so läßt sich dies mit Hilfe des bereits beschriebenen Regelventils 34 erzielen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Kühlen von Überhitztem Dampf unter Verwendung eines Kühlers, .der eine mit Durchflußrohren für den Heißdampf versehene, teilweise mit Wasser gefüllte Kammer besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang der Wärme des überhitzten Dampfes an das Kühlwasser durch Beeinflussung des Drukkes in der teilweise mit Kühlwasser gefüllten Kammer (13) und der sich aus der Beeinflussung des Druckes ergebenden Temperatur des Kühlwassers geregelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck in der teilweise mit Kühlwasser gefüllten Kammer (13) ungefähr gleichbleibend auf einer einstellbaren Höhe gehalten wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck in der teilweise mit Kühlwasser gefüllten Kammer selbsttätig in Abhängigkeit von dem Druck des aus dem Kühler austretenden Dampfes oder in Abhängigkeit von dem Druck des dem Kühler zugeführten überhitzten Dampfes geändert wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruchf i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der teilweise mit Kühlwasser gefüllten Kammer (13) ein gleichbleibender Wasserstand aufrechterhalten wird.
  5. 5. Einrichtung zum Kühlen von überhitztem Dampf nach einem der Ansprüche i bis 4 mit einer mit Durchflußrohren für den überhitzten Dampf versehenen, teilweise mit Wasser gefüllten und mit der Abführungsleitung für den gekühlten Dampf in Verbindung stehenden Kammer, dadurch gekennzeichnet, daß in der Verbindungsleitung (27) zwischen der mit Kühlwasser gefüllten Kammer (13) und der Abführungsleitung für den gekühlten Dampf (26) ein Druckregelventil (34) eingebaut ist.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen dampf- und wasserseitig mit der mit Kühlwasser gefüllten Kammer (13) verbundenen Behälter (17).
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch einen Wasserstandsregler (239 für das Kühlwasser in der Kammer (13).
DE1930612995D 1929-08-02 1930-07-22 Verfahren zum Kuehlen von ueberhitztem Dampf Expired DE612995C (de)

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