DE608773C - Vorrichtung zur Bestimmung von Merkmalen eines Kollektivs - Google Patents

Vorrichtung zur Bestimmung von Merkmalen eines Kollektivs

Info

Publication number
DE608773C
DE608773C DE1930608773D DE608773DD DE608773C DE 608773 C DE608773 C DE 608773C DE 1930608773 D DE1930608773 D DE 1930608773D DE 608773D D DE608773D D DE 608773DD DE 608773 C DE608773 C DE 608773C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
resistors
series
individual
collective
groups
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930608773D
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Thomas
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Application granted granted Critical
Publication of DE608773C publication Critical patent/DE608773C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06GANALOGUE COMPUTERS
    • G06G7/00Devices in which the computing operation is performed by varying electric or magnetic quantities
    • G06G7/12Arrangements for performing computing operations, e.g. operational amplifiers specially adapted therefor
    • G06G7/20Arrangements for performing computing operations, e.g. operational amplifiers specially adapted therefor for evaluating powers, roots, polynomes, mean square values or standard deviation
    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06GANALOGUE COMPUTERS
    • G06G7/00Devices in which the computing operation is performed by varying electric or magnetic quantities
    • G06G7/12Arrangements for performing computing operations, e.g. operational amplifiers specially adapted therefor
    • G06G7/14Arrangements for performing computing operations, e.g. operational amplifiers specially adapted therefor for addition or subtraction 
    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06GANALOGUE COMPUTERS
    • G06G7/00Devices in which the computing operation is performed by varying electric or magnetic quantities
    • G06G7/48Analogue computers for specific processes, systems or devices, e.g. simulators
    • G06G7/52Analogue computers for specific processes, systems or devices, e.g. simulators for economic systems; for statistics

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mathematical Physics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Software Systems (AREA)
  • Probability & Statistics with Applications (AREA)
  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Bestimmung von Merkmalen eines Kollektivs Die Methoden der mathematischen Statistik werden für biometrische, wirtschaftliche und technische Zwecke in großem Umfange angewandt, beispielsweise bei der Auswertung wirtschaftsstatistischer Aufzeichnungen, bei der Auswertung der Eigenschaften von Massenfabrikaten u. dgl. Diese bestehen zumeist in der Ermittlung der Häufigkeitsverteilung irgendwelcher Meßwerte, deren Gesamtheit im Sinne der Statistik als Kollektiv bezeichnet wird, und anschließend in der zahlenmäßigen Ermittlung besonderer Merkmale, die als Ergebnis derartiger Häufigkeitsermittlungen die besonderen Eigenschaften des Kollektivs kennzeichnen. Solche Merkmale sind einerseits die Gestalt der Häufigkeitskurve, andererseits bestimmte Konstanten (z. B. der Mittelwert, die Streuung der Einzelwerte u. dgl.), die in vielen Fällen zur Beurteilung des Kollektivs in der einen oder anderen Richtung besonders nützlich sind. Solche statistischen Betrachtungen geben beispielsweise der Technik überaus wertvolle Fingerzeige für den Gang der Fabrikation, wenn man zum Gegenstand des Kollektivs die das Fabrikationsprodukt kennzeichnenden Meßwerte macht, z. B. Längenmaße, Gewichtsmaße, elektrische Maße u. dgl. Vielfach kann man von strengen Durchführungen der statistischen Rechnungen absehen und sich vereinfachten Rechenmethoden zuwenden, aber auch dann beansprucht die Durchführung der zahlreichen Rechenarbeiten verhältnismäßig viel Zeit, wobei Rechenfehler nicht völlig ausgeschlossen bleiben.
  • Gemäß der Erfindung wird demgegenüber die Anwendung statistischer Methoden erheblich erleichtert durch eine Vorrichtung, bei der die Bestimmung der Häufigkeit durch elektrische Strom- und Spannungsmessungen an einem Netzwerk von Widerständen erfolgt, deren Größe durch die Häufigkeit der Einzelwerte des Kollektivs bestimmt ist. Hierbei ist unter Häufigkeit eine Verhältniszahl zu verstehen, welche angibt, in welchem Verhältnis die Zahl der Einzelwerte einer Gruppe zur Gesamtzahl der Einzelwerte steht. Der trfindungsgegenstand stellt wegen seiner Einfachheit einen bemerkenswerten Fortschritt gegenüber allen bisher bekannten, rein mechanischen Zähl- und Registrierapparaten dar.
  • Nächstehend. sind einige Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung beschrieben und bezüglich ihrer Wirkungsweise erläutert.
  • Die Anordnung nach Abb. z stellt eine Vorrichtung zur Anzeige der Häufigkeitsverteilung dar. Abb. 2a zeigt zwecks näherer Erläuterung den idealen Verlauf einer Häufigkeitskurve, Abb.2b zeigt den Verlauf einer praktisch ermittelten Häufigkeitskurve, bei der die vorkommenden Meßwerte in Gruppen eingeordnet wurden, die durch die Zahlenfolgen p = - =o, -9, - 8 .... o, -[- i, -r-- 2 .... -f- =o gekennzeichnet sind. Man erhält die Kurve, wenn man über jeden Zahlenwert p ein Rechteck von der Breite Z aufträgt, wobei die Höhe der Rechtecke jeweils der Anzahl n der betreffenden Einzelwerte entspricht. Die treppenförmige Randkurve stellt eine Annäherung für die in Abb.2a dargestellte idealisierte Häufigkeitskurve der Meßwerte _p dar.
  • Wählt man in der Abb.2b die Intervalle schmal genug und berücksichtigt eine genügend große Anzahl von Einzelwerten, so schmiegt sich die Treppenkurve der Abb.2b mit beliebiger Genauigkeit der glatten Kurve der Abb. 2 a an. Die idealisierte Kurve kann natürlich je nach der Art des betrachteten Kollektivs verschiedene Formen besitzen. Der von der Kurve und von der Abszissenachse eingeschlossene Flächenraum entspricht der Gesamtzahl der in Betracht gezogenen Meßwerte p. Die Häufigkeit wird durch den Wert der Ordinatenrechtecke im Verhältnis zu der Gesamtfläche angegeben.
  • Ein anderer Weg zur Darstellung der Häufigkeitsverteilung ist durch Abb.3a und 3b gekennzeichnet. Hier entsprechen die Ordinaten nicht wie bei Abb. 2b jeweils der Anzahl n der betreffenden Einzelwerte, sondern der Summe von dem Meßwert - oo bis zu dem durch die jeweilige Größe der Abszisse gegebenen Meßwert p. In der Praxis wird man zweckmäßig statt -oo und + co endliche den der zu erwartenden Häufigkeitsverteilung entsprechende untere und obere Grenzwerte festlegen. Bei der in Abb.3b dargestellten praktisch ermittelten Kurve, die derjenigen nach Abb. zb entsprechend gezeichnet ist, ist also z. B. über dem Zahlenwert _ + 2 ein Rechteck von der Breite l errichtet, dessen Höhe der Summe der aus Abb. 2b zu entnehmenden Höhen der Rechtecke von p - - =o bis p = -r- 2 entspricht. Abb. 3 a ist die der Treppenkurve 3b entsprechende Idealkurve.
  • Die Anordnung nach Abb. i enthält nun eine Anzahl von Widerständen, z. B. i bis 21, deren jeder einer der vorerwähnten Gruppen von Meßwerten zugehörig ist, z. B. der Widerstand i der Gruppe - =o, der Widerstand 2 der Gruppe - 9, der Widerstand 3 der Gruppe - 8 usf., schließlich der Widerstand 21 der Gruppe =o. Alle diese Widerstände können in Reihe über die Gleitkontakte 22, 23 usf. bis 42 geschaltet werden, vermöge deren man beliebige Teile der Widerstände abgreifen kann. Uber einen Schalter 43 sind die Widerstände, eine Batterie 44 und ein veränderbarer Vorschaltwiderstand 45 angeschlossen. Letzterer gestattet den Gesamtspannungsabfall an den in Reihe geschalteten Widerständen i bis 21 auf einen gewünschten Wert einzustellen, beispielsweise auf den Teilstrich ioo des Spannungsmessers 46, der mit Hilfe der Gleitkontakte 47 und 47' an jeden der Kontakte a bis v der insgesamt eingeschalteten Widerstände i bis 21 angeschlossen werden kann.
  • Soll nun mit Hilfe der Vorrichtung nach Abb. i eine Häufigkeitskurve etwa in der Art der in Abb. 2b dargestellten ermittelt werden, dann wird für jeden in eine Gruppe fallenden Einzelwert der Gleitkontakt an dem dieser Gruppe entsprechenden Widerstand i, 2 usf. bis 21 um eine Widerstandsstufe verschoben. Nachdem so für jede Gruppe die Zahl der vorhandenen Einzelwerte durch einen ihr entsprechenden Widerstandswert festgelegt ist, wird der Schalter 43 geschlossen und der Widerstand 45 so lange verändert, bis in der gezeichneten Stellung des Gleitkontaktes 47 (am Kontakt v) das Meßinstrument 46 den Teilstrich ioo anzeigt. Die Skala dieses Meßinstruments kann eine Einteilung nach Prozenten besitzen; der Vollausschlag entspricht dann dem Wert von ioo°/o, der demnach das Verhältnis der Gesamtzahl aller Einzelwerte zu sich selbst darstellt. Nach Einstellung auf Sollausschlag werden die Gleitkontakte 47 und 47' schrittweise an je zwei aufeinanderfolgende Kontakte a, b, c usw., z. B. an a und b, b und c usw., gelegt und jedesmal der Ausschlag des Meßinstrumentes abgelesen.
  • Das Meßinstrument wird nun jeweils dem Spannungsabfall in dem zwischen den Gleitkontakten 47 und 47' eingeschalteten Widerstand entsprechend eingestellt. Da dieser proportional ist der Zahl der Einzelwerte, die in die Gruppe fallen, zu welchen der abgegriffene Widerstand gehört, da ferner der Vollausschlag des Instrumentes der Gesamtzahl aller Einzelwerte entspricht, so erhält man mit der Anzeige des Instrumentes zugleich das Verhältnis der Einzelwerte der Gruppe zur ganzen Summe der Einzelwerte und durch Ausführung der Messung an sämtlichen Widerständen die Häufigkeitskurve selbst.
  • In ähnlicher Weise kann man auch die Häufigkeit nach der Kurve, wie sie Abb. 3b zeigt, ermitteln. Hierzu bleibt der Gleitkontakt 47' auf Kontakt a stehen, während der Gleitkontakt 47 von der in Abb. i dargestellten Stellung auf Kontakt v schrittweise über die Kontakte u, t, s bis b bewegt wird. Steht z. B. der Gleitkontakt 47' auf dem Kontakt u, so zeigt das Meßinstrument den prozentualen Spannungsabfall der Widerstände i bis 2o an, der gleichzeitig dem prozentualen Anteil der Summe derjenigen Einzelwerte entspricht, die in die den Widerständen i bis 2o entsprechenden Gruppen fallen. Wird der Gleitkontakt 47 um eine Stufe weiter nach links verschoben (bis Kontakt t), so zeigt das Meßigstrument den prozentualen Spannungsabfall in den Widerständen i bis ig an, gleichbedeutend mit dem prozentualen Anteil aller Einzelwerte, die in die den Widerständen i bis i9 entsprechenden Gruppen fallen. Setzt man dies fort, so erhält man schließlich eine Kurve nach Art der Abb. 3b.
  • Anstatt nun die einzelnen Häufigkeitswerte vom Meßinstrument 46 abzulesen und von Hand graphisch aufzutragen, kann dies auch durch ein registrierendes Meßinstrument unmittelbar erfolgen.
  • Die in Abb. i schematisch dargestellte Vorrichtung kann man für den praktischen Gebrauch nach verschiedener Richtung hin vervollkommnen. Ein Ausführungsbeispiel zeigt Abb. q.. Gegenüber der Anordnung nach Abb. i, bei der die Gleitkontakte 22 bis 42 von Hand eingestellt werden müssen., gestattet diese Ausführungsform eine mechanische Einstellung. Nach Abb. 4. sind auf runden Scheiben 48 aus Isoliermaterial leitende Segmente 4.9 kreisförmig angeordnet und einander benachbarte Segmente durch Widerstände 50 miteinander verbunden. Auf den Segmenten schleifen Kontaktarme 5i, welche die Verbindung zwischen dem jeweils von ihnen bedeckten Segment und einem Schleifring 52 herstellen, der ebenfalls an der Scheibe 48 sitzt. Die Kontaktarme 3i sind fest mit Schalträdern 53 verbunden. Diese sitzen lose drehbar auf einer Achse 54 und werden von Federn 55 gegen auf den Scheiben 48 befestigte Anschläge 56 gezogen. 57 sind Sperrklinken, welche die Kontaktarme in der einmal erreichten Stellung entgegen dem Zuge der Federn 55 festhalten, und 58 sind Schaltklinken, die an Tastenhebeln 59 befestigt sind. 6o ist eine feststehende Achse, auf welcher die Tastenhebel 59 gelagert sind, und 61 sind Blattfedern, von denen die Klinken 58 in der gezeichneten Stellung gegen einen festen Anschlag 62 gedrückt werden. Die Klinken 58 greifen beim Niederdrücken eines der Tastenhebel 59 in das zugehörige Schaltrad 53 ein und schalten dieses um eine Zahlteilung und damit den Kontaktarm 51: um eine Segmentteilung weiter.
  • Die Widerstände 5o entsprechen den Widerständen i bis 21 der in Abb. i dargestellten Vorrichtung; normalerweise sind ebensoviel Scheiben 48 vorhanden wie Widerstände. Unter Umständen kann aber die Zahl der Scheiben 48 auch größer sein. Man kann auch Scheiben mit verschiedener Segmentzahl vorsehen, z. B. bei denjenigen Scheiben, die für Gruppen mit geringer Häufigkeit vorgesehen sind. Für Scheiben dagegen, die den Gruppen mit großer Häufigkeit entsprechen, ist eine erweiterte Registriermöglichkeit notwendig. Man kann hierzu mehrere Scheiben 48, die mit je io Segmenten versehen sind, einer derartigen Gruppe zuordnen. -jede Widerstandsstufe einer solchen weiteren Kontaktscheibe entspricht dem Gesamtwiderstand der vorhergehenden Kontaktscheiben. Sobald z. B. der Kontaktarm der Einerkontaktscheibe eine ganze Umdrehung vollendet hat, wird durch eine bei Zählwerken allgemein bekannte Einrichtung der Kontaktarm der Zehnerkontaktscheibe um einen Schritt weitergeschaltet. In ähnlicher Meise kann man auch noch eine Hunderterkontaktscheibe mit einem Kontaktarm vorsehen usf.
  • Die Bedienung einer derartigen Vorrichtung geschieht in der Weise, daß für jeden Meßwert die zugehörige Gruppentaste 59 einmal betätigt wird. Dadurch wird eine Widerstandsstufe in den Meßkreis ein= oder zugeschaltet, wie ihn Abb. i schematisch darstellt. Nach der Ablesung der Häufigkeitswerte können sämtliche Widerstände auf Null dadurch zurückgebracht werden, daß durch Anheben einer Anschlagleiste 63 die Klinken 57 außer Eingriff mit den Schalträdern 53 gebracht werden. Die Federn 55 drehen dann die Kontaktarme 51 gegen die Anschläge 56 zurück. Bei der Verwendung von Einer- und Zehnerkontaktscheiben muß bei der Nullstellung in bekannter Weise die Zehnerübertragung unwirksam gemacht werden. Die Schaltung kann außer von Hand auch auf mechanischem oder elektrischem Wege erfolgen, z. B. durch Lochstreifen oder Lochkarten, auf denen die Meßwerte durch Löcher in den Zählpunktstellen registriert sind.
  • Um den arithmetischen Mittelwert der Einzelwerte eines Kollektivs schnell und bequem bestimmen zu können, kann man erfindungsgemäß eine Vorrichtung ähnlich Abb. i benutzen, deren Schaltung in den Abb. 5a und 5b schematisch dargestellt ist. Man erhält nämlich mit genügender Annäherung den Mittelwert, wenn man für jede Gruppe von' Einzelwerten nach Abb. 2b die relative Häufigkeit h mit der Ordnungszahl P der betreffenden Gruppe multipliziert, von den so erhaltenen Werten zwischen dem unteren und oberen Grenzwert die Summe bildet und diese Summe durch den Meßbereich dividiert. Die Summe läßt sich nun mit einem nach Abb. 5 geschalteten Widerstandsnetzwerk in folgender Weise bestimmen: Abb. 52. zeigt die Schaltung in der Stellung »Eichen«. Es bedeutet B eine Gleichstrombatterie, R,. einen veränderbaren Vorschaltwiderstand,'R, den Instrumentwiderstand, gegebenenfalls einschließlich des Vorschaltwider-Standes, R einen festen Vorschaltwiderstand für die Stromquelle und R" einen Normalwiderstand, G ist ein Galvanometer oder ein Ohmmeter. Für die Messung des arithmetischen Mittelwertes, d. h. desjenigen der absoluten Werte, wird (Abb. 5b) der Normalwiderstand R" durch die Reihenschaltung der Widerstandsgruppen R1 und R2 ersetzt, die den absoluten Werten (mit gleichen Vorzeichen) entsprechen. Es entspricht dann R1 -/- R2 dem Wert und damit ist die Bestimmung des arithmetischen Mittelwertes auf die Widerstandsmessung von R = R, -f- R2 zurückgeführt. , In ähnlicher Weise kann man bei Ermittlung des algebraischen Mittelwertes verfahren. Unter dem algebraischen Mittelwert soll hier der arithmetische Mittelwert der Einzelwerte unter Berücksichtigung des Vorzeichens verstanden werden. Der gegensätzlichen Bedeutung entsprechend, werden für diesen Zweck die Widerstandsgruppen R, und R2 in je einen Zweig der Brückenschaltung angeordnet, wie beispielsweise in Abb.6a und 6b gezeigt. Abb.6a zeigt wiederum den Eichvorgang. R und R bedeuten zwei feste Brückenwiderstände gleicher Größe, Rnl und R", zwei Normalwiderstände, deren Größen voneinander in vorgegebener Weise abweichen. Das Galvanometer G zeigt dann einen der Widerstandsdifferenz R"" - R,t, proportionalen Ausschlag. Für die Messung werden die Widerstände Rnl und Rn2 durch die Widerstandsgruppen R1 bzw. R2 ersetzt. An Stelle der Differenz R,ti - R", tritt nun die Differenz R1 - R2, und diese entspricht offenbar dem algebraischen Mittelwert, dessen Messung somit auf eine Widerstandsdifferenznmessung zurückgeführt ist. Statt der Brückenschaltung könnte natürlich auch irgendeine andere an sich bekannte Anordnung zur Messung der Differenz zweier Widerstände für diesen Zweck benutzt werden, z. B. eine Schaltung mit Hilfe eines Differentialgalvanometers. In beiden Fällen wird durch Einstellung des Widerstandes R" proportional dem Meßbereich der Mittelwert direkt ablesbar gemacht.
  • Eine für die Beurteilung eines Kollektivs wichtige Größe ist auch die Streuung.
  • Die bei statischen Berechnungen übliche Definition der Streuung or ist nach der Gaußsehen Methode der kleinsten Quadrate durch folgende Formel gegeben: Hierin bedeuten L Einzelwerte, M der algebraische Mittelwert und In die Gesamtzahl der Einzelwerte. In unserer Darstellung ist der Einzelwert gegeben durch die Gruppenbreite die der Einfachheit halber = i gesetzt werden soll, multipliziert mit der Gruppenordnungszahl P, so daß L = P zu setzen ist.
  • Umfaßt nun eine Gruppenbreite n Werte, so können Teilsummen gebildet werden, und zwar ist nichts anderes als die relative Häufigkeit h in einer Gruppe. Damit erhält die obige Gleichung schließlich folgende Form: Zur Ermittlung der Größe benutzt man erfindungsgemäß eine Anordnung, bei der die Widerstandsstufen der einzelnen Widerstandsgruppen proportional dem Quadrat der Gruppenordnungszahl p sind. Die Einschaltung der Widerstandsgruppen kann sinngemäß mit einer Vorrichtung nach Abb. 5 erfolgen. Für die Messung selbst kann wieder eine Reihenschaltung aller Widerstandsgruppen nach Art der Abb. 7a, 7b benutzt werden. Das Galvanometer, in der Schaltung nach Abb. 7a geeicht, mißt den Summenwiderstand In Verbindung mit der vorbeschriebenen Messung des algebraischen Mittelwertes M erhält man durch Rechnung die Streuung unter Benutzung der obigen Formel.
  • Um die Meßfehler, die durch den inneren Widerstand der Stromquelle entstehen könnten, möglichst zu vermeiden, kann man erfindungsgemäß der Stromquelle einen hohen inneren Widerstand geben, beispielsweise durch einen Vorschaltwiderstand oder eine Spannungsteileranordnung. Ferner ist es vorteilhaft, an dem Meßinstrument mehrere Meßbereiche vorzusehen, um mit einer einzigen Anordnung verschiedenartige Messungen ausführen zu können. So kann man beispielsweise die Anordnung so treffen, daß alle Schaltungen nach Abb. 5 bis 7 mit ein und demselben Meßgerät ausführbar sind, indem die eingebauten Widerstände je nach der gewünschten Meßanordnung in verschiedener Schaltung miteinander verbunden werden.
  • In der Schaltung nach Abb. i erfolgt die Summierung der Einzelwerte dadurch, daß die einzelnen Widerstände i bis 21 sämtlich in Reihe geschaltet sind und das Galvanometer den gesamten Spannungsabfall mißt. Statt dessen könnten die Widerstände auch sämtlich parallel geschaltet sein, wobei das Galvanometer den Gesamtstrom mißt.
  • Schließlich kann für die Bestimmung solcher Kollektivmerkmale, die von Momenten beliebiger höherer Ordnung abzuleiten sind, eine ähnliche Vorrichtung verwendet werden, bei der die das Netzwerk bildenden Widerstände aus einer Reihe zusammenschaltbarer Einzelstufen bestehen, wobei diese nach einer entsprechenden höheren Potenz, die an sich ganzzahlig oder auch nicht ganzzahlig sein kann, bemessen sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Bestimmung von Merkmalen eines Kollektivs, z. B. der Form einer Häufigkeitskurve oder eines Mittelwertes, dadurch gekennzeichnet, daß die Bestimmung des Merkmals durch elektrische Strom- oder Spannungsmessungen an einem Netzwerk aus Widerständen erfolgt, deren Größe durch die Häufigkeitsverteilung der Einzelwerte des Kollektivs bestimmt ist, 2. Vorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß das Netzwerk aus einzelnen Widerständen besteht, die bestimmten Gruppen von Einzelwerten des Kollektivs zugeordnet sind. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Netzwerk durch Reihen- oder Parallelschaltung der den Gruppen von Einzelwerten entsprechenden Widerstände gebildet wird. q.. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder dieser Widerstände aus einer Reihe zusammenschaltbarer Einzelstufen besteht, wobei jede dieser Stufen gleich ist einer beliebigen ganzzahligen oder nicht ganzzahligen Potenz der die zugehörige Gruppe kennzeichnenden Ordnungszahl. 5. Vorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammenschaltung der einzelnen Widerstandsstufen mechanisch oder unter Zuhilfenahme elektrisch betätigter Schaltwerke erfolgt. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung der Schaltwerke durch Lochkarten oder durch Lochstreifen erfolgt, bei denen die Meßwerte durch entsprechende Lochung registriert sind. 7. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstände, die den Gruppen positiver bzw. den Gruppen negativer Ordnungszahlen entsprechen, jede für sich in Reihe geschaltet und beide Widerstandsreihen in einer Differenzmeßbrückenschaltung angeordnet sind. B. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßspannung, beispielsweise mittels eines Vorschaltwiderstandes, so eingeregelt werden kann, daß der Ausschlag des Meßinstrumentes dem hundertsten Teilstrich der Skala entspricht. g. Vorrichtung nach Anspruch 3 mit in Reihe geschalteten Widerständen, dadurch gekennzeichnet, daß das Instrument den Gesamtspannungsabfall mißt. zo. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Meßinstrument eine .Registriereinrichtung verbunden ist. ii. Vorrichtung nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromquelle einen hohen inneren Widerstand besitzt. 12. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Meßgerätes mit mehreren Meßbereichen.
DE1930608773D 1930-02-28 1930-02-28 Vorrichtung zur Bestimmung von Merkmalen eines Kollektivs Expired DE608773C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE608773T 1930-02-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE608773C true DE608773C (de) 1935-02-01

Family

ID=6575852

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930608773D Expired DE608773C (de) 1930-02-28 1930-02-28 Vorrichtung zur Bestimmung von Merkmalen eines Kollektivs

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE608773C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1139725B (de) * 1957-11-02 1962-11-15 Siemens Ag Selbsttaetige Steuereinrichtung fuer Anlagen zur Herstellung von Mischungen, insbesondere fuer die Kraftfutterherstellung
DE1141820B (de) * 1953-11-23 1962-12-27 Siemens Ag Schreibgeraet fuer Registrierstreifen-auswertevorrichtungen
DE1215413B (de) * 1962-01-26 1966-04-28 Hermann Gerhardt Messmaschb Vorrichtung zur statistischen Auswertung

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1141820B (de) * 1953-11-23 1962-12-27 Siemens Ag Schreibgeraet fuer Registrierstreifen-auswertevorrichtungen
DE1139725B (de) * 1957-11-02 1962-11-15 Siemens Ag Selbsttaetige Steuereinrichtung fuer Anlagen zur Herstellung von Mischungen, insbesondere fuer die Kraftfutterherstellung
DE1215413B (de) * 1962-01-26 1966-04-28 Hermann Gerhardt Messmaschb Vorrichtung zur statistischen Auswertung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE608773C (de) Vorrichtung zur Bestimmung von Merkmalen eines Kollektivs
DE943072C (de) Toleranzmessbruecke
DE925682C (de) Verfahren und Vorrichtung zum selbsttaetigen Summieren von Messwerten
DE709378C (de) Einrichtung fuer Fernmeldekabelverseilmaschinen zur Messung und selbsttaetigen Regelung der an einem Verseilelement wirkenden Bremskraft
DE2731989B2 (de) Gerät zur Bestimmung der potentiellen schädlichen Wirkung von zahnärztlichen Werkstoffen
DE496490C (de) Registriereinrichtung
DE407310C (de) Widerstandsmesser mit mehreren Messbereichen
DE465651C (de) Einrichtung zur elektrischen Anzeige des jeweiligen Kolbendrucks in Abhaengigkeit von der gleichzeitigen Kolbenstellung
DE562341C (de) Anordnung zur Summierung von Zeigerstellungen mit Hilfe von veraenderlichen Widerstaenden
DE363011C (de) Apparat zur Kennzeichnung von Wechselstromgroessen
DE870195C (de) Vorrichtung zum Umformen von Zahlensystemen insbesondere von einer Dual- oder Dezimal-Vierstellendualzahl in eine Dezimalzahl
DE912154C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Messen von Flaechen fuer Leder od. dgl.
DE419924C (de) Direkt zeigender Widerstandsmesser mit nur einer Skala fuer mehrere Messbereiche
DE849906C (de) Auswertegeraet fuer Festmengen-Registrierstreifen
DE398070C (de) Vorrichtung zur Bestimmung von je einer der drei Wechselstromgroessen: Wirk-, Blindleistung und Leistungsfaktor oder Phasenverschiebung aus den beiden anderen
DE959931C (de) Anordnung zur Registrierung von Klirrfaktoren
DE613746C (de) Dekadenwiderstand fuer Wheatstonesche Bruecken, insbesondere fuer elektrische Temperaturmessung mit Widerstandsthermometern
DE514103C (de) Messgeraet zur praktisch gleichzeitigen Messung von Wirk- und Blindleistung
DE473962C (de) Anordnung zur Fernuebertragung von Bewegungen
DE423177C (de) Einrichtung, um mehrere physikalische Groessen mit Hilfe mehrerer beweglicher Systeme auf dem gleichen Schreibstreifen zu verzeichnen
DE662516C (de) Vorrichtung zur Messung der Wasserstoffionenkonzentration
DE1047305B (de) Eichwertgeber fuer elektrische Messinstrumente
DE412306C (de) Vorrichtung zur Fernaufzeichnung mehrerer Messungen (z. B. der Verbrennungsvorgaengein einem Kessel) auf einem Papierstreifen
DE498923C (de) Verdrehungsmesser
DE458096C (de) Messeinrichtung zur wechselweisen Messung von Gleich- und Wechselstromenergie