DE607707C - Resonanzrelais mit frei schwingend angeordnetem Kontakt - Google Patents
Resonanzrelais mit frei schwingend angeordnetem KontaktInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H51/00—Electromagnetic relays
- H01H51/30—Electromagnetic relays specially adapted for actuation by AC
- H01H51/32—Frequency relays; Mechanically-tuned relays
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- Electromagnetism (AREA)
- Details Of Audible-Bandwidth Transducers (AREA)
Description
Der Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft ein Resonanzrelais mit frei schwingend
angeordnetem Kontakt, insbesondere für Fernsprechanlagen, und bezweckt eine Erhöhung
seiner Empfindlichkeit.
Zu diesem Zwecke wurde bereits vorgeschlagen, die elektromagnetisch erzeugte
mechanische Bewegung auf einen in dem zu beeinflussenden Stromkreis liegenden Lockerkontakt
zu übertragen. Die bisher bekanntgewordenen Anordnungen besitzen aber den Nachteil, daß durch die Lockerkontaktvorrichtung
eine starke Dämpfung des sich bewegenden Gliedes des elektromagnetischen
Teiles erfolgte
g
und daß durch den Öffnungsfunken des Lockerkontaktes Korrosionen am Material des Lockerkontaktes auftreten.
und daß durch den Öffnungsfunken des Lockerkontaktes Korrosionen am Material des Lockerkontaktes auftreten.
Derartige Lockerkontakte sind außerdem sehr unempfindlich und besitzen nur eine geringe
Sicherheit der Kontaktgabe. Weiterhin ist ein Nachteil von Einzelkontakten darin zu
sehen, daß die Abhängigkeit des Widerstandes von dem Druck zwischen den kontaktgebenden
Gliedern nicht linear ist, so daß eine einwandfreie Übertragung von den dem
Resonanzrelais aufgedrückten Schwingungen auf zu betätigende Stromkreise nicht erfolgen
kann.
Diese Nachteile vermeidet der Gegenstand vorliegender Erfindung dadurch, daß als
Kontakt ein Mikrophonkontakt verwendet wird. Dadurch wird erreicht, daß der zu betätigende
Stromkreis lediglich durch Widerstandsänderungen im Mikrophonkontakt beeinflußt
wird und daß dadurch das Material zerstörende Öfrnungsfunken vermieden werden.
Die durch die Kohlekörner bzw. Kohlekugeln des Mikrophonkontaktes gebildete Vielheit von parallel- und hintereinandergeschalteten
Lockerkontakten verursacht eine bedeutend größere Widerstandsänderung in dem zu beeinflussenden Stromkreis bei Bewegung
des Mikrophonkontaktes, als dies bei nur einem Lockerkontakt möglich ist.
Außer einer großen Empfindlichkeit und 4-5 Sicherheit der Kontaktgabe gewährleistet
die lineare Abhängigkeit der Widerstandsänderung von den zwischen den kontaktgebenden
Gliedern auftretenden Drücken eine einwandfreie Übertragung der auf das Relais aufgedrückten Frequenzen auf die zu betätigenden
Stromkreise.
Vorteilhaft ist der Mikrophonkontakt an dem schwingenden Organ selbst befestigt, so
daß dieses Organ durch den Mikrophonkontakt so gut wie gar nicht gedämpft wird, sondern lediglich seine Eigenfrequenz verändert.
Dadurch, daß der Mikrophonkontakt verstellbar an dem schwingenden Glied ange- ßo
ordnet ist, kann dieser zur Abstimmung des schwingenden Organs benutzt werden.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden.
Dipl.-Ing. Karl Faber in -Berlin-Charlottenburg.
Der Mikrophonkontakt kann in einem luftdichten Gefäß eingeschlossen sein, welches
entweder luftleer oder mit einem chemisch tragen Gas gefüllt ist, um etwa auftretende
Funkenbildungen für das Kontaktmaterial unschädlich zu machen und ein Zusammenbacken
zu vermeiden.
Im folgenden ist der Gegenstand vorliegender Erfindung in beispielsweiser Ausführung
ίο beschrieben und dargestellt. Es bedeuten:
Fig. ι eine schematische Darstellung einer Anordnung gemäß vorliegender Erfindung,
Fig. 2 eine schematische Darstellung des in einem Gefäß eingeschlossenen Mikrophonkontaktes.
Fig. 3 zeigt schematisch die verstellbare Anordnung des Mikrophonkontaktes am
Schwingungsorgan.
Fig. 4 zeigt schematisch ein anderes Ausführungsbeispiel des Gegenstandes vorliegender
Erfindung.
Das Resonanzrelais besteht aus zwei Elektromagnetspulen ι und 2, welche ein Schwin-
»5 gungsorgan 3, z. B. eine Blattfeder aus magnetischem Material, beeinflussen. Auf
dem Schwingungsorgan 3 ist ein Mikrophonkontakt 4 befestigt, welcher aus zwei elektrisch
voneinander getrennten Kontakthälften 5 und 6 besteht, zwischen denen Kohlekörner
oder Kohlepulver 7 gelagert sind. Der zu beeinflussende Stromkreis, welcher von einer Batterie 8 mit Strom gespeist wird, ist
an den beiden Hälften 5 und 6 des Mikrophonkontaktes 4 angeschlossen. Über den Mikrophonkontakt 4 fließt ein geringer Dauerstrom,
auf welchen ein in dem Stromkreis befindliches Relais 9 nicht anspricht. Wird
das Resonanzrelais 1, 2, 3 betätigt, so führen die durch die Bewegung des schwingenden
Gliedes 3 auf den Mikrophonkontakt 4 übertragenen Erschütterungen zu einer derartigen
Widerstandsänderung in dem vorbeschriebenen Stromkreis, daß das Relais 9 anspricht.
Wie Fig. 2 zeigt, kann der Mikrophonkontakt 4 in einem luftdichten Gefäß 10, das
beispielsweise aus Glas besteht, eingeschlossen sein, welches luftleer oder mit einem chemisch
tragen Gas gefüllt ist. Bei dieser Anordnung ist ein Zusammenkleben der Kohlekörner
oder des Kohlepulvers vermieden. Auch ist die zerstörende Wirkung etwa auftretender
Funken auf das Material auf ein Mindestmaß herabgesetzt.
Der Mikrophonkontakt kann, wie Fig. 3 zeigt, an dem schwingenden Organ 3 verstellbar
angeordnet sein, z. B. mittels eines durch eine Schraube 11 feststellbaren Halteteiles 12
für das den Mikrophonkontakt 4 enthaltende Gefäß 10. Je nach Einstellung des Mikrophonkontaktes
am schwingenden Glied 3 kann dieses auf eine bestimmte Frequenz · abgestimmt werden.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das den Mikrophonkontakt 4
enthaltende Gefäß 10 einseitig federnd eingespannt und wird an seinem anderen Ende von
dem schwingenden, hier als Stimmgabel ausgebildeten Schwingungsorgan 3 betätigt. Auch
hier ist nur eine geringe Dämpfung des schwingenden Organs durch den Mikrophonkontakt
vorhanden und gleichzeitig eine Vergrößerung der Masse des schwingenden Organs 3 durch den Mikrophonkontakt 4
vermieden. Der in dieser Figur dargestellte zu beeinflussende Stromkreis besteht aus
einer Batterie S und einem Übertrager 13, über welchen unter Zuhilfenahme einer Batterie
14 und von Glimmröhren bzw. Gleichrichtern 15 das Relais 9 betätigt wird.
Claims (5)
1. Resonanzrelais mit frei schwingend angeordnetem Kontakt, dadurch gekennzeichnet,
daß als Kontakt ein Mikrophonkontakt (4) verwendet wird.
2. Resonanzrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikrophonkontakt
an dem schwingenden Organ (3) selbst angeordnet ist.
3. Resonanzrelais nach Anspruch 2., dadurch gekennzeichnet, daß der Mikrophonkontakt
(4) verstellbar an dem schwingenden Glied (3) angeordnet ist.
4. Resonanzrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das schwingende
Organ (3) als Stimmgabel ausgebildet ist.
5. Resonanzrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikrophonkontakt
(4) in einem luftleeren oder gasgefüllten Gefäß (10) angeordnet ist.
Hierzu r Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES99056D DE607707C (de) | 1931-06-05 | 1931-06-05 | Resonanzrelais mit frei schwingend angeordnetem Kontakt |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES99056D DE607707C (de) | 1931-06-05 | 1931-06-05 | Resonanzrelais mit frei schwingend angeordnetem Kontakt |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE607707C true DE607707C (de) | 1935-01-05 |
Family
ID=7521948
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES99056D Expired DE607707C (de) | 1931-06-05 | 1931-06-05 | Resonanzrelais mit frei schwingend angeordnetem Kontakt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE607707C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1082338B (de) * | 1953-04-15 | 1960-05-25 | Siemens Ag | Gleichspannungsumformer mit einem durch Wechselstrom fremderregten Quecksilberzerhacker |
-
1931
- 1931-06-05 DE DES99056D patent/DE607707C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1082338B (de) * | 1953-04-15 | 1960-05-25 | Siemens Ag | Gleichspannungsumformer mit einem durch Wechselstrom fremderregten Quecksilberzerhacker |
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