DE60764C - Verfahren zur Herstellung von farbigen Mustern auf Oelfarbenanstrichen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von farbigen Mustern auf OelfarbenanstrichenInfo
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Description
KAISERLICHES
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Um die Muster herzustellen, wird von den mit Oelfarbe getränkten und mit Lasürfarbe
völlig überzogenen Gegenständen mittelst eines aufsaugungsfähigen Stoffes wie Leder oder
Papier, auf welchem durch Harz, Fett oder dergleichen Muster erzeugt sind, ein Theil der
Farbe entfernt.
Der für die Feuchtigkeit empfängliche Stoff wird, je nachdem die Arbeitsfläche grofse oder
geringe Aufsaugung verlangt oder ob sie glatt oder rauh ist, gewählt. Um z. B. marmorartige
Muster auf einer Wandfläche hervorzubringen, erzeugt man zunächst die marmorartige
Zeichnung auf sämischgarem Schafleder mit Hülfe einer Auflösung von Schellack, überstreicht
die mit Oel(arbe vorgestrichene Wandfläche ein- oder mehrtönig mit einer dunkleren
Lasurfarbe, feuchtet das Leder an und drückt es durch Ueberbürsten an die Wandfläche an.
Die vom Schellack freien Stellen des Leders saugen die Lasurfarbe zum gröfsten Theil auf,
während die. mit Schellack belegten Stellen äufserst wenig, fast gar nichts, von der Lasurfarbe
aufnehmen. In der so hergestellten Musterung werden durch Behandlung mit dem sogenannten Vertreiber weiche Uebergänge der
Farben erzeugt, welche das Ansehen der Musterung heben.
Andere Stoffe als Leder haben ähnliche Wirkung und unterscheiden sich nur dadurch,
dafs der eine mehr, der andere weniger aufsaugt, oder der eine besser Wasserfarbe und
der andere besser Oelfarbe aufsaugt. Im letzteren Falle wird mittelst Terpentinöl oder Petroleum
angefeuchtet.
Die Herstellung von Holzmasern durch Schutz vor Aufsaugung erfolgt genau so, wie
diejenige der Marmormuster, nur die Herstellung der sogenannten Spiegelpartien (helle
Flammen in Eichenholz) weicht wesentlich davon ab.
Die Spiegelzeichnung wird mit Fett oder Spirituslack auf den Stoff gebracht und getrocknet;
wird dann dieser Stoff derart mit Lasurfarbe getränkt, dafs er zum Abdruck geeignet
ist, so werden nach dem Abdruck die Spiegel sichtbar, da die Zeichnung auf dem Stoff vor Aufsaugung abdruckfähiger Lasurfarbe
geschützt war. Die angedrückte Farbe kann noch mit dem sogenannten Schläger oder
Kamm behandelt werden, ohne dafs die Spiegel verschwinden.
Entgegengesetzt als bei Herstellung der Spiegel im Holze läfst man die Zeichnung auf
dem Stoff frei und belegt die Zwischenräume mit OeI- oder Schellack, bis sie »blank stehen«.
Nachdem sie trocken geworden .sind, sättigt man den Stoff mit der Abdruckfarbe; es können
dann nur die Flächen und Striche des Musters Farbe aufsaugen und abdruckfähig werden.
Eine mit Fett auf Stoff aufgetragene, aber trockene Zeichnung läfst sich zum Abdruck auf
die Arbeitsfläche verwenden, wenn man den Stoff gut anfeuchtet, etwas wartet, bis die
Feuchtigkeit auf der Zeichnung trocken ist, falls solche überhaupt Feuchtigkeit annimmt,
und mit einer Walze die Färbe zum Abdrucken
aufträgt. Der Abdruck mittelst Bürste wird sehr sauber, selbst auf unebenen harten Flächen.
Claims (1)
- Patent-AnSpruch:Verfahren zur Herstellung von farbigen Mustern auf Oelfarbenanstrichen, darin bestehend, dafs von den mit Oelfarbe getränkten und mit Lasurfarbe völlig überzogenen Gegenständen ein Theil der Farbe mit Hülfe von Leder, Papier öder anderen aufsaugungsfähigen Mitteln entfernt wird, auf deren Oberfläche Muster durch Harz, Fett oder dergl. erzeugt worden sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE60764T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60764C true DE60764C (de) |
Family
ID=5630608
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|---|---|---|---|
| DENDAT60764D Expired - Lifetime DE60764C (de) | Verfahren zur Herstellung von farbigen Mustern auf Oelfarbenanstrichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60764C (de) |
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