DE60732C - Dampfdruckminderventil mit Dampfbelastung - Google Patents
Dampfdruckminderventil mit DampfbelastungInfo
- Publication number
- DE60732C DE60732C DENDAT60732D DE60732DA DE60732C DE 60732 C DE60732 C DE 60732C DE NDAT60732 D DENDAT60732 D DE NDAT60732D DE 60732D A DE60732D A DE 60732DA DE 60732 C DE60732 C DE 60732C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- steam
- valve
- pressure
- slide
- load
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims description 5
- 240000008042 Zea mays Species 0.000 description 1
- 235000005824 Zea mays ssp. parviglumis Nutrition 0.000 description 1
- 235000002017 Zea mays subsp mays Nutrition 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 235000005822 corn Nutrition 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000008030 elimination Effects 0.000 description 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 description 1
- 238000004880 explosion Methods 0.000 description 1
- 230000002028 premature Effects 0.000 description 1
- 230000035945 sensitivity Effects 0.000 description 1
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D16/00—Control of fluid pressure
- G05D16/04—Control of fluid pressure without auxiliary power
- G05D16/10—Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a piston or plunger
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Safety Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 47 ff Maschinenekemente
Vorliegendes Dampfdruckminderventil mit Dampfbelastung soll im Gegensatz zu den bisher
gebräuchlichen Constructionen alle Reibungswiderstände, welche durch Stopfbüchsen, Federoder
Manschettenkolben u. dergl. hervorgebracht werden, aufheben. Die Anwendung
von Spiralfedern, Membranen und Doppelsitzventilen wurde vermieden; der einen Kolben
vertretende, von der röhrenartig verlängerten Mittelrippe des Minderventilkegels getragene
Führungsschieber ist vollständig entlastet, durch Wegfall des Ventilhebels soll ein möglichst
ruhiger Betrieb bewirkt werden.
Nach Absperrung kann der Dampf niemals zurücktreten, daher fällt ein Rückschlagventil
fort; der Dampfverlust wird durch richtige Handhabung der Stellschraube auf das geringste
Mais herabgemindert. Es bedarf nur einer einmaligen Einstellung der Dampfdurchlafsöffnungen
durch Drehen des Führungsschiebers; jeder Spannungsausgleich ist verhindert und eine Explosionsgefahr durch Anordnung eines
Sicherheitsventiles und zweier Sicherheitskegel beseitigt.
Während bei Reducirventilen bisheriger Ausführungen beim Beginn der Arbeit mit dem
vorgeschalteten Ventil gedrosselt werden mufste, wird bei dem vorliegenden die Einstellung ein
für allemal besorgt. Die Aufserbetriebsetzung des Ventils erfolgt ohne Anwendung eines
besonderen Absperrventils. Behufs selbstthätiger Regelung des Dampfzutrittes wird der
ganze Hub des Führungsschiebers ausgenutzt, somit die gröfste Empfindlichkeit erreicht.
Man wählt ein Ventil, dessen Durchgang der inneren Weite der vorhandenen Dampfleitung
entspricht.
Fig. ι stellt einen Verticalschnitt dar, in welchem die Dampfzuströmung und Ableitung
sichtbar sind, Fig. 2 einen Verticalschnitt, so. geführt, dafs die Schnittebenen dieser Figur
und der Fig. 1 einen Winkel von go° bilden, Fig. 3, 4 und 5 Querschnitte durch Führungsschieber und Cylinder zur Darstellung der
äufsersten Stellungen der Dampfdurchgangsöffnungen, Fig. 6 eine Draufsicht auf das
Schneckenrad nebst Antriebsschnecke und dem obersten Theil der Führungsschieberstange und
der in einer der Dampfdurchlafsnuthen des Schneckenrades geführten Führungsleiste des
Führungsschiebers, Fig. 7 einen Verticalschnitt durch das Ventil, bei dem aber an Stelle der
Regulirschraube ein Regulirventil angeordnet ist, und Fig. 8 einen Verticalschnitt durch das
Ventil, wo der die Dampfdurchlafsöffhungen enthaltende Mitteltheil des Führungscylinders,
das Schneckenrad nebst Schnecke, die Führungsleiste und die Dampfabsperrvorrichtung
weggelassen sind.
Die im Cylinder C und im mantelförmigen Führungsschieber K befindlichen Durchgangsöffnungen O O decken sich (nach Fig. 3) bei
der in Fig. 1 angenommenen Stellung und werden, wenn der Führungsschieber K gehoben
wird, in axialem Sinne theilweise oder ganz geschlossen, wie in Fig. 2 und 5 dargestellt
ist. Wenn die Oeffnungen O O sich decken, so entspricht die Summe der Querschnitte
nahezu jenem des Ventildurchganges, d. h. nahezu der vollen Durchgangsöffnung.
Mittelst einer Schnecke Z im Deckel D kann der Kopf des Führungsschiebers K und somit
dieser selbst verdreht werden, wodurch die Oeffhungen O O verengt bezw. auch ganz geschlossen
(Fig. 4) und so dem Dampfverbrauch entsprechend eingestellt werden können. Eine Führungsleiste L verhindert eine unabsichtliche
Drehung des Führungsschiebers K während des Betriebes.
In den Räumen B und B1 schafft man eine der Belastung des Sicherheitsventils S entsprechende
Spannung, welche dem gewünschten verminderten Druck das Gleichgewicht zu halten im Stande ist.
Die Stellschraube R hat den Zweck, den Dampfverlust bei H auf ein möglichst geringes
Mafs zu vermindern; der Kanal M, Fig. 2, führt zu einem Manometer, welches den im
Verbrauchsraum vorhandenen Druck anzeigt.
Die Wirkungsweise des Ventils ist folgende:
Der Dampf gelangt durch den Kanal E in die Belastungsräume B und B1 und über den
Führungsschieber K; der Druck auf die unteren Flächen des Führungsschiebers veranlafst sofort
ein Steigen desselben, wobei ihn jedoch der durch E eingetretene Dampf so lange abwärts
drückt, bis über .und unter ihm die gleiche Spannung herrscht, nämlich jene, welche das
Sicherheitsventil zuläfst, wodurch der Führungsschieber selbst entlastet ist.
In dem Mafse, wie der Verbrauch an reducirtem Dampf sich verringert, wird der
Führungsschieber K und der mit diesem verbundene Ventilkegel S : gehoben, wodurch die
Oeffhungen O O des Cylinders C von den
Wandungen des Führungsschiebers entsprechend überdeckt werden, wodurch eine Regelung der
Dampfzufuhr bedingt wird.
Erreicht der verminderte Druck im Verbrauchsraum seine äufserste zulässige Grenze,
so wird der Ventilkegel S1 des Führungsschiebers beim Aufhören des Verbrauches ganz
an seinen Sitz JV gedrückt, wodurch jede
weitere Zufuhr des hochgespannten Kesseldampfes zu dem Verbrauchsraum vollständig
unterbrochen wird.
Stellt sich aus irgend einer Ursache ein unerwartetes Undichtwerden des Ventilsitzes JV
oder ein Abheben des Ventilkegels S1 ein, und findet infolge dessen im Verbrauchsraum eine
Drucksteigerung statt, so wird der dampfbelastete kleine Ventilkegel S" der hohlen
Führungsschieberstange A gehoben; jetzt steht der Verbrauchsraum durch den Hohlraum
dieser letzteren mit dem Belastungsraum B und dieser wieder durch die freien Nuthen F
des Schneckenrades mit dem Raum B1 in Verbindung, aus welchem der überschüssige Dampf,
die Undichtigkeit des Ventilsitzes JV anzeigend, durch das Sicherheitsventil S entweicht, welches
eine weitere Drucksteigerung nicht zuläfst.
Mittelst der Stellschraube R kann man den unmittelbaren Dampfzutritt in die Belastungsräume nach dem jeweiligen Belastungseffect
des Gewichtes P regeln und eine beliebige Spannung stetig erhalten.
Wie Fig. 7 darstellt, kann anstatt der Stellschraube R ein dem gewünschten verminderten
Druck entsprechend belastetes Regulirventil k angewendet werden, wodurch der Zutritt des
Dampfes durch den Kanal E nach den Belastungsräumen B und B1 und somit auch der
Belastungsdruck auf den Führungsschieber K ganz automatisch und ohne Dampfverlust geregelt
werden.
In diesem Fall tritt der zum Belasten des Führungsschiebers K bestimmte Dampf durch
den Kanal E zum Regulirventil k und gelangt durch die in letzterem angebrachten seitlichen
Löcher und dessen Hohlraum in die Belastungsräume B und Bx und wirkt hier auf
den Führungsschieber K in der bereits früher beschriebenen Weise.
Während aber im früheren Fall die Dampfdurchlafsöffhung
nach den Belastungsräumen B und B1 nur der jeweiligen, durch Hand erfolgten
Einstellung der Stellschraube R entsprechen kann, d. h. bei steigender Spannung
des Kesseldampfes auch die nach den Belastungsräumen B und B J gelangende Dampfmenge
eine erhöhte Spannung hat und zum Theil durch das Sicherheitsventil S entweichen
mufs, wird hier die Summe der Querschnitte der Dampfdurchlafsöffnungen des Regulirventils
k nur durch die auftretenden Druckdifferenzen, also selbsttätig auf das richtige
Mafs gebracht, ohne dafs durch das Sicherheitsventil Dampf zu entweichen braucht.
Bei abwechselnd gröfserem und geringerem Dampfverbrauch , · wie er in ausgedehnteren
Fabrikanlagen durch das abwechselnde Ein- und Ausschalten von Arbeitsmaschinen bedingt
ist, wird, um einen vorzeitigen Verschleifs der Führungsleiste L zu verhüten, diese, sowie das
Schneckengetriebe Z und die Wandungen des Cylinders C zwischen den Oeffhungen O O
ganz weggelassen, wie Fig. 8 zeigt, so dafs der Führungsschieber K sich frei drehen kann,
ohne dafs hierdurch der Dampfdurchgang verengt wird.
Eine richtige erste Einstellung der Dampfdurchlafsöffnungen bezw. eine vorkommendenfalls
nothwendige Querschmttsverminderung des Dampfdurchlasses durch die Fenster O O des
Führungsschiebers K wird bei dieser Anordnung durch Hinaufdrehen dieses letzteren mittelst
der (bei Fig. 8 nicht eingezeichneten, aber in den Fig. 1, 2 und 7 ersichtlichen) Schraubenspindel
H1 bewirkt.
Claims (1)
- Zur weiteren Vereinfachung des Ganzen kann auch die Absperrvorrichtung H1 fortfallen, doch ist dann die Anordnung eines Anschlages T, Fig. 8, zur Begrenzung des Hubes des Ventilkegels S1 noth wendig.Die Ventilbelastungen sind hier mit justirbaren Gewichten angegeben, es kann jedoch irgend eine andere passende Belastungsart angeordnet werden.Patεντ-Ansρrüche:ι . Ein Dampfdruckminderventil, gekennzeichnet durch einen den durchströmenden Dampf drosselnden Schieber (K), auf welchen von der einen Seite eine mittelst eines mehr oder weniger zu belastenden Kolbenschiebers (k, Fig. 7) beliebig regulirbare Dampfspannung, von der anderen Seite aber die Spannung des Minderdruckdampfes drückt, so dafs Wechsel in diesen Drücken Verstellungen des Schiebers (K) und daher Veränderungen des Durchströmungsquerschnittes zur Folge haben.
2. Bei dem unter 1. angegebenen Druckminderventil ein Schieberlängskanal (A), .welcher den Minderdruckraum mit dem durch ein Ventil (S1) verschlossenen Druckraum verbindet, wobei dieser Längskanal ein sich ■ in letzteren Raum öffnendes Ventil (S") besitzt, so dafs, wenn bei geschlossenem Schieber (K) der Druck im Minderdruckraum wächst, eine Ausgleichung des Druckes nach dem mit dem ersteren Ventil (S1) versehenen Raum stattfindet.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60732C true DE60732C (de) |
Family
ID=334845
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60732D Expired - Lifetime DE60732C (de) | Dampfdruckminderventil mit Dampfbelastung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60732C (de) |
-
0
- DE DENDAT60732D patent/DE60732C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE650404C (de) | Vorrichtung zur Steuerung der Bewegung eines durch Fluessigkeit beeinflussten Teiles | |
| DE2837666A1 (de) | Fuell- und auslassventil zur steuerung des hydraulikflusses, insbesondere bei pressen, abkantpressen und scheren | |
| CH668814A5 (de) | Vorgesteuertes druckbegrenzungsventil. | |
| DE60732C (de) | Dampfdruckminderventil mit Dampfbelastung | |
| DE4025638C1 (de) | ||
| DE3032002C2 (de) | Einrichtung zur Fördermengenregelung einer ein- oder mehrstufigen Verdichteranordnung, insbesondere für Schraubenverdichter | |
| DE487549C (de) | Hochdruck-Kolbenkompressor | |
| DE744509C (de) | Hydraulisches Bremsdynamometer zur Messung der Arbeitsleistung umlaufender Wellen | |
| AT34079B (de) | Vorrichtung zur Regelung des Druckes von Ausgleichvorrichtungen für direkt wirkende Maschinen. | |
| DE949538C (de) | Schalt- und Regelvorrichtung fuer Walzenstuehle | |
| DE2537851C2 (de) | Gasdruckregler | |
| DE287264C (de) | ||
| AT17377B (de) | Luftdruckhammer. | |
| AT147710B (de) | Abdampf-Frischdampfinjektor. | |
| DE182331C (de) | ||
| DE275936C (de) | ||
| DE42878C (de) | Mechanismus zur Regelung der Dampfzuströmung bei Dampfmaschinen. (Ii | |
| DE703164C (de) | er Speisewasserdruckregler fuer Dampfkessel | |
| DE322384C (de) | Steuerung fuer den Entlastungsschieber einer Turbinenentlastungsvorrichtung mit schnellem OEffnen und langsamem Schluss | |
| DE181553C (de) | ||
| DE29718C (de) | Regulator | |
| AT98083B (de) | Dampfanlage mit Dampfspeicher und Gegendruck- oder Anzapfdampfmaschine. | |
| DE39574C (de) | Mechanismus zur Regelung der Dampfzuströmung bei Dampfmaschinen | |
| AT228526B (de) | Niveauregler | |
| DE181329C (de) |