DE602845C - Elektrodynamisches Baendchenmikrophon - Google Patents
Elektrodynamisches BaendchenmikrophonInfo
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- DE602845C DE602845C DE1930602845D DE602845DD DE602845C DE 602845 C DE602845 C DE 602845C DE 1930602845 D DE1930602845 D DE 1930602845D DE 602845D D DE602845D D DE 602845DD DE 602845 C DE602845 C DE 602845C
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- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R1/00—Details of transducers, loudspeakers or microphones
- H04R1/20—Arrangements for obtaining desired frequency or directional characteristics
- H04R1/22—Arrangements for obtaining desired frequency or directional characteristics for obtaining desired frequency characteristic only
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
18. SEPTEMBER 1934
18. SEPTEMBER 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 602 845 KLASSE 21a2 GRUPPE 2oi
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. August 1930 ab
Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrodynamisches Mikrophon mit stromdurchflossener
Membran (Bandmikrophon).
Bei den bekannten Ausführungen von Bandmikrophonen ist der Gesamtraum hinter
dem Bande bis in dessen unmittelbarer Nachbarschaft mit Filz ausgestopft. Die Wirkungsweise
dieser Anordnung ist folgende: Bei tiefen Frequenzen tritt die Resonanz des Bandes, deren Spitze bei ungefähr 100 bis
200 Hz liegt, in erster Linie in Erscheinung; im Bereich der mittleren Frequenzen macht
sich dann die Resonanz des angekoppelten Tonraumes bemerkbar, die sowohl nach Lage
als auch nach Selektivität yon der Filzstopfung und weiter davon abhängig ist, auf
welche Weise der Tonraum mit der Außenluft in Verbindung steht. Die derart ausgebildeten
Bandmikrophone entsprachen im all-
ao gemeinen durchaus den Anforderungen, die an eine gute Übertragung zu stellen sind,
jedoch macht sich der Umstand häufig störend bemerkbar, daß die hohen Frequenzen
weniger gut wiedergegeben werden und daß wegen der verschiedenen Beschaffenheit der
Filzstopfung die Wiedergabe der mittleren Frequenzen bei verschiedenen Mikrophonen
wesentlich voneinander verschieden ist. Besonders störend ist dies bei der serienmäßigen
Herstellung, da es infolge dieses Umstandes verhältnismäßig schwierig ist, eine größere
Anzahl von Mikrophonen gleicher Charakteristik herzustellen.
Diese Nachteile werden vermieden und die Wiedergabe insbesondere der hohen Frequenzen
verbessert durch einen oder mehrere gemäß der Erfindung ausgebildete zusätzliche
Resonatoren hinter dem Bändchen. Zweckmäßig wird als Resonator -ein definierter
Druckraum hinter dem Bande vorgesehen. Dieser Raum wirkt zunächst als Druckpolster,
dessen Elastizität zusammen mit der Bändchenmasse eine Eigenschwingung (Querresonanz)
im Gebiet der hohen Frequenzen, beispielsweise bei 4000 Hz, ergibt. Die Verhältnisse
liegen ähnlich wie bei den bekannten Kondensatormikrophonen, bei denen die
Membran auf ein abgeschlossenes Luftpolster arbeitet. Durch diese Resonanz wird die
Wiedergabe der hohen Frequenzen wesentlich verbessert, ohne diesen Raum würden die
Frequenzkurven in diesem Bereich stark abfallen. Eine weitere Verbesserung — für die
allerhöchsten Frequenzen — wird durch die Längsresonanz (Pfeifenwirkung) des Druckraumes
hervorgerufen. Die Eigenschwingung der Längsresonanz wird ungefähr auf 8000 Hz gelegt; sie ist die Grundschwingung
des beiderseitig (oben und unten) offenen Druckraumes hinter dem Band. Der Um-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Carl-Albert Hartmann in Berlin-Siemensstadt.
stand, daß der Druckraum an den Enden offen ist, ist für das Zustandekommen der Querresonanz
nicht abträglich, da die Druckzustände hinter der Bandmitte bei der Querresonanzfrequenz
bereits nicht mehr wesentlich von der Beschaffenheit der Enden beeinflußt werden, wenn die Querresonanzfrequenz
hoch genug liegt.
Die Verkleinerung des Raumes hinter dem Band würde infolge der Steifheit des Luftpolsters
die Bandamplitude außerhalb des Resonanzgebietes stark herabsetzen. Es wird daher gemäß weiterer Erfindung der verbleibende
Rest des früheren großen,- von den Magnetschenkeln umschlossenen Hinterraumes
mit dem Druckraum hinter dem Bande gekoppelt. Dadurch wird erreicht, daß seine Resonanz im Gebiet der mittleren Frequenzen
wieder in Erscheinung tritt. Damit nun trotzdem die Querresonanz im kleinen Druckraum
zustande kommt, wird die Ankopplung beispielsweise durch einen Schlitz vorgenommen.
Dieser Schlitz ist so bemessen, daß seine Dämpfung bereits etwas unterhalb der Resonanzfrequenz
des Druckraumes genügend groß ist, um merkliche Schalleistungen nicht zum großen Tonraum durchtreten zu lassen. Bei
hohen Frequenzen bleibt sozusagen die Luft im Schlitz stecken. Das bedeutet praktisch
eine selbsttätige Abkopplung des großen Tonraumes bei hohen Frequenzen..Für das Gebiet
der mittleren Frequenzen, dem Resonanzbereich des großen Tonraumes, muß hingegen
die Schlitzdämpfung noch vernachlässigbar klein sein.
An Stelle des Schlitzes können auch enge Löcher o. dgl., die den erforderlichen Widerstand
für die hohen Frequenzen aufweisen, vorgesehen sein.
Die Abbildungen veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
Fig. ι zeigt einen Querschnitt des Mikrophons, Fig. 2 einen Schnitt in Richtung A-B
der Fig. i.
4S Im Luftspalt des Magneten 7 ist das Bändchen
2 angeordnet. Hinter dem Bändchen befindet sich der Druckraum 1, der durch den
Schlitz 4 mit dem Tonraum 3 in Verbindung steht. Der große Tonraum 3 ist in bekannter
Weise mit Filz, ausgestopft, der Druckraum 1 steht durch Gazefenster 6 mit der Außenluft
in Verbindung. Breite Schlitze verbinden den Tonraum 3 ebenfalls mit der Außenluft.
Die einzelnen Resonanzfrequenzen müssen so gewählt sein, daß Löcher in der Frequenzkurve
vermieden sind. Dieser Bedingung wird genügt, wenn die einzelnen Resonatoren sehr stark gedämpft sind. Die Dämpfung ist
bei dem großen Tonraum 3 in bekannter Weise durch Filzstopfung erzielt. Außerdem
erhöhen die Öffnungen 5, durch die der Tonraum mit der Außenluft in Verbindung steht,
die Dämpfung. Das gleiche gilt für den kleinen Drückraum 1, der durch die Gazefenster
6 mit der Außenluft kommuniziert. Weiter erhöht die an den Kopplungsschlitz 4 abgegebene Leistung die Dämpfung des
kleinen Druckraumes 1.
Das Verhalten des neuen Bandmikrophons gegenüber den. verschiedenen Frequenzen des
auftreffenden Schalles sei an Fig. 3 erläutert. Bei den tiefsten Frequenzen ist die Eigenschwingung
des Bandes (Kurve I) maßgebend. Dieser überlagert sich sehr bald bei mittleren Frequenzen die Resonanzschwingung
des großen Tonraumes (Kurve II). Wird die Frequenz weiter gesteigert, so wird durch die Schlitzwirkung der große Tonraum
nach und nach abgeriegelt, die Querresonanz des kleinen Druckraumes (Kurve III) wirkt
sich aus und verhindert das Absinken der Empfindlichkeit bei hohen Frequenzen. Bei
den höchsten Frequenzen wirkt schließlich die Längsresonanz des Druckraumes sich
empfindlichkeitssteigernd aus (Kurve IV).
Durch den neuen Aufbau ist ein breiteres Frequenzband und eine bessere Typenkonstanz
erzielt worden. Wenn auch im Gebiet der mittleren Frequenzen die Filzstopfung von Einfluß ist, so wird infolge des gut defl.-nierten
Druckraumes in der unmittelbaren Nachbarschaft des Bändchens und durch seine Entkopplung mittels des Schlitzes der
Einfluß des Filzes für die höheren Frequenzen ausgeschaltet.
Die Frequenzcharakteristik des Mikrophons ändert sich, wenn es in einer anderen Gasatmosphäre,
beispielsweise in einer Wasserstoffatmosphäre, verwendet wird, was mitunter zweckmäßig sein kann. Die Querresonanz
ändert sich bei der Wahl eines anderen Mediums praktisch nicht,, während-die Längsresonanz,
die von der Schallgeschwindigkeit in dem betreffenden Medium abhängt, sich wesentlich ändert. *°5
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Elektrodynamisches Bändchenmikrophon mit mehreren Resonatoren starker Dämpfung, dadurch gekennzeichnet, daß hinter der im Luftspalt zwischen den Magnetpolen freischwingenden Membran (2) ein als zusätzlicher Resonator wirkender Druckraum (1) von hoher Eigenschwingungszahl angeordnet ist, der mit dem vom Magneten umschlossenen Tonraum (3) durch einen engen Schlitz derart schalldurchlässig verbunden ist, daß er bei den hohen Frequenzen von dem Tonraum (3) selbsttätig abgekuppelt wird.
- 2. Elektrodynamisches Mikrophon nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einederartige Bemessung des zusätzlichen Resonators (i), daß dieser zwei verschiedene Resonanzen, und zwar- eine'Resonanz bei ungefähr 4000 Hz (Querresonanz), eine zweite Resonanz (Längsresonanz) bei ungefähr 8000 Hz aufweist.
- 3. Elektrodynamisches Mikrophon nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraum und Tonraum Löcher oder Schlitze aufweisen, über die beide Räume mit der Außenluft in Verbindung stehen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE602845T | 1930-08-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE602845C true DE602845C (de) | 1934-09-18 |
Family
ID=34608831
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930602845D Expired DE602845C (de) | 1930-08-22 | 1930-08-22 | Elektrodynamisches Baendchenmikrophon |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2047777A (de) |
| DE (1) | DE602845C (de) |
| FR (1) | FR720012A (de) |
| GB (1) | GB376951A (de) |
| NL (1) | NL35348C (de) |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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| US3079471A (en) * | 1961-03-01 | 1963-02-26 | Ampex | Loudspeaker |
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0
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1930
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1931
- 1931-07-15 GB GB20357/31A patent/GB376951A/en not_active Expired
- 1931-07-15 FR FR720012D patent/FR720012A/fr not_active Expired
- 1931-08-20 US US558314A patent/US2047777A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB376951A (en) | 1932-07-21 |
| FR720012A (fr) | 1932-02-15 |
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| NL35348C (de) |
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