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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Beseitigung
von Schnittabfällen
von Rollen oder Stämmen
aus bandähnlichem
Material, die insbesondere mit einer Abstichmaschine verbunden werden
kann.
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Es
ist bekannt, dass zur Herstellung von Rollen oder dergleichen von
Küchentüchern und/oder Toilettenpapier
zuerst Papierrollen durch Aufwickeln zu Stämmen mit vorgewähltem Durchmesser
und einer gewissen Höhe
geformt werden. Anschließend müssen die
einzelnen Rollen zurecht geschnitten werden, so dass sie bereit
für die
Verteilung und die direkte Endbenutzung durch den Verbraucher sind.
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Zur
Zeit werden diese fertigen Rollen von speziellen Abstichmaschinen
auf eine vorbestimmte Größe zugeschnitten,
welche beispielsweise eine Reihe von Stämmen empfangen und diese nacheinander
in eine Vielzahl von kürzeren
Rollen mit genau den benötigten
Abmessungen zerschneiden. Dieser Vorgang, der in der Regel von rotierenden
Klingen ausgeführt
wird, führt
auf Abstichmaschinen zur Erzeugung einer Vielzahl von Abschnitten
der benötigten
Größe von einem
Stamm oder einer Rolle, der bzw. die schrittweise zugeführt wird.
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Nichtsdestoweniger
werden sowohl am vorderen als auch am hinteren Ende jedes Stamms
oder jeder Rolle unbrauchbare Abschnitte in Form von Abstichenden
einer begrenzten Länge
erzeugt. Zudem kann aus diesen Abschnitten auch ein kleiner Kernabschnitt überstehen,
der ebenfalls unbrauchbar ist, und daher müssen beide beseitigt werden.
Ferner müssen
diese Abstichenden oder Schnittabfälle der Rollen während der
Ent nahme der zurechtgeschnittenen Rollen beseitigt werden, um das
Verpacken nicht zu behindern.
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Das
Vorhandensein von Schnittabfällen
oder Abstichenden könnte
tatsächlich
auch eine Blockade der Verpackungsmaschine bewirken, nicht zu erwähnen von
Packungen, in denen die Anzahl verwendbarer Rollen wegen der Anwesenheit
dieser Abstichendenrollen falsch sein könnte.
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Komplizierte
Vorrichtungen (z.B. EP-A-0 607 761) sind entworfen worden, um eine
Beseitigung von Schnittabfällen
oder Abstichenden durch Ansaugen der Rollen zu ermöglichen,
die auf die korrekte Größe zugeschnitten
sind und nacheinander vorrücken,
während
die Abstichenden zu einer Öffnung vorrücken, in
die die vorrückenden
Schnittabfälle oder
vorderen und hinteren Abstichenden, die aus der Abstichmaschine
kommen, hineinfallen.
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Diese
Vorrichtungen erfordern, obwohl sie sehr gut und auch im Wesentlichen
auf korrekte Art arbeiten, einen komplizierten Maschinenentwurf
(Ansaugung, Loslassen, Synchronisation, etc.). Zudem muss zwischen
all den zusätzlichen
Teilen, die für
die Ansaugung und den Transport der Rollen benötigt werden, eine Abstimmung
durchgeführt
werden.
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Die
Ansaugung, die auf den äußeren Teil
der vorrückenden
Rolle wirkt, kann auch eine äußere Aufrauung
und Beschädigung
des Produkts und damit am Ende eine äußere Erscheinung verursachen, die
nicht ganz zufrieden stellend ist.
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Ein
weiteres Beispiel (EP-A-0 995 559) einer bekannten Vorrichtung zur
Beseitigung von Schnittabfällen
umfasst eine Öffnung,
mit der zwei zurückziehbare
Flächen
verbunden sind, welche diese als eine Funktion des geschnittenen
Produkts, das transportiert wird, öffnen und/oder schließen. Tatsächlich sieht
dies eine zurückziehbare
Fläche,
welche die Öffnung
schließt,
sobald der vordere Schnittabfall vorbeigekommen ist, und eine zurückziehbare
Fläche
vor, die arbeitet, wenn der hintere Schnittabfall ankommt, oder
wenn Rollen, die auf die richtige Größe zugeschnitten sind, anfangen
vorbeizukommen. Auf jeden Fall hält
eine der zurückziehbaren
Flächen die Öffnung geschlossen,
wenn die zurechtgeschnittenen Rollen vorbeikommen, so dass diese
in Richtung Verpacken vorrücken
können.
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Auch
diese Vorrichtung arbeitet gut, obwohl es zu Problemen bezüglich einer
perfekt synchronisierten Bewegung zwischen den zwei zurückziehbaren
Flächen
und den Förderern
kommen kann, die nacheinander die Rollen und die Abstichenden einspeisen.
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Zudem
kann die Korrelation der Bewegungen zwischen den zwei zurückziehbaren
Flächen und
dem Vorrücken
der Rollen und der Abstichenden einige Abstimmungsprobleme mit möglicher
Störung verursachen.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung
für die
Beseitigung von Schnittabfällen
von Rollen oder Stämmen
aus bandähnlichem
Material, die insbesondere mit dem Auslass einer Abstichmaschine
verbunden werden kann und die die oben dargelegten technischen Probleme
löst.
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Eine
weitere Aufgabe ist die Schaffung einer Vorrichtung für die Beseitigung
der Schnittabfälle
von Rollen oder Stämmen
von Bandmaterial, die eine korrekte Beseitigung der vorderen und
hinteren Abstichenden der Anfangsstämme oder -rollen erlaubt.
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Noch
eine weitere Aufgabe ist die Schaffung einer Vorrichtung für die Beseitigung
der Schnittabfälle
von Rollen oder Stämmen
von Bandmaterial, die extrem einfach herzustellen und leicht zu
verwenden ist.
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Noch
eine weitere Aufgabe ist die Schaffung einer Vorrichtung für die Beseitigung
der Schnittabfälle
von Rollen oder Stämmen
von Bandmaterial, die mit den hohen Arbeitsgeschwindigkeiten der
Abstichmaschine Schritt halten kann, obwohl sie eine einfache Struktur
aufweist und sehr wenig Synchronisationen benötigt.
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Diese
Aufgaben werden gemäß der vorliegenden
Erfindung durch Schaffung einer Vorrichtung für die Beseitigung der Schnittabfälle von
Rollen oder Stämmen
von Bandmaterial, wie in Anspruch 1 dargelegt, erreicht, die insbesondere
mit einer Abstichmaschine verbunden sein kann.
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Weitere
Merkmale der Erfindung sind in den nachfolgenden Ansprüchen dargelegt.
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Die
Merkmale und Vorteile einer erfindungsgemäßen Vorrichtung für die Beseitigung
der Schnittabfälle
von Rollen oder Stämmen
von Bandmaterial, die insbesondere mit einer Abstichmaschine verbunden
werden kann, werden durch die folgende Beschreibung klarer werden,
die in Form eines nicht beschränkenden
Beispiels mit Bezug auf die beigefügten schematischen Zeichnungen
gegeben wird, in denen:
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1 eine
perspektivische Ansicht einer Vorrichtung für die Beseitigung der Schnittabfälle von Rollen
oder Stämmen
von Bandmaterial darstellt, die unterhalb einer nicht dargestellten
Abstichmaschine angeordnet ist und gemäß der vorliegenden Erfindung
gefertigt ist,
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2 eine
schematische Seitenaufrissansicht der Vorrichtung von 1 ist,
und
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3 eine
Seitenaufrissansicht der Vorrichtung von 1 und 2 und
der jeweiligen Rollen und Abstichenden, die beseitigt werden sollen,
aus einer anderen Position ist.
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Bezugnehmend
auf die Figuren wird eine Vorrichtung zur Beseitigung von Schnittabfällen von Rollen
oder Stämmen
aus Bandmaterial gezeigt, insbesondere der Art, die unterhalb einer
Abstichmaschine platziert werden kann.
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Tatsächlich muss
ein Förderer
oder eine Zuführfläche 11 vom
Schiebe- oder einem
anderen Typ das Vorrücken
der geschnittenen Rollen 12 in einer Reihe nacheinander
in Richtung einer (nicht gezeigten) Verpackungszone festlegen.
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In
dem Beispiel ist die erfindungsgemäße Vorrichtung schematisch
so dargestellt, dass sie nur auf eine Reihe wirkt, obwohl sie für mehrere
Reihen parallel zueinander benutzt werden kann, die alle aus einer
(nicht gezeigten) Abstichmaschine kommen, wie es in der Mehrzahl
der Fälle
der Fall ist.
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Diese
Zuführfläche 11 ist
erfindungsgemäß einem
Förderer 13 zugewandt,
der in einem Ring um Riemenscheiben 14 geschlossen ist,
von denen eine bei 15 motorgetrieben ist.
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Tatsächlich umfasst
der Förderer 13 ein
Förderelement 16,
beispielsweise aus Metall, das mit einer Öffnung 17 versehen
ist, deren Abmessung nahezu gleich dem Durchmesser einer bzw. eines
geschnittenen, fertigen und verpackungsbereiten Rolle oder Stamms 12 ist.
In dem Beispiel ist das Förderelement 16 ein
Gurt, obwohl es alternativ auch aus einem Paar von Ketten bestehen
könnte,
die Querleisten tragen, in denen die voranstehend erwähnte Öffnung 17 erzeugt
ist.
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Die Öffnung 17 bewegt
sich, wenn sich der Gurt oder dergleichen 16 bewegt, und
bei einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Gurt 16 mit nahezu der gleichen Länge wie
ein ganzer Stamm hergestellt, bevor dieser geschnitten wird (nicht
gezeigt).
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Wenn
mehrere Reihen von Rollen 12 nebeneinander von der gleichen
Anzahl von Stämmen
nebeneinander geschnitten werden, ist es selbstverständlich nötig, entweder
einen Gurt 16 mit der gleichen Breite wie die Reihen der
Rollen 12 oder aber die gleiche Anzahl von einzelnen Gurten 16 wie
die Reihen der Rollen vorzusehen.
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Oberhalb
des Gurtes 16 befinden sich in geeignetem Abstand Reibelemente
oder Blattfedern 18, die mit den sich vorbei bewegenden
Rollen 12 zusammenwirken.
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Im
Allgemeinen können
diese Blattfedern 18 vom elastischen Typ sein und oberhalb
der Rollen 12 eingreifen, um sie in Kontakt mit dem Gurt 16 zu
halten. Auf jeden Fall können
diese Blattfedern, wie in den Figuren gezeigt, als eine Funktion
der Abmessungen des größten Durchmessers
der Rolle in der Höhe
verstellt werden, und sie sind sowohl an der Zuführfläche 11 als auch an
einem Entladeförderer 22 angeordnet.
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Innerhalb
des ringförmig
angeordneten Gurts 16 des Gurtförderers 13 ist unterhalb
des flachen oberen Abschnitts entweder eine Rutsche oder ein weiterer
Förderer 19 vom
Gurttyp 20 angeordnet, auf die bzw. den die vorderen und/oder
hinteren Abstichenden 21 fallen. Wenn der Gurt 16 ein
Mehrfachgurt ist oder wenn mehrere parallele Gurte 16 vorhanden
sind, dann verläuft
dieser Förderer 19 vom Gurttyp 20 innerhalb
dieser unter allen flachen Abschnitten und fängt alle Abstichenden 21 auf,
die herunterfallen.
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Diese
Abstichenden 21 stammen vom Schneiden der Stämme von
Bandmaterial in Rollen 12 und werden im Allgemeinen als "Schnittabfälle" bezeichnet.
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Die
Arbeitsweise einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
für die
Beseitigung von Schnittabfällen von
Rollen oder Stämmen
von Bandmaterial ist unmittelbar verständlich.
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Tatsächlich werden
die Stämme
nach der Herstellung durch Wickeln von Papier für verschiedene Verwendungen
um einen Kern in eine Abstichmaschine eingespeist, wo sie zu fertigen
Rollen 12 verarbeitet werden.
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Diese
Rollen 12 erhält
man im Allgemeinen durch eine Abstichmaschine, die gemäß einer
programmierten Sequenz arbeitet, um den oder die parallel zueinander
zugeführten
Stämme
in eine Vielzahl von Rollen 12 zu schneiden.
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Diese
Operation erzeugt am Anfang und am Ende jedes Stammes auch einen
Schnittabfall oder ein Abstichende 21, das als solches
vor dem Verpacken in der Prozesslinie beseitigt werden muss.
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Zu
diesem Zweck rücken
die Rollen 12 und die Abstichenden 21, nachdem
der Stamm oder die Stämme
geschnitten worden sind, wie in den Figuren gezeigt auf der Zuführfläche 11 in
Richtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
vor.
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Daher
gibt es ein oder mehrere Abstichenden parallel zueinander in mehreren
Reihen an der Spitze des oder der geschnittenen Stämme, gefolgt von
einer gewissen Anzahl von Rollen 12, die eine nach der
anderen folgen.
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Zu
diesem Zeitpunkt rückt,
wie in 1 und 2 gezeigt, der Schnittabfall
oder das Abstichende 21 entlang des flachen oberen Abschnitts
des Gurts 16 des Förderers 13 vor
und findet die Öffnung 17.
Er bzw. es muss daher in diese hinein und auf den anderen Förderer 19 fallen,
der darunter angeordnet ist.
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Der
Gurt 16 beginnt dann vorzurücken, um die Rollen 12 in
einer Reihe nacheinander aufzunehmen, und legt sie dann auf den
Entladegurt 22 ab.
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Die
Anwesenheit von Reibelementen oder Blattfedern 18, die
mit den Rollen 12 zusammenwirken, erleichtert die Passage
der Rollen 12 in der Umgebung des Gurts 16, und
verhindert damit, dass die Rollen in die Öffnung 17 fallen.
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Bevor
die Reihe von Rollen 12 endet, bewegt der Gurt 16,
der um die Riemenscheiben 14 rotiert, die Öffnung 17 nahezu
unter die Zuführlinie 11 zurück, so dass
sie in dem flachen oberen Abschnitt der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wieder auftauchen kann.
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Das
tritt ein, sobald die letzte Rolle 12 vorbei gekommen ist
und der Schnittabfall oder das Abstichende 21 ankommt.
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Dieser
Schnittabfall oder dieses Abstichende 21 fällt daher
in die Öffnung 17 hinein
und ebenfalls auf den darunter angeordneten anderen Förderer 19.
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Dies
beendet den Arbeitszyklus der erfindungsgemäßen Vorrichtung für einen
Stammschnitt oder für
Rollen 12 und vordere und hintere Schnittabfälle 21,
die von der Abstichmaschine erzeugt werden.
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Wie
bereits mehrfach erwähnt,
kann dies ebenso verwendet werden, wenn mehrere Stämme und
verschiedene Vorrichtungen oder eine einzelne Mehrfachvorrichtung
zur Beseitigung von Schnittabfällen 21 verwendet
werden.
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Zusammenfassend
wird die Öffnung 17, wenn
sich der Gurt 16 bewegt, am Beginn des oberen Abschnitts
des Gurts 16 positioniert, wenn das vordere und/oder das
hintere Abstichende 21 diesen erreichen. All dies läuft auf
die gleiche Weise ab, wenn der Gurt durch ein Paar von Ketten, die
Querleisten tragen, ersetzt wird.
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Man
hat somit gesehen, dass eine erfindungsgemäße Vorrichtung für die Beseitigung
von Schnittabfällen
von Rollen oder Stämmen
aus Bandmaterial die zuvor aufgezeigten Aufgaben erfüllt.
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Die
so ersonnene erfindungsgemäße Vorrichtung
für die
Beseitigung von Schnittabfällen
von Rollen oder Stämmen
von bandförmigem
Material kann zahlreichen Veränderungen
und Variationen unterworfen werden, ohne vom Umfang des gleichen erfinderischen
Konzepts abzuweichen.
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Zudem
können
die verwendeten Materialien sowie deren Abmessungen und die Komponenten
in der Praxis gemäß technischen
Erfordernissen beliebig sein.