DE601884C - Verfahren zur Herstellung von Elektrodendurchfuehrungen in elektrischen Entladungsroehren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Elektrodendurchfuehrungen in elektrischen EntladungsroehrenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J19/00—Details of vacuum tubes of the types covered by group H01J21/00
- H01J19/42—Mounting, supporting, spacing, or insulating of electrodes or of electrode assemblies
- H01J19/44—Insulation between electrodes or supports within the vacuum space
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
4. SEPTEMBER 1934
4. SEPTEMBER 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 g GRUPPE 13 oi
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin *)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Februar 1930 ab
Zur Halterung der Elektroden und zur Stromzuführung in Entladungsröhren bedient
man sich in den meisten Fällen sog, Quetschfüße. In Abb. ι ist beispielsweise ein solcher
S Quetschfuß dargestellt. In der Abb. 1 „bedeutet d die Quetschung, α die Elektrodenstützen, δ
eine Anode und c eine Glühkathode.
Von den im Innern des Entladungsgefäßes gelegenen Stellen des Austritts der Elektrodenstützen
aus der Quetschung gehen nun häufig, insbesondere beim Betriebe mit höheren Spannungen
und bei Gasfüllung, störende Nebenentladungen aus und erstrecken sich über ihre Oberfläche. Als Ursache dieser Nebenentladungen
sind sehr dünne Schichten von Metallen und anderen Stoffen anzusehen, die sich beim
Entgasungsvorgang auf der Oberfläche des Quetschfußes niederschlagen. Es ist bereits
vorgeschlagen, die störenden Nebenentladungen dadurch zu vermeiden, daß auf eine hinreichend
lange Strecke um die Elektrodenstützen herum enge Hohlräume angebracht werden, z. B. in
der Weise, daß man enge Glasröhrchen mit ihrem einen Ende auf dem Quetschfuß verschmilzt
und die Elektrodenstützen mitten hin- ■ durchführt. In Abb. 2 ist ein solcher Quetschfuß
mit aufgesetzten Glasröhrchen dargestellt. Es bedeutet wiederum d die Quetschung, δ die
Anode, c die Kathode und α die Elektrodenstützen.
Die aufgeschmolzenen Glasröhrchen sind mit g bezeichnet.
Das Aufschmelzen solcher Glasröhrchen bringt einen großen Nachteil mit sich. Beim Tempern
der Füße im Temperofen, einem üblichen Verfahren zur Beseitigung von Spannungen im
Glase, platzen vielfach die aufgesetzten Röhrchen ab. Ferner brechen beim Zurechtbiegen
der Elektrodenstützen während des Zusammenbauens der Innenteile oder während des Anschweißens
der Elektroden vielfach die Glasröhrchen ab, oder die Elektrodenstützen legen sich an die Wand des Röhrchens an, wodurch
der Fuß unbrauchbar wird. Auch beim Ausheizen der Entladungsgefäße auf der Vakuumpumpe
platzen wiederholt noch Glasröhrchen ab. Der unangenehmste Fehler aber ist das Abbrechen der Röhrchen in den fertigen, schon
verpackten Entladungsröhren infolge der Erschütterungen während des Versandes auf der
Bahn, auf Lastwagen u. dgl. Der Bruch ist besonders stark bei langen Glasröhrchen.
Diese Fehler werden vermieden durch den Gegenstand der Erfindung.'
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Fußes, bei
dem zum Schütze gegen Nebenentladungen um die Einführungsdrähte herum von Isolierstoff
begrenzte Hohlräume liegen, die Vertiefungen im Glaskörper des Preßfußes bilden. Erfindungsgemäß
werden diese Hohlräume bei der Herstellung des Quetschfußes in Form von Vertiefungen zugleich mit eingedrückt. Bei der
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Willi Stats in Brieselang, Osthavelland.
Herstellung des Ouetschfußes kann durch eine kleine zusätzliche Vorrichtung um den Stützdraht
herum in die noch weiche Glasmasse eine Vertiefung mehrere Millimeter, tief eingedrückt
werden.
Eine beispielsweise Ausführungsform eines so hergestellten Ouetschfußes ist in Abb. 3
dargestellt.
In Abb. 3 sind α die Anodenträger und b die Vertiefungen. Diese werden zweckmäßig nur so weit gemacht, daß der Stützdraht, ohne die Wand zu berühren, eben hindurchgeht. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, daß die Glasdicke d der Quetschung weniger stark gemacht zu werden braucht als bei Verwendung von Glasröhrchen. Ein dritter Vorteil ist die Vereinfachung der Herstellung. Die Vertiefungen lassen sich nämlich an den gebräuchlichen Fußquetschmaschinen durch
In Abb. 3 sind α die Anodenträger und b die Vertiefungen. Diese werden zweckmäßig nur so weit gemacht, daß der Stützdraht, ohne die Wand zu berühren, eben hindurchgeht. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, daß die Glasdicke d der Quetschung weniger stark gemacht zu werden braucht als bei Verwendung von Glasröhrchen. Ein dritter Vorteil ist die Vereinfachung der Herstellung. Die Vertiefungen lassen sich nämlich an den gebräuchlichen Fußquetschmaschinen durch
zo eine kleine zusätzliche Vorrichtung leicht automatisch herstellen, während für das Aufschmelzen
von Glasröhrchen noch gesondert eine Maschine erforderlich ist, die die Glasröhrchen in
passende Stücke schneidet.
Nicht nur in Vakuumentladungsgefäßen, sondern auch bei Gasentladungsgefäßen kann die
Erfindung mit Vorteil verwendet werden. In solchen Gefäßen bildet sich leicht eine störende
Gasentladung aus zwischen den Elektrodenhalterungen und -Zuführungen, falls man sie
nicht mit einem Isolierkörper umgibt. In Abb. 4 ist beispielsweise eine solche Röhre dargestellt,
bei der der Erfindungsgedanke nicht verwirklicht ist. α ist eine hohle Kathode, in
deren Hohlraum zwei Anoden isoliert hineinragen, b sind Isolierkörper, die die Anodenzuleitungen
umgeben, damit außerhalb des Hohlraumes sich keine Gasentladung ausbilden kann. Diese Isolierkörper b sind mit ihrem
verjüngten Teil in die Glasröhrchen c hineingeschoben, die ihrerseits wieder auf den Glasfuß
d aufgeschmolzen sind. Durch den schmalen Spalt zwischen Isolierkörper und Glasröhrchen
hindurch kann sich keine Gasentladung ausbilden. Wenn jedoch die Glasröhrchen brechen,
was beim Einsetzen des Isolierkörpers und beim Versand vielfach geschieht, so bildet sich unmittelbar
an den Bruchstellen zwischen den beiden Anodenzuführungen eine solche Entladung aus. In Abb. 5 ist dieselbe Gasentladungsröhre
dargestellt, jedoch auf Grund der Erfindung mit eingedrückten Vertiefungen im
Ouetschfuß an Stelle der aufgeschmolzenen Glasröhrchen, wodurch die geschilderten Gefahren
beseitigt sind.
Claims (1)
- Patentanspruch: .Verfahren zur Herstellung von Elektrodendurchführungen in elektrischen Entladungs-. röhren, bei denen zur Vermeidung störender Nebenentladungen um die Eintrittsstellen der Einführungsdrähte herum von Isolierstoff begrenzte Hohlräume im Glaskörper des Fußes liegen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Hohlräume bei der Herstellung des Quetschfußes in Form von Vertiefungen zugleich mit eingedrückt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE601884T | 1930-02-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE601884C true DE601884C (de) | 1934-09-04 |
Family
ID=6574769
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930601884D Expired DE601884C (de) | 1930-02-21 | 1930-02-21 | Verfahren zur Herstellung von Elektrodendurchfuehrungen in elektrischen Entladungsroehren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE601884C (de) |
-
1930
- 1930-02-21 DE DE1930601884D patent/DE601884C/de not_active Expired
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