DE601673C - Anordnung, die die Verwendung normaler laeufererregter Kommutatorhintermaschinen fuer 50 Hertz bei Kaskaden in Netzen anormaler Frequenz gestattet - Google Patents
Anordnung, die die Verwendung normaler laeufererregter Kommutatorhintermaschinen fuer 50 Hertz bei Kaskaden in Netzen anormaler Frequenz gestattetInfo
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- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K17/00—Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
- H02K17/02—Asynchronous induction motors
- H02K17/34—Cascade arrangement of an asynchronous motor with another dynamo-electric motor or converter
- H02K17/38—Cascade arrangement of an asynchronous motor with another dynamo-electric motor or converter with a commutator machine
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
22. AUGUST 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 d2 GRUPPE 27 oi
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Januar 1928 ab
Es sind bereits Drehstromkaskaden bekannt, die bezüglich der prinzipiellen gegenseitigen
Schaltung und Anordnung der Maschinen der Abb. 1 der Zeichnung entsprechen.
Mit der Asynchronmaschine I ist die Kommutatorhintermaschine III und eine Hilfsasynchronmaschine II gekuppelt. Die
Hilfsasynchronmaschine führt der Kommutatorhintermaschine an den Schleifringen den
ίο Erregerstrom zu. Der Primärteil der Hilfsasynchronmaschine
ist an das Netz angeschlossen. Die Polzahlen der drei Maschinen I bis III sind nun so gewählt, daß die Polzahl
der Kommutatorhintermaschine III gleich der Summe der Polzahlen der beiden anderen
Maschinen I und II ist. Es könnte aber auch die Polzahl der Asynchronmaschine I gleich
der Summe der Polzahlen der beiden Maschinen II und III sein. Bei diesen bekannten
Anordnungen wird entweder eine Herabsetzung der Ankerfrequenz der Kommutatorhintermaschine
bezweckt, oder man will durch Erhöhung der Ankerfrequenz der Kommutatorhintermaschine
die Möglichkeit schaffen, die Erregerschleif ringe der Kommutatorhintermaschine wegzulassen und trotzdem zu erreichen,
daß die Läuferwicklung der Kommutatorhintermaschine Ströme höherer Frequenz als die Schlupffrequenz führt.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung, die die Verwendung normaler
läufererregter Kommutatorhintermaschinen von 50 Hertz bei Kaskaden mit drei in starrem Drehzahlverhältnis stehenden Maschinen
in Netzen anormaler Frequenz, insbesondere in i62/3periodigen Eisenbahnnetzen,
gestattet. Erfindungsgemäß ist durch entsprechende Wahl der Polpaarzahl die Drehungsfrequenz, d. h. das Produkt aus Polpaarzahl
und Drehzahl, einer der drei Maschinen gleich der Summe der Drehungsfrequenzen
der beiden anderen Maschinen. Würde man in solche Netze abnormaler Frequenz, insbesondere
in Bahnnetze, eine gewöhnliche Kaskade einschalten, bei der die Polzahl der Kommutatorhintermaschine gleich der Polzahl
der Asynchronmaschine ist, so ergäbe sich dadurch außer der schlechten Ausnutzung
der Hauptmaschine infolge der niedrigen Frequenz auch eine schlechte Ausnutzung der
Kommutatorhintermaschine, während bei der Anordnung nach der Erfindung die Kommutatorhintermaschine
trotz der niedrigen Netzfrequenz infolge der höheren Polzahl auch mit einer höheren Frequenz, insbesondere mit 55 '
der normalen Frequenz 50, arbeitet, so daß man einerseits zu einer günstigen Dimensio^-
nierung der Kommutatorhintermaschine, anderseits auch zu normaler Bauart gelangt.
Diese Möglichkeit, die Kommutatorhintermaschine für die normale Frequenz zu entwerfen,
ist auch vorhanden, wenn man die ge-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Hermann Harz in Berlin-Siemensstadt.
schilderte Kaskadenanordnung bei Netzen abnormal hoher Frequenz verwendet.
Im folgenden ist die Erfindung an Hand einiger Ausführungsbeispiele erläutert. In
Abb. ι bezeichnet I die asynchrone Hauptmaschine, die primär an einem Einphasenoder
Mehrphasennetz abnormaler Frequenz liegt, III die mit der Maschine k gekuppelte
Kommutatorhintermaschine und II die ebenfalls mit der Maschine I gekuppelte Drehfeldmaschine
für die Erregung der Kommutatorhintermaschine. Die Drehungsfrequenzen der drei Maschinen verhalten sich demnach wie
ihre Polpaarzahlen P1, pu und pm, nachdem
die Drehzahlen für die drei Maschinen dieselben sind. Für die richtige Wirkungsweise
der Gesamtanordnung ist erforderlich, daß die Drehungsfrequenz (Produkt aus Polzahl
mal Drehzahl) der Maschine III gleich
ist der Drehungsfrequenz der Maschine I + der Drehungsfrequenz der Maschine II. Dies
besagt, daß die Drehungsfrequenz der Maschine III und damit ihre Ausnützung und
Beanspruchung je nach Bedarf größer oder kleiner als die der Hauptmaschine gewählt
wird. Ferner ergibt sich daraus, daß die drei Maschinen nicht nur direkt, sondern
auch über schlüpfungsfreie Getriebe miteinander gekuppelt sein können, so daß die Drehzahlen
«;, W//, %/ ganz allgemein verschieden
sind.
Im folgenden ist der Vorteil der neuen Anordnung an zwei Zahlenbeispielen gezeigt.
Die Hauptmaschine I liegt an einem niedrigperiodigen Wechselstromnetz von i62/8 Hertz,
ihre Polpaarzahl pi sei 1, so daß die synchrone
Geschwindigkeit 1000 U/min betragen würde. Bei einem Schlupf von 6 °/0 läuft die Maschine
mit einer tatsächlichen Drehzahl von 940 Ü/min. Demnach hat sie eine Drehungsfrequenz fi = = i5ä/3 Hertz, und in
ihrem Sekundärkreis herrscht eine Schlupffrequenz /2 = 1 Hertz. Die Maschine II habe
eine Polpaarzahl P11 = 2 und demnach eine
Drehungsfrequenz fn = 311J3 Hertz. Im Sekundärteil
dieser Maschine besteht also, wenn sich Drehungsfrequenz und zugeführte Frequenz
addieren, die Frequenz
/, = i62/8 + 3I1A = 48 Hertz.
Mit dieser Frequenz wird die Maschine III erregt, eine kompensierte, läufergespeiste
Drehstromhintermaschine, die die Polpaarzahl
Pm = 3 = Pi + Pu,
demnach die Drehungsfrequenz //// = 47 Hertz
besitzt und entgegen der Richtung ihres Drehfeldes angetrieben wird. Damit kommt an
ihrem Kommutator die Differenz beider Frequenzen 48 — 47 = ι Hertz, die geforderte
Schlupffrequenz, zustande. Die Erregerfrequenz 48 unterscheidet sich von der sonst
üblichen 50 nur sehr wenig, so daß also für derartige Anordnungen Drehstromerregermaschinen
normaler Bauart benutzt werden können. Auch für die Drehfeldmaschine II, die in dem angeführten Falle nur die Erregerleistung
der Hintermaschine zu liefern braucht und daher an sich nicht groß ausfällt, lassen sich normale Maschinen verwenden,
da sie ebenfalls mit der hohen Frequenz ausgenutzt ist. Die' Regelorgane (Stufentransformator
u. dgl.) kann man entweder auf die Hochfrequenzseite oder auf die Niederfrequenzseite
der Maschine II legen. Anordnungen, wie die im vorstehenden behandelten, haben besondere Bedeutung für asynchrone
Blindleistungsmaschinen und kompensierte Induktionsmaschinen in einphasigen Bahnnetzen mit kleiner Frequenz.
Auch der umgekehrte Fall, wo die Netzfrequenz für die Hintermaschine von deren
Normalfrequenz nach oben abweicht, bietet Vorteile. Die Hauptmaschine I besitzt dann
vier Polpaare (p — 4) und liegt an einem 60-Periodennetz. Ihre Drehungsfrequenz /7
beträgt bei einer Drehzahl von 885 U/min 59 Hertz, so daß also in ihrem Läuferkreis
wieder die Frequenz 1 Hertz herrscht, die Maschine II besitzt nur ein Polpaar
und · wird daher mit der Drehungsfrequenz ///= i48/4Hertz im Sinne des Ständerdrehfeldes
angetrieben. In ihrem Sekundärkreis kommt demnach die Differenz der beiden Frequenzen 60 —143/4 = 45V4 Hertz zum
Vorschein. Von dieser Frequenz subtrahiert sich die Drehungsfrequenz der Maschine III,
die bei p,n = z = Pi — pn 441/* Hertz beträgt,
so daß also die Schlupffrequenz von ι Hertz wieder richtig am Kommutator erscheint.
Es ist klar, daß sich der der Erfindung zu- tos
gründe liegende Gedanke nicht nur auf die mechanische Kupplung der Hintermaschine
mit der Hauptmaschine beschränkt, sondern er gilt auch in gleichem Maße für den Fall
der nur elektrisch gekuppelten Hintermaschine. Dies ist in Abb. 2 dargestellt, wo
I und II wieder dieselbe Bedeutung haben wie in Abb. 1. III stellt jedoch in diesem
Bilde eine Hilfsmaschine, nicht die eigentliche Hintermaschine dar. Genügen die drei
Maschinen I, II, III der Drehungsfrequenzenbedingung, so kommt am Kommutator der
Maschine III die Schlupffrequenz zum Vorschein. Diese wird der Drehfeldmaschine IV
zugeleitet, die von der Maschine VI mit be- lao
liebiger Frequenz angetrieben wird. Im hochfrequenten Teil dieser Maschine erscheint
diese Frequenz wieder vermehrt oder vermindert um die zugeführte Schlupf frequenz.
In der auf gleicher Welle sitzenden eigentlichen Hintermaschine V subtrahiert sich davon
wieder die Drehungsfrequenz, so daß die Schlupffrequenz an ihrem Kommutator richtig
erscheint. IV, V und VI haben hierbei, wie bei den bisher bekannten Anordnungen,
gleiche Drehungsfrequenzen, während dies für I, II und III nicht zutrifft. Man kann
natürlich die Maschinen III und IV miteinander vertauschen, wobei dann I, II und IV
die Drehungsfrequenzenbedingung zu erfüllen haben, ohne daß sich an der Wirkungsweise
etwas ändert.
In Abb. 3 ist noch eine synchrone elektrisch gekuppelte Anordnung dargestellt. Die von
einem i62/3periodigen Netz gespeiste Hauptmaschine
I hat wieder die Polpaarzahl ι und demnach die Drehüngsfrequenz i52/3. Die
Maschine II mit plt — 2 und f2 = 311J3 Hertz
liegt auf der einen Seite am Netz und liefert auf der anderen Seite die Frequenz
fa = f±-\- fI{ = 48 Hertz, die hier im
Gegensatz zu früher nicht Erregerfrequenz der
Hintermaschine V, sondern deren Drehungsfrequenz ist, da mit ihr die synchrone Antriebsmaschine
IV gespeist wird. IV und V besitzen hierbei wieder gleiche Drehungsfrequenzen. Die Erregung von V erfolgt mit
der Drehungsfrequenz fm, die in diesem Falle,
da III eine Synchronmaschine mit pm = 3 ist, 47 Hertz beträgt. Auch hier ändert sich
im Prinzip nichts, wenn man die Maschine V mit /3 erregt und die Maschine IV" mit ////
speist.
Claims (1)
- Patentanspruch:Anordnung, die die Verwendung normaler läufererregter Kommutatorhintermaschinen für 50 Hertz bei Kaskaden mit drei in starrem Drehzahlverhältnis stehenden Maschinen in Netzen anormaler Frequenz, insbesondere 162/3periodigen Eisenbahnnetzen gestattet, dadurch gekennzeichnet, daß durch entsprechende Wahl der Polpaarzahl die Drehungsfrequenz, d. h. das Produkt aus Polpaarzahl und Drehzahl, einer der drei Maschinen gleich der Summe der Drehungsfrequenzen der beiden anderen Maschinen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES83536D DE601673C (de) | 1928-01-07 | 1928-01-07 | Anordnung, die die Verwendung normaler laeufererregter Kommutatorhintermaschinen fuer 50 Hertz bei Kaskaden in Netzen anormaler Frequenz gestattet |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES83536D DE601673C (de) | 1928-01-07 | 1928-01-07 | Anordnung, die die Verwendung normaler laeufererregter Kommutatorhintermaschinen fuer 50 Hertz bei Kaskaden in Netzen anormaler Frequenz gestattet |
Publications (1)
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|---|---|
| DE601673C true DE601673C (de) | 1934-08-22 |
Family
ID=7511110
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES83536D Expired DE601673C (de) | 1928-01-07 | 1928-01-07 | Anordnung, die die Verwendung normaler laeufererregter Kommutatorhintermaschinen fuer 50 Hertz bei Kaskaden in Netzen anormaler Frequenz gestattet |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE601673C (de) |
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1928
- 1928-01-07 DE DES83536D patent/DE601673C/de not_active Expired
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