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Die
vorliegende Erfindung betrifft Mikroverkapselung und insbesondere
die Mikroverkapselung von Kernmaterialien, die die verkapselten
Kernbestandteile in ihre Umgebung in kontrollierter Art und Weise
freisetzen. Die mittels des Prozesses der vorliegenden Erfindung
zubereiteten Mikrokapseln sind beispielsweise für die Pharmaindustrie, die
nutrizeutische Industrie, die Lebensmittelindustrie, die Kosmetik-
und Landwirtschaftsindustrie nützlich.
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Mikrokapseln
finden viele Anwendungen, beispielsweise bei der Herstellung von
Pharmazeutika, Herbiziden, Nahrungsmitteln, Kosmetika, Pestiziden,
Farben, Klebstoffen, und vielen anderen chemischen Produkten. Mikrokapseln
sind speziell nützlich,
wo es wünschenswert
ist, eine kontrollierte Freisetzung der verkapselten Substanz zur
Verfügung
zu stellen.
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Zahlreiche
Prozesse zur Bildung von Mikrokapseln sind in folgenden Referenzen
beschrieben: Vandegaer, „Microencapsulation
Processes and Applications",
Plenum Press, New York, 1974, M. Gutcho, „Microcapsules and other Capsules", Chemical Technology
Review, No. 135, Noyles Data Service, Park Ridge, N.J. 1979, und
in der Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology, 3. Ausgabe
(1981), Band 15. Die oben erwähnten
Referenzen beschreiben mehrere Flüssigphasen-Verfahren der Verkapselung.
Diese Verfahren schließen
die Koazervierung, die thermische Koazervierung, die komplexe Koazervierung,
die Interface-Polymerisierung und andere mit ein. Beim Prozess der
Koazervierung werden die Kern- und Hüllmaterialien in einem flüssigen Medium
zusammengemischt. Wenn die Kern- und Hüllmaterialien für einen
ausreichenden Zeitraum gerührt
wurden, werden Portionen des Kernmaterials mit Hüllmaterial beschichtet, wodurch
sich innerhalb des flüssigen
Mediums Kapseln bilden. Die Größe dieser
Kapseln wird durch die Geschwindigkeit und die Ausgestaltung des
Mischelements innerhalb des Behälters
kontrolliert. Ein weiterer chemischer Behandlungsprozess passt die
Dicke des Hüllmaterials
an.
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Die
in der Industrie verwendeten Mikrokapseln müssen, wenn die Kapseln zu einem
Wirtsmaterial zugegeben werden, in der Lage sein, großen Scherkräften oder
anderen belastenden Zuständen
zu widerstehen, Geeignete Wirtsmaterialien könnten Farben, Plastik, Schaumprodukte,
Baumaterialien, Papierprodukte und andere sein. Jedes Wirtsmaterial
benötigt
verschiedene Hitze- und Belastungsbedingungen, um das Endprodukt
herzustellen und die verschiedene Hitze- und Belastungsbedingungen,
um das Endprodukt herzustellen und die Kapseln müssen geeignete physische Eigenschaften
haben, um es den Kapseln zu ermöglichen,
während
der Herstellung des Endprodukts verwendet zu werden. In der Industrie
verwendete Kapseln müssen
im Allgemeinen sehr klein sein.
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Es
gibt spezielle Probleme bei der Entwicklung von Zusammensetzungen
mit anhaltender Freisetzung, und insbesondere bei Zusammensetzungen
mit einer Freisetzung nullter Ordnung, von Umwelt-sensiblen Materialien
oder biologisch-aktiven Makromolekülen aufgrund der Empfindlichkeit
gegenüber
chemischen und strukturellen Veränderungen
oder aufgrund von Reaktion infolge von Vermischung mit Exzipienten,
infolge von Verarbeitung und infolge von Lagerung. Diese Probleme
kennt der Fachmann auf dem Gebiet der pharmazeutischen Formulierung
und sie können
klassifiziert werden als Probleme der chemischen Stabilität. Unzureichende
chemische Stabilität
von Zusammensetzungen infolge von irreversibler Strukturveränderung
des Kerns und/oder von Wechselwirkungen mit den Exzipienten kann
zu Zusammensetzungen führen,
die entweder inaktiv sind oder die gewünschte Wirkung nicht mehr bieten.
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Eine
andere Problemkategorie für
pharmazeutische Formulierungen ist die physische Stabilität. Ein offensichtliches
Beispiel ist die Abnutzung von Tabletten oder Implantaten im Zuge
der Verarbeitung, Verpackung oder Lagerung. Ein weiteres Beispiel
ist eine physische Trennung einer Creme, Paste oder eines Gels in
Komponentenbestandteile, was zu einer heterogenen Verteilung des
aktiven Inhaltsstoffs sowie zu einer Veränderung der Konsistenz führen kann.
Die Konsequenz solch physischen Verfalls der Formulierung kann der
Verlust der gewünschten
vereinfachten Handhabungscharakteristika und eine unvorhersehbare
Dosierung an den Patienten sein. Weniger offensichtliche physische
Veränderungen
einer pharmazeutischen Formulierung schließen zahlreiche Veränderungen
an der kristallinen oder mikroskopischen Struktur der Exzipienten mit
ein. Die Arten der Veränderung
können
zu erheblichen Veränderungen
bei der Freisetzung des aktiven Arzneimittels führen. Es sollte klar sein,
dass Veränderungen
in der physischen Stabilität
von pharmazeutischen Dosierungsformen, seien sie nun für die orale
oder parenterale Verabreichung, am problematischsten für Zubereitungen
mit anhaltender Freisetzung wären.
Es ist die unabdingbare Voraussetzung für kommerziell brauchbare pharmazeutische
Dosierungsformen mit anhaltender Freisetzung, dass sie ihre Freisetzungscharakteristika über alle
Herstellungschargen und über
relativ lange Lagerungszeiträumen
beibehalten. Die physische Stabilität der pharmazeutischen Dosierungsformen
soll sowohl die Konstanz der Handhabungscharakteristika als auch
die Härte,
Fließfähigkeit
oder Viskosität
und die Konstanz der pharmakologischen Leistung beschreiben.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Zubereitung einer
Mikrokapsel mit einem Freisetzungsprofil über zwei spezifische Mechanismen
zur Verfügung.
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Berichte über Entwicklungen
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Die
Mikroverkapselungstechnologie wird seit langem für die kontrollierte Zufuhr
von Pharmazeutika verwendet. Bereits 1964 wurde Aspirin in Ethylzellulose
verkapselt (
U.S. Pat. Nr. 3,155,590 ),
mit Verbesserungen am grundlegenden Prozess (
U.S. Pat. Nr. 3,341,416 ). Die Mikroverkapselung
ist auch verwendet worden um Menschen Kaliumsalze zuzuführen (
U.S. Pat. Nr. 4,259,315 ).
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Andere
Wirkstoffe sind ebenfalls unter Verwendung einer Vielzahl von Verfahren
mikroverkapselt worden. Beispielsweise offenbart
U.S. Pat. Nr. 4,938,967 Mikrokapseln
mit einer höheren
Dichte als normal durch Einbeziehen eines Beschwerungswirkstoffs
wie Bariumsulfat, um die Widerstandszeit im Magen zu erhöhen.
U.S. Pat. Nr. 4,574,080 offenbart
eine Formulierung mit kontrollierter Freisetzung, die zusätzliche
Partikel der aktiven Substanz haftend auf der Oberfläche der
Beschichtung offenbart.
U.S.
Pat. Nr. 4,606,940 offenbart einen Verkapselungsprozess
durch Auflösung
der zu verkapselnden Verbindung in einem Lösungsmittel, Mischen der Lösung mit
einer Lösung
an Verkapselungsmaterial und Elektrolyt, und Gelieren des Verkapselungsmaterials.
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Einer
der Hauptgründe
für die
Verkapselung eines Wirkstoffs ist es, die Freisetzung des Wirkstoffs
in den Körper
zu verlangsamen. Daher können
kontrollierte mikroverkapselte Freisetzungsformulierungen mehrere
nicht mikroverkapselte Dosierungen ersetzen. Die Freisetzungsrate
des Arzneimittels wird üblicherweise hauptsächlich über die
Dicke der Beschichtung kontrolliert. Normalerweise entspricht das
Freisetzungsmuster der ersten Größenordnung,
in der die Rate exponentiell mit der Zeit abnimmt bis der Wirkstoff
erschöpft
ist (Kirk-Othmer, Encyclopedia of Chemical Technology, S. 485, 1981).
Dieses Freisetzungsmuster ist auf den Konzentrationsunterschied
zwischen dem Inneren und dem Äußeren der
Kapsel zurückzuführen, wobei
der Unterschied kontinuierlich im Laufe der Auflösung abnimmt.
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Beispielhafte
Mikrokapseln mit anhaltender Freisetzung schließen jene mit ein, die in den
folgenden Patenten beschrieben sind:
U.S. Pat. Nr. 4,837,381 offenbart
eine Zusammensetzung von Mikrokugeln aus Fett oder Wachs oder Gemischen
davon und einem biologisch-aktiven Protein, Peptid oder Polypeptid,
die für
die parenterale Verabreichung geeignet ist. Das Patent offenbart
die Nützlichkeit
der Zusammensetzungen für
die langsame Freisetzung eines Proteins, Peptids oder Polypeptids
bei der parenteralen Verabreichung und offenbart Verfahren zur Erhöhung und
Beibehaltung erhöhter
Spiegel an Wachstumshormon im Blut von behandelten Tieren über ausgedehnte
Zeiträume
und erhöht
dadurch die Gewichtszunahme in den Tieren und erhöht die Milchproduktion von
Milch-gebenden Tieren durch die Verabreichung von Zusammensetzungen
der Erfindung.
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U.S. Pat. Nr. 5,213,810 offenbart
Wasser-unlösliche
Fett- oder Wachsmikrokugeln, die ein biologisch aktives Protein,
Peptide oder Polypeptide enthalten, wobei die Fett- oder Wachshülle ein Öl, halbweiches
Fett oder Fettsäurederivate
einschließt,
für welche
offenbart wird, dass sie die Mikrokugel stabilisieren durch Beschleunigung
der Bildung der Beta-Kristallform des Fetts oder des Wachses nach
der Sprühzerstäubung des Gemischs.
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Jedoch
wird häufig
eine konstante Freisetzungsrate nullter Ordnung bevorzugt, in welchem
Fall die Mikrokapseln eine festgesetzte Menge des Wirkstoffs pro
Zeiteinheit über
ihren Wirkungszeitraum zuführen. Kernzufuhrsysteme
mit Freisetzung nullter Ordnung gewährleisten, dass der Kern unabhängig von
der Kernkonzentration (in der Dosierungsform) während des Freisetzungszeitraums
mit einer gleichmäßigen Rate
freigesetzt wird. Solch ein ideales Kernzufuhrsystem kann gleichmäßige Kernkonzentrationsspiegel über einen verlängerten
Zeitraum bewirken. In einem pharmazeutischen System sind Zufuhrsysteme
nullter Ordnung in der Lage, einen maximalen therapeutischen Wert
zu gewährleisten,
während
gleichzeitig die Nebenwirkungen minimiert werden. Es kann auch die
Dosierungsfrequenz auf einmal in zwölf Stunden oder einmal in 24
Stunden verringern und dadurch die Dosierungsverträglichkeit
auf Seiten des Patienten verbessern.
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Mit
Ausnahme von Reservoir-Vorrichtungen wurde selten von Mikrokapseln
mit Freisetzung nullter Ordnung berichtet. Eine Freisetzung nullter
Ordnung wird mit Reservoir-Vorrichtungen so lange erreicht bis kein überschüssiges Arzneimittel
mehr mit einer gesättigten Arzneimittellösung in
dem Reservoir in Kontakt steht. Beispielsweise sagen die Autoren
in der Publikation von 1986, M. Donbrow, School of Pharmacy, Jerusalem,
Israel, vorgestellt am 13. Internationalen Symposium zur kontrollierten
Freisetzung von bioaktiven Materialien, 03.-06. August 1986 – Norfolk,
Va.: „Die
Literatur zur Freisetzung aus Mikrokapsel schließt viele nicht-validierte Berichte
zur exponentiellen Freisetzung ein, auch einige Matrixfreisetzungen
(M = kt.1/2 oder Higuchi Kinetik), und Auflösungsraten
limitierende Freisetzung (m.1/3 alpha.t),
aber sehr selten Freisetzung nullter Ordnung."
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Ein
einschlägiges
kürzlich
behauptetes Beispiel für
eine Mikrokapselzusammensetzung mit Freisetzung nullter Ordnung
wurde in
US-Pat. Nr. 5,252,337 gemeldet,
welches eine in Ethylzellulose mikroverkapselte Formulierung eines
Kalziumkanalhemmers mit einer kontrollierten Freisetzung über etwa
8 bis etwa 24 Stunden, etwas enger über etwa 12 bis etwa 16 Stunden
offenbart. Das '337-Patent
offenbart, dass die in Ethylzellulose mikroverkapselte Formulierung
eines Kalziumkanalhemmers eine Freisetzungsrate ungefähr nullter
Ordnung aufweist.
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U.S. Pat. Nr. 3,845,770 beschreibt
eine osmotische Vorrichtung für
die Freisetzung nullter Ordnung eines aktiven Wirkstoffs. Die osmotische
Vorrichtung, die in diesem Patent offenbart ist, besteht aus einem
aktiven Wirkstoff, der in einer semipermeablen Wand eingeschlossen
ist. Die semipermeable Wand ist permeabel für die Passage einer externen
Flüssigkeit,
ist aber im Wesentlichen impermeabel für die Passage des aktiven Wirkstoffs
in Lösung
in der externen Flüssigkeit.
Ein osmotischer Durchgang wird durch die Wand zur Verfügung gestellt,
um die Lösung
des aktiven Wirkstoffs in der externen Flüssigkeit der Umgebung zuzuführen. Das Patent
lehrt daher die Verwendung der osmotischen Zufuhr der Lösung des
aktiven Wirkstoffs durch einen speziell konstruierten Durchgang
anstelle der Zufuhr über
die Fusion durch eine Membran.
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U.S. Pat. Nr. 4,327,725 beschreibt,
wie man die Zufuhrkinetiken der grundlegenden osmotischen Pumpe über die
Verwendung einer Hydrogelschicht innerhalb der semipermeablen Membran
verstärkt.
Die Struktur der Vorrichtung besteht aus einem aktiven Wirkstoff,
der in einer Hydrogelschicht eingeschlossen ist, die wiederum eingeschlossen
ist von einer semipermeablen Membran. Die semipermeable Membran
erlaubt die Diffusion einer externen Flüssigkeit ins Innere, erlaubt
aber nicht die Diffusion der Lösung
des aktiven Wirkstoffs in der externen Flüssigkeit in die Umgebung. Das
Hydrogel quillt mit der Absorption der externen Flüssigkeit und übt Druck
auf die Lösung
des aktiven Wirkstoffs in der externen Flüssigkeit aus. Die Lösung des
aktiven Wirkstoffs in der externen Flüssigkeit wird dann dem umgebenden
Medium durch einen einzelnen speziell konstruierten Durchgang durch
die Hydrogelschicht und die Membran zugeführt. Es wird beansprucht, dass
die in
U.S. Pat. Nr. 4,327,725 beschriebene
Variation besonders nützlich
in Fällen
ist, wo Wirkstoffe in der externen Flüssigkeit unlöslich sind.
Der osmotische Durchgang in der in diesem Patent beschriebenen Vorrichtung
wird hergestellt durch Bohren eines Lochs durch die semipermeable
Wand, um die Kammer des aktiven Wirkstoffs mit dem Äußeren der
Vorrichtung zu verbinden. Eine Lasermaschine wird benutzt, um präzise Löcher zu
bohren. Dieses Verfahren ist mühsam
und bedarf beträchtlicher
Entwicklungsanstrengungen, um das Zufuhrsystem auf jedes individuelle
Arzneimittel oder aktiven Wirkstoff anzupassen.
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U.S. Pat. Nr. 4,891,223 offenbart
eine bioaktive Zusammensetzung mit kontrollierten, anhaltenden Freisetzungszufuhrmustern,
wenn sie mit einem geeigneten Umgebungsmedium in Berührung gebracht
wird. Die Zusammensetzung umfasst einen Kern aus pharmazeutischem,
insektizidem, herbizidem oder düngendem
bioaktiven Material, löslich
in einem gegebenen Umgebungsmedium, wobei der Kern in einer Menge
vorliegt, die mindestens für
eine vollständige
Dosierung im Laufe des Behandlungszeitraums ausreicht; eine erste Beschichtung,
die den Kern aus bioaktivem Material umhüllt, umfassend ein Polymer
oder ein Polymermischung, wobei das Polymer oder die Polymermischung
infolge von Durchdringung mit dem umgebenden Medium quillt; und
eine zweite Beschichtung, die den mit der ersten Beschichtung eingehüllten bioaktiven
Materialkern umfassend ein Polymer oder ein Polymergemisch umhüllt; wobei
das Polymer oder das Polymergemisch wasserunlöslich ist und eine semipermeabel
Barriere bildet, die die Diffusion des Umgebungsmediums in den mit
der ersten Beschichtung umhüllten
bioaktiven Materialkern gestattet und ebenfalls die Diffusion des in
Umgebungsmedium aufgelösten
bioaktiven Materials in das Umgebungsmaterial gestattet. Die erste
Beschichtung kann ferner einen plastifizierenden Wirkstoff umfassen.
Beispiele für
geeignete Polymere der ersten Beschichtung sind Hydroxypropylzellulose,
Hydroxypropylmethylzellulose, Polyvinylalkohol oder Gemische davon.
Beispiele für
geeignete Polymere der zweiten Beschichtung sind Ethylzellulose
alleine oder in Kombination mit Hydroxypropylzellulose oder Methylzellulose.
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Ähnliche
intern quellfähige
Mikrokapselzusammensetzungen sind in folgenden Patenten offenbart:
U.S. Pat. Nr. 4,423,099 offenbart
nicht-einheitliche wasserunlösliche
gegenseitig durchdringende Polymermischzusammensetzungen umfassend
ein erstes permeables, in Wasser quellendes Polymersubstrat, das
in einem Gradienten, der im Wesentlichen normal für die Substratoberfläche ist,
von einem zweiten weniger permeablen Kondensationspolymer durchdrungen
ist, um eine darin eine Membran zu bilden, die die Diffusionsrate
kontrolliert. Das resultierende Polymergemisch ist so, dass die
Konzentration des Kondensationspolymers von 0 % an der inneren Oberfläche des
in Wasser quellenden Polymers bis auf etwa 100 % an der äußeren Oberfläche des
in Wasser quellenden Polymers angehoben wird.
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U.S. Pat. Nr. 4,177,056 offenbart
eine Zusammensetzung mit kontrollierter anhaltender Freisetzung, die
einen pharmazeutisch-, insektizid- oder herbizid-wirkenden Wirkstoff
und ein wasserunlösliches
hydrophiles Gel umfasst, wobei das Gel umfasst: (A) etwa 30 bis
etwa 90 % eines hydrophilen (a) Polymers identischer oder unterschiedlicher
wasserlöslicher
monooleophiner Monomere, oder (b) Copolymer des wasserlöslichen Monomers
mit 1 bis 70 % an wasserunlöslichen,
identischen oder unterschiedlichen monooleophinen Monomeren, wobei
das Polymer oder Copolymer kreuzvernetzt ist mit (B) etwa 10 bis
etwa 70 % eines terminaldiolephinen hydrophoben Makromers mit einem
Molekulargewicht von etwa 400 bis etwa 8000.
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U.S. Pat. Nr. 4,138,475 offenbart
eine pharmazeutische Zusammensetzung mit anhaltender Freisetzung
bestehend aus einer harten Gelatinekapsel, die filmbeschichtete
Sphäroide
enthält,
die Propranolol oder ein pharmazeutisch verträgliches Salz davon in Beimischung
zu einer in Wasser nicht quellenden mikrokristallinen Zellulose
enthält,
wobei die Sphäroide
eine Filmbeschichtung haben, die Ethylcellulose, ggf. mit Hydroxypropylmethylzellulose
und/oder einen Weichmacher, umfasst.
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Die
Lebensmittel-, nutrizeutische, Kosmetik- und Landwirtschaftsindustrie
profitiert von der Verwendung von Mikrokapseln, die aus verkapselten
Kernmaterialien in entweder hydrophilen oder hydrophoben polymeren
Materialien zubereitet wurden. Diese Mikrokapseln sind aus geschmolzenen
Gemischen zubereitet worden, die sowohl abgekühlt als auch granuliert wurden
oder sprühgekühlt wurden,
wodurch das geschmolzene Polymer um die Kernmaterialien erstarrte,
um Kapseln oder Sprühkondensate
zu bilden.
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U.S. Pat. Nr. 5,599,583 offenbart
die Verkapselung eines in der Landwirtschaft wirksamen aktiven Inhaltsstoffs
durch Beimischung zu einem Inhaltsstoff mit einem wasserfreien erstarrten
Film-bildenden wasserunlöslichen
Polymerbinder bis zur Homogenizität, Abkühlen des Gemischs und Sprühen des
abgekühlten
Gemischs in eine Erstarrungszone, um Partikel zu bilden.
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U.S. Pat. Nr. 5,631,013 offenbart
verkapselte Alkalimetall-Bicarbonatkristallisate, die mit hydrophilen oder
wasserunlöslichen
Polymeren beschichtet sind, und beschreibt spezifisch die Fließbettbeschichtung
von Natriumbicarbonat unter Verwendung von Lösungen hydrophiler Polymere.
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U.S. Pat. Nr. 3,080,293 offenbart
die Zubereitung von Niacinamidkügelchen
durch Beimischung geschmolzener Stearinsäure zu Niacinamidpulver, welches über einen
Zentrifugalzerstäubers
geführt,
spritzgekühlt,
getrocknet und mit Kieselsäure
eingepudert wird.
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U.S. Pat. Nr. 4,022,917 beschreibt
einen Backteig, der mit in einer wasserunlöslichen Beschichtung verkapselten
Partikeln eines alkalischen Gärungswirkstoffs
gemacht wird, die zu dem Backteig hinzugefügt wird. Der alkalische Gärungswirkstoff
wird in dem Backteig bei einer Kochtemperatur verteilt und wird
bei einer Temperatur von mindestens etwa 60 Grad C freigesetzt.
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Die
Verwendung von Fetten als Retentionsmedium für flüchtige Stoffe ist in
U.S. Pat. Nr. 3,949,094 offenbart,
wobei flüchtige
Aromen, Würzmittel,
Farbstoffe, Geschmacksverstärker
und dergleichen mit lipoidem Material unter superatmosphärischen
Bedingungen zur anschließenden
Handhabung gemischt werden oder Umwandlung in Partikel mittels eines
Sprühkühlungsprozesses.
Das Verfahren des '094-Patents
und andere ähnliche
Sprühtrocknungsverfahren
resultieren in Mikrokapseln geringer Qualität. Im Wesentlichen ist die „Versiegelungswirkung" von Kernmaterialien
innerhalb von Fetten mittels Verfahren im Stand der Technik oft unzureichend
und führt
zu unerwünschter
Kernoxidation, Reduktion oder Verflüchtigung, insbesondere, wenn die
Kapseln Umweltlagerbedingungen oder mechanischem Scherkräften im
Laufe der sich anschließenden Prozessierung
ausgesetzt werden.
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Jüngere Verfahren
der Mikroverkapselung werden in
U.S.
Pat. Nr. 5,209,879 vorgelegt, dass die Verwendung von Druck-Puls,
abruptem Druckwechsel oder Schockwellen (im Folgenden „Druckkraft” genannt)
offenbart, um die Umsetzung polymorpher Wachse in den stabileren
Beta-kristallinen Zustand zu beschleunigen und die Verwendung solcher
Beta-Wachse als Hüllmaterialien
bei der Zubereitung von Mikrokapseln für umweltsensible Materialien.
WO9 115198 , abgeleitet von
einer US-Anmeldung, die am selben Tag angemeldet wurde, wie die
Anmeldung, die als das oben erwähnte '879-Patent erteilt
wurde, offenbart die mögliche
Zubereitung von Beta-kristallinen Wachskapseln mittels des Vormischens
des Kernmaterials mit dem flüssigen Wachs
vor der Anwendung der Druckkraft. Der Patentinhaber bemerkt jedoch,
dass dieses Vorgehen zu häufigen
Störungen
der Maschine führt.
Die Druckkraft-Technologie ist in
U.S.
Pat. Nr. 5,460,756 auch als anwendbar auf die Verkapselung
von Flüssigkeiten
beschrieben worden, wo die Verkapselung von Flüssigkeiten innerhalb des mit
Druckkraft behandelten polymorphen Wachses offenbart wird durch
Mischen des flüssigen Kerns
mit dem geschmolzenen Wachs entweder vor oder nachdem das Gemisch
der Druckkraft unterworfen wurde. In allen Druckkraft-Verfahren
wird das geschmolzene Gemisch abgekühlt und granuliert, um die
stabilisierten Beta-Wachs verkapselten Mikrokapseln zu bilden.
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Es
ist ein Ziel dieser Erfindung langzeitlagerungsstabile Mikrokapselzusammensetzungen
zur Verfügung
zu stellen, die die Fähigkeit
besitzen, Kernmaterial bei einer konstanten Rate in eine flüssige Umgebung freizusetzen
und/oder den Kern als Funktion eines definierten Temperaturbereichs
freizusetzen. Diese und andere Ziele werden aus der folgenden Beschreibung
der Erfindung ersichtlich werden.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Prozess zur Zubereitung von
Mikrokapseln umfassend das Unterwerfen eines fließfähigen Gemischs
eines Kernmaterials und einer ersten Menge an wasserunlöslichem Hüllmaterial
einer Druckkraft, um ein druckbehandeltes Gemisch zu bilden, und
Führen
des druckbehandelten Gemischs durch eine Sprühdüse in eine Abkühlzone,
um eine erstarrte Zusammensetzung zu bilden. Eine besondere Ausführungsform
des Verfahrens, die die Langzeitfeuchtigkeitsstabilität der resultierenden
Mikrokapseln zur Verfügung
stellt, unterwirft die im ersten Schritt zubereiteten Mikrokapseln
einer zweiten Beschichtung mit einer zweiten Menge an wasserunlöslichem
Hüllmaterial.
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1 ist
eine Auftragung der prozentualen Freisetzung über den Zeitdaten für die Mikrokapsel
von Beispiel 5 im Vergleich zum Auflösungsprofil eines kommerziell
erhältlichen
lange wirkenden Propranolol-haltigen Produkts.
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2 ist
eine Auftragung der Freisetzung der Propranolol (–840 + 420 μm (–20 + 40
Mesh) Fraktion)-Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung über der
Zeit.
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3 ist
eine Auftragung der prozentualen Freisetzung verschiedener Fraktionen
der in Übereinstimmung
mit Beispiel 7 zubereiteten Mikrokugeln über die Zeit.
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4 ist
eine Auftragung der prozentualen Freisetzung über die Zeit einer Vergleichszusammensetzung.
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5 ist
eine Auftragung der Freisetzung einer Theophyllin-Zusammensetzung
der vorliegenden Erfindung über
die Zeit.
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6 ist
eine Auftragung der Wirkung der Partikelgröße der Mikrokapsel auf das
Freisetzungsprofil.
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Die
Zusammensetzungen, die durch den Prozess der vorliegenden Erfindung
zubereitet wurden, stellen ein hochstabiles und schützendes
Trägervehikel
für das
Kernmaterial zur Verfügung,
solange bis es aktiviert wird, um das Kernmaterial mittels eines
oder mehrerer Mechanismen einschließlich eines Temperaturfreisetzungsmechanismus
freizusetzen, der die Freisetzung des Kerns über einen vordefinierten Temperaturbereich
erlaubt und einen Auflösungsmechanismus,
der die Freisetzung nullter Ordnung des Kernmaterials über einen
vorbestimmten Zeitraum in eine wässrige
Umgebung erlaubt.
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Der
Ausdruck „Freisetzung
nullter Ordnung" oder „Freisetzungsrate
nullter Ordnung",
wie hierin verwendet, bezeichnet eine konstante, lineare, kontinuierliche,
anhaltende und kontrollierte Freisetzungsrate des Kernmaterials
aus der Mikrokapsel, d.h. die Auftragung der Masse an freigesetztem
Kern über
die Zeit ist linear.
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Der
Ausdruck „Kapseln" oder „verkapselte
Partikel", wie hierin
verwendet, bezieht sich auf Partikel, die einen Hüllbestandteil
und einen Kernbestandteil haben, wobei der Hüllbestandteil den Kernbestandteil
einschließt,
welcher ein einzelner Kern sein kann oder zahlreiche Kerne umfasst,
die innerhalb des Hüllmaterials als
Matrix verteilt sind.
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Der
Ausdruck „Mikrokapsel", wie hierin verwendet,
ist eine Kapsel, die einen Durchmesser in der Größenordnung von etwa 5-5000 μm (Mikrons)
hat.
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Das
Kernmaterial kann ein flüssiger
Tropfen sein, ein Festpartikel, ein Gas, oder eine Aufschlämmung zusammengesetzt
aus einem Fest-Flüssig-Gemisch.
Jedes Material, das seine Form und Konfiguration innerhalb des flüssigen Mediums
beibehält,
kann verwendet werden.
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Das
Kernmaterial kann löslich
oder unlöslich
innerhalb des Flüssigmediums
sein. Bevorzugte Materialien sind in dem Hüllmaterial unlöslich oder
nur geringfügig
löslich
bei den Verarbeitungsbedingungen.
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Das
Hüllmaterial
ist wasserunlösliches
organisches Material und ist vorzugsweise ein natürlich gewonnenes
oder synthetisch produziertes Wachsmaterial, das einen einzelnen
chemischen Bestandteil oder ein Gemisch davon umfassen kann. Das
Hüllmaterial
ist am bevorzugtesten ein Triglycerid oder ein Gemisch von Triglyceriden,
wie man es in hydrierten oder teilhydrierten Pflanzenölen findet.
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Der
Ausdruck „Wachs", wie hierin verwendet,
soll eine so breite Bedeutung haben wie möglich und fast von einem Tier,
Gemüse,
und Mineralquellen abgeleitete Ester und Wachsverbindungen ins Auge
einschließlich
Modifikationen solcher Verbindungen aus allen drei Quellen, zusätzlich zu
den synthetisch hergestellten Materialien mit ähnlichen Eigenschaften. Beispiele
für einige
der Wachse, die entweder alleine oder in Kombination mit dieser
Erfindung verwendet werden können,
sind unten in Tabelle 1 gezeigt. TABELLE 1
| Glyceryltristearat | Glycerlydistearat |
| DynasanTM 110, 114, 116, 118 | SterotexTM Hm, k |
| Rapswachs/-öl | Baumwollflocken |
| Sojaflocken | Rizinuswachs |
| Rübsamenwachs | Bienenwachs |
| Carnaubawachs | Candelillawachs |
| Mikrowachs
(basierend auf Petroleum bolerTM Wachs 1014) | |
| Dritex
CTM | |
| SpezialfettTM 42, 44, 168 t | Be
SquareTM Wachs #195a |
| Be
SquareTM Wachs #195w | EnergyboosterTM |
| AstorTM Wachs 180 | AstorTM Wachs 150 |
| Polyethylen | schmelzbare
Polymere |
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Die
im Allgemeinen verwendete Wachsklasse, die in der vorliegenden Erfindung
verwendbar ist, ist bekannt als die Triglyceride. In der Natur findet
man Triglyceride gewöhnlicherweise
in komplexen Gemischen. Abhängig
von der Quelle des Triglycerids, sei es Tier oder Pflanze, kann
das Triglycerid aus kürzeren
oder längeren
Carbonsäuren
gebildet werden, die wiederum entweder gesättigt oder ungesättigt sein
können.
Triglyceride, die aus kurzkettigen, ungesättigten Carbonsäuren gebildet
werden, schmelzen in der Regel bei niedrigeren Temperaturen als
Triglyceride, die aus langkettigen, gesättigten Säuren gebildet werden. In den
meisten Fällen
werden Triglyceride aus mehr als einem Typ von Carbonsäure gebildet.
Ferner bestimmen sich die physikalischen Eigenschaften eines Triglycerids
(beispielsweise, ob es als Flüssigkeit
oder als Feststoff bei Raumtemperatur vorliegt) nicht nur dadurch,
welche Carbonsäuren
bei der Veresterung eingebaut wurden, sondern auch an welcher der
Hydroxylpositionen des Glycerins eine gegebene Carbonsäure eingebaut
wurde. Daher unterscheiden sich tierische Triglyceride von Pflanzentriglyceriden
nicht so sehr im Gesamtverhältnis
gesättigter
zu ungesättigten
Säuren
oder in Säuren
bestimmter Längen,
sondern eher darin, an welcher der drei Hydroxypositionen im Glycerinmolekül ungesättigte Säuren vorliegen.
Typischerweise zeigen auch natürlich
auftretende Triglyceridwachse, die bei Raumtemperatur fest sind,
aufgrund der weiten Bandbreite an Triglyceriden, die in den meisten
natürlichen
Produkten vorliegen, keinen einzelnen scharfen Schmelzpunkt.
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Triglyceridwachse
können
unter Auswahl der Kettenlänge
der Carbonsäuren,
die die Triglyceride bilden, sowie der Wahl der Reinheitsgrade kommerziell
erhalten werden. Kommerzielle Zubereitungen von Triglyceriden beginnen
mit natürlichen
Produkten in denen eine Anzahl unterschiedlicher Triglyceride miteinander assoziiert
sind. Die Verarbeitung sättigt
nicht nur die Säuresubstituenten,
sondern reduziert auch die Vielfalt der Triglyceride im Endmaterial.
Das Verfahren und der Apparat dieser Erfindung kann einfach demonstriert werden
unter Verwendung des Monoacidtriglycerids Glycerintristearat („Tristearin"), das durch Veresterung von
Stearinsäuren
mit 18 Kohlenstoffen mit allen drei Hydroxygruppen von Glycerin
gebildet wird. Stearinsäure ist
eine vollständig
gesättigte
Carbonsäure.
Ein geeigneter kommerzieller Reinheitsgrad von Tristearin, dessen sich
der Anmelder bewusst ist, ist ein Produkt mit dem Markennamen „DynasanTM 118",
das von Dynamit Nobel, einem Tochterunternehmen von Hulls America
hergestellt wird. DynasanTM 118 stammt aus
einer Gemüsequelle,
die relativ wenige Triglyceridmoleküle enthält, die veresterte Säuren verschiedener
Länge haben.
In ähnlicher
Weise sind auch Triglyceridmaterialien kommerziell erhältlich unter
der Marke SterotexTM, wenn auch etwas weniger
rein. Wie vom Hersteller geliefert, ist Dynasan 118 ein weißes mikrokristallines
Pulver, das in der Betaform kristallisiert ist, dessen DSC einen
einzigen endothermen Scheitelpunkt zentriert um etwa 72°C aufweist,
was anzeigt, dass nur eine einzige polymorphe Form mit einem Schmelzpunkt
innerhalb des Schmelzpunkttemperaturbereichs der Betaform vorliegt.
Andere bevorzugte Triglyceridwachse schließen Dritex C, ein hydriertes
Baumwollsamenölwachs,
und BF117 (Bakers Flake 117), das jetzt als Shurset 117 verkauft
wird, teilhydriertes Sojabohnenöl
mit ein, die beide kommerziell von AC Humko verkauft werden.
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„Beta-Kristalle" und „Fett in
einer Beta-Form",
wie hierin verwendet, bezieht sich auf Triglyceridkristalle mit
Blocksymmetrie und einer Länge
von etwa 50-100 μm
(Mikrons) auf einer Seite. Betakristalle von Triglyceriden werden
in parallelen Reihen ausgerichtet. Das Vorliegen von Betakristallen
kann bestimmt werden mittels eines Verfahrens wie der Differenzialabtastungskalorimetrie
(DSC) wie beschrieben in AOCS Recommended Practice Cj 1-94. Das
Vorliegen kann auch mittels Röntgenbeugungsanalyse
unter Verwendung eines Verfahrens wie beispielsweise in AOCS Cj
2-95 beschrieben und mittels niedrig auflösender Kernmagnetresonanz unter
Verwendung des AOCS-Verfahrens Cd 16b-93 bestimmt werden.
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Der
Prozess der vorliegenden Erfindung umfasst die Anwendung einer Druckkraft
auf ein Gemisch von Kern- und Hüllmaterialien
für eine
kurze Zeit in der Größenordnung
von einer Sekunde oder weniger gefolgt von Zerstäubung oder Versprühen des
geschmolzenen Gemischs in eine Abkühlzone um das geschmolzene Hüllmaterial
um das Kernmaterial erstarren zu lassen. Das Gemisch von Kern- und
Hüllmaterialien
vor Anwenden der Druckkraft wird im Folgenden als das „Vorgemisch" bezeichnet. Ein
bevorzugter Prozess, der daraufhin angepasst ist, lagerungsstabile
Zusammensetzungen zuzubereiten, die wasserlösliche anorganische Kernmaterialien
umfassen, trägt
eine zweite äußere Schicht
von Hüllmaterial,
das frei von Kernmaterial ist, auf das Hüllmaterial-beschichtete Kernmaterial
auf. Das Hüllmaterial
kann als eine äußere Schicht
mit jeder der gebräuchlichen
Beschichtungsverfahren, die im Stand der Technik bekannt sind, aufgetragen
werden, der bevorzugteste Prozess trägt das Hüllmaterial aber mittels Sprühbeschichtung
auf.
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Die
Druckkraft wird auf das Vorgemisch in Übereinstimmung mit dem Verfahren
und dem Apparat (Beta-Apparat), der in
U.S. Pat. Nr. 5,209,879 beschrieben
ist, ausgeübt.
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Die
zusammendrückenden
Kräfte
werden erzeugt durch Kompaktieren des Vorgemischs während eines
kurzen Zeitintervalls und Zwingen des kompaktierten Vorgemischs
durch die „Beta"-Kammer, wodurch
das Gemisch Scher- und Kavitationskräften unterworfen wird, die
aus den Hochdruckstößen und
-strömen
resultieren, die in einer Nachdruckreduktionskammer erzeugt werden.
Dieser Prozess ist in
U.S. Pat.
Nrn. 4,978,483 ,
5,469,756 und
5,209,879 beschrieben. Man
glaubt, dass diese Kräfte
die Kernmaterialien auf Partikel im Mikrometermaßstab reduzieren und das Hüllmaterial
eng um und in die Unebenheiten der Oberflächen des Kerns komprimiert.
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Die
Menge an in dieser Erfindung benötigter
Druckkraft hängt
von dem Zeitintervall ab, in dem der Druck ausgeübt wird. Der benötigte Druck
variiert invers mit dem Zeitintervall. Der Beschichtungsprozess
setzt sich so lange fort, wie der Druck auf dem Vorgemisch aufrechterhalten
wird, die Beschichtung ist aber am effektivsten, wenn der Druck
für eine
sehr kurzen Zeitraum ausgeübt
wird, vorzugsweise in der Größenordnung von
einer Sekunde oder weniger. Um die Wirksamkeit der Druckkraftverarbeitung
zu verstärken,
kann das Druckbehandelte Gemisch wiederholt der Anwendung von Druck
im Beta-Apparat unterworfen werden. Die fließfähige Zusammensetzung kann durch
den Beta-Apparat ein-, zwei- oder sogar dreimal geführt werden, um
den gewünschten
Effekt zu erreichen.
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Das
Kernmaterial kann ein Feststoff, eine Flüssigkeit, Gas oder eine Aufschlämmung sein.
Als ein Ergebnis der Anwendung der Druckkraft umgibt und verkapselt
das Hüllmaterial
jedes Partikel, oder Gas oder Flüssigkeitströpfchen,
das innerhalb des Vorgemischs vorliegt. Wenn das Kernmaterial ein
Feststoff ist, wird das Hüllmaterial
im Allgemeinen das Partikel einfach beschichten, da die Druckschockwelle
das Partikel mit dem Hüllmaterial
umgibt. Letztendlich wird das Hüllmaterial
unter Druck eine vollständige
Umhüllung
des festen Partikels bilden und als eine zusammenhängende Schicht
erstarren, wodurch ein verkapselter Feststoff gebildet wird.
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Wenn
das Kernmaterial ein flüssiger
Tropfen ist, muss das flüssige
Kernmaterial eine Viskosität
haben, die sich von der des flüssigen
Mediums, dem es eingetaucht ist, unterscheiden. Wenn die Viskosität des flüssigen Kerns
zu nahe an dem des flüssigen
Mediums ist, tendiert das Hüllmaterial,
wenn es komprimiert wird, dazu, den flüssigen Tropfen zu verdrängen und
bildet globuläre
Kugeln, die sich nur aus dem Hüllmaterial
zusammensetzen. Der flüssige
Tropfen löst
sich dann auf und verteilt sich innerhalb des flüssigen Mediums und tendiert
dazu, nicht verkapselt zu werden. Das Kernmaterial ist vorzugsweise
ein flüssiger
Tropfen, der im Hüllmaterial
nicht löslich
ist. Wenn dem so ist, dann wird die Druckkraft dazu tendieren, das
Hüllmaterial
zu einer verkapselten Beschichtung um den flüssigen Kerntropfen zu formen.
Das Hüllmaterial
erstarrt dann und versiegelt den Tropfen, wobei eine verkapselte
Flüssigkeit
gebildet wird.
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Wenn
das Kernmaterial innerhalb des flüssigen Mediums löslich ist,
ist die Zubereitung des Vorgemischs und die Anwendung der Druckkraft
vor der Lösung
des Kerns im Hüllmaterial
notwendig, um es zu ermöglichen,
dass die Verkapselung stattfindet.
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Wenn
der Kern eine Gasblase innerhalb des Vorgemischs ist, dann wird
die Druckkraft die Blase als Festform „erkennen" und wird die Blase mit dem Hüllmaterial
einschließen,
wodurch eine gasgefüllte
Mikrokapsel gebildet wird.
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Die
vorliegende Erfindung verbessert die Mikroverkapselungsprozesse
im Stand der Technik in mehrerlei Hinsicht, einschließlich hinsichtlich
dessen, wie das druckbehandelte Gemisch zu Mikrokapseln geformt wird.
Während
der Stand der Technik entweder ein Lösungsmittelsystem verwendet
und die Lösungsmittel
unlöslichen
Mikrokapseln aus dem druckbehandelten Strom entfernt, oder die druckbehandelte
geschmolzene Masse langsam während
des Granulierens abkühlt,
baut die vorliegende Erfindung einen zweiten Schritt ein, der die
Zerstäubung
oder Sprühabkühlung des
fließfähigen druckbehandelten
Vorgemischs umfasst, um die Mikrokapseln zu bilden.
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Diese
Kombinationstechnik schließt
daher zwei Schritte ein, nämlich
eine Schmelzphasenstufe, in der vorgeformte Kapseln in einer geschmolzenen
Masse, die einem Druckpuls unterworfen wird, gemacht werden, und
eine Sprühabkühlungsstufe,
die den Verkapselungsprozess vervollständigt. Die Sprühabkühlungsstufe bezieht
das Führen
des druckbehandelten Gemischs durch eine Sprühdüse in eine Abkühlzone mit
ein, um eine erstarrte Zusammensetzung zu bilden; wobei die Zone
eine Temperatur unter der Erstarrungstemperatur des Hüllmaterials
hat. Die Temperatur des druckbehandelten Gemischs sollte während es
den Druckpulsapparat durchquert und bis es die Sprühdüse erreicht
unterhalb der Schmelztemperatur des Hüllmaterials gehalten werden
aber oberhalb seiner Erstarrungstemperatur. Die Temperatur beim
Sprühen,
die Konfiguration der Sprühdüse und die
Flussrate durch die Düse
werden alle von den physikalischen Charakteristika der resultierenden
Mikrokapseln beeinflusst. Ein sehr bevorzugter Prozess verwendet
eine erhitzte Sprühdüse (und
erhitzte Schläuche
und Leitungen, die zu der Düse
führen),
die sicherstellt, dass das druckbehandelte Gemisch eine für den Hochsprühdurchsatz
geeignete Viskosität
beibehält.
Ein derartiger Hochdurchsatz ermöglicht
die Bildung von im Wesentlichen sphärischen Mikrokapseln nach Abkühlung der
gesprühten
Partikel eines flüssigen
Gemischs unter die Erstarrungstemperatur des Hüllmaterials.
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Das
Hüllmaterial
weist am Bevorzugtesten eine Schmelzkurve auf, wo das Schmelzen
bei T1 beginnt und im Wesentlichen bei T2 abgeschlossen ist, und
weist eine Abkühlungskurve
auf, wo die Erstarrung bei T3 beginnt und im Wesentlichen abgeschlossen
ist bei T4, wobei T3 weniger ist als T1. Der Unterschied zwischen T1
und T2 für
ein bestimmtes Hüllmaterial,
das in dem vorliegenden Verfahren verwendet wird, wird bestimmt durch
das Verhältnis
der Wachsmaterialien, die das Hüllmaterial
umfassen. Durch Modifizieren des Verhältnisses der Bestandteile in
dem Hüllmaterial
können
die Temperaturcharakteristika und daher die Freisetzungscharakteristika
der Mikrokapseln, die mit Hilfe des vorliegenden Verfahrens hergestellt
werden, vorherbestimmt werden. Des Weiteren können durch Bestimmen der Schmelz-
und Erstarrungstemperaturen für
das spezielle Hüllmaterial,
das im vorliegenden Verfahren verwendet wird, die Temperatur des
Gemischs während der
Behandlung entsprechend angepasst werden, um Störungen oder Blockierungen des
Apparats während des
Betriebs zu vermeiden.
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Die
Anwendung eines Druckpulses auf das Vorgemisch beschleunigt die
Erstarrung des resultierenden Mikrokapselhüllmaterials in der beta-kristallinen
Form des polymorphen Wachses oder Gemischs von polymorphen Wachsen,
das/die die Hülle
umfassen. Konsequenterweise sind die resultierenden Mikrokapseln stabil
und ihnen fehlt der Großteil
der Risse und Sprünge,
die in Mikrokapseln auftauchen, die unter Verwendung eines 1-Schritt-Prozesses
zubereitet werden, d. h., bei den Verfahren, die im Stand der Technik
gelehrt werden. Des Weiteren sind die resultierenden Mikrokapseln
vor der Umgebung in einem Grad geschützt, der mit den Verfahren
des Stands der Technik nicht möglich
ist.
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Mikrokapseln,
die in dem Prozess gemäß der vorliegenden
Erfindung gebildet werden, haben eine Größe im Bereich von etwa 50 bis
etwa 900 μm
(Mikrons), und können
eine Vielzahl von Gestalten einschließlich sphärisch, verlängert oder sogar stabähnlich haben.
Die bevorzugten Mikrokapseln sind im Wesentlichen sphärisch in
der Gestalt, und haben eine durchschnittliche Partikelgröße von zwischen
etwa 150 bis etwa 800 μm
(Mikrons). Eine Mikrokapsel mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von etwa
50 bis etwa 500 μm
(Mikrons) schließt
vorzugsweise ein Festkernmaterial mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von etwa
10 bis etwa 300 μm
(Mikrons) mit ein. Abhängig
von der Anwendung haben bevorzugte Mikrokapseln eine durchschnittliche
Partikelgröße von 50
bis 250, schließen
Festkernpartikel mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von etwa
10 bis etwa 50 μm
(Mikrons) mit ein. In anderen Anwendungen haben die bevorzugteren
Mikrokapseln eine durchschnittliche Partikelgröße von etwa 300 bis etwa 500 μm (Mikrons),
und am Bevorzugtesten von etwa 300 bis etwa 450 μm (Mikrons).
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Die
Freisetzungseigenschaften der Mikrokapseln, die unter Verwendung
des vorgenannten 2-Schritt-Prozesses
zubereitet wurden, sind eine Funktion des Prozentsatzes des Kerns
in der Mikrokapselzusammensetzung, der ionischen Natur des Kernmaterials,
der Größe und Gestalt
der Mikrokapsel und der Hüllzusammensetzung.
Wo eine Mikrokapsel eine anorganische wasserlösliche Kernverbindung einschließt, beispielsweise
ein anorganisches Salz, kann eine Weiterverarbeitung notwendig sein,
um ein langzeitlineares Freisetzungsprofil zu erreichen.
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In
einer bestimmten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die im 2-Stufen-Verfahren gebildeten
Mikrokapseln mit einer zweiten Menge an wasserunlöslichem
Hüllmaterial
in Kontakt gebracht, um eine äußere Beschichtung
des Hüllmaterials
zu bilden. Die äußere Schicht
der wasserunlöslichen
Hülle ist
im Wesentlichen frei von Kernmaterial und umgibt das verkapselte
Kernmaterial in einer zusammenhängenden Schicht.
In dieser Ausführungsform
der Erfindung wird die äußere zusammenhängende Schicht
durch Sprühbeschichten
der Mikrokapseln mit einer Zusammensetzung, die von etwa 50 bis
etwa 300 Gewichtsprozent der ersten Menge an Hüllmaterial umfasst. Eine bevorzugtere
zweite Menge des wasserunlöslichen
Hüllmaterials stellt
etwa 10 Gewichtsprozent der ersten Menge an Hüllmaterial dar.
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Die
zweite Menge an Hüllmaterial
kann jedes wasserunlösliche
organische Material sein, das gewöhnlich auf dem Gebiet der Verkapselung
verwendet wird. Ein bevorzugtes zweites Hüllmaterial umfasst eines der hierin
beschriebenen Wachse, und eine bevorzugte Ausführungsform nutzt dieselbe Zusammensetzung
aus polymorphem Hüllmaterial
der ersten Menge, die im Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendet
wurde. Man glaubt, dass die Verwendung desselben polymorphen Materials
für beide
Verkapselungsvorgänge
zu einer extrem stabilen Struktur führt aufgrund des Animpfens
der äußeren polymorphen
Schicht mit den "druckgepressten" Beta-Kristallen
der inneren Hülle.
Als eine Folge der Impfwirkung der inneren Hülle weist die Mikrokapsel der
vorliegenden Erfindung eine unerwartete Stabilität und Langzeitkernfreisetzungseigenschaften nullter
Ordnung in wässrigen
Medien auf.
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Man
glaubt, dass die Kernfreisetzungsrate nullter Ordnung aufgrund der
langsamen Erosion von winzigen Fehlerstellen in den Mikrokapseln
der vorliegenden Erfindung auftritt, welche „verschlungene" Pfade durch die
Matrix der inneren Kapsel bilden und dadurch den Zufluss von wässrigem
Medium und Ausfluss von gelöstem
Kern zur Verfügung
stellen. Im Gegensatz zu den Verbindungen des Stands der Technik
sind die Hüllmaterialien
nicht quellfähig
und sind nicht auf osmotischen Druck angewiesen, um die Kernmaterialien
freizusetzen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
haben die Mikrokapseln ein Kerngehalt im Bereich von etwa 10 bis
etwa 45 Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa 20 bis etwa 35 Gewichtsprozent.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung umfasst das Kernmaterial eine wasserlösliche organische
Verbindung, die vorzugsweise ein Salz einer organischen Säure oder
Base sein kann. Mikrokapselzusammensetzungen, die solche organischen
Salze einschließen
und gemäß dem vorliegenden
Prozess zubereitet werden, sind in der Lage, von etwa 50 bis etwa
100 % des Kernmaterials über
einen Zeitraum von etwa 8 bis etwa 24 Stunden linear in eine wässrige Umgebung
freizusetzen. Bevorzugte Mikrokapseln der vorliegenden Erfindung
sind in der Lage etwa 70 bis etwa 100 % des Kernmaterials über einen
Zeitraum von etwa 10 bis etwa 14 Stunden, und am Bevorzugtesten über etwa
12 Stunden linear freizusetzen. Eine weitere bevorzugte Zusammensetzung
ist in der Lage etwa 80 bis etwa 100 % des Kernmaterials über einen
Zeitraum über
etwa 20 bis etwa 26 Stunden, vorzugsweise etwa 22 bis etwa 25 Stunden
und am Bevorzugtesten über etwa
24 Stunden linear freizusetzen.
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Bevorzugte
organische Salzverbindungen schließen pharmazeutisch verträglich Salze
beispielsweise Mineralsäuresalze
wie Wasserstoffhaloginidsäuresalze,
z.B. Salzsäuresalze,
und Phosphorsäuresalze
und Schwefelsäuresalze
mit ein. Eine weitere Klasse bevorzugter Salze sind die organischen
Säuresalze
organischer Base, einschließlich
der pharmazeutisch verträglichen
Carbonsäuresalze
wie Zitronensäure,
Weinsäure, Essigsäure, Maleinsäure, Estoleinsäure („estoleic
acid"), Succinsäure und
dergleichen.
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In
einer weiteren Ausführungsform
dieser Erfindung schließen
Mikrokapsel Kernmaterialien mit ein, die wasserunlösliche oder
leicht wasserlösliche
organische Verbindungen sind. Ein lineares Freisetzungsprofil kann
mit solchen Kernmaterialien erreicht werden, vorausgesetzt das Hüllmaterial
umfasst ein Materialgemisch, das ein polymorphes Wachsmaterial mit
einem zweiten Material, das die polare Natur der Hüllmatrix erhöht, einschließt. Man
glaubt, dass durch Erhöhung
der polaren Natur der Hüllmatrix
das Kernmaterial einfacher durch das wässrige Medium gelöst werden
kann und daher zu einer schnelleren Kernmaterialfreisetzung führt. Beispielhafte
polare Materialien schließen
Fettsäuren
oder Fettalkohole, beispielsweise Stearinsäure, Palmitinsäure, Stearylalkohol
oder Cetylalkohol sowie Polysaccharide wie Xanthan mit ein. Das
polare Material kann in das Hüllgemisch
in einer Menge von etwa 10 bis etwa 50 % eingebaut werden.
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Das
wasserunlösliche
organische Kernmaterial kann eine funktionelle Gruppe einschließen, die
unter bestimmten pH-Bedingungen protoniert werden kann. Solche Materialien
tendieren dazu, in der Mikrokapsel der vorliegenden Erfindung unter
neuralen bis sauren Bedingungen schneller freizusetzen, beispielsweise
im Magen und Dickdarm, wobei die Freisetzung umso schneller ist
desto saurer die Umgebung ist. In ähnlicher Weise tendieren wasserunlösliche organische
Kernmaterialien, die in der Lage sind, ein Proton abzugeben und dadurch
selbst negativ geladen zu werden, beispielsweise Verbindungen, die
eine funktionelle Carbonsäure einschließen, dazu,
unter leicht basischen bis basischen Bedingungen, wie im Dünndarm,
schneller freizusetzen. In jedem Fall fördert der Einbau einer polaren
Verbindung in das Hüllgemisch
die Fähigkeit
der wasserunlöslichen
oder leicht wasserlöslichen
organischen Kernverbindung in linearer Weise über die Zeit über etwa
8 bis etwa 24 Stunden, bevorzugter über etwa 10 bis etwa 24 Stunden
und am Bevorzugtesten über
etwa 12 bis etwa 24 Stunden freigesetzt zu werden.
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Ein
weiterer Aspekt dieser Erfindung betrifft die Formulierung der Mikrokapselzusammensetzungen, die
wasserunlösliche
oder leicht wasserlösliche
organische Kernverbindungen einschließen, und umfasst das Beimischen
eines anorganischen Salzes mit Partikelgröße im Mikrometerbereich oder
eines oberflächenaktiven
Stoffs zu dem Kernmaterial. Das Salz mit Partikelgrößen im Mikrometerbereich
oder der obenflächenaktive Stoff
kann in das Vorgemisch in Mengen von etwa 0,5 bis etwa 10 Gewichtsprozent
ausgehend von dem Kernmaterial eingebaut werden, und kann in Kombination
mit der Verwendung eines polaren Hüllmaterials oder unabhängig von
dem polaren Hüllmaterial
verwendet werden.
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Abhängig von
den Umweltbedingungen, denen die vorliegenden Mikrokapseln unterworfen
werden, können
die geringfügigen
Sprünge
oder Risse sich ausdehnen und die Kernfreisetzung beschleunigen.
Die vorliegenden Mikrokapseln sind in der Lage, so gestaltet zu
werden, um auf solche Bedingungen zu reagieren, um die gewünschte Freisetzungswirkung
zu erreichen. Beispielsweise kann die Hüllmaterialzusammensetzung so
gestaltet werden, um innerhalb eines bestimmten Temperaturbereichs
zu schmelzen, wodurch das Kernmaterial plötzlich oder über einen
Zeitraum von Sekunden, bis zu Minuten, bis zu einer Stunde oder
mehr freigesetzt wird. Die Mikrokapsel ist in der Lage, so gestaltet
zu werden, um seinen Kern langsam bei oder um menschliche oder tierische
Körpertemperatur
freizusetzen, oder als eine Funktion der Umgebungstemperatur, beispielsweise
an Tagen, wo die Lufttemperatur über
einen gesetzten Punkt wie beispielsweise 37°C (100 Grad C F) ansteigt. Solche
temperatursensitiven Mikrokapseln sind nützlich bei Backanwendungen,
Anwendungen in der Landwirtschaft und pharmazeutischen oder kosmetischen
Anwendungen.
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Das
folgende Beispiel demonstriert die Ausübung der vorliegenden Erfindung
bei der Zubereitung eines verkapselten Natriumbicarbonats, die nützlich ist
bei der Formulierung von feuchtigkeitsstabilen Backproduktanwendungen.
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Beispiel 1: Verkapseltes Natriumbicarbonat
(20/80 Hülle)
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780
g an Dritex C und 3,12 kg an BF117, kommerziell erhältliche
polymorphe Wachse, wurden zusammengemischt und geschmolzen. Gemahlenes
Natriumbicarbonat (< 10 μm (microns))
Partikelgröße) wurde
in das geschmolzene Wachsgemisch gemischt, das dann einer Druckkraft
unterworfen wurden, indem es zweimal durch eine hydraulische kolbengetriebene
Pumpe geführt
wurde, nämlich
die in
U.S. Pat. Nr. 5,209,879 beschriebene „Beta"-Maschine, eingestellt
auf 620,1 kPa (90 psi) (Beta-Kammerkonfiguration = Eingangsdüse bestehend
aus 4 Löchern
(0,5 mm (0,02 in) ID), ein aus Abstandshaltern mit einer Länge von
etwa 1 mm (0,04 in) und einem Durchmesser von etwa 6,35 mm (0,25
in) gebildetes Kammervolumen, und einer Austrittsdüse bestehend
aus 4 Löchern
(0,5 mm (0,02 in) ID)). Das druckbehandelte Gemisch wird durch einen
Nordson-Heißschmelzapplikator,
der auf 60°C
(140 Grad F) gehalten wird, bei einem Pumpendruck von 103,35 kPa (15
psi), einem Entlüfterdruck
von 275,6 kPa (40 psi), einer um 1,5 Drehungen von offen nach geschlossen eingestellter
Nadel in ein gekühltes
Gebiet gesprüht.
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Die
sprühgekühlte Probe
wird in eine Glattbrandluftsprühsäule eingeführt und
mit demselben Wachsgemisch beschichtet, bis der Gewichtsprozentsatz
des Gesamtwachsgehalts 70 % erreicht.
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Die
gemäß Beispiel
1 zubereitete Mikrokapsel ist in der Lage seinen Bicarbonatkern über zwei
Mechanismen, Temperatur und flüssige
Infiltration, freizusetzen. Das in Beispiel 1 verwendete Hüllgemisch
schmilzt über
einen Temperaturbereich von etwa 41,11°C (106 Grad F) bis etwa 57,22°C (135 Grad
F) und setzt Bicarbonat über
diesen Temperaturbereich frei. Des Weiteren weist die Mikrokapsel
aus Beispiel 1 ein Freisetzungsprofil nullter Ordnung auf, wenn
sie in eine wässrige
Umgebung eingebracht wird. Die Freisetzung von Natriumbicarbonat
erfolgt mit einer konstanten Rate bis 90 % des Bicarbonats nach
Rühren
bei Raumtemperatur für
10000 Minuten freigesetzt sind. Die Bicarbonatfreisetzung wurde
unter Verwendung eines Titrationsverfahrens gemessen. Die prozentuale
Freisetzung gegenüber
der Zeit ist unten in Tabelle 2 dargestellt. TABELLE 2: Zwei Proben mikroverkapselten
Bicarbonats/% an in wässriges
Medium freigesetzten Bicarbonats über die Zeit
| Zeit
(min) | Prozent
freien Bicarbonats | Zeit
(min) | Prozent
freien Bicarbonats |
| 1 | 1,68 | 3 | 1,96 |
| 68 | 2,24 | 70 | 2,8 |
| 174 | 2,97 | 175 | 3,36 |
| 240 | 3,5 | 240 | 4,2 |
| 399 | 4,92 | 400 | 5,04 |
| 541 | 6,04 | 542 | 5,88 |
| 1446 | 15,4 | 1449 | 15,12 |
| 1621 | 17,53 | 1623 | 16,18 |
| 3098 | 25,37 | 3100 | 24,3 |
| 3417 | 27,77 | 3419 | 27,1 |
| 5085 | 40,66 | 5085 | 43,35 |
| 7293 | 65,58 | 7293 | 63,95 |
| 7735 | 70,62 | 7735 | 70,12 |
| 10190 | 87,42 | 10190 | 89,72 |
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Beispiel 2 – Verkapseltes Natriumbicarbonat
(30/70 Hülle)
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Das
Vorgehen von Beispiel 1 wurde verwendet mit der Ausnahme, dass ein
30/70-Gemisch von Dritex C und BF117 das Hüllmaterial ersetzte.
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Das
in Beispiel 2 verwendete Hüllgemisch
schmilzt über
einen Temperaturbereich von etwa 41,66°C (107 Grad F) bis etwa 60°C (140 Grad
F) und setzt Bicarbonat über
diesen Temperaturbereich frei. Die Mikrokapsel von Beispiel 2 weist
auch ein Freisetzungsprofil nullter Ordnung auf, wenn sie in eine
wässrige
Umgebung eingeführt
wird, obwohl die Freisetzung des Kernbicarbonats bei einer leicht
schnelleren Rate erfolgt. Die Freisetzung des Natriumbicarbonats
erfolgt bei einer konstanten Rate bis 90 % des Bicarbonats nach
etwa 7200 Minuten Rühren
bei Raumtemperatur freigesetzt sind. Die Bicarbonatfreisetzung wurde
unter der Verwendung desselben Titrationsverfahrens wie in Beispiel
1 verwendet gemessen.
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Durch
Abstimmen des Wachsgemischs in dem Hüllmaterial sind die Mikrokapseln
der vorliegenden Erfindung in der Lage, so gestaltet zu werden,
um ihr Kernmaterial bei einer vorgewählten Temperatur sowie bei einer
konstanten Rate über
einen vordefinierten spezifischen Zeitraum freizusetzen.
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Vergleichsbeispiel 3 – Verkapseltes Natriumbicarbonat
(20/80 Hülle – unbeschichtet)
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Das
Vorgehen und die Materialien von Beispiel 1 wurden verwendet, um
Mikrokapseln zuzubereiten, mit der Ausnahme, dass die Spülbeschichtung
nicht auf die Mikrokapseln nach der Bildung mit dem Heißschmelzapplikator
aufgetragen wurde. Die Mikrokapseln schlossen 70 Gewichtsprozent
der Hüllzusammensetzung
(20/80 Bestandteilgemisch) mit ein.
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Das
wässrige
Freisetzungsprofil war nicht linear, wobei 20 % des Bicarbonats
in weniger als 1 Minute freigesetzt wurden, etwa 30 % in etwa 21
Minuten, 45 % in etwa 273 Minuten, 55 % in etwa 395 Minuten, 80 %
in etwa 1213 Minuten, etwa 90 % in etwa 2803 Minuten und mehr als
93 % in etwa 4332 Minuten.
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Vergleichsbeispiel 4 – Granulierung von Natriumbicarbonat
im Stand der Technik
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Gemahlenes
Natriumbicarbonat (< 10 μm (microns))
wird mit BF117 gemischt, während
das BF117 auf einen geschmolzenen Zustand erhitzt wird. Das geschmolzene
Gemisch wird abgekühlt
und granuliert. Die resultierenden Mikrokapseln enthielten 40 Gewichtsprozent
an Natriumbicarbonat und 60 % des BF117 Hüllmaterials.
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Die
Mikrokapseln von Beispiel 4 weisen eine nicht-lineare Freisetzung
von Bicarbonat in die wässrige Umgebung
des hierin beschriebenen Freisetzungstestverfahrens auf. Die Mikrokapseln
setzten etwa 16 % Bicarbonat in etwa 1,6 Minuten, etwa 27 % in etwa
10 Minuten, etwa 30 % in etwa 16 Minuten, etwa 41 % in etwa 56 Minuten,
etwa 57 % in etwa 161 Minuten, etwa 69 % in etwa 285 Minuten, etwa
87 % in etwa 407 Minuten und mehr als 98 % in etwa 1324 Minuten
frei.
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Beispiel 5 – Zusammensetzung von Propranolol
HCl mit Freisetzung nullter Ordnung
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428
g gemahlenen Propranolol HCls (< 10 μm (microns)
Partikelgröße) wird
in eine Schmelze von 800 g an Dritex C, einem kommerziell erhältlichen
polymorphen Wachs, gemischt. Das fließfähige Vorgemisch wird dann einer
Druckkraft unterworfen, indem es zweimal durch eine hydraulische
kolbengetriebene Pumpe geführt
wird, die in
U.S. Pat. Nr. 5,209,879 beschriebene „Beta"-Maschine, eingestellt
auf 620,1 kPa (90 psi) (Beta-Kammerkonfiguration = Eingangsdüse bestehend
aus 4 Löchern
(0,5 mm (0,02 in) ID), ein aus Abstandshaltern mit einer Länge von
etwa 1 mm (0,04 in) und einem Durchmesser von etwa 6,35 mm (0,25
in) gebildetes Kammervolumen, und einer Austrittsdüse bestehend
aus 4 Löchern
(0,5 mm (0,02 in) ID)). Das druckbehandelte Gemisch wird dann durch
einen Nordson-Heißschmelzapplikator,
der auf 77 Grad C gehalten wird, angetrieben von einer elektronischen
Schaltungspumpe (Nordson 3700-Serie,
Geschwindigkeitseinstellung = 40 %), Entlüfterdruck von 68,9 kPa (10
psi), einer auf 7/8 einer Drehung von offen nach geschlossen eingestellten
Nadel in ein gekühltes
Gebiet gesprüht.
Das Propranolol HCl umfasst 34,9 Gewichtsprozent der Mikrokapselzusammensetzung.
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Die
gemäß Beispiel
5 zubereitete Mikrokapsel ist in der Lage, seinen Kern Propranolol über wässrige Infiltration
freizusetzen und weist ein Freisetzungsprofil nullter Ordnung auf,
wenn sie in eine wässrige
Umgebung eingebracht wird. Die Freisetzung von Propranolol (–840 + 420 μm (–20 + 40
Mesh)-Fraktion) tritt bei einer konstanten Rate über etwa 14 Stunden bei Rühren in
einem Auslösungskorb
bei 50 UPM bei 37 Grad C in Übereinstimmung
mit dem USP-Test 2-Verfahren
(so modifiziert, 900 ml an 0,05 M Phosphatpuffer, pH 6,8). Die prozentuale
Freisetzung über
die Zeit für
die Mikrokapsel von Beispiel 5 im Vergleich zum Auflösungsprofil des
kommerziell erhältlichen
langwirkenden Propranol-haltigen Produkts, das unter der Marke „Inderal
LA" verkauft wird,
ist in 1 dargestellt.
-
Beispiel 6 – Freisetzung nullter Ordnung
von Propranolol-HCl-Mikrokapseln
-
472,5
g an gemahlenem Propranolol HCl (< 10 μm (microns)
Partikelgröße) wird
mit einer Schmelze eines Gemischs von 975 g an Carnaubawachs und
52,5 g an Xanthan gemischt. Das fließfähige Vorgemisch wird dann einer
Druckkraft unterworfen, indem es zweimal durch eine hydraulische
kolbenbetriebene Pumpe geführt
wird die in
U.S. Pat. Nr. 5,209,879 beschriebene „Beta"-Maschine, eingestellt
auf 620,1 kPa (90 psi) (Beta-Kammerkonfiguration = Eingangsdüse bestehend
aus 4 Löchern
(0,5 mm (0,02 in) ID), ein aus Abstandshaltern mit einer Länge von
etwa 1 mm (0,04 in) und einem Durchmesser von etwa 6,35 mm (0,25
in) gebildetes Kammervolumen, und einer Austrittsdüse bestehend
aus 4 Löchern
(0,5 mm (0,02 in) ID)). Das druckbehandelte Gemisch wird dann durch
einen Nordson-Heißschmelzapplikator,
der auf 77 Grad C gehalten wird, angetrieben von einer elektronischen
Schaltungspumpe (Nordson 3700-Serie,
Geschwindigkeitseinstellung = 50 %), Entlüfterdruck von 68,9 kPa (10
psi), einer auf 1,5 einer Drehung von offen nach geschlossen eingestellten
Nadel in ein gekühltes
Gebiet gesprüht.
Das Propranolol HCl umfasst 31,5 Gewichtsprozent der Mikrokapselzusammensetzung.
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Die
gemäß Beispiel
6 zubereitete Mikrokapsel ist in der Lage, seinen Kern Propranolol über wässrige Infiltration
freizusetzen und weist ein Freisetzungsprofil nullter Ordnung auf,
wenn sie in eine wässrige
Umgebung eingebracht wird. Die Freisetzung von Propranolol (–840 + 420 μm (–20 + 40
Mesh) Fraktion) erreichte etwa 70 % bei einer konstanten Rate über etwa
8 Stunden des Rühren
in einem Auflösungskorb
bei 50 UPM bei 37 Grad C in Übereinstimmung
mit dem USP-Test 2-Verfahren (so modifiziert, 900 ml an 0,05 M Phosphatpuffer,
pH 6,8). Die prozentuale Freisetzung über der Zeit ist in 2 dargestellt.
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Beispiel 7 – Diltiazem HCl-Zusammensetzung
mit Freisetzung nullter Ordnung
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268
g ungemahlenen Diltiazem HCl wurden in ein Gemisch von 520 g an
Dritex C, einem kommerziell erhältlichen
polymorphen Wachs, gemischt. Das fließfähige Vorgemisch wurde dann
einer Druckkraft unterworfen indem es zweimal durch eine hydraulische
kolbenbetriebene Pumpe geführt
wird die in
U.S. Pat. Nr. 5,209,879 beschriebene „Beta"-Maschine, eingestellt
auf 620,1 kPa (90 psi) (Beta-Kammerkonfiguration = Eingangsdüse bestehend
aus 4 Löchern
(0,5 mm (0,02 in) ID), ein aus Abstandshaltern mit einer Länge von
etwa 1 mm (0,04 in) und einem Durchmesser von etwa 6,35 mm (0,25
in) gebildetes Kammervolumen, und einer Austrittsdüse bestehend
aus 4 Löchern
(0,5 mm (0,02 in) ID)). Das druckbehandelte Gemisch wird dann durch einen
Nordson-Heißschmelzapplikator,
der auf 77 Grad C gehalten wird, bei einer Pumpengeschwindigkeit
von 30%, Entlüfterdruck
von 68,9 kPa (10 psi), einer auf 1,5 einer Drehung von offen nach
geschlossen eingestellten Nadel in ein gekühltes Gebiet gesprüht. Das
Diltiazem HCl umfasst 34 Gewichtsprozent der Mikrokapselzusammensetzung.
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Die
gemäß Beispiel
7 zubereitete Mikrokapsel ist in der Lage, seinen Kern Diltiazem über wässrige Infiltration
freizusetzen und weist ein Freisetzungsprofil nullter Ordnung auf,
wenn sie in eine wässrige
Umgebung eingebracht wird. Die Freisetzung von Diltiazem (–840 + 420 μm (–20 + 40
Mesh) Fraktion) tritt bei einer konstanten Rate über etwa 24 Stunden des Rühren in
einem Auflösungskorb
bei 50 Upm bei 37 Grad C in Übereinstimmung
mit dem USP 24 Vorgehenstest 5 (so modifiziert, 900 ml an 0,05 M
Phosphatpuffer, pH 7,2) auf. Die prozentuale Freisetzung über verschiedene
Fraktionen der in Übereinstimmung
mit Beispiel zubereiteten Mikrosphären gegenüber der Zeit ist in 3 dargestellt.
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Vergleichsbeispiel 8 – über eine Homogenisator zubereitete
Propranolol HCl-Zusammensetzung
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525
g gemahlenen Propranolol HCl (< 10 μm (microns)
Partikelgröße) wird
in eine Schmelze von 975 g an Dritex C, einem kommerziell erhältlichen
polymorphen Wachs, gemischt. Das fließfähige Vorgemisch wird dann in
einem Silverson Homogenisator (Labormaßstab LARTA) für fünf Minuten
homogenisiert und dann wird das homogenisierte Gemisch durch einen
Nordson Heißschmelzapplikator,
der auf 77 Grad C gehalten wird, angetrieben von einer elektronischen
Schaltpumpe (Nordson 3700-Serie, Geschwindigkeitseinstellung = 50 %),
Entlüfterdruck
von 68,9 kPa (10 psi), die Nadel auf 1,5 Drehungen von offen nach
geschlossen eingestellt, in ein gekühltes Gebiet gesprüht. Das
Propranolol HCl umfasst 35 Gewichtsprozent der Mikrokapselzusammensetzung.
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Die
gemäß dem Vergleichsbeispiel
8 zubereitete Mikrokapsel setzt 90 % seines Kerns Propranolol in etwa
3 Stunden frei, wenn sie in eine wässrige Umgebung in einen Auflösungskorb
bei 50 Upm bei 37 Grad C in Übereinstimmung
mit dem USP Vorgehenstest-2 (so modifiziert, 900 ml an 0,05 M Phosphatpuffer,
pH 6,8) eingebracht wird. Die prozentuale Freisetzung über der
Zeit ist in 4 dargestellt.
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Beispiel 9 – Theophyllin-Zusammensetzung
mit Freisetzung nullter Ordnung
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525
g an gemahlenem Theophyllin wird mit einer Schmelze von einem 50:50-Gemisch
an 488 g Cethylalkohol und 488 g Dritex C gemischt. Das fließfähige Vorgemisch
wird dann einer Druckkraft unterworfen, indem es zweimal durch eine
hydraulische kolbenbetriebene Pumpe geführt wird, die in
U.S. Pat. Nr. 5,209,879 beschriebene „Beta"-Maschine, eingestellt
auf 620,1 kPa (90 psi) (Beta-Kammerkonfiguration = Eingangsdüse bestehend
aus 4 Löchern
(0,5 mm (0,02 in) ID), ein aus Abstandshaltern mit einer Länge von
etwa 1 mm (0,04 in) und einem Durchmesser von etwa 6,35 mm (0,25
in) gebildetes Kammervolumen, und einer Austrittsdüse bestehend
aus 4 Löchern
(0,5 mm (0,02 in) ID)). Das druckbehandelte Gemisch wird dann durch
einen Nordson-Heißschmelzapplikator,
der auf 77 Grad C gehalten wird, angetrieben von einer elektronischen
Schaltungspumpe (Nordson 3700-Serie, Geschwindigkeitseinstellung
= 20-30 %), Entlüfterdruck
von 68,9 kPa (10 psi), einer auf 1,5 einer Drehung von offen nach
geschlossen eingestellten Nadel in ein gekühltes Gebiet gesprüht. Das
Theophyllin HCl umfasst 35 Gewichtsprozent der Mikrokapselzusammensetzung.
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Die
gemäß Beispiel
9 zubereitete Mikrokapsel ist in der Lage, seinen Kern Theophyllin über wässrige Infiltration
freizusetzen und weist ein Freisetzungsprofil nullter Ordnung auf,
wenn sie in eine wässrige
Umgebung eingebracht wird. Die Freisetzung von Theophyllin (–840 + 420 μm (–20 + 40
Mesh) Fraktion) tritt bei einer konstanten Rate über mindestens etwa 8 Stunden
des Rühren
in einem Auflösungskorb
bei 50 Upm bei 37 Grad C in Übereinstimmung
mit dem USP 24-Vorgehenstest 8 (so modifiziert, 900 ml 0,05 M Phosphatpuffer, pH
7,5) auf. Die prozentuale Freisetzung über der Zeit ist in 5 dargestellt.
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Beispiel 10 – Größe der Mikrokapsel gegenüber den
Freisetzungsprofilen
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Die
Wirkung der Partikelgröße der Mikrokapsel
auf das Freisetzungsprofil ist in 6 gezeigt.
Die in 6 getesteten Mikrokapseln von Diltiazem HCl wurde
in Übereinstimmung
mit den in Beispiel 7 beschriebenen Vorgehen zubereitet (mit der
Ausnahme, dass die Motorgeschwindigkeit auf 50 % gesetzt wurde)
und enthält
43 Gewichtsprozent des Diltiazem HCl in einer Hülle bestehend aus Dritex C.
Der Auflösungstest
wird in Übereinstimmung
mit dem USP Vorgehenstest-5 (für
länger
als 24 Stunden) (so modifiziert, 900 ml 0,05 M Phosphatpuffer bei
pH 7,2) bei 37 Grad C und einer Geschwindigkeit des Auslösungskorbs
von 50 Upm durchgeführt.
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Die
Mikrokapseln wurden in 6 Fraktionen gesiebt und jede Fraktion wurde
den Auflösungstestbedingungen
unterworfen. Es ist klar, dass die Partikelgröße der Mikrokapseln nur die
Rate beeinflusst, mit der das Kernmaterial freigesetzt wird, und
nicht die Linearität
dieser Freisetzung. Je größer die
Mikrokapsel ist, umso langsamer wird das Kernmaterial aus der Mikrokapsel
freigesetzt.
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Die
vorangegangenen Beispiele sind beispielhaft für die Verfahren und die Vielzahl
der Schmelzbereiche und Zeitbereiche der Freisetzung nullter Ordnung
der Mikrokapseln der vorliegenden Erfindung.